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Hallo zusammen! Ich sitze hier gerade bei gefühlt 38 Grad im Zimmer, der Ventilator schiebt nur warme Luft rüber. Draußen ist der Rasen schon wieder braun, dabei haben wir erst Juni. Und der Wetterbericht... das bleibt jetzt erstmal so - Hitzewelle bis in den Juli, kaum Regen.
Ich erwische mich gerade bei so einem Gedanken, den ich vor zehn Jahren noch belächelt hätte.. wird das hier eigentlich irgendwann zur Wüste? 🐫 🌵 🏜️ Nicht Sahara... Aber dieses Muster - jedes Jahr früher heiß, Böden trocken etc - das fühlt sich nicht mehr nach Ausreißer an, sondern nach neuem Normal. Die Fachleute reden ja eher von häufigerer Dürre und Hitze als von echtem Wüstenklima, aber für mich macht das im Moment kaum einen Unterschied.
Wie haltet ihr das aus? Ich krieg bei der Hitze keine Wolle in die Hand. Liebe Grüße.
Meine Wohnung heizt sich nicht so extrem auf, da geht es noch, und hier in Köln war das Frühjahr mehr als kühl und nass, das reicht so schnell noch nicht für Wüste, aber dass es in Zukunft öfter und länger sehr warm wird, das ist ja nun mal klar.
Was mich ein wenig nervt ist der Umgang damit. Hitzewellen hat es immer schon gegeben, große Dürren auch, wenn vielleicht auch etwas seltener. Aber ein Wetterbericht der 70er oder 80er Jahre sprach dann von endlich Hochsommer, ab ins Freibad, esst mehr Eis und viel Spaß beim grillen. Heute herrscht eigentlich sofort diese wir-werden-alle-sterben-Stimmung.
Stimmt, es ist heiß, aber solche Hitzewellen gabs doch schon immer. Ich habe das Gefühl, dass sich die Jahreszeiten etwas "verschieben" - eher Frühling und Sommer, eher Herbst und auch eher Winter. Als ich noch Kind war, hatten wir Winter von Dezember bis Februar, das hat sich total "vorverlegt" und genauso die anderen Jahreszeiten. Damit müssen wir leben, ob wir es wollen oder nicht. Schlimm ist nur die Trockenheit, es müsste mehr vom normalen Landregen geben, nicht solche "Sturzbäche", die der trockene Boden nicht aufnehmen kann.
Habe mir ein Set Kühltücher besorgt ...kann ich nur empfehlen ! GAMECHANGER !
Mir gehts gerade so mit der Hitze, und weil mich die Sache nicht losgelassen hat, ob das früher auch schon so war, hab ich aus Neugier mal mit KI recherchiert und ein paar Sachen nachgeprüft. War spannender, als ich dachte.
Hitzewellen sind überhaupt nichts Neues. 1540 gabs in Europa eine derart extreme Hitze und Dürre, dass man den Rhein teils zu Fuß durchqueren konnte – das wird bis heute als Jahrtausendereignis gehandelt. Dann die Reihe 1904, 1911, der berühmte „Steppensommer" 1947, die große europäische Dürre 1976 mit vertrockneten Feldern, 1983, und natürlich 2003, das richtig schlimm war – allein in Deutschland geht man von rund 8.000 hitzebedingten Toten aus.
Unsere Großeltern und Urgroßeltern haben sowas also durchaus erlebt.
Interessant fand ich den Punkt mit dem Wort. „Hitzewelle" als Begriff gibts schon lange, in Zeitungen der 1930er/40er taucht er auf. Aber im Alltag hat man früher eher von „Steppensommer", „Jahrhundertsommer" oder einfach „der großen Dürre" gesprochen. Dieses Dauer-Etikett „Hitzewelle", das uns heute jeden Sommer begegnet, ist also weniger ein neues Phänomen als eine neue Sprech- und Warnweise.
Und da liegt für mich der eigentliche Unterschied. Nicht dass es heiße Sommer gibt, sondern wie sie sich häufen. 1947 war der wärmste Sommer des ganzen 20. Jahrhunderts, und der rangiert heute nur noch hinter 2003, 2018, 2019 und 2022. Vier der fünf heißesten Sommer liegen also in den letzten gut zwanzig Jahren. Dazu kommt, dass der Wetterdienst seit 2005 als direkte Reaktion auf 2003 überhaupt erst offiziell vor Hitze warnt. Früher hat man geschwitzt und gut, heute kommt die Warn-App.
Mich hat das ehrlich gesagt eher beruhigt und beunruhigt zugleich.. beruhigt, weil meine Oma mit ihren 38 Grad im Nähzimmer nicht die Erste war, und beunruhigt, weil das Tempo eben doch zugenommen hat. Jetzt kann das so stehen bleiben :-) Liebe Grüße.
Der Spruch für den Bayrischen Wald war früher so: "Da ist a Dreiviertel Jahr Winter und in den andern 3 Monaten regnet es !"
Ich wohne nun seit 9 Jahren hier und erlebe eher ein südliches Wetter
Mein Nachbar, der so alt ist wie ich ( um die 60 ) und schon immer hier lebt, erzählt von strengen Wintern und sehr hohem Schnee in seiner Kindheit.
Der Förster spricht von dem niedlichsten Grundwasserspiegle EVER und dass es 3 Jahre lang durchregnen müsste, damit die Grundwasserspiegel auf das alte Niveau kommen
Die Prognosen von Höimar von Dithfurt ab 1978, warnten damals schon in diese Richtung
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Da beruhigt mich gar nichts, denn es nimmt ja an Fahrt auf.
Der bisherige heißeste Tag ever in Deutschland liegt bei 41,2 Grad (25.7.2019) in NRW. Und diese Temperatur wird wahrschienlich die nächsten Tage geknackt.
Die 40 Grad Marke wurde noch nie in einem Juni geknackt (seit Wetteraufzeichnung).
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