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Gestrickte Decken in Hülle und Fülle

Dienstag, 26. Mai 2026

Gestrickte Decken in Hülle und Fülle

Jeder, der stricken kann, strickt früher oder später eine Decke! So auch ich, und nicht nur eine. Im Laufe meines Lebens habe ich schon viele kleine, große, einfarbige und bunte Decken gestrickt. Bevor wir zum heutigen Kreativprojekt kommen, bei dem ihr mir über die Schulter schauen dürft, unterhalten wir uns ein bisschen über gestrickte Decken und ich zeige euch einige meiner Decken-Schätze. Danach geht es dann um das Stricken dieser wunderschönen und ganz weichen Babydecke:

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1. Lohnt sich das Stricken einer Decke?

Sicherlich denkt ihr jetzt, warum soll ich eine Decke für viel Geld in mühseliger Handarbeit stricken, wenn man sie doch kaufen kann.

Ich sehe das nicht so! Selbst gemachte Handarbeiten schenken uns und anderen Freude. Mit jeder Masche stricken wir unsere Liebe und unsere Wünsche in unsere Decke ein. Beim Stricken stellen wir uns vor, wie der neue Besitzer sich unter die Decke kuschelt oder sich damit wärmt. Auch wenn sie am Ende vielleicht nicht zu 100 % perfekt ist, weil sich gelegentlich doch ein Fehlerchen eingeschlichen hat, so steckt doch all unsere Liebe in dieser Decke. Das kann keine Industrie der Welt produzieren.

Sie wird genau so sein, wie wir sie uns vorstellen. Unsere Decke wird einmalig sein. Wir können sie gezielt aus Garnen unserer Wahl in einer Handarbeitstechnik unserer Wahl herstellen. Es gibt so viele Möglichkeiten. In meinem Blogbeitrag soll es heute nur um gestrickte Decken gehen. Die Decken in anderen Handarbeitstechniken stelle ich euch separat vor.

2. Kleine Decken-Parade

Beim Zusammenstellen dieses Beitrags habe ich festgestellt, dass ich schon sehr viele verschiedene Decken gestrickt habe. Eine jede hätte es verdient, hier gezeigt zu werden. Aber das geht von der Fülle her nicht, daher gibt es nur eine kleine Auswahl zur Anregung.

Kleine 10-Stich-Decke

Die Decke namens „Ten-Stich-Blanket“ oder „10-Maschen-Decke“ habe ich nach einer kostenlosen Anleitung aus dem Internet gestrickt. Besonders schön schaut sie aus, wenn man sie mit Farbverlaufsgarnen strickt. Man hat immer nur 10 Maschen auf der Nadel und strickt spiralförmig. Damit ist die Größe variabel. Wer die dicke Naht nicht mag, dem sei verraten, dass bei youtube auch eine Variante ohne diese Naht vorgestellt wird.

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Große 20-Stich-Decke

Die gleiche Decke kann man auch mit 20 (oder mehr) Maschen und aus dickerer Wolle stricken. Diese hier habe ich aus dicker Farbverlaufswolle (mit hohem Schurwolleanteil) mit einem herrlichen Farbspiel aus warmen Brauntönen und Petrol gestrickt. Diese große Decke bekamen mein Sohn und seine Frau zur Hochzeit geschenkt. Sie hatten die Wolle vorher bei mir gesehen und bewundert. Noch heute kuscheln sie – mittlerweile mit ihren zwei Kindern – damit auf der Couch.

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Wo ich nun schon meine Enkelkinder erwähne, zeige ich euch doch auch ihre Decken.

Zeitlose Babydecken aus Merinowolle

Mein Enkelsohn bekam zur Geburt vor 7 ½ Jahren – wie von den Eltern gewünscht – eine zeitlose Babydecke in natürlichen Farben aus wärmender Merinowolle, die man auch in der Waschmaschine waschen darf.

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Dieser Decke folgten noch zwei weitere mit dem gleichen Muster: Eine kleinere in Blau für unterwegs und eine größere in Ocker, die als Spieldecke dient. Alle Decken sind heute noch im Einsatz, mal zum Zudecken, mal zum Spielen, mal zum Sitzen auf der Wiese. Hier findet ihr die Strickanleitung, die auch für Strickanfänger geeignet ist.

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Prinzessinnen-Decken

Nach so vielen Decken in modernen Farben und mit klaren Strukturen habe ich mich gefreut, dass ich vor 4 Jahren auch Babydecken in "Mädchenfarben" stricken durfte. Da meine Enkeltochter im Frühling geboren wurde, bekamen ihre Decken eher luftige Muster aus feiner Babymerinowolle. Die kostenlose Strickanleitung „Little Princess“ mit dem wunderschönen Muster findet ihr auf meinem Blog.

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Decke im kleinen Perlmuster

Die zartrosa Decke im Dornröschenmuster findet ihr ebenfalls kostenlos auf meinem Blog.

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Diagonal gestrickte Decke

Ihre dritte Decke sollte dann weniger luftdurchlässig sein, aber trotzdem weich, kuschelig und etwas größer sein. So entstand die „weichste Babydecke der Welt“. Ich habe sie so genannt, weil diese Wolle wirklich wunderbar weich ist. Die hervorragende Qualität der Wolle hat allerdings auch ihren Preis.

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Für diese Decke startet man an einer Ecke und strickt dann diagonal. Nach einer Weile nimmt man wieder ab. Man kann die Decke viereckig oder quadratisch stricken. Die kostenlose Strickanleitung findet ihr auf meinem Blog. Ihr könnt die Decke natürlich auch mit anderen Garnen stricken.

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Patchworkdecke aus Resten

Bei meinen diversen Strickarbeiten fielen über die Zeit verschiedene Wollreste gleicher Stärke (90 m/50 g) an. Daraus habe ich eine Patchworkdecke in einem Stück gestrickt. Ja, auch diese habe ich allen als kostenlose Anleitung auf meinem Blog zur Verfügung gestellt.

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Decke aus rechten Maschen mit Fransen

Wer es beim Stricken gern bunt und abwechslungsreich liebt, und darüber hinaus nicht gern Fäden vernäht, für den ist vielleicht die folgende Decke perfekt. Hier wird jede Reihe einzeln gestrickt. Am Ende werden alle Fadenenden am Rand dekorativ verknotet.

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Das kann gezielt in den Farben seiner Wahl oder quietschbunt machen. Die anfängertaugliche Strickanleitung findet ihr in meinem Shop.

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3. Meine neue Babydecke

Nachdem sich in unserer Familie für den September ein drittes Enkelkind angekündigt hat, ist es klar, dass ich auch dieses mit einer wärmenden, individuell gestrickten Babydecke willkommen heißen möchte. Die neue Decke soll nutzbar sein:

  • zum Zudecken, wenn es zu kühl ist
  • im Kinderwagen als wärmende Decke über dem Kissen
  • als unkomplizierte Kuscheldecke
  • als Unterlage auf der Couch oder dem Boden
  • als Kuscheldecke zum Zudecken beim Stillen oder als Sichtschutz 
  • im Maxi-Cosi auf Reisen
  • als Erinnerungsstück

Nachdem ich nun schon Babydecken mit Struktur, Wellen- und Dornröschenmuster gestrickt habe, sollte es dieses Mal eine Decke mit einem leichten Ajourmuster werden.

Auf die Strickreise dieser Decke möchte ich euch nun gern mitnehmen. Für alle, die genau diese Decke nachstricken möchte, verweise ich auf die Strickanleitung „Yukiko“ der Designerin Jollyknits auf Crazypatterns.

Ich wollte mir mal nichts Eigenes ausdenken, sondern auf die Anleitung einer anderen Autorin zurückgreifen. Ich gebe natürlich nicht den Inhalt der Strickanleitung wieder, sondern gebe hilfreiche Tipps und ergänzende Hinweise für ein erfolgreich gelungenes Projekt. 

4. Anforderungen und Wünsche an meine Babydecke

Alle Eltern möchten, dass ihr Baby sich wohl und sicher fühlt. Dafür spielt eine Decke eine wichtige Rolle. Man braucht sie Zuhause zum Zudecken und Kuscheln oder unterwegs im Kinderwagen. Decken kann man nie genug haben.

Gerade in den ersten Monaten ist das Temperaturempfinden eines Babys noch sehr sensibel. Es braucht daher eine zuverlässig wärmende Decke, unter der man aber nicht überhitzt. Eine gestrickte Decke ist durch ihre offene Struktur und die weiche Haptik deshalb besonders gut geeignet. Die gestrickten Maschen ermöglichen eine gute Luftzirkulation. Gleichzeitig passt sich die Decke durch ihre Flexibilität gut an den Körper des Babys an, ohne einzuengen.

Meine Babydecke sollte also folgende Eigenschaften haben:

  • überprüfte Schadstofffreiheit
  • hautfreundlich
  • wärmend
  • temperaturausgleichend
  • anschmiegsam
  • luftdurchlässig
  • leicht
  • schöne Optik
  • waschbar 
  • in Lieblingsfarbe

5. Meine Wollauswahl

In der Regel hat man zuerst eine Strickanleitung und kauft danach die Wolle ein. Bei mir war das andersherum. Beim Surfen durchs Internet bin ich auf eine besonders schöne Wolle in der Lieblingsfarbe meiner Schwiegertochter gestoßen. Wegen der Farbe „Lind“ und der hervorragenden Eigenschaften dieser Wolle habe ich mich für sie entschieden.

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Meine Babydecke wird aus „Lamana Como Merino Superfine“ in der Farbe 38 sein. In einem Angebot habe ich 10 Knäule à 25 g erstanden.

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Da das Garn recht teuer ist, muss man sich den Kauf gut überlegen. Mein Enkelkind ist mir diese Ausgabe allerdings wert. Hier hat die Qualität Vorrang.

Hier ein Auszug zur Wolle Lamana Como von der Internetseite des Herstellers:

„COMO ist ein dreifädig gezwirntes SUPERLIGHT Garn aus 100 % superfeiner Merino Schurwolle mit 18,5 Mikron in DK Stärke. Das kardierte Garn mit 120 m Lauflänge auf nur 25 g bekommt durch eine innovative Herstellungsweise seine einzigartige Leichtigkeit und einen überaus weichen Griff. Die temperaturregulierenden und atmungsaktiven Eigenschaften der Merinowolle werden hierbei nochmals positiv unterstützt und durch den leichten Woll-Flaum entsteht eine edle, dezent matte Oberfläche.

Die mulesingfreie Merino-Rohwolle für COMO beziehen wir von ausgewählten Schäfereien in Australien. Die Rohwolle ist in den Kriterien Tierwohl, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung zertifiziert und wird in Italien von einem familiengeführten Traditionsbetrieb gesponnen und gefärbt. Dieses Garn ist mit dem OEKO-TEX® STANDARD 100, Produktklasse I (Textilien und Materialien für Säuglinge und Kleinkinder bis zu drei Jahren) zertifiziert.

COMO ist ganz besonders vielseitig einsetzbar. Dank der Weichheit und Maschinenwaschbarkeit eignet sie sich sehr gut für Babykleidung, Accessoires und alles, was kuschelig weich werden soll. Fair Isle bekommt eine tolle Optik und insbesondere größere Strickstücke profitieren von dem geringen Gewicht und halten durch die Elastizität, verbunden mit der Leichtigkeit des Garns, hervorragend die Form.“

Bei 10 Knäulen à 25 g habe ich 250 g Wolle zur Verfügung. Da die Wolle eine Lauflänge von 120 m je Knäuel hat, macht das eine verfügbare Lauflänge von 1200 Metern.

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6. Die Strickanleitung

Nach dem Kauf der Wolle habe ich das Internet nach einer passenden Strickanleitung durchsucht. Ich wollte eine Decke mit einem leichten Ajourmuster haben, das von innen nach außen gestrickt wird.

Bei Crazypatterns habe ich ein paar Decken nach meinen Vorstellungen gefunden und die gemachten Angaben und Bewertungen gründlich studiert. Am Ende blieb dann ausgerechnet die mit 8,40 € teuerste Anleitung übrig. Da ist schon ein recht stolzer Preis für eine Strickanleitung, finde ich. Glücklicherweise hatte ich gerade bei einer CP-Mitmach-Aktion Guthaben gewonnen und konnte mir deshalb diese Anleitung leisten.

Meine gekaufte Strickanleitung heißt „Strickanleitung Yukiko“ und stammt von der Designerin Jollyknits. Also fix gekauft und nur das ausgedruckt, was relevant ist. Da meine Decke keine Perlen und keine Häkelblumen bekommen soll, habe ich diese Seiten nicht ausgedruckt.

7. Maschenprobe

Laut Strickanleitung sollte die Maschenprobe 26 Maschen × 35 Reihen auf 10 × 10 cm ergeben. Die Maschenprobe meiner Wolle kam auf 22 Maschen × 34 Reihen. Das ist eine minimale Abweichung, die ich bei einer Decke vertretbar finde. Trotzdem musste ich das mit einer eigenen Maschenprobe überprüfen.

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Mit Nadelstärke 3 habe ich eine Maschenprobe gestrickt und ausgezählt, damit sie mit der Maschenprobe in der Anleitung übereinstimmte. Ich schneide den Faden nach der Maschenprobe übrigens nie ab. Falls ich bei Materialknappheit genau dieses Stück später noch brauche, möchte ich es in einem Stück aufribbeln können.

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Ganz vorbildlich – und weil ich neugierig war, wie sich meine Wolle nach der Wäsche anfühlen und verändern würde -, habe ich sie in warmem Wasser durchgedrückt. Danach habe ich die Maschenprobe in ein Mikrofaserhandtuch eingerollt und die Feuchtigkeit sanft herausgedrückt (nicht wringen!). Danach habe ich das Handtuch wieder ausgerollt und die Maschenprobe flach ausgebreitet trocknen lassen.

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Seht selbst, wie sich das Maschenbild verändert hat. Nach dem Waschen ist sie nun ganz weich und minimal flauschig.

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Wahnsinn, oder? Wegen dieser Optik und Weichheit nach dem Waschen mag ich die Wolle schon jetzt und kann mir die fertige Babydecke damit umso besser vorstellen. Wollt ihr mal anfassen?

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8. Stricken des Innenteils der Decke = Chart A

Nach der Maschenprobe geht es mit der richtigen Decke los. Laut Anleitung starte ich mit Häkelmaschen in einem Fadenring. Danach werden die Maschen auf die Stricknadeln eines Nadelspiels verteilt. Das ist ganz schön kniffelig, weil alles noch sehr wackelig ist. Auf jeden Fall rate ich dazu, diesen Arbeitsschritt mit einem Tisch als Unterlage zu machen.

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Nun wird Chart A gestrickt, das heißt die Mitte der Decke. Dazu gibt es einen übersichtlichen Chart im Format A5. Wir nehmen in den vier Ecken Maschen zu und stricken ansonsten rechte Maschen. Das Muster ist recht eingängig und bald muss man nicht mehr auf den Chart schauen.

Der Maschenmarkierer zeigt den Beginn der neuen Runde.

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Später habe ich auf ein Nadelspiel mit längeren Nadeln gewechselt.

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Als auch das nicht mehr gereicht hat, habe ich mit einer Rundstricknadel in der Stärke 3 weitergestrickt. So schaut meine Decke am Ende von Chart A aus.

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Anmerkung zur Strickanleitung:
Die drei Bilder auf S. 4 der Anleitung zeigen ein anderes Muster als das der Decke auf dem Titelbild, die ich ja eigentlich stricke. Die falschen Bilder sind irreführend und sollten von der Designerin ausgetauscht werden. Chart A – also der Mittelteil der Decke – ist musterlos, so wie ihr es auf meinem Bild seht.

9. Fäden unsichtbar verbinden

Mein erstes Knäuel ist fast aufgebraucht und das zweite liegt bereit. Es folgt also ein Fadenwechsel. Damit an der Übergangsstelle kein Knoten, kein Loch und keine verdickte Stelle vom Vernähen entsteht, verrate ich euch im nächsten Punkt die Technik des unsichtbaren Fadenwechsels.

Meine Wolle besteht aus drei einzelnen, miteinander verdrillten Fäden. Wir dröseln den Wollfaden des alten Knäuels über eine Länge von 15 cm auseinander, sodass wir drei einzelne Fäden haben.

Wir nehmen das neue Knäuel und dröseln dort ebenfalls den Faden über eine Länge von 15 cm auseinander, sodass wir auch hier drei einzelne Fäden haben.

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Wir halbieren beide Fäden und reißen jeweils eine Hälfte ab. Eine Schere machte hier eine scharfe Schnittkante, deshalb reiße ich das lieber mit den Fingern ab. Jetzt haben wir über eine Länge von 15 cm zwei halbierte Wollfäden.

Diese legen wir exakt passend aneinander und legen sie uns in die Handinnenfläche. Nun reiben/rollen wir die beiden halben Fäden vorsichtig zwischen unseren Handflächen. Durch die Feuchtigkeit und Wärme unserer Haut verbinden sich die zarten Wollfasern miteinander. 

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Das neu zusammengefügte Stück Faden ist nun genauso dick wie der Rest der Wolle.

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Wenn wir nun vorsichtig weiterstricken, sehen wir an der präparierten Stelle keinen Ansatz und müssen auch keine Fäden vernähen.

10. Stricken von Chart B

Nach Chart A stricke ich jetzt Chart B. Hier gibt es ein A4-großes übersichtliches Strickschema. Ich stricke nun Runde für Runde und hake mir jede fertige Runde ab. So langsam entwickelt sich das Muster.

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Mittlerweile stricke ich nur noch auf einer Rundstricknadel.

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Anmerkung zur Anleitung:
Fast wäre ich in eine Falle getappt. Damit euch das nicht passiert, weise ich euch gern darauf hin. Schaut euch mal die Maschensymbole zwischen den Umschlägen (rot eingekreist) an. Was seht ihr?

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Fast hätte ich gedacht, es ist ein Schatten auf dem Papier. Aber nein, links unter dem Schrägstrich, das soll eine „3“ sein. Das sagt die Symbolübersicht, die sich zudem auf einem anderen Blatt befindet. Ich habe einen sehr guten Drucker und weißes Papier, trotzdem ist die 3 im Ausdruck des PDF-Dokuments nicht zu erkennen.

Die beiden unterschiedlichen Symbole (blau und rot eingekreist) lassen sich kaum unterscheiden. Wer das an dieser Stelle nicht erkennt, strickt falsche Maschen und das Muster geht nicht auf. Die Autorin hätte hier zur besseren Unterscheidung beispielsweise mit Farben arbeiten können. 

Nachdem ich diese Hürde erfolgreich gemeistert habe, stricke ich entspannt weiter. Auf meiner Rundstricknadel drängeln sich nun schon viele Maschen, aber eine längere Nadel in Stärke 3 habe ich nicht. 

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Am Ende von Chart B schaut meine Decke so aus:

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11. Stricken von Chart C

Nach Chart A und B stricke ich nun auch noch Chart C.
Auch in Chart C gibt es wieder an verschiedenen Stellen diese unscharfen Symbolen mit der kleinen "3" unter dem Schrägstrich. Vielleicht kennzeichnet ihr euch das vorab auf dem Papierausdruck.

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Meine Decke wächst artig Runde für Runde. Den Fadenwechsel mache ich wie oben beschrieben stets unsichtbar.

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Am Ende von Chart C hat man die Möglichkeit, Perlen einzustricken. Da ich aber in einer Babydecke aus Sicherheitsgründen keine Perlen haben möchte, muss ich das nicht beachten.

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12. Abstricken

In der Anleitung steht, man solle die Maschen locker und rechts abketten. Man muss ein bisschen herumprobieren, bis man das richtige Maß an „Lockerheit“ gefunden hat. Deshalb ist bei mir aus dem "Abketten" auch ein "Abstricken" geworden. 

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So schaut meine Decke fertig gestrickt aus: Ihr seht, in der Mitte ist sie etwas verzogen vom Stricken mit dem Nadelspiel, und die Ränder rollen sich unschön ein. Bei einer nächsten Decke würde ich wohl früher auf die Rundstricknadel wechseln. 

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13. Waschen, Spannen, Maße

Damit sich die Maschen und der Flausch entfalten können, bade ich nun meine Decke in einer Schüssel mit handwarmem Wasser und etwas Wollwaschmittel. Nachdem ich sie ein paar Mal sanft durchgedrückt habe, spüle ich mehrmals, bis das Wasser klar ist.

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Danach gieße ich das Wasser ab und lege die nasse Decke in ein Wäschesäckchen. Den schleudere ich mit 800 Umdrehungen in der Waschmaschine. Genau so würde ich die Decke später – falls nötig – waschen. Auf der Internetseite von Lamana steht allerdings, dass man die Wolle auch im Wollwaschgang bei 30 Grad waschen könnte. 

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Jetzt nehme ich die leicht feuchte Decke aus dem Wäschesäckchen. Das Wollknäuel hängt bei mir noch dran, da ich die Decke evtl. noch mit einem Häkelrand verzieren wollte.

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Als Nächstes muss die Decke gespannt werden, damit sich alle Maschen vollends entfalten und die Decke eine gleichmäßige, viereckige Form bekommt.

Ich benutze zum Spannen ein Stecksystem mit aufgemalten Markierungen, in das ich Stecknadeln stecken kann. Ein „Puzzleteil“ ist 30 × 30 cm groß und 1,8 cm hoch.

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Ich breite die noch leicht feuchte Decke aus. Ich streiche die Maschen sanft und gleichmäßig aus und fixiere die Ecken und die Spitzen des Randmusters mit stabilen Stecknadeln auf der Unterlage.

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Meine fertige Decke ist wie das Original tatsächlich genau 85 × 85 cm groß. Ich lasse sie über Nacht trocknen und entferne am nächsten Tag die Stecknadeln. Den Faden habe ich abgeschnitten und vernäht. Das Muster ist so ein schöner Blickfang, da braucht es keinen zusätzlichen Häkelrand.

14. Ergebnis

Meine Decke ist fertig und gefällt mir sehr gut. Jetzt wird sie noch hübsch eingepackt und dann an die werdenden Eltern verschenkt. Überraschung muss schon sein!

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Die Merinowolle ist durch das Waschen noch weicher und flauschiger geworden. Ich empfehle die Wolle deshalb gern weiter, auch wenn sie etwas teurer ist. Meine Decke wiegt nur 200 g. Ich habe 8 Knäuel à 25 g verstrickt (= 960 Meter) verstrickt.

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15. Empfehlung der Anleitung

Wenn jemand alleinig nach Charts stricken kann – und unter Berücksichtigung meiner gegebenen Hinweise –, empfehle ich diese Strickanleitung gern weiter. Das Ergebnis spricht für sich. Die Punkte „Perlen einstricken“ und „Häkelblüte“ habe ich weggelassen und kann sie somit nicht bewerten.


16. In eigener Sache

Ich hoffe, euch hat mein Beitrag Freude gemacht. Wenn ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.

Über einen netten Kommentar oder eine kleine Plauderei hier unter dem Blogbeitrag würde ich mich freuen.

Herzliche Grüße von Ina


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