Fehler beim Stricken passieren, ganz gleich wie gut man aufpasst oder sich konzentriert. Wenn sie zeitnah entdeckt werden und vielleicht sogar ohne Ribbeln oder Rückwärtsstricken korrigiert werden können, dann kann sich die Strickerin meist glücklich schätzen. Meist jedoch......
Was ist also diese Rettungsleine und warum sollte ich sie nutzen?
Die Rettungsleine besteht aus einem Wollfaden, der eine andere Farbe haben sollte als das, was Du gerade strickst. Du nimmst eine Wollnadel, fädelst den Faden schön lang ein und ziehst den Faden durch alle Maschen, die Du auf Deiner Nadel hast. Wichtig dabei ist, dass Du Deine Stricknadel nicht herausziehst und Deine Maschen alle triffst. Jetzt sind alle Maschen gesichert.
Ich empfehle das Setzen dieser Rettungsleine nach Abschluss eines Mustersatzes. Wenn Du Dir noch unsicher bist, dann setze die erste Rettungsleine direkt nach dem Bündchen, die zweite spätestens nach Abschluss des ersten Mustersatzes. Die dritte Leine ziehst Du dann mit dem Faden der ersten, die vierte mit dem Faden der zweiten, usw.
Ich finde, dass die Rettungsleine eine sehr gute Möglichkeit ist, wie Du Dein Strickwerk sichern kannst und dem "Ribbelmonster" ein Schnippchen schlagen kannst und daher empfehle ich sie bei meinen Teststricks immer wieder. Außerdem sichere auch ich meine Strickstücke, wenn es sich z.B. um ein sehr aufwändiges Zopfmuster handelt oder um ein Ajour, das in jeder Reihe gemustert wird.