Thema Maschenprobe.... wie geht das?
Du nimmst mit der Wolle und mit der Nadel, die Du nehmen möchtest, bitte 30 Maschen auf. Damit strickst Du 11-12 cm in die Höhe. Dann misst Du in der Breite 10 cm ab und zählst die Maschen, die sich innerhalb der 10 cm befinden. Jetzt nimmst Du Dein Maßband und misst entweder an einer gut sitzenden Jacke die Weite des Ausschnittes oder aber Du nimmst bei Dir Maß (z.B. bei einer Jacke: von der rechten Seite Deiner Kehle im Uhrzeigersinn einmal um den Hals bis zur linken Seite der Kehle).
Jetzt hast Du ermittelt, wie viele Maschen Du für Dich bzw. Dein Strickwerk benötigst.
Ich KANN niemandem die Anzahl der Maschen ganz genau vorgeben und immer nur eine ungefähre Angabe machen. Jeder Mensch strickt anders, jeder nimmt andere Nadeln und/oder Garn und wenn dann noch einer fest, der andere locker strickt, ist das Chaos perfekt, wenn sich nach einer fixen Maschenzahl gerichtet werden MUSS. Ich gebe Dir ein Beispiel: gestrickt werden soll mit einem 4-fädigen Farbverlaufsbobbel. Petra strickt mit einer NS 2,5. Ich nehme für das gleiche Garn NS 4. Mein gestricktes ist fest, das von Petra relativ locker und weich. Wenn Petra jetzt auch mit einer NS 4 gestrickt hätte, dann hätte sie wahrscheinlich ein Fischernetz und nichts Tragbares. Deshalb ist es mir so wichtig, dass jeder für sich herausfindet, welche NS für Garn X oder Y genommen werden muss und somit auch die Maschenzahl für jeden anders sein kann.
Hinweis 1: Einige meiner Zopfmuster ziehen sich sehr zusammen und daher ist es bei den Teststricks passiert, dass meinen Testbienchen ribbeln und mehr Maschen anschlagen mussten. Daher würde ich eine zweite Maschenprobe mit mehr Maschen und einem der Zopfmuster stricken, eine dann so wie oben beschrieben. Du siehst direkt beim Vergleich, ob Du mehr Maschen benötigst bzw. wieviel. Außerdem hast Du so schon eine kleine Übung und kannst Dich mit den Zöpfen vertraut machen.
Hinweis 2: Möchtest Du Ajourmuster stricken, wird das ganze Strickwerk lockerer in sich sein und es ist sehr gut möglich, dass Du auch a) weniger Maschen benötigst und b) eine kleinere Nadelstärke nehmen kannst.
So entgehst Du hoffentlich dem „Ribbelmonster“.