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Kostenlose Häkelanleitung für das smarte Häkelmuster kleinkariert als kleines Häkeldeckchen

Mittwoch, 5. August 2026

Auf einem weißen Untergrund liegen 8 verschiedenfarbige Häkeldeckchen mit dem Häkelmuster kleinkariert vom Strickbär Björn

WOW, das ist doch mal ein geometrisches Wunder und sieht auch noch toll aus!

Das Häkelmuster „kleinkariert“ ist gar nicht so kleinkariert im Sinne von Erbsenzählerei, wofür so ein schöner Begriff auch stehen kann.
Bei dem Häkelmuster bezieht sich kleinkariert tatsächlich darauf, dass aus einem kleinen Karomuster ein neues größeres Karo entsteht und dieses sich wieder mit gleichgroßen Karos zu einem noch größeren zusammenschließt.
Kannst du mir folgen?

Wenn nicht, dann schau dir das gehäkelte kleine Musterstück einmal ganz genau an.

In neogrün gehäkelt liegt das Häkelmuster kleinkariert vom Strickbär Björn auf einem hellen Untergrund.

Wir starten mit kleinen Karos. Diese sind abwechselnd gefüllt und leer und dazwischen tummeln sich breitere leere Rechtecke oder schmale höhere Rechtecke oder mittig sogar ein großes leeres Quadrat.

Aus den vielen kleine Karos entsteht nach ein paar Reihen, in denen du weitere Karos häkelst, mal leer oder mal gefüllt und natürlich nach einem bestimmten System, ein neues Karo; sozusagen ein kariertes Karo.
Je nachdem, wie viele Maschen du anschlägst, erscheint nach einem kleinen Abstand das nächste karierte Karo. Und auf diese Weise lässt sich das Muster auch ganz einfach vergrößern. Für mehr Breite einfach mehr Maschen anschlagen und für mehr Höhe einfach mehr Reihen arbeiten.

Aber, darauf komme ich später noch einmal genauer zurück, wenn ich dir in der Anleitung die einzelnen Arbeitsschritte und Häkelmaschen Schritt für Schritt und Masche für Masche erkläre.

Was solltest du können, um dieses Muster zu häkeln?

Nun ja, ich würde sagen, Grundkenntnisse reichen aus.
Ein bisschen zählen müsstest du noch und ansonsten, wenn du dir daraus eine Decke, eine Tischdecke, einen Tischläufer oder ähnliches arbeiten möchtest, dann solltest du in der Lage sein, aus deiner Maschenprobe in Verbindung mit dieser Anleitung deine erforderlich Maschenanzahl zu errechnen. Am Ende der Anleitung gebe ich dir noch ein paar Tipps dazu. Ich denke, damit kannst du dir jede beliebige Größe mit diesem Häkelmuster erarbeiten.

Folgende Häkelgrundkenntnisse sollten dir geläufig sein:

  • Luftmaschen häkeln
  • Stäbchen häkeln
  • Mehrfachstäbchen häkeln (6-fach oder 7-fach oder 8-fach)
    (Mehrfachstäbchen sind Stäbchen, bei denen du mehrere Umschläge machst und diese nach und nach abhäkelst.)
  • feste Maschen häkeln
  • Fäden vernähen

Für das gezeigte Minideckchen benötigst du folgendes Material:

  • ca. 15 g, besser 20 g eines Baumwollgarns mit Lauflänge 170 m auf 50 g
  • 1 Häkelnadel Nr. 3,5
  • 1 Nadel zum Vernähen der Fäden
  • 1 Schere

Maschenprobe:

Für dieses kleine Deckchen brauchst du keine Maschenprobe herstellen, denn das Endergebnis ist so klein, das geht schon selbst als Maschenprobe durch.

Möchtest du jedoch ein Häkelstück anfertigen, bei dem du mehr Breite oder Höhe benötigst, dann solltest du mithilfe dieses Deckchens, was dir als Maschenprobe dient, deine benötigte Größe bestimmen können. Siehe auch weiter unten, am Ende der Anleitung. Dort gebe ich wichtige Hinweise dazu.

Fertige Größe des Häkelstücks:

Mein kleines Deckchen hat nach dem Spannen eine Größe von ca. 21 cm Breite und ca. 20 cm Höhe.
Es ist nicht ganz quadratisch, aber fast. Ggf. hätte ich den fehlenden cm beim Spannen noch herausholen können. Ich habe es nicht versucht, mit gefiel es so, wie es jetzt ist.

Verwendung des kleinen Deckchens:

Wie der Name schon sagt, kannst du das fertige Häkelstück als Deckchen verwenden.
Du kannst es auch auf vorhandene Dinge aufnähen.
Denkbar wäre z. B. ein kleines Kissen oder ein Kissenbezug, auf das / den du dieses Häkelstück auf der Vorderseite aufnähst.
In den beiden folgenden Beispielbildern habe ich das Deckchen nur aufgelegt, damit du sieht, was ich meine:

Das Häkeldeckchen wurde als Deko auf einen Kissenbezug gelegt.

Das Häkeldeckchen wurde als Deko auf einen Kissenbezug gelegt, so dass die Ecken des Deckchens rechts, links, oben und unten liegen..

Auch ein langweiliger Einkaufsbeutel aus Stoff bekommt durch das Aufnähen des Häkelstücks das gewisse etwas.
Es ist nicht erforderlich, das Häkelstück gerade aufzunähen. Du kannst es auch auf eine Ecke stellen, so dass die vier Ecken nicht 2 Mal oben und 2 Mal unten sind, sondern jeweils 1 Ecke oben, 1 Ecke unten, 1 Ecke rechts und 1 Ecke links.
In den beiden nachfolgenden Beispielbildern zeige ich dir einmal das Deckchen mittig gerade aufgelegt und einmal zeige ich dir, was ich mit dem „auf eine Ecke stellen“ meine.

Das Häkeldeckchen wurde als Schmuck auf einen Einkaufsbeutel gelegt.

Das Häkeldeckchen wurde als Schmuck auf einen Einkaufsbeutel gelegt, so dass sich die Ecken des Deckchens oben, unten, rechts und links befinden..

Aus mehreren dieser Deckchen kannst du auch Kleidungsstück herstellen.
Du kannst mit der gleichen Breite noch viele weitere Reihen häkeln und erhältst so einen Tischläufer.
Du kannst auch eine entsprechende Anzahl an Maschen mehr anschlagen, dann wird dein Häkelstück breiter. So lassen sich größere Dinge herstellen, z. B. eine Mitteldecke für den Tisch, Platzdeckchen oder eine Babydecke für den Kinderwagen. Früher wurden die Babys im Kinderwagen mit einem warmen Federkissen zugedeckt. Oben auf das Kissen kam dann eine hübsche Decke. Diese hatte den Zweck, dass es schick aussah und wenn das Baby mal aus dem Wagen genommen wurde, dann hatte man gleich eine kleine Decke um das Baby einzuwickeln. Als Babydecke zum warmen Einpacken eignet sich dieses Muster hier nicht. Dafür hat es wahrscheinlich zu viele Löcher, aber als schicke Zierdecke könnte ich es mir vorstellen. Vielleicht hast du auch eine dünne Steppdecke für Kinder oder eine dünne Kinderzudecke, dann könnten mehrere dieser Deckchen, vielleicht in verschiedenen Farben gehäkelt, aufgenäht werden. Kunterbunt ist bei Kindern immer sehr beliebt.
Lass deiner Phantasie freien Lauf. Es gibt unzählige Möglichkeiten für die Verwendung dieses Häkelmusters.

Nun erkläre ich dir, wie du dieses Muster als kleines Deckchen häkelst und später gebe ich dir Tipps, wie du daraus größere Flächen arbeiten kannst.

Häkelanleitung für das Muster „kleinkariert“ vom Strickbär Björn:

Ich füge dir nach der Reihe 1 ein Bild ein von dem gehäkelten Deckchen. Dort habe ich die Häkelschrift für die ersten Reihen eingezeichnet, später dann nur noch Anfang und Ende bzw. habe ich, wenn sich die Reihen wiederholen, diese komplett weggelassen. Du kannst dir somit die Reihe, die du gerade häkelst heraussuchen, indem du nach dem kleinen Pfeil mit der Reihennummer suchst. Du siehst sowohl die Häkelrichtung als auch die Maschen, die ich dir nachfolgend pro Reihe beschreiben. Ich hoffe, so kannst du besser erkennen, wo du dich beim Häkeln befindest, wie dein Häkelstück nach der beschriebenen Reihe aussehen sollte und vielleicht lernst du auch gleich noch ein bisschen Häkelschrift lesen und verstehen.

Maschenanschlag:
Schlage 54 Luftmaschen an.
Das Häkelstück wird über 52 Luftmaschen gearbeitet.
Die 3 zuletzt gehäkelten Luftmaschen bilden bereits die erste Masche (Ersatzstäbchen) der nächsten Reihe.

Reihe 1:
Häkle in die 4. Luftmasche ab der Nadel 1 Stäbchen.
Häkle in die folgenden 2 Luftmaschen ebenfalls je 1 Stäbchen.
Du hast jetzt 4 Stäbchen (1 Ersatzstäbchen und 3 gehäkelte Stäbchen).
Häkle nun 3-mal folgende Maschenfolge:
2 Luftmaschen, damit 2 Luftmaschen des Maschenanschlags überspringen, 4 Stäbchen (je 1 Stäbchen in die nach den übersprungenen Luftmaschen folgenden 4 Luftmaschen).
Du hast jetzt 4 volle Kästchen und dazwischen 3 leere Kästchen.
Nun häkelst du 8 Luftmaschen und überspringst damit 8 Luftmaschen des Maschenanschlags.
In die darauffolgende Luftmasche des Maschenanschlags häkelst du 1 Stäbchen.
Du hast jetzt ein langes leeres Kästchen gehäkelt.
Nun häkelst du noch weitere 3 Stäbchen in die folgenden 3 Luftmaschen (je 1 Stäbchen pro Luftmasche) und danach häkelst du wieder 3-mal folgende Maschenfolge:
2 Luftmaschen, damit 2 Luftmaschen des Maschenanschlags überspringen, 4 Stäbchen (je 1 Stäbchen in die nach den übersprungenen Luftmaschen folgenden 4 Luftmaschen).
Du hast jetzt auch wieder 4 volle Kästchen und dazwischen 3 leere Kästchen und bist am Ende der Luftmaschenkette angekommen.

Die ersten Reihen des Häkelstücks wurden mit Häkelschrift überschrieben zur besseren Verdeutlichung der Textstellen für die einzelnen Reihen.
Bild oben: Die ersten Reihen des Häkelstücks wurden mit Häkelschrift überschrieben zur besseren Verdeutlichung der Textstellen für die einzelnen Reihen.

Reihe 2:
Häkle nun 5 Luftmaschen.
Anschließend häkelst du 1 Stäbchen auf das 4. Stäbchen der Vorreihe. Du hast 1 leeres Kästchen gearbeitet.
Nun folgen weitere 6 leere Kästchen.
Häkle dazu immer 2 Luftmaschen und 1 Stäbchen.
Das Stäbchen kommt jetzt auf das erste Stäbchen der 2. Vierergruppe der Vorreihe.
Danach folgen wieder 2 Luftmaschen und 1 Stäbchen auf das 4. Stäbchen der 2. Vierergruppe der Vorreihe. So arbeitest du weiter; mit den beiden Luftmaschen überspringst du entweder die beiden Luftmaschen oder die beiden mittleren Stäbchen der Vorreihe und häkelst das Stäbchen entweder auf das erste oder letzte Stäbchen der nächsten Vierergruppe der Vorreihe.
Hast du 7 leere Kästchen, bist du am langen Kästchen der Vorreihe angekommen.
Hier häkelst du wieder 8 Luftmaschen, überspringst damit das leere lange Kästchen und häkelst ein Stäbchen auf das erste Stäbchen der Vierergruppe nach dem langen Kästchen.
Nun folgen wieder 7 leere Kästchen.
Du häkelst erneut abwechselnd 2 Luftmaschen, damit überspringst du 2 Stäbchen (oder 2 Luftmaschen) und häkelst das Stäbchen auf das 4. Stäbchen der Vierergruppe der Vorreihe (oder, wenn du 2 Luftmaschen übersprungen hast, häkelst du das Stäbchen auf das erste Stäbchen der nächsten Vierergruppe der Vorreihe.)
Hast du 7 leere Kästchen, bist du am Ende der Reihe angekommen. Dort ist das letzte Stäbchen das Ersatzstäbchen des Reihenanfangs der Vorreihe. Das letzte Stäbchen der 2. Reihe häkelst du auf dieses Ersatzstäbchen. Dazu stichst du in die oberen beiden Maschenglieder der oberen Luftmasche ein und häkelst dort hinein dein letztes Stäbchen der Reihe.

Reihe 3:
Häkle 3 Luftmaschen und danach 3 Stäbchen. Die ersten beiden häkelst du um die beiden Luftmaschen. Das letzte der 3 Stäbchen häkelst du auf das Stäbchen der Vorreihe.
Du hast nun wieder ein gefülltes Kästchen aus 4 Stäbchen gehäkelt (1 Ersatzstäbchen und 3 gehäkelte Stäbchen).
Du kannst dich nun an der ersten Reihe orientieren, denn die Reihe 3 sieht genauso aus wie die erste Reihe, nur haben wir jetzt nicht den Maschenanschlag aus Luftmaschen zum Einstechen, sondern direkt die leeren Kästchen der Vorreihe.
Es folgen jetzt 3-mal 2 Luftmaschen und 1 Stäbchen (auf das folgende Stäbchen der Vorreihe) sowie 2 Stäbchen um die Luftmaschen der Vorreihe und 1 Stäbchen auf das folgende Stäbchen der Vorreihe.
Nun hast du wieder insgesamt 7 Kästchen. Vier davon gefüllt und dazwischen jeweils ein leeres Kästchen.
Nun arbeiten wir wieder 8 Luftmaschen und überspringen die 8 Luftmaschen der Vorreihe.
Anschließend kommt 1 Stäbchen auf das erste Stäbchen der Vorreihe nach dem langen Kästchen, 2 weitere Stäbchen um die beiden Luftmaschen und 1 Stäbchen auf das folgende Stäbchen der Vorreihe.
Jetzt kommt wieder die Wiederholung von abwechselnd 1 leeren und 1 gefüllten Kästchen und das ganze wieder 3-mal.
Wenn du das letzte Kästchen mit 4 Stäbchen häkelst, dann musst du bisschen aufpassen, denn du hast jetzt 5 Luftmaschen zur Verfügung. Die ersten beiden werden mit den Stäbchen umhäkelt und das letzte Stäbchen dieser Reihe kommt wieder in die oberen beiden Maschenglieder des Ersatzstäbchens aus den 3 Luftmaschen, so dass du nun das letzte Stäbchen in die mittlere der 5 Luftmaschen arbeiten musst. Diese Masche versteckt sich gern mit unter den beiden Stäbchen, die du um die Luftmaschen gearbeitet hast. Achte darauf, denn wenn du falsch einstichst, dann wird die Seite zu kurz.

Jetzt wiederholst du folgende Reihen:

Reihe 4:
Häkeln wie Reihe 2.

Reihe 5:
Häkeln wie Reihe 3.

Reihe 6:
Häkeln wie Reihe 2.

Reihe 7:
Häkeln wie Reihe 3.

Nun hast du, wenn du dir dein Häkelstück anschaust, bereits 2 große Karos.
Diese befinden sich rechts und links von den leeren breiten Kästchen. Von diesen hast du ebenfalls 7 übereinander.
Deine großen Karos bestehen aus 7 kleine Karos in der Breite und aus 7 kleinen Karos in der Höhe.
Die Ecken der großen Karos sind immer gefüllte Kästchen. Ansonsten wechselt es zwischen leeren und gefüllten Kästchen. Sowohl in der Breite als auch in der Höhe und auch diagonal von der Ecke oben links nach der Ecke unten rechts sowie von der Ecke oben rechts nach der Ecke unten links.

Reihe 8:
Hier musst du erst einmal ein bisschen schauen, wie hoch deine Mehrfachstäbchen sein müssen.
Da kann ich jetzt nicht direkt etwas sagen, das musst du testen.
Da ich nicht weiß, wie viele Umschläge dein Mehrfachstäbchen benötigt, schreibe ich immer nur das Wort Mehrfachstäbchen. Du häkelst dann genau das Stäbchen, was der nachfolgende Test ergeben hat.
Beginne die Reihe mit 8 Luftmaschen.
Nun probiere, ob du mit einem 6-fach, 7-fach oder 8-fach Stäbchen auf die gleiche Höhe kommst, wie die 8 Luftmaschen ausmachen. Bei mir ist es mit 7-fach Stäbchen ausgegangen.
Die 8 Luftmaschen ergeben die gleiche Höhe, wie in den ersten Reihen die Breite des langen Kästchens in der Mitte war. Diese Höhe brauchen jetzt auch die Mehrfachstäbchen, damit wir mittig dieses schöne leere große Quadrat bekommen.
Hast du herausbekommen, ob du 6, 7 oder 8 Umschläge beim Mehrfachstäbchen häkeln musst, um die richtige Höhe zu erhalten, dann musst du deine Test Mehrfachstäbchen wieder auftrennen.
Nach den 8 Luftmaschen häkelst du weitere 2 Luftmaschen und anschließend ein Mehrfachstäbchen (6-7-8 fach, je nachdem, was dein Testergebnis ergab) in das letzte Stäbchen der ersten Vierergruppe der Vorreihe.
Anschließend wieder 2 Luftmaschen und das nächste Mehrfachstäbchen in das erste Stäbchen der nächsten Vierergruppe Stäbchen der Vorreihe.

Im Prinzip häkelst du jetzt so wie in den Reihen, in denen du nur leere Kästchen gearbeitet hast, nur dass du jetzt nicht Stäbchen häkelst, sondern Mehrfachstäbchen.
Hast du 7 hohe leere Kästchen gearbeitet, dann bist du in der Mitte angekommen und häkelst jetzt die 8 Luftmaschen und anschließend wieder ein Mehrfachstäbchen auf das erste Stäbchen der ersten Vierergruppe der Vorreihe nach dem langen leeren Kästchen der Vorreihe.
Nun hast du mittig ein Quadrat gearbeitet.
Es folgen nun wieder 7 Mal 2 Luftmaschen und 1 Mehrfachstäbchen.

Diese Reihe hat ziemlich lange gedauert beim Häkeln, weil die Mehrfachstäbchen viel länger dauern beim Häkeln als ein normales Stäbchen. Aber schau dir mal an, was du jetzt für eine große Höhe gehäkelt hast. Die Höhe entspricht etwas 3 Reihen der Vorreihen!

So, nun geht es mit 7 Reihen weiter, die genauso gehäkelt werden, wie die Reihe 3 und die Reihe 2.

Reihe 9:
Häkeln wie Reihe 3.
Du stichst nur hier nicht in das darunterliegende Stäbchen ein, sondern in das Mehrfachstäbchen.

Reihe 10:
Häkeln wie Reihe 2.

Reihe 11:
Häkeln wie Reihe 3.

Reihe 12:
Häkeln wie Reihe 2.

Reihe 13:
Häkeln wie Reihe 3.

Reihe 14:
Häkeln wie Reihe 2.

Reihe 15:
Häkeln wie Reihe 3.

Hast du Reihe 15 fertig, dann bist du im Prinzip mit diesem kleinen Deckchen fertig.

Umrandung:

Wenn du magst, kannst du noch eine Runde feste Maschen arbeiten.
Du bist jetzt mit dem letzten Stäbchen der Vorreihe an der linken oberen Ecke.
Häkle 1 Luftmasche und 1 feste Masche in die oberen beiden Maschenglieder des zuletzt gehäkelten Stäbchens.
Dann häkelst du von dieser Ecke nach unten immer feste Maschen und zwar so, dass sich die Seite nicht zusammenzieht und auch nicht wellig wird.
Bei mir ging es auf mit 5 festen Maschen auf 2 Reihen. Ich habe in jedes Stäbchen / Ersatzstäbchen jeweils 2 feste Maschen gearbeitet und mittig noch eine weitere feste Masche.
Es sieht schöner aus, wenn du in die Maschen einstichst und nicht um die Stäbchen oder um die Luftmaschen der Ersatzstäbchen arbeitest. Häkelst du um die Maschen herum, bekommst du unschöne Löcher.
Wenn du unten an der Ecke angekommen bist, arbeitest du in die Ecke insg. 3 feste Maschen und anschließend umhäkelst du die Seite des Maschenanschlags.
Hier stichst du in die Luftmaschenkette von der anderen Seite ein, sobald ein Stäbchen in der ersten gehäkelten Reihe zu sehen ist. Wurde der Maschenanschlag nicht mit Stäbchen behäkelt (da wo die leeren Kästchen der ersten Reihe sind), dann häkelst du die festen Maschen der Umrandung um die Luftmaschenkette. Du häkelst in dieser Reihe 4 feste Maschen (wenn 4 Stäbchen sind) und 2 feste Maschen (wenn 2 Luftmaschen sind).
Am Ende dieser Reihe wieder in die Ecke 3 feste Maschen arbeiten.
Danach gehst du analog der gegenüberliegenden Kante wieder seitlich nach oben, in die Ecke wieder 3 feste Maschen arbeiten und nun bist du auf der Seite angekommen, auf der sich die letzte Reihe deiner Häkelarbeit befindet. Du hast jetzt wieder Maschenglieder der Vorreihe zur Verfügung und häkelst auf jedes Stäbchen 1 feste Masche und um jede Luftmasche ebenfalls.
Am Ende dieser Kante fehlen in der Ecke noch 2 feste Maschen. Diese häkelst du dorthinein, in der die erste feste Masche der Reihe sich befindet und zum Schluss schließt du die Runde mit einer Kettmasche in oberen beiden Maschenglieder der ersten festen Masche der Runde.

Vernähe alle Fäden und dein kleines Deckchen ist fast fertig.

Baden und Spannen des Häkelstücks

Hast du dein Häkelstück fertig, dann solltest du es in lauwarmes Wasser legen, gut vollsaugen lassen, das Wasser etwas ausdrücken (nicht wringen) und anschließend in ein dickes Handtuch einwickeln.
Das eingewickelte Häkelstück kannst du nun „vergewaltigen“, in dem du es auf den Boden legst und ordentlich drauf rumtrittst. Ja, das klingt brutal, aber so bekommst du einen großen Teil des Wassers aus dem Häkelstück ohne es zu verzerren. Das würde passieren, wenn du es auswringst.
Die Restfeuchte reicht aus, um das Häkelstück zu spannen.

Spanne danach dein feuchtes Häkelstück und lasse es gut durchtrocknen.
Dazu sollte es möglichst nicht in der direkten Sonne liegen, auch nicht an einem Fenster, durch das die Sonne scheint. Du weißt ja, Sonne klaut Farbe und das geht bei Baumwollgarnen, die nicht mercerisiert sind ziemlich fix. Außerdem soll es langsam trocknen, denn während des Trockenvorganges soll es sich doch an die gespannte Form / Größe gewöhnen.

Nach dem Durchtrocknen kannst du dein Deckchen „abnadeln“ und benutzen.

Nachfolgend zeige ich dir einmal anhand von 3 Bildern, wie sich das Häkelstück entwickelt.
Zunächst siehst du es, nachdem es fertig gehäkelt ist. Es ist total unförmig.
Danach siehst du es, nachdem es gebadet hat und im Handtuch malträtiert wurde.
Auf dem letzten Bild siehst du, wie es nach dem Spannen aussieht.
Entscheide selbst, ob du diese und weitere Häkelstücke demnächst spannst.

Das Bild zeigt das fertig gehäkelte Deckchen direkt nach dem Häkeln. Es sieht noch ziemlich zerknautscht aus.
Bild oben: Das Bild zeigt das fertig gehäkelte Deckchen direkt nach dem Häkeln. Es sieht noch ziemlich zerknautscht aus.

Das Bild zeigt das fertig gehäkelte Deckchen direkt nach dem Baden. Es sieht schon etwas besser aus. Doch noch nicht so, wie man sich ein Deckchen wünscht.
Bild oben: Das Bild zeigt das fertig gehäkelte Deckchen direkt nach dem Baden. Es sieht schon etwas besser aus. Doch noch nicht so, wie man sich ein Deckchen wünscht.

Das Bild zeigt das fertig gehäkelte Deckchen direkt nach dem Spannen. Jetzt ist es doch prima glatt und gleichmäßig.
Bild oben: Das Bild zeigt das fertig gehäkelte Deckchen direkt nach dem Spannen. So nämlich…Jetzt ist es doch prima glatt und gleichmäßig.

Nachfolgend noch ein paar Hinweise, wenn du anhand deines Häkelstücks andere Größen mit mehr Mustersätzen arbeiten möchtest:

Alternative 1 (gleiche Breite, aber länger häkeln):

Du kannst die Umrandung weglassen, wenn du z. B. in der bereits vorhandenen Breite noch länger arbeiten möchtest. Das wäre der Fall, wenn du z. B. einen Tischläufer häkeln möchtest, der genauso breit ist, wie dein bisheriges Häkelstück.
In dem Fall häkelst du jetzt nach der letzten Reihe (Reihe 15) wieder die Reihe mit den Mehrfachstäbchen und anschließend wieder die 7 Reihen für die großen Karos aus kleinen Kästchen.
Du wiederholst somit immer die Reihen 8 bis 15, so oft, bist du deine gewünschte Länge erreicht hast. Anschließend könntest du deinen kompletten Tischläufer umhäkeln, wie zuvor bei der Umrandung beschrieben.

Alternative 2 (gleiche Höhe, aber breiter häkeln):

Häkle wie bei Alternative 1 und häkle in der Höhe so lang, bis du die gewünschte Breite erreicht hast.
Ende deine Arbeit immer mit Reihe 15 und drehe dein Häkelstück dann so, dass deine gewünschte Breite durch die gehäkelte Höhe gegeben ist.

Alternative 3 (größere Breite und länger häkeln):

Um dies zu realisieren, musst du am Anfang mehr Maschen anschlagen.
Wir haben bei unserem Häkelstück 52 Maschen insg. in der Breite.
Du müsstest jetzt immer die Maschenzahl für einen weiteren Mustersatz anschlagen.
Dieser besteht aus den Maschen für die breiten leeren Kästchen und dem danach folgenden großen Karo aus kleinen Kästchen.
Das wären pro zusätzlichen Mustersatz 30 Maschen, die du mehr anschlagen musst.
Wir brauchen pro großes Karo 7 x 3 Maschen = 21 Maschen.
Wir brauchen für jedes breite leere Kästchen 9 Maschen (8 Luftmaschen und 1 Stäbchen). Macht zusammen 30 Maschen.

Für unser Deckchen haben wir 2 x die großen Karos gearbeitet und 1 x die breiten leeren Kästchen.
Wir haben also 2 x 21 Maschen und 1 x 9 Maschen gebraucht. Macht zusammen 51 Maschen. Hinzu kommt noch 1 weiteres Stäbchen, das aus 3 Luftmaschen gearbeitet wird = 54 Maschen. Diese 54 Maschen haben wir für unser Deckchen angeschlagen.
Du rechnest also je Mustersatz mit 30 Maschen. Du musst danach immer mit einem Abschnitt der großen Karos enden, also weitere 21 Maschen für die Karos. Und es wird ein weiters Stäbchen benötigt, das am Anfang 3 Luftmaschen benötigt. Deshalb noch einmal zusätzliche 3 Maschen anschlagen.

Mit nachfolgender Formel kannst du deine notwendige Maschenanzahl ermitteln, wobei der Buchstabe „n“ für die ganzen Mustersätze aus 30 Maschen steht. Die 21 für das große Karo am Ende und die 3 für das zusätzliche Stäbchen aus 3 Luftmaschen.

n * 30 + 21 + 3

Wir haben bei unserem Deckchen 1 Mustersatz: 1 * 30 + 21 + 3 = 54
Brauchst du 2 komplette Mustersätze rechnest du: 2* 30 + 21 + 3 = 84
Brauchst du 3 komplette Mustersätze rechnest du: 3 * 30 + 21 + 3 = 114
Ersetze also immer in der Formel das „n“ mit der Anzahl deiner Mustersätze, die du über 30 Maschen arbeiten möchtest. Die Maschen danach sind dann die, die du zusätzlich arbeiten musst, damit dein Häkelstück beidseitig in der Breite mit einem karierten Karo aufhört.
Ich denke, du hast das Prinzip verstanden.

In der Höhe häkelst du zunächst bis einschließlich Reihe 15 und wiederholst danach immer die Reihen 8 bis 15. Auch so endet deine Arbeit in der Höhe immer mit der Reihe mit den karierten Karos.

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Ausprobieren des Häkelmusters „kleinkariert“ und freue mich, wenn du deine Häkelstücke unter Bezug auf meinem Blogbeitrag „Häkelmuster kleinkariert vom Strickbär Björn“ in den sozialen Netzwerken oder hier in der Galerie bei Crazypatterns zeigst.

Wenn dir mein Blog gefällt, kannst du dir einen Überblick über alle meine Blogposts verschaffen, indem du ganz oben auf das Wort „Beiträge“ klickst. Abonniere gern meinen Blog, indem du, ebenfalls ganz oben, auf den Button "Folgen" drückst. So siehst du in deinem Dashboard immer eine Infozeile, wenn ich einen neuen Blog erstelle.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht dir Strickbär Björn


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