DIY-Projekt: Wunschsteine gestalten
Heute lade ich euch auf eine kleine Reise in die Physiotherapie-Praxis meiner Freundin Andrea ein. Sie ist mit Herz und Seele Physiotherapeutin und hat eine eigene Praxis für Bewegung und Entspannung.
1. Vorgeschichte
In ihrer Praxis werden kleine Gruppen und Einzelpersonen behandelt. Das bedeutet, es kommen oftmals Menschen mit körperlichen oder seelischen Beschwerden. Meine Freundin hilft den Menschen mit ihrem Fachwissen, ihren Händen und ihren warmen Worten. Und weil ich so begeistert von ihr und ihrer Arbeit bin, unterstütze ich sie gern auf meine Weise. Der heutige Beitrag hat also mit ihr, ihrer Praxis und den Menschen zu tun, die sie täglich besuchen.
Im Gästebad der Praxis steht eine alte, weiß getünchte Kommode. Die ist immer liebevoll dekoriert: mit Blumen aus dem eigenen Garten, einem kleinen Windlicht in einem altmodischen Weckglas, ein paar getrockneten Rosenblüten. Dort steht auch ein antiker weißer Buchständer, auf dem ein aufgeschlagenes Buch zum Lesen eines Gedichtes einlädt. Jeder, der diesen stillen Ort besucht, verweilt dort vermutlich einen Hauch länger als nötig. Denn es gibt immer etwas zu entdecken. Eine kleine, unverhoffte Pause im Alltag, die ein warmes Gefühl erzeugt.
Nun habe ich mir überlegt: Was kann man tun, damit die Patienten dieses warme Gefühl mit nach Hause nehmen können? An dieser Stelle kommt meine kreative Idee ins Spiel.
2. Die Idee
Ich möchte ihr Wunschsteine für ihre Praxis schenken. Die Idee ist, dass sie die Wunschsteine mit den verschiedenen Botschaften auf ihrer alten weißen Kommode dekoriert. Auf dem antiken Buchständer steht ein Schild, dass man sich einen Wunschstein aussuchen und mitnehmen kann. Das, was man gerade am meisten braucht oder ersehnt, wählt man dann aus. Immer wenn man dann innere Stärkung braucht, wird dieser Wunschstein einen stärken, trösten und an das Ziel erinnern. Hier ein kleiner Vorgeschmack, wie das im Ansatz ausschauen könnte:
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Falls euch diese Idee gefällt, dürft ihr jetzt gern in meinen Blogbeitrag eintauchen und mitmachen.
3. Was wollen wir herstellen?
Viele verschiedene Wunschsteine. Jeder Stein ist ein Unikat und wird zum ganz persönlichen Begleiter. Sie sind ideal zum Verschenken an liebe Menschen – einfach so oder zu besonderen Anlässen. Man kann sie drinnen oder draußen platzieren.
4. Woraus wollen wir die Steine herstellen?
Da es in der Natur nicht so viele gleichmäßig ovale, runde und flache Steine gibt, die sich dafür eignen, stellen wir uns unsere Wunschsteine einfach selbst her. Natürlich könnte man auch Natursteine sammeln und beschriften.
5. Welche Größe sollen die Wunschsteine haben?
Meine Steine sollen Handschmeichler sein. Deshalb sollten sie nicht zu groß und nicht zu dick sein. Gleichzeitig benötigen sie aber eine bestimmte Größe und Form zum Gestalten und Beschriften. Das hier sind meine Steine, die ich euch unter Pkt. 7. genauer vorstelle.
6. Wie formen wir unsere Wunschsteine?
Wir benutzen eine Silikonform zum Abformen der Steine. Diese gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Qualitäten. Da ich generell gern gutes Werkzeug verwende, weil es mir länger Freude macht und gute Ergebnisse garantieren soll, entscheide ich mich gern für Qualitäts-Silikonformen aus Deutschland.
7. Welche Silikonform habe ich für meine Wunschsteine benutzt?
Meine Silikonform habe ich bei „Ideen mit Herz“ für 7,97 € (Stand 12/2025) gekauft. Mit ihr kann man 6 verschiedene, naturgetreu geformte Steine gießen. Zur Einordnung der Steingröße hier die Maße:
- 8 cm × 5,5 cm × 3 cm
- 7,8 cm × 4,8 cm × 2 cm
- 7 cm × 5 cm × 1,8 cm
- 6,5 cm × 4,7 cm × 2,8 cm
- 6,5 cm × 5,7 cm × 3 cm
- 4,5 cm × 6 cm × 2 cm
Jede Steinform hat eine andere Füllmenge, die zwischen 35 und 70 ml liegt. Die stabile und hochwertige Silikonform ist für Temperaturen zwischen –40 °C und 230 °C geeignet und lebensmittelecht.
8. Wie stabil ist die Form?
Ich habe erst einmal alle Steinformen gegossen, um mir die fertigen Steine in Ruhe anzuschauen. Für mein Wunschstein-Projekt möchte ich nur die flachen Handschmeichler aus der Silikonform haben. Die beiden nicht gewollten Steinformen – die in der Mitte – gefallen mir nicht. Sie sind mir zu hoch, zu dick, zu materialintensiv.
Da ich auch künftig die dicken Formen nicht verwenden möchte, weil ich sie einfach nicht mag, habe ich die Form kurzerhand zerschnitten. Die beiden nicht gewollten Steinformen landen in meiner Tauschbörse. Jemand anderem gefallen sie bestimmt.
Übrig blieben meine vier flachen Handschmeichler-Lieblingsformen:
Da die Form hochwertig ist, sieht man auf der Unterseite, dass jede Form einen eigenen stabilen Standfuß hat. Die Form hat also in jedem Fall – auch gefüllt – einen guten Stand. Auch darin zeigt sich die tolle Qualität der Form.
9. Welche Gießmasse soll ich wählen?
Es gibt viele verschiedene Gießmassen, die sich hauptsächlich in der Materialzusammensetzung, der Anmischung, der Härte der fertigen Objekte, der Outdoorfähigkeit und dem Preis unterscheiden.
Ich habe zwei Gießmassen getestet. Beide sind für meine Wunschsteine geeignet. Beide stelle ich euch im Laufe des Projektes vor.
10. Die Gießmasse Jesin ® von der Firma Colorberry
Jesin ist ein modernes Gießpulver, das aus zwei Komponenten besteht, nämlich einem Gießpulver und einem dazugehörigen Liquid (wasserbasiertes Acrylharz). Es wird im Verhältnis 2:1 gemischt. Alle Angaben zum Mischen und Bearbeiten stehen auf den Verpackungen.
Beide Komponenten werden immer zusammen als Set verkauft. Man kann Sets in verschiedenen Abfüllungen kaufen. Preislich startet man beim Hersteller Colorberry für 750 ml mit ca. 18 €, 3 kg kosten ca. 42 € und 6 kg ca. 80 €.
Das Gemisch härtet nach 24 Stunden zu einem bruchsicheren und stoßfesten Gegenstand aus. Es ist feuerhemmend, outdoor-tauglich, lösungsmittelfrei und umweltfreundlich. Man kann es für die Herstellung langlebiger Dekoartikel wie Vasen, Untersetzer, Schalen, Kerzenhalter oder eben wie bei mir Wunschsteinen verwenden. Das fertig ausgehärtete Werk ist allerdings nicht weiß, sondern eher kittfarben. Man kann die Gießmasse vorher aber einfärben oder den Gegenstand später bemalen.
11. Weitere Materialien
Neben der Silikonform und dem Jesin-Gießpulver benötigen wir:
- eine Haushaltswaage, Wasser und einen Becher mit Tülle, um die benötigte Menge an Jesin zu ermitteln
- einen Mixbecher aus flexiblem Silikonmaterial zum Anrühren der Gießmasse
- einen Spatel oder einen passenden langen Löffel zum Anmischen der Gießmasse
- (nach Belieben) flüssige Farben bzw. Farbkonzentrate zum Kolorieren der Gießmasse
- einen Schleifblock, um am Ende Unebenheiten abzuschleifen
- (nach Belieben) Acrylfarben, Acrylstifte, Permanentmarker zum Bemalen und Beschriften der Steine.
12. Wie viel Gießmasse muss man anrühren?
Da das Jesin teuer ist, wollen wir auch nur so viel Gießmasse anrühren, wie wir für unsere Steinform benötigen. Deshalb ermitteln wir zunächst die für unsere Steinformen anzurührende Gießmasse.
Wir stellen unsere leere Form mittig auf die Küchenwaage und stellen sie auf „0“. Nun gießen wir mit einem kleinen Messbecher alle 4 Formen mit Wasser auf. Danach notieren wir uns das Gewicht – bei mir sind das 150 ml.
Jetzt müssen wir laut Hersteller die ermittelte Füllmenge (bei mir 150 g) verdoppeln, das macht bei mir 300 g. Ich benötige also 300 g angerührte Gießmasse für meine 4 Steinformen.
Da das Jesin im Mischungsverhältnis 2:1 angemischt wird, bedeutet das für mich, dass ich 200 g Pulver und 100 g Liquid verwenden muss, um auf meine 300 g Gießmasse zu kommen.
13. Die Gießmasse anrühren
Wie soeben ermittelt, benötige ich also 200 g Pulver und 100 g Liquid. Ich stelle meinen Silikon-Mixbecher auf meine Küchenwaage und stelle sie auf „0“. Jetzt gieße ich langsam 100 ml Liquid in den Mixbecher. Danach stelle ich die Waage wieder auf „0“. Jetzt gebe ich mit einem Esslöffel 200 g Pulver in den Mixbecher. Alles geschieht unter Gewichtskontrolle der Waage.
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Danach habe ich meine 300 g im Mixbecher und vermische beide Komponenten mit einem langen Löffel (oder Silikonmixer) gründlich. Das Ziel ist eine klümpchenfreie Masse. Wenn man die Masse an der Wand des Mixbechers herunterlaufen lässt, sollten dort keine Klümpchen mehr zu sehen sein.
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An dieser Stelle sollte man also genügend Ausdauer aufbringen, denn nur eine homogene Gießmasse bringt am Ende ein schönes Ergebnis. Ihr habt dafür 20 Minuten Zeit, dann muss gegossen werden!
Wenn man ungenügend gemischt hat und kleine Krümelchen in der Gießmasse verblieben sind, würde man diese später als Pünktchen auf dem Stein sehen. Diesen Fehler habe ich natürlich zu Anfang aus Ungeduld gemacht. Hier seht ihr mal zwei Steine im Vergleich. Das linke Bild zeigt, wie es nicht sein sollte, und beim rechten Bild habe ich die Masse klümpchenfrei verrührt.
14. Die Gießmasse einfüllen
Wir gießen die Masse vorsichtig in unsere Silikonformen. Da wir einfache Formen haben, ergießt sich die Masse problemlos in die ovalen Formen. Da wir vorher die benötigte Gießmenge ausgerechnet haben, befüllen wir nun erst einmal jede Steinform zu ¾. Danach verteilen wir den Rest gleichmäßig auf alle Formen.
Die Formen sollten immer plan (mit der Oberfläche der Form abschließend) vollgegossen werden. Würde man sie nicht ganz vollgießen, gäbe das später einen Grat, den man abschleifen müsste.
Durch das Eingießen gelangt allerdings auch etwas Luft mit in die Form. Das sieht man an den kleinen Bläschen auf der Oberfläche.
Wenn wir jetzt vorsichtig mit den Fingern rundherum seitlich gegen die Form klopfen, steigen die Luftbläschen nach oben und entweichen.
15. Die Gießmasse trocknen lassen
Laut Hersteller kann man die geformten Sachen frühestens nach 20 bis 30 Minuten herausnehmen (ich warte lieber etwas länger). Bei meiner hochwertigen Form geht das einwandfrei. Jetzt reinige ich meine Silikonform gründlich, sodass die Steinformen innen alle blitzsauber sind. So sind sie bereit für den nächsten Durchgang.
Ich lasse die Steine 24 Stunden trocknen.
16. Die Gießmasse einfärben
Von Natur aus ist das Jesin nicht weiß, sondern eher kittfarben. Wenn man weiße Gegenstände haben möchte, muss man Weiß als Farbe in die Gießmasse mischen.
Wenn man durchgefärbte, farbige Steine haben möchte, muss man die Gießmasse entsprechend einfärben. Das kann man mit flüssigen Farben oder Farbpigmenten in Pulverform machen. Man kann die flüssigen Farben der Firma Colorberry verwenden, die auch das Jesin herstellt, oder auch Farben anderer Hersteller verwenden. In jedem Fall würde ich eine vorherige Probe mit einer kleinen Menge Gießmasse empfehlen.
Da die Farbpigmente in der flüssigen Farbe stark färben, ist hier Feingefühl erforderlich. Ich fange immer mit einem Tropfen an und schaue dann, was nach dem gründlichen Verrühren für einen Farbton übrig bleibt. Falls nötig, gibt es einen zweiten oder dritten Tropfen. Zum genauen Dosieren könnte man auch mit einer Pipette arbeiten.
Da die Steine komplett durchgefärbt sind, könnte man die Oberfläche abschleifen und es käme immer wieder der gleiche Farbton zum Vorschein.
Wenn man die Farbe nur wenig verrührt, zieht sie farbige Schlieren. Ihr kennt das vielleicht vom Marmorieren. Wenn man die Masse vorsichtig in die Formen gießt, gießt man praktisch die Farbstreifen mit hinein. Hier ein Beispiel mit der flüssigen Farbe Pink:
Ich habe einige Steine mit Jesin gegossen. Nun probiere ich zum Vergleich das zweite Gießmaterial aus.
17. Gießen mit Reliefco 300 von der Firma efco
Reliefco 300 ist ein feines, hochveredeltes Gießpulver für das detailgenaue Abgießen von dekorativen Reliefs und vollplastischen Modellen. Es ist ungiftig, umweltfreundlich und einfach mit Wasser anmischbar.
Die Masse trocknet nach ca. 30 Minuten an der Luft komplett aus und kann dann aus der Form genommen werden. Der abgeformte, komplett getrocknete Gegenstand ist brillantweiß und witterungsbeständig. Nach einer Trockenzeit von mindestens 12 Stunden kann man das Objekt bemalen.
Man zahlt für 1 kg Pulver ca. 10 € und für 5 kg ca. 40 €. Es ist also günstiger als das Jesin.
18. Wie arbeitet man mit Reliefco 300?
Auf der Packung steht auch hier ganz genau, wie man die Masse anrührt und verwendet.
Zum Anmischen der Gießmasse vermischt man 3 Teile Pulver mit einem Teil Wasser. Wir geben das abgemessene Wasser in einen Mixbecher und geben das Pulver vorsichtig dazu. Dann lassen wir die Masse 1 Minute stehen und rühren nicht um. Das soll die Klümpchenbildung vermeiden. Danach rühren wir kräftig in eine Richtung. Nach spätestens 10 Minuten müssen wir die Masse in unsere Silikonform gießen. Man darf hier also nicht so trödeln wie beim Jesin.
Man füllt die Form zu einem Drittel, stupft sie vorsichtig auf, und gießt danach den Rest in die Form. Am Ende muss man auch hier die Luftbläschen vorsichtig herausklopfen.
Der abgeformte Gegenstand kann frühestens nach 30 Minuten vorsichtig entnommen werden. Filigrane Formen sollten länger in der Form bleiben und dort aushärten, bevor sie entnommen werden. Bei unseren einfachen Stein-Formen genügen 30 Minuten.
Der entformte Gegenstand ist schön weiß, was mir besonders gut gefällt. Die weitere Bearbeitung verläuft ganz wie bei den Steinen, die ich aus Jesin geformt habe.
19. Vergleich beider Gießmassen
Im Vergleich gefällt mir das Reliefco 300 besser, da es wirklich weiße Abformungen produziert, die man so belassen könnte. Man könnte sie gleich bemalen oder beschriften. Alle Farben würden auf dem weißen Untergrund gut zur Geltung kommen.
Der Farbton vom nicht eingefärbten Jesin sagt mir einfach nicht so zu. Dort müsste ich beim Anmischen der Gießmasse immer eine Farbe (Weiß oder andere) zusetzen oder die Steine später farblich grundieren, bevor ich sie beschriften/bemalen kann. Diese Einschränkung bzw. Mehrarbeit stört mich.
Hier ein Vergleichsbild der ausgehärteten Steine:
20. Muss ich die Steine nachbearbeiten?
Die obere Sichtfläche der Steine ist wegen der hochwertigen Form sehr glatt und eben. Auf der Unterseite gibt es Unebenheiten vom Gießen. Diese entfernen wir nun mit handelsüblichem Schleifpapier aus dem Baumarkt oder speziellen Schleifblöcken von Colorberry.
Ich habe beide Varianten ausprobiert: Den Stein links im Bild habe ich mit Schleifpapier aus dem Baumarkt bearbeitet, erst gröberes Schleifpapier, dann feineres. Den Stein rechts im Bild habe ich mit sog. Schleifblöcken der Firma Colorberry bearbeitet. Auch hier habe ich erst die gröbere Körnung genommen, danach bin ich feiner geworden.
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Im Vergleich gefallen mir die Schleifblöcke von Colorberry wesentlich besser, da man sie besser greifen und festhalten kann. Sie liegen perfekt in meiner Hand und sind abwaschbar. Man kann den Staub einfach abwaschen und der Schleifblock ist wie neu. Man kann mit ihnen auch nass schleifen, dann staubt es nicht so.
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Ich schleife jetzt alle Steine ab. Ich rate dazu, diesen Arbeitsschritt nach draußen zu verlegen. Wenn man in Windrichtung schleift, trägt der Wind den Schleifstaub vom Körper weg.
Nach dem Schleifen wischt man den Schleifstaub mit einem feuchten Tuch ab. Für den nächsten Arbeitsschritt benötigen wir nämlich saubere und staubfreie Oberflächen.
Am Ende hatte ich viele glatte Wunschsteine:
21. Kreative Gestaltung
Hier hat man vielfältige Möglichkeiten. Man kann die Steine einfach so belassen. Besonders die Marmorierten und die Durchgefärbten sehen von Hause aus schön aus. Die Oberflächen sind aufgrund der hochwertigen Silikonform bereits sehr glatt, man könnte sie sofort beschriften.
Man könnte die Steine auch mit wasserlöslicher Acrylfarbe streichen. Für pastellige Farbtöne mischt man die Farbe seiner Wahl mit viel Weiß.
Mein Tipp: Immer erst die Unterseiten bestreichen und trocknen lassen, und sich danach ausgiebig der Oberseite widmen.
Für eine deckende Farbschicht sollte man die Steine mit einem breiten, weichen Pinsel mehrmals gleichmäßig bestreichen und jede Farbschicht trocknen lassen. Man sieht die Pinselstriche.
Meine Favoriten sind hier die Steine in der oberen Reihe. Ich habe einen Tropfen Pastellfarbe (lila) und mit viel Weiß (Perlmutt) gemischt. Das ergibt einen pastelligen Farbton mit zartem Perlmuttschimmer. Im Vergleich dazu der Stein ganz links oben: der gleiche Farbton, nur ohne Perlmutt.
Wer es farblich kräftiger oder insgesamt auffälliger mag, könnte zum Beispiel auch andere Farben mit Metallic-Effekt wählen. Auch das sind normale, wasserlösliche Acrylfarben. Die Arbeitsweise ist die gleiche: Farbschicht für Farbschicht auftragen und trocknen lassen. Die in der Farbe enthaltenen Metallic-Partikel lassen die Oberflächen der Steine wunderbar glänzen. Die kleinen Pünktchen, die ihr seht, stammen vom Auftrag mit einem Schwämmchen. Der eine Stein oben rechts hat keine Metallic-Farbe bekommen, alle anderen schon.
Wenn die Steine rundherum trocken sind, können wir sie bemalen oder beschriften.
22. Die Steine bemalen oder beschriften
Nachdem wir nun mit der Untergrundgestaltung fertig sind, können wir sie bemalen oder beschriften. Man kann sie mit kleinen Motiven oder Botschaften seiner Wahl bemalen und/oder beschriften.
Für das Bemalen benutze ich Acrylstifte. Die gibt es in allen Farben und Strichstärken. Für das Beschriften nehme ich gern Permanentstifte. An einem Probestein probieren wir vorher alle Stifte aus.
Meine Wunschsteine bekommt ja meine Freundin für ihre Praxis geschenkt. Da sie am besten weiß, was ihre Patienten brauchen, überlasse ich ihr das Bemalen bzw. Beschriften der Wunschsteine. Auf den Steinen könnte beispielsweise stehen: Glück, Frieden, Gesundheit, Liebe, Freude, Hoffnung, Ruhe, Lachen, Geborgenheit, Freunde, Zeit, Mut, Erfolg, Vertrauen, Kraft, Gesundheit, Inspiration usw.
23. Steine beschriften
Ich beschrifte meine Steine mit einem Permanentmarker. Diese Stifte gibt es in unterschiedlichen Farben (Schwarz, Weiß, Gold, Silber) und mit unterschiedlich breiten Spitzen zu kaufen. Man muss abwägen, welche Schriftfarbe zum Untergrund des Steins passt. Schwarz passt auf alle weißen und farbigen Untergründe.
An einem Probestein kann man testen, welcher Stift das beste Ergebnis liefert. Sollte man diesen Probestein später noch benötigen oder sich bei den richtigen Steinen einmal verschreiben, kann man den unbehandelten oder durchgefärbten Stein einfach mit Schleifpapier abschleifen und neu beschriften.
24. Präsentation der Wunschsteine
Nach dem Beschriften können die Wunschsteine dekorativ ausgelegt werden. Nun fehlt nur noch eine Aufforderung, sich einen auszusuchen. Da meine Wunschsteine ja ein Geschenk sind, habe ich in einem Etsy-Shop ein Schildchen aus Acryl mit Goldschrift anfertigen lassen. Dieses kann meine Freundin auf einen antiken Buchständer, den ich ihr mal geschenkt habe, stellen.
Hier ein kleiner erster Eindruck, wie es ungefähr ausschauen könnte – allerdings habe ich keinen antiken Buchständer zum Zeigen. Aber ihr habt ja genügend Fantasie, euch das vorzustellen. Sollte mir meine Freundin ein Bild von ihrer Wunschstein-Deko schicken, werde ich das hier später ergänzen.
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Das war es dann für heute mit meinem Bastelvorschlag. Sicherlich ein etwas aufwändigeres Projekt, aber dafür auch ein besonderes Geschenk.
25. In eigener Sache
Wenn ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.
Über einen netten Kommentar oder eine kleine Plauderei hier unter dem Blogbeitrag würde ich mich freuen. Für heute verabschiede ich mich von euch und wünsche gutes Gelingen bei eurem nächsten kreativen Projekt.
Herzliche Grüße von Ina
Habe meine Steine gedottet oder angemalt als Marienkäfer als Glücksbringer und lackiert.