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Pulswärmer & Frühchensöckchen — sanft wärmend, liebevoll gestrickt (kostenlose Strickanleitung)

Freitag, 16. Januar 2026

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Pulswärmer und Frühchensöckchen – kleine Maschen voller Wärme und Geborgenheit

Es gibt Strickprojekte, die entstehen aus einer Idee, und andere aus einem ganz konkreten Bedürfnis. Diese Pulswärmer sind aus genau so einem Moment heraus entstanden. Meine Urenkelin kam als Frühchen zur Welt, und schon in den ersten Tagen fiel auf, wie schnell die kleinen Händchen auskühlen. Die Hebamme erklärte meiner Enkelin, dass gerade Pulswärmer für Frühchen sehr sinnvoll sein können, weil sie die Handgelenke warmhalten und damit helfen, die ständig kalten Händchen zu schützen. Daraufhin kam meine Enkelin zu mir und sagte: „Oma, wenn du Zeit hast, könntest du vielleicht ein paar Pulswärmer für die kleine Bella stricken?“ Diese Bitte habe ich sehr gerne angenommen. Denn genau solche kleinen, durchdachten Strickstücke fehlen oft – fertige Pulswärmer für so kleine Frühchen findet man kaum. Beim Stricken wurde mir schnell bewusst, wie viel Sinn diese kleinen Wärmespender machen: Sie wärmen gezielt, ohne einzuengen, lassen sich leicht anziehen und schränken die Beweglichkeit der kleinen Hände nicht ein.

Während die Pulswärmer Masche für Masche wuchsen, entstand ganz automatisch der Gedanke, auch die Füßchen warmzuhalten. Frühchen verlieren viel Wärme über Hände und Füße, und so habe ich zu den Pulswärmern gleich noch passende Frühchensöckchen gestrickt. Sie ergänzen das Set auf ganz natürliche Weise und sorgen dafür, dass Bella von Kopf bis Fuß gut eingepackt ist. Beim Stricken solcher Mini-Projekte arbeitet man langsamer und achtsamer. Jede Masche wird bewusst gestrickt, mit dem Gedanken daran, etwas zu schaffen, das wärmt, schützt und Geborgenheit vermittelt. Genau dieses Gefühl steckt in diesen Pulswärmern und Frühchensöckchen – kleine Strickstücke mit einer großen Aufgabe.

Warum Pulswärmer für Frühchen so wertvoll sind

Gerade die Handgelenke spielen bei Frühchen eine besondere Rolle, da hier Blutgefäße sehr nah unter der Haut verlaufen. Werden diese Bereiche warm gehalten, kann das helfen, die Körpertemperatur insgesamt zu stabilisieren. Pulswärmer sind deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu Mütze und Söckchen. Sie schützen die empfindliche Haut, halten sanft warm und verrutschen kaum, während die kleinen Hände beweglich bleiben. Die dazu passenden Frühchensöckchen runden dieses Set ab, denn auch kleine Füßchen kühlen schnell aus. Gut sitzende Söckchen tragen viel dazu bei, die Wärme zu bewahren. Zusammen bilden Pulswärmer und Frühchensöckchen ein stimmiges Set für eine besonders sensible Zeit.

Für Anfänger geeignet – mit Liebe gestrickt

Diese Anleitung ist so aufgebaut, dass auch Strickanfängerinnen gut mitkommen. Jeder Schritt ist ruhig erklärt, jede Runde nachvollziehbar beschrieben, ohne zu überfordern. Sowohl die Pulswärmer als auch die Frühchensöckchen lassen sich in aller Ruhe nacharbeiten und eignen sich gut für alle, die bereits erste Erfahrungen mit dem Stricken gesammelt haben oder sich an ein überschaubares Projekt heranwagen möchten.

Für dieses Set werden ausschließlich grundlegende Stricktechniken verwendet. Gestrickt wird mit rechten und linken Maschen, überwiegend in Runden, ergänzt durch einfache Abnahmen und – bei einer Variante der Pulswärmer – einen kleinen Zopf, der ohne zusätzliche Zopfnadel gearbeitet wird. Alle Techniken sind bewusst schlicht gehalten und übersichtlich aufgebaut, sodass man sich Schritt für Schritt an das fertige Ergebnis herantasten kann.

Die Pulswärmer lassen sich schnell stricken und sind ein ideales kleines Projekt zwischendurch, die Söckchen ergänzen das Set auf sinnvolle Weise. Ob für das eigene Enkel- oder Urenkelkind oder als liebevolles Geschenk – Pulswärmer und Frühchensöckchen zeigen, wie viel Bedeutung in kleinen, handgemachten Dingen stecken kann.

Stricktechniken im Überblick:

  • rechte Maschen
  • linke Maschen
  • Bündchenmuster (2 Maschen rechts, 2 Maschen links)
  • kleiner Zopf ohne zusätzliche Zopfnadel

Der kleine Zopf wird direkt aus den Maschen heraus gestrickt und ist auch für weniger geübte Strickerinnen gut machbar. Wer bereits erste Erfahrungen mit rechten und linken Maschen gesammelt hat, wird mit diesem Projekt gut zurechtkommen.

Größenangaben

Die Pulswärmer sind für Frühchen in den Größen 44 / 46 ausgelegt. Sie haben eine Breite von etwa 4 cm und eine Länge von ungefähr 5 cm. Dadurch liegen sie sanft am Handgelenk an, ohne einzuengen, und lassen den kleinen Händchen dennoch genügend Bewegungsfreiheit.

Die passenden Frühchensöckchen ergänzen das Set und sind auf eine Fußlänge von etwa 8 cm ausgelegt. Sie sitzen angenehm am Fuß und tragen dazu bei, die Wärme zuverlässig zu halten, ohne zu drücken oder zu verrutschen.

Benötigte Materialien

Für die Pulswärmer und die dazu passenden Frühchensöckchen habe ich folgendes Material verwendet:

  • Garn: Gründl Baby Uni
  • Zusammensetzung: 70 % Polyacryl, 30 % Polyamid
  • Gewicht / Lauflänge: 50 g / 150 m
  • Maschenprobe: 24 Maschen x 34 Reihen = 10 × 10 cm
  • Nadelstärke: empfohlen 3,5–4,5 mm, gestrickt wurde mit 3,0–3,5 mm
  • Verbrauch: ca. 20 g für ein komplettes Set (Pulswärmer und Söckchen)
  • Zertifizierung: OEKO-TEX® STANDARD 100

Das Garn ist weich, pflegeleicht und gut für empfindliche Babyhaut geeignet. Durch den geringen Materialverbrauch eignet sich dieses Projekt auch hervorragend als kleines Zwischendurchprojekt oder zur Resteverwertung.

Pulswärmer – Strickanleitung

Größe 44 / 46 (Frühchen)

Die Pulswärmer werden in Runden mit einem Nadelspiel gestrickt. Beide Varianten haben die gleiche Grundform und unterscheiden sich nur im Muster. Gestrickt wird ohne Daumenöffnung, damit die Pulswärmer leicht an- und ausgezogen werden können und die kleinen Händchen frei beweglich bleiben.

Allgemeine Angaben

Maschenanzahl: 24 Maschen
Verteilung: 4 Nadeln mit je 6 Maschen
Nadelstärke: 3,0 mm
Breite: ca. 4 cm
Länge: ca. 5 cm

Variante 1 – Schlichte Pulswärmer im Rippenmuster

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Diese Variante ist besonders schlicht gehalten und eignet sich sehr gut auch für Anfängerinnen. Das Rippenmuster aus 2 Maschen rechts und 2 Maschen links ist angenehm weich, sehr dehnbar und passt sich dem kleinen Handgelenk gut an. Gerade bei Frühchen ist das ein großer Vorteil, denn das Muster kann sich sowohl zusammenziehen als auch dehnen und liegt dadurch sanft am Arm an, ohne einzuengen. Auch wenn das Ärmelchen etwas schmaler oder weiter ist, schmiegt sich der Pulswärmer gut an und bleibt dort, wo er sitzen soll.

Für die Pulswärmer 24 Maschen anschlagen, gleichmäßig auf 4 Nadeln mit je 6 Maschen verteilen und zur Runde schließen. Darauf achten, dass sich die Maschen nicht verdrehen. Ab jetzt wird durchgehend in Runden im Bündchenmuster 2 Maschen rechts, 2 Maschen links gestrickt. Dieses Muster wird über die gesamte Länge beibehalten, bis eine Gesamtlänge von etwa 5 cm erreicht ist.

Anschließend alle Maschen locker abketten, damit der Rand weich bleibt und nicht einschnürt, und die Fäden sorgfältig vernähen.

Variante 2 – Pulswärmer mit kleinem Zopf ohne Zopfnadel

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Diese Variante ist etwas verspielter, bleibt aber dennoch weich, schlicht und gut alltagstauglich. Der kleine Zopf bringt eine feine Struktur in die Pulswärmer, ohne aufzutragen oder die Dehnbarkeit des Rippenmusters zu verlieren. Gerade für Frühchen ist das wichtig, denn auch hier soll sich der Pulswärmer dem zarten Handgelenk anpassen und angenehm anliegen. Der Zopf wird ohne zusätzliche Zopfnadel gearbeitet und fügt sich harmonisch in das Bündchenmuster ein, sodass auch diese Variante gut für Strickerinnen geeignet ist, die noch nicht viel Erfahrung mit Zopfmustern haben.

Für die Pulswärmer werden ebenfalls 24 Maschen angeschlagen, gleichmäßig auf 4 Nadeln mit je 6 Maschen verteilt und zur Runde geschlossen. Gestrickt wird grundsätzlich im Bündchenmuster 2 Maschen rechts, 2 Maschen links, das für eine gute Dehnbarkeit sorgt und sich schön zusammenzieht, wenn der Pulswärmer nicht getragen wird.

Zunächst werden 3 Runden im Bündchenmuster gestrickt. In der folgenden Runde werden die rechten Maschen verzopft. Dafür in die zweite rechte Masche von hinten einstechen, diese rechts verschränkt abstricken, die Masche jedoch noch auf der linken Nadel lassen. Anschließend die erste rechte Masche normal rechts stricken und danach beide Maschen von der Nadel gleiten lassen. Die beiden folgenden linken Maschen werden links gestrickt. Dieses Vorgehen wird über die gesamte Runde hinweg wiederholt.

Nach der Zopfrunde folgen wieder 2 Runden im Bündchenmuster, bevor die rechten Maschen erneut verzopft werden. Dieser kleine Zopf wird insgesamt viermal gearbeitet, jeweils mit zwei Bündchenrunden dazwischen. Trotz der Zopfstruktur bleibt das Gestrick flexibel und passt sich gut an, sodass der Pulswärmer weder einengt noch verrutscht.

Nach dem vierten Verzopfen werden noch 2 weitere Runden im Bündchenmuster gestrickt, bis eine Gesamtlänge von etwa 5 cm erreicht ist. Anschließend alle Maschen locker abketten, damit der Abschluss weich bleibt, und die Fäden sorgfältig vernähen.

Frühchensöckchen – Strickanleitung

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Größe 44 / 46

Es gibt Strickstücke, die wirken auf den ersten Blick ganz unscheinbar – und tragen doch eine enorme Bedeutung in sich. Frühchensöckchen gehören genau in diese Kategorie. Sie sind klein, zart und schnell gestrickt, aber sie erfüllen eine wichtige Aufgabe: Sie halten winzige Füßchen warm, geben Halt und vermitteln Geborgenheit in einer Zeit, in der alles noch neu, fragil und empfindlich ist. Gerade Frühchen verlieren viel Wärme über Füße und Hände, und genau hier setzen diese Söckchen an. Sie umschließen den Fuß sanft, ohne einzuengen, und passen sich durch ihre schlichte Konstruktion wunderbar an.

Beim Stricken solcher Söckchen arbeitet man automatisch langsamer, achtsamer und mit einem ganz anderen Gefühl. Jede Masche wird bewusst gestrickt, weil man weiß, dass sie später ein kleines Wesen wärmen soll. Diese Anleitung ist deshalb ruhig aufgebaut, ohne Hast, und erklärt Schritt für Schritt nicht nur das Wie, sondern auch das Warum. So entsteht nicht nur ein Paar Söckchen, sondern ein kleines Stück Fürsorge aus Wolle.

Maschenanschlag und Beginn des Schafts

Begonnen wird mit dem Maschenanschlag. Für diese Frühchensöckchen werden 24 Maschen angeschlagen, die gleichmäßig auf vier Nadeln mit jeweils sechs Maschen verteilt werden. Das Stricken mit dem Nadelspiel hat hier einen großen Vorteil: Es entstehen keine Nähte, die später drücken oder scheuern könnten. Gerade bei Frühchen ist das besonders wichtig, denn ihre Haut ist sehr empfindlich.

Nachdem die Maschen aufgeteilt sind, wird zur Runde geschlossen. Dabei lohnt es sich, einen Moment innezuhalten und zu kontrollieren, dass sich nichts verdreht hat. Ab jetzt wird ausschließlich in Runden gearbeitet, was dem Söckchen seine gleichmäßige, weiche Form gibt.

Der Schaft wird im Bündchenmuster mit zwei rechten und zwei linken Maschen gestrickt. Dieses Muster ist bewusst gewählt, denn es ist elastisch, dehnbar und passt sich gut an. Gerade bei Frühchen ist es wichtig, dass das Bündchen nicht einschnürt, aber trotzdem gut am Beinchen sitzt. Runde für Runde entsteht so ein kleines, flexibles Röhrchen, das sich später sanft an den Knöchel legt. Der Schaft wird so lange gestrickt, bis eine Höhe von etwa sechs Zentimetern erreicht ist. Diese Länge hat sich bewährt, da sie genügend Halt bietet, ohne zu lang zu sein.

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Die Fersenwand – Grundlage für einen guten Sitz

Die Fersenwand bildet die Basis für eine gut sitzende Ferse. Damit der kleine Fuß später genügend Halt bekommt, wird dieser Abschnitt nicht in Runden, sondern in Hin- und Rückreihen gestrickt. Dafür werden nur die Maschen der ersten und der letzten Nadel gearbeitet, die beiden übrigen Nadeln bleiben zunächst ruhen.

Dazu werden die 6 Maschen der letzten Nadel und die 6 Maschen der folgenden ersten Nadel auf eine Nadel genommen. Auf dieser Nadel liegen nun 12 Maschen, und es sind nur noch drei Nadeln im Spiel.

Begonnen wird mit der letzten Nadel. Zunächst eine Randmasche stricken, danach eine linke Masche und anschließend die Maschen rechts, bis diese Nadel beendet ist. Anschließend wird auf der nächsten Nadel weitergestrickt, ebenfalls mit rechten Maschen, bis dort nur noch zwei Maschen übrig sind. Diese beiden Maschen werden wie zu Beginn gearbeitet, also eine linke Masche und eine Randmasche. Auf der Nadel befinden sich nun die gesamten 12 Maschen für die Fersenwand.

Nun wird die Arbeit gewendet. In der Rückreihe zuerst eine Randmasche arbeiten, danach alle Maschen links stricken und die Reihe wieder mit einer Randmasche abschließen.

Diese beiden Reihen werden fortlaufend wiederholt. Insgesamt werden so viele Reihen gestrickt, wie Maschen auf der Nadel liegen, in diesem Fall also 12 Reihen. Die linken Maschen am Rand bilden gut sichtbare Rippen auf der Vorderseite der Arbeit. Diese Rippen erleichtern nicht nur das Zählen der Reihen – eine Rippe entspricht jeweils zwei Reihen –, sondern sind später auch sehr hilfreich, wenn die Maschen entlang der Ferse aufgenommen werden.

Nach 6 Rippen, also 12 Reihen, ist die Fersenwand fertig gestrickt und bildet eine stabile, gleichmäßige Grundlage für das folgende Fersenkäppchen.

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Das Fersenkäppchen – Form für die kleine Ferse

Mit dem Fersenkäppchen bekommt die Socke ihre eigentliche Form an der Ferse. Durch gezielte Abnahmen entsteht eine leichte Rundung, die sich später gut an den kleinen Fuß anschmiegt. Gestrickt wird weiterhin in Hin- und Rückreihen über die 12 Maschen der Fersenwand.

In der ersten Reihe (Vorderseite) wird zunächst eine Randmasche gestrickt, danach eine linke Masche und anschließend die Maschen rechts, bis noch vier Maschen auf der Nadel verbleiben. Nun werden die 4. und 3. Masche von der Nadel rechts zusammen gestrickt. Die letzten zwei Maschen bleiben ungestrickt. Die Arbeit wird anschließend gewendet.

In der zweiten Reihe (Rückseite) werden die Maschen links gestrickt, ebenfalls bis noch vier Maschen übrig sind. Auch hier werden die 3. und 4. Masche links zusammen gestrickt, die letzten zwei Maschen bleiben wieder ungestrickt. Auf dieser Seite befinden sich nun ebenfalls zwei Maschen, die zunächst nicht weiter beachtet werden. Die Arbeit wird erneut gewendet.

Diese beiden Reihen werden nun fortlaufend wiederholt. Dabei werden bei jeder Hin- und Rückreihe die Maschen am Rand nach und nach in die Abnahmen einbezogen. So entsteht ganz langsam die gewünschte Rundung der Ferse.

Sobald auf beiden Seiten keine ungestrickten Maschen mehr vorhanden sind, ist das Fersenkäppchen fertig. Auf der Nadel liegen nun 6 Maschen, die die Mitte der Ferse bilden und die Grundlage für den weiteren Aufbau der Socke darstellen.

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Maschen aufnehmen nach der Ferse – Übergang zurück zur Runde

Nach dem Fersenkäppchen liegen 6 Maschen auf der Nadel. Diese Maschen werden nun auf zwei Nadeln verteilt und zunächst rechts abgestrickt, sodass sich auf jeder dieser beiden Nadeln 3 Maschen befinden. Damit ist die Mitte der Ferse wieder gleichmäßig aufgeteilt.

Nun werden entlang des Fersenrandes neue Maschen aufgenommen. Dafür in jede der gut sichtbaren Rippen der Fersenwand einstechen und jeweils eine Masche aufnehmen. Auf diese Weise werden 6 Maschen aufgenommen. Zusammen mit den bereits vorhandenen 3 Maschen befinden sich nun 9 Maschen auf dieser Nadel. An diesem Punkt ist man unten an der Socke angekommen, dort, wo zuvor die ruhenden Nadeln lagen.

Jetzt wird eine leere Nadel genommen, und die beiden nächsten Nadeln werden ganz normal einzeln rechts abgestrickt. Auf diesen Nadeln befinden sich weiterhin die ursprünglichen Maschen, sie werden unverändert gearbeitet.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Socke wird nun erneut eine leere Nadel verwendet, um wieder 6 Maschen aus den Rippen der Fersenwand aufzunehmen. Anschließend werden die 3 Maschen der folgenden Nadel mit abgestrickt. Damit sind auf dieser Seite ebenfalls 9 Maschen entstanden.

Durch diese Maschenaufnahmen wird die Ferse sauber mit dem restlichen Socke verbunden. Es entstehen keine Löcher, und der Übergang wirkt gleichmäßig und stabil – eine wichtige Grundlage für den nun folgenden Zwickel.

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Der Zwickel – Platz für den Fuß und sanfter Übergang

Nach dem Aufnehmen der Maschen wird der Zwickel wieder in Runden gestrickt, nun mit fünf Nadeln. Der Zwickel sorgt dafür, dass der Fuß genügend Platz bekommt und sich die Socke später gut anpasst. In diesem Bereich befinden sich auf den beiden seitlichen Nadeln jeweils 9 Maschen, diese werden nun schrittweise wieder reduziert, bis dort wieder 6 Maschen liegen.

Zunächst wird eine Runde nur rechte Maschen gestrickt. Diese Runde hilft dabei, die neu aufgenommenen Maschen zu festigen und sorgt für einen ruhigen Übergang, bevor mit den Abnahmen begonnen wird. Der Anfangsfaden befindet sich wie gewohnt hinten, unten in der Mitte der Socke und dient als Orientierung für den Rundenbeginn.

In der folgenden Runde beginnt das Abnehmen. Auf der ersten Nadel werden die Maschen rechts gestrickt, bis noch drei Maschen übrig sind. Die nächsten zwei Maschen werden rechts zusammen gestrickt, die letzte Masche der Nadel wird rechts gestrickt. Auf den beiden folgenden Nadeln werden alle Maschen ganz normal rechts gestrickt, da sich hier jeweils weiterhin 6 Maschen befinden.

Auf der vierten Nadel erfolgt die Abnahme am Anfang der Nadel. Zuerst eine Masche rechts stricken, dann die nächsten zwei Maschen rechts zusammenstricken und die restlichen Maschen der Nadel rechts abstricken. Nach dieser Abnahmerunde liegen auf den beiden seitlichen Nadeln nun 8 Maschen.

Wichtig ist hierbei, sich zu merken:
Auf der ersten Nadel wird die Abnahme am Ende der Nadel gearbeitet, auf der vierten Nadel erfolgt sie am Anfang. So bleibt die Form des Zwickels gleichmäßig.

Nach jeder Abnahmerunde folgt eine Runde nur mit rechten Maschen, ohne Abnahmen. Dieses Vorgehen wird fortlaufend wiederholt, bis sich auf den beiden seitlichen Nadeln wieder jeweils 6 Maschen befinden. Erst dann ist der Zwickel abgeschlossen und die Socke hat ihre endgültige Fußbreite erreicht.

Der Fuß wird nun einfach in Runden mit rechten Maschen gestrickt. Dieser Abschnitt ist bewusst schlicht gehalten. Das gleichmäßige Stricken wirkt fast meditativ und lässt das Söckchen langsam Form annehmen. Die Länge des Fußes beträgt etwa 4,5 Zentimeter, gemessen ab dem Ende des Fersenkäppchens. Diese Länge ist ideal für Frühchen der Größe 44/46.

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Die Fußspitze – Abschluss mit gleichmäßiger Form

Mit der Fußspitze bekommt das Söckchen seinen letzten Schliff. Durch gleichmäßige Abnahmen wird dafür gesorgt, dass sich die Spitze weich zusammenzieht und später bequem an den kleinen Füßchen anliegt. Auch hier wird Schritt für Schritt gearbeitet, damit die Form ruhig und symmetrisch entsteht.

Zunächst beginnt die erste Abnahmerunde. Auf der ersten Nadel werden die Maschen rechts gestrickt, bis noch drei Maschen übrig sind. Die nächsten zwei Maschen werden rechts zusammen gestrickt, die letzte Masche der Nadel wird rechts gestrickt.
Auf der zweiten Nadel erfolgt die Abnahme am Anfang der Nadel. Zuerst eine Masche rechts stricken, dann die nächsten zwei Maschen rechts zusammenstricken und die restlichen Maschen der Nadel rechts abstricken.

Auf der dritten Nadel wird die Abnahme wieder am Ende der Nadel gearbeitet, genau wie bei der ersten Nadel. Auf der vierten Nadel erfolgt die Abnahme erneut am Anfang der Nadel, wie zuvor bei der zweiten Nadel. Durch dieses spiegelbildliche Abnehmen bleibt die Spitze gleichmäßig und rund.

Nach dieser Abnahmerunde befinden sich auf jeder Nadel noch fünf Maschen. Nun folgt eine Runde ohne Abnahmen, in der alle Maschen rechts gestrickt werden. Diese Runde sorgt dafür, dass sich die Form der Spitze entspannt und gleichmäßig entwickelt.

In der nächsten Runde werden die Maschen erneut auf die gleiche Weise abgenommen, sodass auf jeder Nadel nur noch vier Maschen verbleiben. Ab diesem Punkt wird keine Zwischenrunde mehr gestrickt. Die Abnahmen erfolgen nun direkt weiter, bis auf jeder Nadel nur noch drei Maschen vorhanden sind.

Damit ist die Spitze vorbereitet und kann anschließend sauber geschlossen werden.

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Fertigstellung – aus einem Söckchen wird ein Paar

Ist die Spitze geschlossen und der Faden sorgfältig vernäht, liegt das erste Frühchensöckchen fertig vor dir – ein kleiner Moment, in dem man das Söckchen in die Hand nimmt und betrachtet, so klein, so zart und doch voller Arbeit und Sorgfalt. Natürlich gehört zu einem Söckchen immer noch ein zweites dazu, denn erst als Paar erfüllen sie ihre Aufgabe, beide Füßchen warmzuhalten. Das zweite Söckchen wird daher genauso gestrickt wie das erste, Schritt für Schritt und Masche für Masche, wobei es oft schon etwas entspannter von der Hand geht, weil alle Abläufe vertraut sind. Zum Schluss werden auch beim zweiten Söckchen alle Fäden sorgfältig nach innen gezogen und vernäht. Liegen beide Söckchen nebeneinander, ist das Paar fertig und bereit, kleine Füßchen zu wärmen und zu begleiten.

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Gerade beim Stricken der Pulswärmer und der passenden Frühchensöckchen für meine Urenkelin Bella habe ich gemerkt, wie besonders diese Arbeit ist. Jede Masche wurde mit dem Gedanken gestrickt, etwas Sinnvolles zu schaffen – etwas, das wärmt, schützt und ein kleines Stück Geborgenheit weitergibt. Es ist erstaunlich, wie viel Nähe und Wärme so kleine Strickstücke ausstrahlen können, vielleicht weil man beim Handarbeiten automatisch an jemanden denkt, der einem sehr am Herzen liegt, oder weil Handarbeit in einer oft hektischen Welt ein stiller Ort ist, an dem man zur Ruhe kommt.

Für mich war dieses Set aus Pulswärmern und Frühchensöckchen etwas ganz Besonderes. Es ist aus einem echten Bedürfnis entstanden, mit Zeit, Geduld und viel Herz. Während des Strickens kam mir immer wieder der Gedanke, wie sinnvoll solche kleinen Wärmespender auch für Frühchenstationen sein könnten. Gerade dort, wo viele winzige Händchen und Füßchen zusätzliche Wärme brauchen, können selbstgestrickte Pulswärmer und Söckchen einen kleinen, aber wertvollen Beitrag leisten. Vielleicht regt diese Anleitung auch dazu an, ein paar dieser kleinen Stücke mehr zu stricken und weiterzugeben.

Genau deshalb liebe ich es, solche Anleitungen zu teilen. Denn irgendwo sitzt vielleicht gerade jemand, der für ein Frühchen stricken möchte, ein persönliches Geschenk für ein Baby sucht oder sich einfach eine kreative Auszeit gönnen will. Wenn diese Anleitung dabei begleitet, inspiriert oder Freude bereitet, dann ist genau das erreicht, was Handarbeit für mich ausmacht.

Wer Lust auf weitere Inspirationen, Häkelideen und Strickprojekte hat, findet viele weitere kostenlose und kostenpflichtige Anleitungen unter siggib53.

Mit jeder Anleitung wächst dort eine kleine Sammlung liebevoller Projekte, die Freude bereiten, gut nachzuarbeiten sind und immer wieder zu neuen Ideen anregen – vielleicht ist dieses Set aus Pulswärmern und Frühchensöckchen ja der Anfang von vielen weiteren kleinen Herzensprojekten.


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