Einleitung
Häkeln ist ein wunderschönes, kreatives Hobby, aber Hand aufs Herz: Manchmal herrscht dabei auch ein kleines Chaos. Angefangene Projekte liegen herum, die Häkelnadel taucht plötzlich an ganz anderen Orten auf und irgendwo im Garnregal versteckt sich genau die Farbe, die man gerade braucht. Damit Häkelprojekte entspannter und übersichtlicher werden, möchte ich dir heute zeigen, wie ich meine WIPs (Work in Progress), Garne, Nadeln und Notizen organisiere. Vielleicht erkennt sich der ein oder andere in meinen Gewohnheiten wieder oder findet eine Idee, die das eigene Häkeln ein bisschen leichter macht.
Hauptteil
1. WIP-Körbchen
Einer meiner wichtigsten Tipps ist es, jedem angefangenen Projekt ein eigenes kleines Zuhause zu geben. Für jedes WIP, also jedes „Work in Progress“, nutze ich ein eigenes Körbchen oder Täschchen, in dem alles gesammelt wird, was ich dafür brauche. So landet die Figur, die passende Häkelnadel, die benötigten Garne, ein Maschenmarkierer und manchmal sogar kleine Notizen immer zusammen an einem Ort. Das erspart mir die typische Suche nach Einzelteilen und sorgt dafür, dass ich jederzeit entspannt weiterhäkeln kann.
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2. Notizen
Egal ob ich frei häkle oder nach einer Anleitung arbeite, Notizen gehören für mich einfach dazu. Ich mache mir zu jedem Projekt Anmerkungen, besonders wenn ich weiß, dass ich es später weiterführen oder erneut häkeln möchte. Oft schreibe ich auf, in welcher Runde ich zuletzt aufgehört habe, welche Maschenzahlen ich genutzt habe oder welche Besonderheiten ich mir merken muss. Für mich funktioniert Papier am besten, weil es schnell zur Hand ist und ich beim Schreiben automatisch besser im Projekt bleibe. Zudem kann ich den Notizzettel mit in mein WIP-Körbchen legen. Wer es lieber etwas digital mag, kann sich die Notizen dazu natürlich auch in seinem Handy abspeichern.
3. Ein sortiertes Garnlager
Ein geordnetes Garnlager ist für mich ein kleiner Schatz. Ich sortiere meine Garne meistens nach farblich, denn so sehe ich auf den ersten Blick, welche Töne harmonieren und welche ich für ein neues Projekt verwenden könnte. Meine Lieblingsfarben (Rosa, Rot, Weiß und Beige) liegen immer gut sichtbar zusammen, weil ich sie fast täglich in der Hand habe. Auch die verschiedenen Garnarten trenne ich voneinander, damit ich immer schnell das passende Garn für mein Projekt finde. Je ordentlicher mein Garnlager ist, desto inspirierter fühle ich mich. Es macht einfach Spaß, durch die Garne zu stöbern und neue Kombinationen zu entdecken. Es fühlt sich fast so an, als wäre ich in einem kleinen Wollladen.
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4. Häkelnadeln im Griff behalten
Ich glaube, jeder Häkler kennt dieses Phänomen: Man besitzt mehr Nadeln, als man zählen kann, aber genau die eine, die man braucht, ist spurlos verschwunden. Damit das nicht ständig passiert, habe ich mir angewöhnt, meine Nadeln zu sortieren. Nadeln, die ich selten benutze, haben ihren festen Platz in einer Schublade und Häkelnadeln, welche ich oft benutze sind in einer kleinen Tasche auf meinem Schreibtisch. In dieser Tasche befinden sich auch eine kleine Schere, Maschenmarkierer und Nadeln zum Vernähen der Garnenden. Seit ich dieses System nutze, muss ich meine Nadeln kaum noch suchen und das spart erstaunlich viel Energie.
Ein kleiner Tipp aus Erfahrung: Wenn du dein Häkelprojekt zwischendurch unterbrichst, lege deine Häkelnadel immer an den gleichen Ort, zum Beispiel auf den Tisch direkt neben dein Projekt, wenn du gleich weiter häkelst oder mit in dein WIP-Körbchen, wenn du zu einem später Zeitpunkt an deinem Projekt weiter arbeiten möchtest. So weißt du beim Weiterhäkeln sofort, wo sie ist, und vermeidest unnötiges Suchen.
5. Sicherheitsaugen aufbewahren
Ein weiterer Bereich, der mir das Häkeln unglaublich erleichtert, ist die Aufbewahrung meiner Sicherheitsaugen. Heute bewahre ich alle Sicherheitsaugen in einer praktischen Sortierbox auf, die in viele einzelne Fächer unterteilt ist. Jede Fachgröße ist einer bestimmten Augengröße zugeordnet: 6 mm, 8 mm, 10 mm und so weiter. So sehe ich auf den ersten Blick, welche Größe ich noch vorrätig habe und nutzen kann und welche ich bald nachbestellen muss. Diese Struktur spart mir Zeit, gerade wenn ich mitten im Häkeln stecke und schnell das passende Paar benötige.
6. Ordnung der Häkelanleitungen
Früher habe ich meine Häkelanleitungen ausgedruckt und sauber in einem Ordner abgeheftet, sortiert nach Themen und Figuren. Das hat lange gut funktioniert, war aber auch etwas umständlich. Besonders wenn ich auf Reisen war oder spontan mit einem Projekt anfangen wollte. Heute nutze ich stattdessen eine digitale Cloud, in der ich all meine Anleitungen als PDF gespeichert habe. So kann ich von jedem Gerät darauf zugreifen, egal ob Handy, Tablet oder Laptop. Das ist unglaublich praktisch, denn ich habe meine komplette Sammlung immer dabei, ohne stapelweise Papier herumtragen zu müssen.
In der Cloud habe ich einen großen Hauptordner nur für Häkelanleitungen. Dieser ist wiederum in verschiedene Themenordner unterteilt, zum Beispiel Tiere, Puppen oder Deko. Dadurch finde ich jede Anleitung schnell wieder. Die digitale Ordnung ist übersichtlicher als früher mein Papierordner und zu dem auch viel flexibler und einfacher zu verwalten. Für mich fühlt sich dieses System inzwischen wie eine kleine persönliche Bibliothek an, in der ich nach Lust und Laune stöbern kann.
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Fazit
Für mich persönlich bedeutet Ordnung beim Häkeln vor allem eins: Ruhe. Wenn meine WIPs ihren Platz haben, die Garne sortiert sind, meine Nadeln nicht verschwinden und alle Anleitungen sauber in meiner Cloud liegen, kann ich mich viel besser auf das konzentrieren, was ich liebe: das Häkeln selbst. Ein durchdachtes System nimmt mir Stress, spart Zeit und verhindert, dass ich den Überblick verliere, wenn mehrere Projekte gleichzeitig laufen. Ich muss nicht hektisch suchen oder überlegen, wo ich zuletzt aufgehört habe. Stattdessen kann ich jederzeit entspannt weiterarbeiten.
Schlusswort
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Beitrag zu lesen. Ich hoffe, meine persönlichen Tipps konnten dir ein paar Ideen geben oder dich inspirieren, dein eigenes „Häkelchaos“ liebevoll zu ordnen. Der Austausch mit anderen Häkelfans bedeutet mir sehr viel, deshalb freue ich mich immer über Kommentare, Erfahrungen oder zusätzliche Tipps von euch.
Liebe Grüße Nancy
von Silvisunflower ♡
danke, dass du uns so ausführlich in deine Ordnung eingeführt hast. Ich stimme dir voll zu, gerade wenn man viel häkelt, strickt, ... kommt schnell Unordnung in die vielen kleinen Vorräte. Ich mache es ähnlich, sonst verliert man garantiert irgendetwas und vor allem den Überblick.
Ich nutze mittlerweile als digitalen Speicher lieber padlet oder TaskCards, da sieht man noch schneller, was sich hinter den Dateien versteckt, da es zu jedem Dokument eine kleine Vorschau gibt. Man kann auch gut alles (analog der Cloud) in Ordnern (hier Regale oder Spalten) sortieren und sogar eine Timeline für aktuelle und geplante Projekte anlegen. Da ich ausschließlich digitale Notizen und Anleitungen nutze ist es mir eine gute Hilfe.
Liebe Grüße von Kuscheldesign