🎄 Ein Hauch von Weihnachten für die kleinsten Füßchen
Es gibt Momente beim Handarbeiten, die einfach die Seele berühren – und für mich gehört das Stricken von kleinen Babysöckchen definitiv dazu. Vor allem dann, wenn die Adventszeit vor der Tür steht und überall langsam die Lichter aufleuchten. Genau in dieser Stimmung entstand die Idee zu diesen kleinen Weihnachtssöckchen. Kuschelig weich, ein bisschen verspielt und doch herrlich klassisch – so wie man es sich für ein Winterbaby wünscht.
Während die ersten Maschen auf die Nadeln wanderten, lief im Hintergrund eine kleine Weihnachtsmelodie, und draußen fiel der erste Schnee. In solchen Momenten fühlt man sich wieder wie früher, wenn man als Kind sehnsüchtig auf das Christkind gewartet hat. Vielleicht steckt genau dieses Gefühl in jeder Masche dieser kleinen Socken – ein bisschen Ruhe, ein bisschen Wärme, ein bisschen Weihnachtszauber.
Manchmal entsteht beim Handarbeiten ein ganz besonderer Zauber, der sich kaum beschreiben lässt. Es ist das Gefühl, inmitten der hektischen Vorweihnachtszeit einen kleinen Moment für sich selbst zu haben – einen Augenblick der Stille, in dem nur noch das sanfte Klicken der Nadeln zu hören ist. Und während Runde um Runde wächst, entsteht ein kleines Stück Geborgenheit, das später an winzigen Füßchen weitergetragen wird. Genau diese Mischung aus Freude, Besinnlichkeit und Handwerk macht diese Söckchen für mich so bedeutsam.
Und vielleicht ist es gerade diese Einfachheit, die so gut zur Weihnachtszeit passt: Aus ein paar Gramm Wolle, und mit ein wenig Geduld entsteht etwas, das weit über ein einfaches Strickstück hinausgeht. Diese Söckchen sind eine kleine Erinnerung daran, wie schön es sein kann, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen – ganz besonders dann, wenn es für einen kleinen Menschen bestimmt ist, der gerade erst begonnen hat, die Welt zu entdecken.
Warum Babysöckchen zu Weihnachten so besonders sind
Klein, schnell gestrickt und voller Emotion
Babysöckchen gehören zu den Projekten, die man wirklich immer gebrauchen kann: als Geschenk zur Geburt, als kleine Aufmerksamkeit für werdende Eltern, als Ergänzung zu einem Strickset – oder einfach als liebevolles Selbstgemachtes für das eigene Enkelkind oder Urenkelkind.
Gerade im Winter sind die kleinen Füßchen besonders empfindlich, und ein Paar selbst gestrickte Söckchen bringt nicht nur Wärme, sondern auch Geborgenheit. Wenn die Söckchen dann noch in weihnachtlichen Farben gearbeitet werden, entsteht ein Mini-Geschenk, das sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Für Anfänger geeignet – aber auch spannend für Profis
Diese Anleitung ist bewusst so geschrieben, dass auch Strickanfänger gut mitkommen. Jede Runde ist machbar, jede Masche erklärt – und gleichzeitig haben erfahrene Strickerinnen die Möglichkeit, verschiedene Farbwechsel und Muster auszuprobieren.
Ich habe die Söckchen so aufgebaut, dass sie beim Stricken richtig Freude machen. Eine Tasse Tee, eine warme Decke – und schon hat man ein kleines Glanzprojekt, das man in einer gemütlichen Abendrunde schaffen kann.
Eine wunderschöne Geschenkidee
Wenn Weihnachten vor der Tür steht, beginnt für viele von uns die große Frage: „Was schenke ich dieses Jahr?“
Mit diesen Söckchen hast du eine Antwort, die immer passt – persönlich, handgemacht und voller Herz.
Perfekt für:
- werdende Mamas und Papas
- frischgebackene Großeltern
- Babybesuch in der Adventszeit
- Nikolaustag oder Heiligabend
- kleine Wichtelgeschenke
- oder einfach für die eigene Familie
Verpacke die Söckchen in einem kleinen Körbchen, gib einen Zweig Tanne dazu, vielleicht ein winziges Glöckchen – und du hast ein Geschenk, das schöner ist als jede gekaufte Kleinigkeit.
❤️ Eine Anleitung mit viel Gefühl
Ich liebe es, wenn aus einer einfachen Idee etwas entsteht, das Menschen wirklich berührt. Genau dieses Gefühl hatte ich bei diesen Söckchen:
Die kleinen Farbstreifen, das harmonische Zusammenspiel der Farben, die weiche Wolle – all das ergibt ein Projekt, das so viel Freude macht wie das Tragen selbst.
Und für alle, die gerne persönliche Erinnerungsstücke schaffen: Diese Söckchen eignen sich wunderbar zum Aufheben. Viele Eltern bewahren das erste Paar Babysocken ihr Leben lang auf – und wenn sie selbst gestrickt sind, ist es noch einmal besonderer.
Benötigte Techniken
Für die kleinen Weihnachtssöckchen brauchst du nur ein paar Grundtechniken. Auch Anfänger kommen wunderbar zurecht:
- rechte Maschen
- linke Maschen
- Maschen anschlagen
- Abnahmen (z. B. zwei Maschen zusammenstricken)
- Zunahmen
- Arbeit in Runden mit dem Nadelspiel
- Fersen- und Spitzenbildung wie bei klassischen Babysöckchen
Wenn du schon einmal Socken gestrickt hast, fliegen dir diese kleinen Söckchen nur so von der Nadel – und falls nicht: Es ist ein wunderschönes erstes Projekt.
Größenangaben
- Größe S: ca. 0–3 Monate
- Größe M: ca. 3–6 Monate
- Größe L: ca. 6–12 Monate
Durch die flexible Wolle und Nadelstärke sitzen die Söckchen schön elastisch.
Material
Für die Weihnachtssöckchen habe ich folgende Materialien benutzt:
- Garn:
- Supergarne (Weihnachtsedition) –
- 75 % Schurwolle, 25 % Polyamid
- Lauflänge: ca. 420 m / 100 g
- Qualität: vierfädiges, strapazierfähiges Sport- & Strumpfgarn
- Perfekt für Babysöckchen, warm, weich und dennoch formstabil.
- Farben:
- Weihnachtliches Verlaufsgarn oder Rot / Weiß / Grün nach Wunsch
- Nadeln:
- Nadelspiel 3,0 mm
- (Garnempfehlung ist 2,5–3,0 mm – ich habe mit 3,0 gestrickt, das ergibt weiche, schöne Maschen.)
- Weiteres Zubehör:
- eine Wollnadel
- kleine Schere
- ggf. Maschenmarkierer
Anleitung für die weihnachtlichen Babysöckchen (in drei Größen)
Für alle drei Größen werden 32 Maschen angeschlagen. Die Maschen gleichmäßig auf 4 Nadeln eines Nadelspiels verteilen, also 8 Maschen pro Nadel, und zur Runde schließen. Achte darauf, dass sich nichts verdreht, damit der Schaft schön sauber wird.

Ab jetzt wird in Runden gestrickt: immer zwei Maschen rechts, zwei Maschen links im Wechsel, bis die gewünschte Schaftlänge erreicht ist:
für Größe S etwa 7 cm, für Größe M etwa 8 cm, für Größe L etwa 9 cm.

Fersenwand (für alle Größen gleich)
Für die Ferse arbeiten wir nur noch mit den Maschen der ersten und vierten Nadel, also insgesamt 16 Maschen. Die Maschen der zweiten und dritten Nadel (der Spann) bleiben zunächst einfach ruhen.
Die 16 Fersenmaschen werden jetzt in Hin- und Rückreihen gestrickt. Dafür zuerst die 8 Maschen der vierten Nadel und die 8 Maschen der ersten Nadel auf eine Nadel legen, so dass alle 16 zusammenhängen.
In der ersten Hinreihe strickst du eine Randmasche, dann eine linke Masche und danach rechte Maschen, bis nur noch zwei Maschen übrig sind. Diese beiden enden wieder mit einer linken Masche und einer Randmasche.
Nun die Arbeit wenden: in der Rückreihe eine Randmasche stricken, alle Maschen links, und am Ende wieder eine Randmasche.
So weiterarbeiten – immer eine Hinreihe mit Randmasche, linker Masche, rechten Maschen, linker Masche, Randmasche; dann eine Rückreihe mit Randmasche, alle links, Randmasche – bis du 16 Reihen gestrickt hast. Auf der Vorderseite entsteht dabei ein schöner Rippenrand, der dir später beim Maschenaufnehmen hilft (8 Rippen = 16 Reihen).

Fersenkäppchen stricken
Jetzt formst du das kleine Käppchen, das die Ferse rund macht.
In der ersten Käppchen-Reihe (Vorderseite) strickst du eine Randmasche, eine linke Masche und dann rechte Maschen, bis noch 5 Maschen auf der Nadel übrig sind. Die fünfte und vierte Masche von rechts werden zusammen rechts gestrickt, die letzten drei Maschen lässt du ungestrickt. Dann wendest du die Arbeit.
In der nächsten (Rück-)Reihe strickst du eine Randmasche, alle Maschen links bis wieder 5 Maschen übrig sind. Die fünfte und vierte Masche von rechts werden links zusammen gestrickt, die letzten vier Maschen bleiben ungestrickt. Wieder wenden.
Dieses Hin- und Herstricken immer wiederholen:
auf der Vorderseite bis 5 Maschen vor Ende, dann zwei zusammenstricken und wenden,
auf der Rückseite genauso.
So lange weiterarbeiten, bis links und rechts keine „liegen gebliebenen“ Maschen mehr vorhanden sind und du nur noch 8 Maschen auf der Nadel hast. Das ist das fertige Fersenkäppchen.

Maschen aufnehmen und Zwickel arbeiten
Die 8 Maschen des Fersenkäppchens werden jetzt wieder auf zwei Nadeln verteilt (je 4 Maschen). Diese Maschen werden zuerst rechts abgestrickt.
Im Anschluss nimmst du an der Fersenwand entlang Maschen auf: In jede der 8 Rippen am Rand stichst du ein und nimmst jeweils eine Masche auf. So hast du auf dieser Seitennadel nun 12 Maschen (die 4 Fersenmaschen + 8 neu aufgenommene).
Nun bist du an der ruhenden Nadel mit den Oberfußmaschen angekommen. Nimm eine neue Nadel und stricke diese 8 Maschen ganz normal rechts ab, dann die nächsten 8 Maschen ebenfalls – das ist der Spann (Vorderfuß).
Auf der anderen Fersenseite angekommen, nimmst du wieder 8 Maschen aus den Rippen der Fersenwand auf und strickst zusätzlich die 4 restlichen Fersenmaschen mit dieser Nadel ab. So hast du auch hier 12 Maschen. Jetzt liegen alle Maschen wieder auf vier Nadeln:
12 Maschen – 8 Maschen – 8 Maschen – 12 Maschen.

Zwickelabnahmen (alle Größen gleich)
Jetzt wird wieder in Runden mit dem kompletten Nadelspiel gestrickt, und wir formen den Zwickel, damit der Fuß schön anliegt.
Zuerst strickst du eine Runde alle Maschen rechts, ohne Abnahmen.
In der nächsten Runde wird abgenommen:
Auf der ersten Nadel alle Maschen rechts stricken, bis 3 Maschen übrig sind. Die folgenden 2 Maschen rechts zusammenstricken, die letzte Masche rechts stricken.
Die zweite und dritte Nadel werden ohne Abnahme einfach rechts gestrickt.
Auf der vierten Nadel strickst du eine Masche rechts, dann die nächsten beiden Maschen rechts zusammen, und die restlichen Maschen der Nadel rechts bis zum Ende.
Damit hast du auf der ersten und vierten Nadel jeweils eine Masche abgenommen – aus 12 werden 11 Maschen.
Jetzt folgt wieder eine Runde nur rechte Maschen ohne Abnahmen.
Diese beiden Runden (eine Runde mit Abnahmen, eine Runde nur rechts) wiederholst du so lange, bis auf der ersten und vierten Nadel nur noch 8 Maschen übrig sind. Dann hast du wieder den Ausgangszustand von 8–8–8–8 Maschen erreicht.

Fußlänge stricken
Nun wird der Fuß in Runden fertig gestrickt – dabei werden alle Maschen nur rechts gestrickt.
Ab diesem Punkt ist alles ganz einfach: Runde für Runde rechte Maschen, bis die gewünschte Fußlänge erreicht ist:
für Größe S etwa 4 cm, für Größe M etwa 5 cm, für Größe L etwa 6 cm ab Ende der Ferse gemessen.

Fußspitze und Fäden vernähen
Für die Spitze werden wieder Maschen abgenommen, ähnlich wie beim Zwickel – nur jetzt rundum, damit die Socke vorne schön schließt.
In der ersten Spitzenrunde strickst du auf der ersten Nadel alle Maschen rechts, bis 3 Maschen übrig sind, dann zwei Maschen zusammenstricken, die letzte Masche rechts stricken.
Auf der zweiten Nadel strickst du eine Masche rechts, dann zwei Maschen zusammen und die restlichen Maschen rechts bis zum Ende.
Auf der dritten Nadel wieder bis 3 Maschen vor Ende rechts, dann zwei zusammen, letzte rechts.
Auf der vierten Nadel eine rechts, zwei zusammen, Rest rechts.
Jetzt hat jede Nadel noch 7 Maschen.
Danach folgt eine Runde nur rechte Maschen ohne Abnahmen.
Diese Kombination – eine Abnahmerunde, eine Runde rechte Maschen – wiederholst du, bis auf jeder Nadel nur noch 5 Maschen liegen.
Ab jetzt in jeder Runde abnehmen:
wieder wie oben beschrieben auf allen vier Nadeln die Abnahmen stricken, aber keine rechte Runde mehr dazwischen.
So lange arbeiten, bis auf jeder Nadel nur noch 3 Maschen übrig sind (insgesamt 12 Maschen).
Nun alle Maschen auf zwei Nadeln verteilen (je 6 Maschen), den Faden abschneiden, in eine Wollnadel einfädeln und durch alle verbleibenden Maschen ziehen. Die Stricknadeln entfernen, den Faden fest anziehen, damit sich die Spitze schön schließt, und den Faden auf der Innenseite der Socke sorgfältig vernähen.

Wenn ich diese kleinen Weihnachtssöckchen am Ende fertig vor mir liegen sehe, denke ich immer daran, wie viel Liebe und Zeit selbst in den allerkleinsten Projekten steckt. Es ist erstaunlich, wie viel Wärme so ein Paar Minisocken ausstrahlen kann – vielleicht weil jede einzelne Masche ein kleines bisschen Herz trägt, vielleicht weil wir beim Stricken an jemanden denken, der uns wichtig ist, oder vielleicht einfach nur, weil Handarbeit in dieser hektischen Welt ein stiller Ort ist, an dem wir ankommen dürfen. Für mich war dieses Weihnachtspaar etwas ganz Besonderes. Die Farben, die Erinnerungen, die vielen kleinen Momente, in denen ich still dagesehen und die Nadeln habe arbeiten lassen – all das gehört dazu und macht jedes Stück einzigartig. Genau deshalb liebe ich es, solche Anleitungen zu teilen. Denn irgendwo da draußen sitzt vielleicht jemand wie du, der genau jetzt ein kleines Geschenk für ein Baby braucht, etwas Persönliches für einen besonderen Menschen strickt oder einfach eine kreative Pause genießen möchte. Und wenn meine Anleitung dich begleitet, vielleicht inspiriert oder dir Freude bringt, dann macht mich das unendlich glücklich.
Wer Lust auf weitere Inspirationen, Häkelideen und Strickprojekte hat, findet viele weitere kostenlose und kostenpflichtige Anleitungen unter siggib53.
Mit jeder Anleitung wächst eine kleine Sammlung von liebenswerten Projekten, die Freude bereiten, leicht nachzuarbeiten sind und immer wieder zu neuen Ideen anregen. Vielleicht wird genau dieses kleine Paar Weihnachtssöckchen der Beginn einer ganzen Reihe individueller Handarbeiten, die viele Herzen erwärmen.
