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Japanische Knotentasche häkeln – aus Wollresten wird ein Lieblingsstück - zwei kostenlose Häkelanleitungen

Dienstag, 4. August 2026

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Kostenlose Häkelanleitung für eine japanisch inspirierte Knotentasche im Granny-Muster

Manchmal entstehen die schönsten Projekte ganz spontan. Da liegt noch ein Wollrest im Korb. Viel zu schade zum Wegwerfen, aber eigentlich zu wenig für ein Tuch oder einen Schal. Also beginnt das berühmte Grübeln: „Was könnte daraus noch werden?“

Und auf einmal ist sie da: die Idee.

Eine kleine japanische Knotentasche.

Schlicht, raffiniert und schnell gehäkelt. Genau das richtige Projekt für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa oder auf dem Balkon. Und am Ende hältst Du ein praktisches kleines Täschchen in den Händen.

Was ist eigentlich eine japanische Knotentasche?

Die japanische Knotentasche ist vor allem für ihren ungewöhnlichen Verschluss bekannt. Sie hat zwei unterschiedlich lange Henkel. Der längere wird einfach durch den kürzeren gezogen und schon ist die Tasche verschlossen. Kein Knopf, kein Reißverschluss oder Klettverschluss und auch kein anderer komplizierter Verschlussmechanismus. Man könnte fast sagen: Die Tasche macht das ganz von allein.

Diese Art des Verschließens erinnert an die traditionelle japanische Furoshiki-Technik. Dabei werden quadratische Tücher durch Falten und Knoten zum Verpacken und Tragen von Dingen verwendet. Furoshiki wird heute wieder gerne genutzt, weil die Methode praktisch, wiederverwendbar und ganz ohne Einwegverpackungen auskommt.

Meine Knotentaschen sind kein klassisches Furoshiki. Sie greifen vielmehr die Idee des geschickten Knotens und der einfachen Funktion auf.

Meine erste Version wird im Granny-Muster gehäkelt. Das luftige Lochmuster gibt der kleinen Tasche ihren verspielten Charakter. Für sehr kleine Dinge ist es allerdings nicht unbedingt die beste Wahl, Maschenmarkierer oder Wollnadeln könnten sonst auf eigene Faust einen Ausflug unternehmen. Die zweite Variante dagegen ist etwas kompakter, sie wird ausschließlich aus halben Stäbchen gehäkelt.

Handarbeiten mit japanischem Blick

Japan hat eine lange und besondere Handwerkstradition. Was mich daran besonders fasziniert, ist die Wertschätzung für Dinge, die von Hand entstehen.

Dazu passt der Begriff Wabi-Sabi. Vereinfacht gesagt geht es darum, Schönheit auch im Unvollkommenen zu sehen. Ein handgearbeitetes Stück muss nicht aussehen, als wäre es aus einer Fabrik gekommen. Kleine Unregelmäßigkeiten und Fehler gehören dazu und machen es persönlich.

Ich finde, das passt wunderbar zu unserem Handarbeitsalltag. Eine Masche ist vielleicht etwas lockerer, eine andere ein kleines bisschen fester. Na und? Genau daran erkennt man schließlich, dass hier jemand mit seinen eigenen Händen gearbeitet hat.

Aus Wollrest wird Lieblingsstück

Ich gebe zu: Wollreste sammeln sich bei mir schneller an, als sie verschwinden.

„Für irgendetwas kann man das bestimmt noch gebrauchen.“

Diesen Satz kennen vermutlich viele von uns.

Für meine beiden Knotentaschen habe ich einmal einen Rest Sockenwolle verwendet, bei der zweiten waren es Reste von Baumwollgarn.

Auch hier passt ein japanischer Gedanke wunderbar: Mottainai steht für die Wertschätzung von Dingen und die Idee, nichts unnötig zu verschwenden.

Und so wird aus einem Wollrest eine kleine Tasche. Ich finde, viel besser kann man Garnreste kaum verwenden.

Meine gehäkelte Version Nr. 1

Meine erste Knotentasche ist bewusst klein gehalten. Sie ist kein elegantes Designerstück, sondern eher ein fröhlicher kleiner Alltagsbegleiter aus bunter Sockenwolle. Gerade das gefällt mir.

Und Du musst Dich natürlich nicht an meine Größe halten. Häkelst Du sie kleiner, kann daraus ein Taschenbaumler oder ein praktisches Schlüsselmäppchen werden. Etwas größer wird sie zum hübschen Beutel, z.B. für ein kleines Strick- oder Häkelprojekt.

Auch beim Muster kannst Du experimentieren. Das Granny-Muster lässt sich problemlos durch ein anderes Häkelmuster ersetzen. So kann dieselbe Grundidee ganz unterschiedlich aussehen.

Vielleicht entsteht eine schlichte einfarbige Tasche. Vielleicht verarbeitest Du mehrere Wollreste miteinander. Oder Du findest in Deinem Wollkorb ebenfalls einen Rest, der schon viel zu lange auf seinen Einsatz wartet.

Erlaubt ist, was gefällt.

Und wenn Du Deine Knotentasche in einer anderen Größe oder mit einem anderen Muster häkelst, zeige sie mir gerne in der Crazypatterns-Galerie. Ich bin gespannt, welche Varianten aus dieser kleinen Tasche entstehen.

Lust bekommen?

Ich mag an dieser Knotentasche besonders, dass sie so viele Dinge miteinander verbindet: eine raffinierte Idee, japanische Handwerkskunst und die Möglichkeit, aus einem kleinen Wollrest etwas Neues entstehen zu lassen.

Vielleicht bleibt es ja auch bei Dir nicht bei einer einzigen Knotentasche. Wer weiß, Wollreste gibt es schließlich genug.

 

Kostenlose Häkelanleitung für eine kleine japanische Knotentasche Nr.1

Für meine kleine japanische Knotentasche habe ich einen Rest Sockenwolle verarbeitet. Natürlich kannst Du ebenso gut jede andere Wollreste verwenden. Wichtig ist nur, dass die Häkelnadel zur gewählten Wolle passt.

So wird die Knotentasche gehäkelt

Die Tasche besteht aus zwei gleich großen Quadraten, die zunächst einzeln gehäkelt werden. Ich habe dafür ein schlichtes Granny-Muster gewählt. Wenn Du möchtest, kannst Du stattdessen aber auch jedes andere Häkelmuster verwenden. So verleihst Du Deiner Knotentasche ganz einfach einen eigenen Charakter.

Sind beide Quadrate fertig, legst Du sie passgenau aufeinander und häkelst sie an drei Seiten mit Kettmaschen zusammen. Die obere Kante bleibt dabei offen. Die Häkelnaht zeigt dabei nach außen.

Zum Schluss arbeitest Du an der offenen Kante die beiden Henkel an. Einer wird etwas kürzer, der andere etwas länger, das macht den raffinierten Verschluss der japanischen Knotentasche aus. In meiner Anleitung werden die Henkel mit festen Maschen gehäkelt. Natürlich kannst Du auch hier kreativ werden und sie ganz nach Deinem Geschmack gestalten.

Jetzt fehlt nur noch, den längeren Henkel durch den kürzeren zu ziehen. Schon ist Deine kleine japanische Knotentasche einsatzbereit.

 

Schemazeichnung der japanischen Knotentasche (Diese Skizze ist nicht maßstäblich.)

In dieser Skizze erkennst Du den einfachen Aufbau der japanischen Knotentasche.

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Material:

Wollreste, z.B. Sockenwolle, passende Häkelnadel, Schere und Vernähnadel.


 

Größe:

Du kannst die japanische Knotentasche ganz nach Deinen Wünschen in jeder beliebigen Größe häkeln. Die folgenden Maße beziehen sich auf die in dieser Anleitung gezeigte Tasche.

  • Granny Square: ca. 14 × 14 cm

  • Langer Henkel: ca. 24 cm Gesamtlänge (fertig angenäht und doppelt gelegt: ca. 12 cm), 4 cm breit

  • Kurzer Henkel: ca. 11 cm Gesamtlänge (fertig angenäht und doppelt gelegt: ca. 5,5 cm), 4 cm breit

Je nach verwendetem Garn, Häkelnadel und gewünschter Größe kannst Du die Maße ganz einfach anpassen.


 

1. Arbeitsschritt – Das erste Granny Square häkeln

Häkle zunächst ein Granny Square nach Häkelschrift I.

Du kannst entweder mit einem Magischen Ring oder einer Anfangsschlaufe beginnen. Das Granny Square wird in geschlossenen Runden gearbeitet.

  • Jede Runde beginnt mit 3 Steigeluftmaschen.

  • Jede Runde wird mit 1 festen Masche in die Steigeluftmasche zu Beginn der Runde geschlossen.

  • In jeder Ecke wird 1 Luftmasche gearbeitet. Sie sorgt dafür, dass die Zunahmen entstehen und sich das Quadrat gleichmäßig entwickelt.

 

1. Runde

Beginne mit einem Magischen Ring oder einer Anfangsschlaufe.

3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 Stäbchen.

Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal eine 3er Stäbchengruppe)

2. Runde

3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 2 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 2 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 2 mal 3 Stäbchen,

Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal zwei 3er Stäbchengruppe)

3. Runde

3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 2 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 mal 3 Stäbchen,

Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal drei 3er Stäbchengruppe)

4. Runde

3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 3 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 4 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 4 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 4 mal 3 Stäbchen,

Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal vier 3er Stäbchengruppe)

5. Runde

3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 4 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 5 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 5 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 5 mal 3 Stäbchen,

Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal fünf 3er Stäbchengruppe)

6. Runde

3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 5 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 6 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 6 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 6 mal 3 Stäbchen,

Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal sechs 3er Stäbchengruppe)

7. Runde

3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 6 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 7 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 7 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 7 mal 3 Stäbchen,

Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal sieben 3er Stäbchengruppe)

8. Runde

3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 7 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 8 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 8 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 8 mal 3 Stäbchen,

Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal acht 3er Stäbchengruppe)

Möchtest Du eine größere Knotentasche häkeln, dann füge weitere Runden hinzu.

Faden sichern und abschneiden.

2. Arbeitsschritt – Ein zweites Granny Square häkeln

Häkle ein zweites Granny Square in derselben Größe. Beide Quadrate sollten möglichst identisch sein, damit sie sich später sauber zur Tasche zusammenfügen lassen.

 

3. Arbeitsschritt – Die Tasche zusammensetzen

Lege beide Granny Squares passgenau aufeinander. Die Außenseiten zeigen dabei nach außen.

Beginne an einer Ecke, befestige den Faden und häkle die Quadrate mit Kettmaschen zusammen. Stich dabei jeweils durch beide Maschenglieder beider Quadrate.

Häkle auf diese Weise drei Seiten zusammen. Die vierte Seite bleibt offen und bildet später die Taschenöffnung.

Anschließend den Faden sichern und abschneiden.

 

4. Arbeitsschritt – Die Henkel häkeln

Häkle nach Häkelschrift II.

Die beiden unterschiedlich langen Henkel werden direkt an die Tasche gehäkelt.

Wende die Tasche und befestige den Faden an einer oberen Ecke. Häkle zunächst 9 feste Maschen entlang der Taschenöffnung.

Anschließend arbeitest Du den Henkel in Hin- und Rückreihen weiter.

  • Jede Reihe beginnt mit 1 Steigeluftmasche.

  • Nach jeder Reihe wird die Arbeit gewendet.

Häkle den langen Henkel so lang, dass Du ihn später bequem durch den kurzen Henkel ziehen kannst. Die entstehende Schlaufe sollte groß genug sein, um die Tasche über das Handgelenk zu tragen. Bei meiner Japanischen Knotentasche hat der lange Henkel eine Länge von ca. 24 cm.

Den kurzen Henkel häkelst Du auf die gleiche Weise. Er sollte etwa halb so lang sein wie der lange Henkel. Den kurzen Henkel habe ich 11 cm lang gehäkelt.

Zum Schluss werden die Enden der beiden Henkel an der gegenüberliegenden Taschenseite befestigt. Vernähe alle Fäden.

Nun ziehst Du den langen Henkel durch den kurzen und schon ist Deine japanische Knotentasche fertig.

 

Häkelschrift I:

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Häkelschrift II: (zeigt die Henkel nur ausschnittsweise)

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Legende:

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Eine zweite Variante – ganz anders und doch gleich

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Nachdem meine erste japanische Knotentasche fertig war, war klar: Eine bleibt nicht allein. Eine zweite Variante musste her. Diesmal hatte ich zwei Wünsche: Sie sollte etwas größer werden und noch wichtiger blickdicht, damit auch kleine Dinge darin bleiben, wo sie hingehören, und nicht durch die Maschen auf Wanderschaft gehen.

Meine zweite Variante

Für meine zweite Knotentasche habe ich bewusst etwas ganz anderes ausprobiert. Statt des luftigen Granny-Musters habe ich ausschließlich halbe Stäbchen gehäkelt.

Zum Einsatz kam ein rosa Wollrest, den ich geschenkt bekommen hatte. Vermutlich handelt es sich um ein reines Acrylgarn. Gehäkelt habe ich mit einer Häkelnadel Nr. 3.

Die Form der Tasche ist fast identisch mit meiner ersten Version, allerdings habe ich sie etwas größer gearbeitet.

Mir gefällt der Unterschied zwischen den beiden Varianten sehr gut: Die Granny-Version wirkt durch das Lochmuster leicht und verspielt, während die Variante aus halben Stäbchen deutlich dichter und kompakter ist.

Hier zeigt sich, wie unterschiedlich ein und dieselbe Grundidee aussehen kann. Du musst also nicht gleich ein neues Taschenmodell entwerfen. Ein anderes Garn oder ein anderes Häkelmuster kann schon ausreichen, um einer bekannten Form einen ganz neuen Charakter zu geben.

Ich mag solche kleinen Experimente. Man weiß schließlich nie ganz genau, was aus einer Idee wird, bevor die Häkelnadel zum Einsatz kommt.

Größe

Die zweite Version ist etwas größer geworden. Die fertige Tasche hat eine Höhe von 33 cm.

  • Tasche: 17 cm

  • kurzer Henkel: 16 cm, doppelt gelegt 8 cm

  • langer Henkel: 32 cm, doppelt gelegt 16 cm


 

Schemazeichnung der japanischen Knotentasche Nr. 2

Die Skizze ist nicht maßstäblich.

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1. Arbeitsschritt – Tasche häkeln

Die Tasche wird als Rechteck aus halben Stäbchen gearbeitet. Das Seitenverhältnis beträgt 1 : 2. Die Arbeitsrichtung ist in der Schemazeichnung durch den roten Pfeil gekennzeichnet.

Jede Reihe beginnt mit 2 Steigeluftmaschen. Nach jeder Reihe wird die Arbeit gewendet.

Wenn das Rechteck fertig ist, wird es in der Mitte gefaltet, sodass beide Seiten aufeinanderliegen. Die gestrichelte Linie in der Schemazeichnung zeigt die spätere Faltlinie.

Luftmaschenanschlag

32 Luftmaschen

1. Reihe

2 Steigeluftmaschen, anschließend halbe Stäbchen bis zum Reihenende. Arbeit wenden.

2. Reihe

2 Steigeluftmaschen, anschließend halbe Stäbchen bis zum Reihenende. Arbeit wenden.

3. Reihe

2 Steigeluftmaschen, anschließend halbe Stäbchen bis zum Reihenende. Arbeit wenden.

4. Reihe

2 Steigeluftmaschen, anschließend halbe Stäbchen bis zum Reihenende. Arbeit wenden.

5. Reihe

2 Steigeluftmaschen, anschließend halbe Stäbchen bis zum Reihenende. Arbeit wenden.

Häkle insgesamt 48 Reihen halbe Stäbchen. Das Rechteck wird zunächst komplett gehäkelt und anschließend in der Mitte gefaltet. Das fertige Rechteck sollte nach dem Falten ein Quadrat ergeben.

 

3. Arbeitsschritt – Kurzen Henkel häkeln

Der kurze Henkel wird ebenfalls in Hin- und Rückreihen mit halben Stäbchen gearbeitet.

Beginne an einer oberen Ecke der Tasche und schlinge den Faden neu an.

Häkle zunächst 8 halbe Stäbchen. Jede Reihe beginnt mit 2 Steigeluftmaschen. Nach jeder Reihe wird die Arbeit gewendet.

Insgesamt werden 24 Reihen halbe Stäbchen gehäkelt.

Anschließend befestigst Du das Ende des Henkels an der gegenüberliegenden Seite der Tasche mit Kettmaschen.

 

4. Arbeitsschritt – Langen Henkel häkeln

Der lange Henkel wird an der entsprechenden oberen Ecke der Tasche begonnen und genauso gearbeitet wie der kurze Henkel.

Auch hier häkelst Du 8 halbe Stäbchen in Hin- und Rückreihen. Jede Reihe beginnt mit 2 Steigeluftmaschen und nach jeder Reihe wird die Arbeit gewendet.

Der lange Henkel wird beinahe doppelt so lang wie der kurze Henkel gearbeitet und besteht aus insgesamt 46 Reihen halben Stäbchen.

Anschließend befestigst Du das Ende des Henkels an der gegenüberliegenden Seite der Tasche mit Kettmaschen.

 

5. Arbeitsschritt – Seitennähte schließen

Bei meiner ersten japanischen Knotentasche habe ich die beiden Seiten mit Kettmaschen zusammengehäkelt. Bei dieser Variante habe ich mich dagegen für eine Naht mit der Stopfnadel entschieden. Bei den festen und dicht aneinanderliegenden halben Stäbchen gefällt mir diese Lösung deutlich besser.

Für eine möglichst unauffällige Naht habe ich die Stopfnadel zunächst auf einer Seite von hinten nach vorne durch die Maschen geführt. Anschließend wird die Nadel auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls von hinten nach vorne eingestochen. Dies wiederholst Du abwechselnd über die gesamte Seitennaht.

Achte darauf, die Naht nicht zu fest anzuziehen, damit die Kante schön gleichmäßig bleibt.

Schließe auf diese Weise beide Seitennähte.

Zum Schluss werden nur noch die verbliebenen Fäden sorgfältig vernäht.

Fertig ist die zweite Variante Deiner japanischen Knotentasche, diesmal dicht, kompakt und bestens geeignet für die kleinen Dinge, die bei der Granny-Version lieber durch die Maschen spazieren gegangen wären.

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Noch ein persönliches Wort zum Schluss Wenn Du bis hierher gelesen hast, möchte ich Dir noch etwas mit auf den Weg geben. Jede meiner Anleitungen beginnt mit einer Idee. Danach wird ausprobiert, gehäkelt, wieder aufgeribbelt, neu entworfen, getestet, fotografiert, geschrieben und überarbeitet. In jedes Design fließen deshalb nicht nur Zeit und Sorgfalt, sondern auch eine große Portion Herzblut. Ich freue mich sehr, dass ich Dir die Anleitung für die japanische Knotentasche kostenlos zur Verfügung stellen kann. Wenn Du Freude daran hast und sie nachhäkelst, ist das für mich das schönste Kompliment. Ich möchte Dich jedoch herzlich bitten, meine Arbeit und mein Urheberrecht zu respektieren. Die Anleitung ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Bitte gib sie nicht weiter, veröffentliche sie nicht – auch nicht auszugsweise und verkaufe sie weder ganz noch in Teilen. Das gilt selbstverständlich auch für Übersetzungen sowie für digitale und gedruckte Kopien. Mit Deiner Wertschätzung und Deinem respektvollen Umgang mit meinen Anleitungen unterstützt Du mich dabei, auch in Zukunft neue Designs und weitere kostenlose Anleitungen für Dich zu entwickeln. Dafür sage ich von Herzen: Vielen Dank! ❤️ Birte


 


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