Kostenlose Häkelanleitung für eine japanisch inspirierte Knotentasche im Granny-Muster – schnell gehäkelt, nachhaltig und ideal für Wollreste
Manchmal entstehen die schönsten Projekte ganz spontan. Da liegt noch ein einzelner Wollrest im Korb. Viel zu schade zum Wegwerfen, aber eigentlich zu wenig für ein Tuch oder einen Schal. Also beginnt das berühmte Grübeln: „Was könnte daraus noch werden?“
Und auf einmal ist sie da: die Idee.
Eine kleine japanische Knotentasche.
Schlicht, raffiniert und voller Charme. Genau das richtige Projekt für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa oder auf dem Balkon. Schnell gehäkelt, auch für Anfänger:Innen geeignet, und am Ende hältst Du ein praktisches Täschchen in den Händen.
Was ist eigentlich eine japanische Knotentasche?
Die sogenannte Knotentasche, auf Englisch Japanese Knot Bag genannt, stammt ursprünglich aus Japan und begeistert seit vielen Jahrzehnten durch ihre geniale Einfachheit.
Ihre Form erinnert an die jahrhundertealte Furoshiki-Technik. Dabei werden quadratische Stofftücher durch geschicktes Falten und Verknoten zum Transportieren oder Verpacken von Gegenständen genutzt. Das japanische Wort Furoshiki setzt sich aus den Begriffen für „Bad“ (furo) und „ausbreiten“ (shiki) zusammen. Ursprünglich wurden diese Tücher in öffentlichen Badehäusern verwendet, um Kleidung zu transportieren und voneinander zu unterscheiden.
Heute erlebt Furoshiki eine Renaissance. Die Technik ist nachhaltig, vielseitig und kommt ganz ohne Verpackungsmüll aus. Mit nur einem Stoffquadrat lassen sich Geschenke stilvoll verpacken, Flaschen transportieren oder sogar Einkaufstaschen knoten, ganz ohne Nähen.
Die moderne japanische Knotentasche ist zwar kein klassisches Furoshiki, greift aber denselben Gedanken auf: Mit einer einfachen Schlaufen- beziehungsweise Knotenlösung entsteht ein praktischer Verschluss. Er kommt ganz ohne Reißverschluss, Klettverschluss, Knopf oder Druckknopf aus. Diese Verbindung aus Funktionalität, Nachhaltigkeit und schlichter Ästhetik macht den besonderen Reiz der Tasche aus.
Das Besondere erkennt man sofort an den unterschiedlich langen Henkeln.
Ein Griff ist etwas länger als der andere. Zum Verschließen wird der längere Henkel einfach durch den kürzeren gezogen. Fast wie von Zauberhand schließt sich die Tasche von selbst. Wer sie zum ersten Mal benutzt, erwischt sich oft dabei, den Verschluss gleich mehrmals auszuprobieren, nicht weil er kompliziert wäre, sondern weil die Idee so verblüffend einfach ist.
Meine Version wird im Granny-Muster gehäkelt. Das luftige Lochmuster verleiht ihr ihren unverwechselbaren Charakter. Es hat allerdings auch eine kleine Eigenheit: Kleine Gegenstände wie Maschenmarkierer oder Wollnadeln könnten sich klammheimlich auf den Weg nach draußen machen. Für größere Lieblingsstücke ist die Knotentasche dagegen genau richtig und ein echter Blickfang ist sie ohnehin.
Handarbeiten hat in Japan eine lange Tradition
Japan verbindet man oft mit Hightech, beeindruckender Architektur und pulsierenden Millionenstädten. Gleichzeitig besitzt das Land eine tief verwurzelte Wertschätzung für traditionelles Handwerk.
Ob Weben, Färben, Sticken, Nähen oder Stricken und Häkeln, viele Techniken werden seit Generationen weitergegeben. Dabei geht es nicht nur um das fertige Werk, sondern ebenso um den achtsamen Umgang mit Materialien und die Freude am handwerklichen Schaffen.
Ein Gedanke, der mich besonders fasziniert, ist Wabi-Sabi. Dahinter verbirgt sich die japanische Philosophie, Schönheit im Unvollkommenen zu erkennen. Ein handgefertigtes Stück muss nicht makellos sein, kleine Unregelmäßigkeiten verleihen ihm Charakter und machen es unverwechselbar.
Ich finde, dieser Gedanke passt wunderbar zu unserem Hobby. Jede gehäkelte Tasche entsteht Schritt für Schritt von Hand. Kleine Besonderheiten wie z.B. kleine Fehler machen sie nicht weniger schön, sondern verleihen ihr ihre ganz eigene Persönlichkeit.
Weniger ist manchmal mehr
Die japanische Gestaltung folgt häufig dem Prinzip, dass Funktion und Schönheit Hand in Hand gehen.
Genau das verkörpert auch die Knotentasche.
Sie braucht weder aufwendige Verzierungen noch komplizierte Schnitte. Ihre Form ist klar, ihre Funktion durchdacht . Deshalb begeistert sie bis heute Menschen auf der ganzen Welt.
Man könnte fast sagen: Die Tasche macht kein großes Aufheben um sich und zieht gerade deshalb die Blicke auf sich.
Das perfekte Projekt für Wollreste
Ich gebe zu: Wollreste sammeln sich bei mir schneller an, als sie verschwinden.
„Für irgendetwas kann man das bestimmt noch gebrauchen.“
Diesen Satz kennt vermutlich jeder Handarbeitende.
Die kleine Knotentasche ist genau eines dieser Projekte, bei denen aus einem einzelnen Knäuel oder Knäuelrest etwas richtig Schönes entsteht. Gleichzeitig ist sie wunderbar entspannend zu häkeln und so schnell fertig, dass garantiert kein neues UFO (unfertiges Objekt) entsteht.
Dabei musste ich an einen anderen japanischen Gedanken denken, der perfekt zu diesem Projekt passt: Mottainai. Dahinter verbirgt sich die Haltung, Dinge wertzuschätzen und Ressourcen nicht zu verschwenden. Etwas, das noch einen Wert hat, verdient ein zweites Leben.
Das ist es, was wir mit unseren Wollresten machen. Aus einem übrig gebliebenen Knäuel entsteht kein weiterer Staubfänger im Wollkorb, sondern eine fröhliche kleine Knotentasche. Ich finde, besser kann man Nachhaltigkeit kaum häkeln.
Gibt es etwas Schöneres als ein fertiges Projekt in den Händen zu halten, welches aus Resten gehäkelt wurde?
Meine gehäkelte Version
Meine Knotentasche ist bewusst klein gehalten. Sie sollte aus einem Rest Sockenwolle entstehen und dabei trotzdem praktisch sein.
Gerade diese handliche Größe macht ihren besonderen Charme aus. Sie ist kein elegantes Designerstück, sondern eher ein fröhlicher kleiner Alltagsbegleiter mit Persönlichkeit. Das Granny-Muster und die bunte Sockenwolle verleihen ihr einen verspielten, handgemachten Charakter.
Das Schönste an dieser Anleitung: Du kannst die Größe ganz einfach an Deine Wünsche anpassen. Etwas kleiner gehäkelt wird daraus ein niedlicher Taschenbaumler oder ein praktisches Schlüsselmäppchen. Arbeitest Du sie größer, entsteht im Handumdrehen ein hübscher Beutel für unterwegs, zum Beispiel für ein kleines Strick oder Häkelprojekt, Kosmetik oder andere größere Lieblingsstücke.
Auch beim Muster sind Deiner Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Das schlichte Granny-Muster lässt sich ganz einfach durch ein anderes Häkelmuster ersetzen. Ob ein filigranes Lochmuster, ein strukturreiches Reliefmuster oder ein dicht gearbeitetes Muster, schon erhält die Knotentasche einen völlig neuen Charakter. Aus derselben Grundanleitung kann so jedes Mal ein neues Lieblingsstück entstehen.
Ob als kleines Mitbringsel, als dekoratives Accessoire oder einfach als liebevolle Möglichkeit, einem schönen Wollrest ein zweites Leben zu schenken. Dafür ist sie gemacht.
Vielleicht häkelst Du sie ganz klassisch in einer Farbe.
Vielleicht nutzt Du, wie ich es getan habe einen bunten Rest Sockenwolle.
Oder Du kombinierst mehrere Wollreste miteinander und machst daraus ein ganz persönliches Einzelstück.
Erlaubt ist, was gefällt.
Und jetzt bin ich neugierig: Welche Variante würdest Du häkeln? Eher klein als Taschenbaumler oder Schlüsselmäppchen, etwas größer als praktischen Projektbeutel oder vielleicht sogar mit einem ganz anderen Häkelmuster? Erzähle mir gerne in den Kommentaren von Deinen Ideen oder zeige ein Foto Deiner fertigen Knotentasche in der Crazypatternsgalerie. Ich freue mich darauf, Deine kreativen Varianten zu entdecken!
Lust bekommen?
Falls Du die japanische Knotentasche bisher noch nicht kanntest, hoffe ich, dass ich Dich neugierig machen konnte.
Mich begeistert die Verbindung aus raffinierter Verschlusstechnik, japanischer Handwerkskunst und der Möglichkeit, aus einem kleinen Wollrest etwas Schönes entstehen zu lassen.
Es verbindet die Freude am Handarbeiten, den achtsamen Umgang mit Materialien und die Schönheit des Unvollkommenen.
Ich wünsche Dir viel Freude beim Häkeln und bin gespannt, wohin Dich diese kleine Anleitung führt. Vielleicht entsteht daraus nicht nur eine einzige Knotentasche, sondern gleich eine ganze Sammlung . Jede mit ihrem eigenen Charakter und ihrer ganz persönlichen Geschichte.
Kostenlose Häkelanleitung für eine kleine japanische Knotentasche
Für meine kleine japanische Knotentasche habe ich einen Rest Sockenwolle verarbeitet. Natürlich kannst Du ebenso gut jede andere Wollreste verwenden. Wichtig ist nur, dass die Häkelnadel zur gewählten Wolle passt.
So wird die Knotentasche gehäkelt
Die Tasche besteht aus zwei gleich großen Quadraten, die zunächst einzeln gehäkelt werden. Ich habe dafür ein schlichtes Granny-Muster gewählt. Wenn Du möchtest, kannst Du stattdessen aber auch jedes andere Häkelmuster verwenden. So verleihst Du Deiner Knotentasche ganz einfach einen eigenen Charakter.
Sind beide Quadrate fertig, legst Du sie passgenau aufeinander und häkelst sie an drei Seiten mit Kettmaschen zusammen. Die obere Kante bleibt dabei offen. Die Häkelnaht zeigt dabei nach außen.
Zum Schluss arbeitest Du an der offenen Kante die beiden Henkel an. Einer wird etwas kürzer, der andere etwas länger, das macht den raffinierten Verschluss der japanischen Knotentasche aus. In meiner Anleitung werden die Henkel mit festen Maschen gehäkelt. Natürlich kannst Du auch hier kreativ werden und sie ganz nach Deinem Geschmack gestalten.
Jetzt fehlt nur noch, den längeren Henkel durch den kürzeren zu ziehen. Schon ist Deine kleine japanische Knotentasche einsatzbereit.
Schemazeichnung der japanischen Knotentasche (Diese Skizze ist nicht maßstäblich.)
In dieser Skizze erkennst Du den einfachen Aufbau der japanischen Knotentasche.
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Material:
Wollreste, z.B. Sockenwolle, passende Häkelnadel, Schere und Vernähnadel.
Größe:
Du kannst die japanische Knotentasche ganz nach Deinen Wünschen in jeder beliebigen Größe häkeln. Die folgenden Maße beziehen sich auf die in dieser Anleitung gezeigte Tasche.
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Granny Square: ca. 14 × 14 cm
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Langer Henkel: ca. 24 cm Gesamtlänge (fertig angenäht und doppelt gelegt: ca. 12 cm), 4 cm breit
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Kurzer Henkel: ca. 11 cm Gesamtlänge (fertig angenäht und doppelt gelegt: ca. 5,5 cm), 4 cm breit
Je nach verwendetem Garn, Häkelnadel und gewünschter Größe kannst Du die Maße ganz einfach anpassen.
1. Arbeitsschritt – Das erste Granny Square häkeln
Häkle zunächst ein Granny Square nach Häkelschrift I.
Du kannst entweder mit einem Magischen Ring oder einer Anfangsschlaufe beginnen. Das Granny Square wird in geschlossenen Runden gearbeitet.
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Jede Runde beginnt mit 3 Steigeluftmaschen.
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Jede Runde wird mit 1 festen Masche in die Steigeluftmasche zu Beginn der Runde geschlossen.
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In jeder Ecke wird 1 Luftmasche gearbeitet. Sie sorgt dafür, dass die Zunahmen entstehen und sich das Quadrat gleichmäßig entwickelt.
1. Runde
Beginne mit einem Magischen Ring oder einer Anfangsschlaufe.
3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 Stäbchen.
Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal eine 3er Stäbchengruppe)
2. Runde
3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 2 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 2 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 2 mal 3 Stäbchen,
Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal zwei 3er Stäbchengruppe)
3. Runde
3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 2 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 mal 3 Stäbchen,
Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal drei 3er Stäbchengruppe)
4. Runde
3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 3 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 4 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 4 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 4 mal 3 Stäbchen,
Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal vier 3er Stäbchengruppe)
5. Runde
3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 4 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 5 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 5 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 5 mal 3 Stäbchen,
Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal fünf 3er Stäbchengruppe)
6. Runde
3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 5 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 6 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 6 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 6 mal 3 Stäbchen,
Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal sechs 3er Stäbchengruppe)
7. Runde
3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 6 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 7 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 7 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 7 mal 3 Stäbchen,
Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal sieben 3er Stäbchengruppe)
8. Runde
3 Steigeluftmaschen, 2 Stäbchen, 7 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 8 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 8 mal 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 8 mal 3 Stäbchen,
Schließe die Runde mit 1 festen Masche in die letzte Steigeluftmasche zu Beginn der Runde. (4 mal acht 3er Stäbchengruppe)
Möchtest Du eine größere Knotentasche häkeln, dann füge weitere Runden hinzu.
Faden sichern und abschneiden.
2. Arbeitsschritt – Ein zweites Granny Square häkeln
Häkle ein zweites Granny Square in derselben Größe. Beide Quadrate sollten möglichst identisch sein, damit sie sich später sauber zur Tasche zusammenfügen lassen.
3. Arbeitsschritt – Die Tasche zusammensetzen
Lege beide Granny Squares passgenau aufeinander. Die Außenseiten zeigen dabei nach außen.
Beginne an einer Ecke, befestige den Faden und häkle die Quadrate mit Kettmaschen zusammen. Stich dabei jeweils durch beide Maschenglieder beider Quadrate.
Häkle auf diese Weise drei Seiten zusammen. Die vierte Seite bleibt offen und bildet später die Taschenöffnung.
Anschließend den Faden sichern und abschneiden.
4. Arbeitsschritt – Die Henkel häkeln
Häkle nach Häkelschrift II.
Die beiden unterschiedlich langen Henkel werden direkt an die Tasche gehäkelt.
Wende die Tasche und befestige den Faden an einer oberen Ecke. Häkle zunächst 9 feste Maschen entlang der Taschenöffnung.
Anschließend arbeitest Du den Henkel in Hin- und Rückreihen weiter.
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Jede Reihe beginnt mit 1 Steigeluftmasche.
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Nach jeder Reihe wird die Arbeit gewendet.
Häkle den langen Henkel so lang, dass Du ihn später bequem durch den kurzen Henkel ziehen kannst. Die entstehende Schlaufe sollte groß genug sein, um die Tasche über das Handgelenk zu tragen. Bei meiner Japanischen Knotentasche hat der lange Henkel eine Länge von ca. 24 cm.
Den kurzen Henkel häkelst Du auf die gleiche Weise. Er sollte etwa halb so lang sein wie der lange Henkel. Den kurzen Henkel habe ich 11 cm lang gehäkelt.
Zum Schluss werden die Enden der beiden Henkel an der gegenüberliegenden Taschenseite befestigt. Vernähe alle Fäden.
Nun ziehst Du den langen Henkel durch den kurzen und schon ist Deine japanische Knotentasche fertig.
Häkelschrift I:

Häkelschrift II: (zeigt die Henkel nur ausschnittsweise)

Legende:
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Noch ein persönliches Wort zum Schluss Wenn Du bis hierher gelesen hast, möchte ich Dir noch etwas mit auf den Weg geben. Jede meiner Anleitungen beginnt mit einer Idee. Danach wird ausprobiert, gehäkelt, wieder aufgeribbelt, neu entworfen, getestet, fotografiert, geschrieben und überarbeitet. In jedes Design fließen deshalb nicht nur Zeit und Sorgfalt, sondern auch eine große Portion Herzblut. Ich freue mich sehr, dass ich Dir die Anleitung für die japanische Knotentasche kostenlos zur Verfügung stellen kann. Wenn Du Freude daran hast und sie nachhäkelst, ist das für mich das schönste Kompliment. Ich möchte Dich jedoch herzlich bitten, meine Arbeit und mein Urheberrecht zu respektieren. Die Anleitung ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Bitte gib sie nicht weiter, veröffentliche sie nicht – auch nicht auszugsweise und verkaufe sie weder ganz noch in Teilen. Das gilt selbstverständlich auch für Übersetzungen sowie für digitale und gedruckte Kopien. Mit Deiner Wertschätzung und Deinem respektvollen Umgang mit meinen Anleitungen unterstützt Du mich dabei, auch in Zukunft neue Designs und weitere kostenlose Anleitungen für Dich zu entwickeln. Dafür sage ich von Herzen: Vielen Dank! ❤️ Birte