Socken-Workshop
Teil 3: Spickel, Fuß und Spitze
Da ihr diesen Blogbeitrag geöffnet habt, wollt ihr heute sicherlich eure erste Socke beenden. Macht es euch also wieder gemütlich und haltet die begonnene Socke bereit.
In Teil 1 meines Socken-Workshops hatten wir das Bündchen und den Schaft gestrickt. In Teil 2 hatten wir uns ausführlich der Ferse gewidmet. Danach sah unsere angearbeitete Socke so aus:
In Teil 3 stricken wir den Fuß und die Spitze.
25. Kurze Rückschau
Für alle, die erst später in das Strickprojekt eingestiegen sind, gibt es hier einen kurzen inhaltlichen Überblick, was wir in Teil 1 und 2 behandelt haben. Bei Bedarf könnt ihr alles noch einmal in Ruhe studieren und nacharbeiten.
Teil 1
1. Materialien
2. Die Sockenwolle
3. Was sagt das Etikett aus?
4. Welche Stricknadeln eignen sich am besten zum Sockenstricken?
5. Welche Nadelstärke ist die richtige?
6. Die Maschenprobe
7. Wie viel Wolle benötige ich?
8. Der Maschenanschlag
9. Wie viele Maschen muss ich anschlagen?
10. Das Bündchen
11. Länge des Bündchens
12. Der Schaft
13. Mein elastisches Rippenmuster für den Schaft
14. Wie lang soll der Schaft sein?
15. In eigener Sache
Teil 2
16. Kurze Rückschau
17. Welche Fersenform soll ich stricken?
18. Die Hufeisenferse
19. Die Fersenwand
20. Die verstärkte Hufeisenferse
21. Die Höhe der Fersenwand
22. Die Fersenkappe
23. Kleine Vorschau
24. In eigener Sache
Jetzt geht es aber endlich mit dem Stricken weiter!
26. Maschenaufnahme für den Fuß
Da die Sockenspitze immer besonders gedehnt und gezerrt wird, stricke ich sie generell mit Nadelstärke 2. So sind die Maschen von Hause aus enger beieinander und das Gestrick wird etwas fester.
Ich bin wieder auf der Vorderseite bzw. habe als Letztes eine Reihe mit linken Maschen gestrickt.
Ich nehme mir zwei neue Stricknadeln und nehme nun aus jeder kraus rechts gestrickten Randmasche eine neue Masche auf. Dafür steche ich in jede hochstehende Randmasche ein und fädele sie auf meine Stricknadel. Am Ende sollten so viele Maschen auf der neuen Nadel sein, wie man vorhin für die Fersenwand Rippen gezählt hat – bei mir also 16 Rippen = 16 neue Maschen. Bitte kontrolliert noch einmal ganz genau, dass ihr keine Maschen ausgelassen habt – das gäbe sonst ein Löchlein.
Danach schiebe ich die Nadelspitze in Strickposition.
Damit an der Übergangsstelle von der Fersennadel zur Seitennadel kein Löchlein entsteht, stricke ich die letzte Masche der alten Nadel und die erste Masche der neuen Nadel zusammen. Dafür stricke ich die letzte Masche der alten Nadel zurück und lege sie auf die linke Seitennadel. Nun kann ich beide zusammen Maschen rechts zusammenstricken.
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Jetzt bin ich an der ersten Fußnadel (also die mit meinem Schaft-Muster) angekommen.
Damit auch hier keine Lücke am Übergang entsteht, stricke ich die letzte Masche der Seitennadel mit der ersten Masche der Fußnadel rechts zusammen. Dafür stricke ich wieder eine Masche zurück und lege diese auf die linke Nadel.
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Ich stricke die nächsten beiden Maschen rechts zusammen. Die neue rechte Masche fädele ich auf die Seitennadel zurück, weil ich sie auf der Fußnadel wegen meines Musterrapports auf der Oberseite des Fußes nicht gebrauchen kann.
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Da ich möchte, dass mein Muster vom Schaft weiter über den Fuß nach vorn verläuft, stricke ich die Maschen der beiden Fußnadeln in meinem elastischen Schaft-Muster [1 M links, 3 M rechts]. Künftig stricke ich die Maschen der Fußnadel auf eine Nadel.
Das Muster auf der Fußnadel sollte symmetrisch sein. Das kann je nach Sockengröße und Maschenzahl variieren. Meines beginnt und endet mit einer linken Masche.
Nun bin ich an der zweiten Seitenkante angelangt. Auch hier stricke ich als Nächstes die neu aufgenommenen Maschen der Seitennadel.
Damit auch an diesem Übergang kein Löchlein entsteht, stricke ich die letzte Masche der Fußnadel und die erste Masche der Seitennadel wieder rechts zusammen.
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Ich schiebe die neue rechte Masche auf meine Seitennadel, damit sie mein symmetrisches Schaft-Muster auf der Fußnadel nicht stört.
Jetzt kommt der Übergang zur Fersennadel. Damit auch hier kein Löchlein entsteht, stricke ich auch hier die letzte Masche der Seitennadel und die erste Masche der Fersennadel rechts zusammen. Ich schiebe die neu gestrickte Masche dorthin, wo sie muster – und zahlenmäßig hinpasst.
Danach kontrolliere ich, ob sich auf den beiden Seitenadeln die gleiche Anzahl Maschen befindet.
Es folgt eine Runde rechte Maschen – nur bei der Fußnadel stricke ich mein elastisches Schaft-Muster [3 M rechts, 1 M links] für die Oberseite des Fußes. Das sieht man später, wenn man von oben auf die Socke schaut.
27. Der Spickel
Weil der Vorderfuß ja schmaler ist und ich jetzt zu viele Maschen auf der Nadel habe, nehme ich rechts und links von der Fußnadel (siehe Pfeile) wieder Maschen ab (= Spickelmaschen).
Im Folgenden wechseln sich eine Abnahme-Runde, bei der wir an den beiden gekennzeichneten Stellen je 1 Masche abnehmen, und eine Runde ohne Abnahme ab. Alle Runden starten an der ersten Abnahmestelle:
Wer Angst hat, durcheinanderzukommen, kann den Startpunkt mit einer Sicherheitsnadel markieren.
Abnahme-Runde
Wir befinden uns auf der Seitennadel.
Für die erste Abnahme stricke ich 1 M re, dann hebe ich 1 Masche wie zum Rechtsstricken ab. Danach stricke ich 1 weitere Masche rechts.
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Jetzt ziehe ich die übergehobene Masche über die zuletzt gestrickte Masche.
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Damit habe ich 1 Masche durch Überzug abgenommen. Ich stricke den Rest der Seitennadel rechte Maschen.
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Ich stricke weiter rechte Maschen, bis ich auf der anderen Seite nur noch drei Maschen auf der Seitennadel habe. Dort stricke ich zwei Maschen rechts zusammen. Es folgt 1 rechte Masche. Damit habe ich eine Abnahme durch Zusammenstricken gemacht.
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Alle weiteren Maschen der Runde stricke ich in meinem elastischen Schaft-Muster.
Runde ohne Abnahmen
Es folgt eine Runde ohne Abnahmen. Ich stricke nur rechte Maschen, außer den Maschen der Fußnadel – die stricke ich in meinem elastischen Schaft-Rippenmuster.
Weitere Runden
Ich wiederhole die Abnahme-Runde und die Runde ohne Abnahmen fortlaufend, bis ich wieder meine anfängliche Gesamtmaschenzahl erreicht habe (bei mir also 68 Maschen).
Die Spickelabnahmen kann man auf beiden Seiten der Socke ganz deutlich sehen. Oben auf dem Fuß seht ihr das weiterlaufende Schaft-Muster.
Tipp:
An dieser Stelle kann man die Socke dem individuellen Fußumfang des Trägers anpassen. Für einen schmalen Fuß könnte man an dieser Stelle weitere Abnahmen machen. Da mein Bruder aber dicke Füße hat, bleibt es bei mir bei den 68 Maschen.
28. Der Fuß
Als Nächstes stricken wir den Fuß in Runden weiter. Ich verteile meine Maschen so auf die vier Nadeln, wie es sich für mich gut stricken lässt.
Ich stricke alle Maschen – außer den Maschen der Fußnadeln – im Muster glatt rechts. Auf den Fußnadeln stricke ich in meinem elastischen Rippenmuster [3 M rechts, 1 M links] weiter. Das gibt auch dem Fußteil die nötige Elastizität.
Das mache ich so lange, bis mein Fußteil insgesamt lang genug ist. Wie lang das genau ist, kann man in einer der vielen im Internet kostenlos verfügbaren Sockenstricktabellen für Käppchenfersen ablesen. Entscheidend ist hier die Gesamtlänge der bislang gestrickten Socke. Danach beginnt die Spitze.
Noch besser als das Maß aus der Tabelle finde ich eine Anprobe am Fuß des künftigen Besitzers. Die Socke soll nach dem Fußteil dort enden, wo der kleine Zeh beginnt. Danach starten wir mit der Spitze. Mir gefällt diese Methode besser, da sie den persönlichen Strickstil, das verwendete Garn und den individuellen Fuß berücksichtigt. Eine Tabelle kann immer nur Durchschnittswerte enthalten, wir dagegen können unsere Socken aber passgenau stricken.
Nachdem der Fuß lang genug ist, zähle ich die Runden ab Maschenaufnahme und notiere mir die Zahl für die zweite Socke. Die zweite Socke kann ich mithilfe dieser Zahl genauso lang stricken wie die erste Socke.
29. Welche Spitze?
Beim Sockenstricken gibt es verschiedene bewährte Spitzenformen, die sich in Passform, Optik und Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Die Wahl der Spitze hängt oft von der individuellen Fußform des Trägers und der Strickweise ab. Allen Sorten gemein ist, dass man Abnahmen machen muss. Bevor wir gleich mit meiner favorisierten Spitze weiterstricken, werfen wir kurz einen Blick auf mögliche Varianten:
- Bandspitze (der Klassiker)
Sie wird durch seitliche Abnahmen flacher und endet in einer leicht abgerundeten Form. Die Abnahmen erfolgen regelmäßig, was sie für Sockenstrickanfänger leicht strickbar macht. Sie passt sich den meisten Fußformen gut an.
- Abgerundete Bandspitze
Dies ist eine moderne Variante der Bandspitze, die mit verkürzten Reihen gestrickt wird. Das erzeugt eine schöne, runde Form an den Zehen. Sie läuft nicht so spitz zu wie die klassische Variante.
- Propeller- oder Sternchenspitze (Rundspitze)
Hier erfolgen die Abnahmen gleichmäßig verteilt an mehreren Stellen über die ganze Runde verteilt. Das erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit beim Mitzählen der Abnahmen. Es entsteht eine vorn rund zulaufende Spitze. Sie ist ideal für sehr schmale oder spitze Füße.
- Easy Bandspitze
Sie wird oft in einer Kontrastfarbe gestrickt und ist eine einfachere Version der Bandspitze. Durch die neue Farbe wird der Rundenanfang klar definiert und man kann bei den Abnahmen weniger durcheinanderkommen.
- Anatomische Spitze (Ergonomisch)
Sie wird gezielt an die Zehenform des Trägers angepasst. Für Menschen, die an dieser Stelle Herausforderungen oder Besonderheiten haben, ist das eine gute Wahl.
- Asymmetrische Spitze
Diese ist besonders gut für Menschen mit einer ausgeprägten großen Zehe geeignet, da sie eben asymmetrisch gestrickt wird. Die asymmetrische Spitze entsteht dadurch, dass man auf der Seite mit dem großen Zeh öfter abnimmt, als auf der Seite mit dem kleinen Zeh.
- Bosnische Spitze
Sie kommt oft zum Einsatz bei Socken, die man von der Spitze zum Bündchen strickt. Sie ist sehr bequem und flexibel, kann auch aus einem gestrickten Rechteck geformt werden.
Versierte Sockenstricker können sicherlich mit diesen Bezeichnungen etwas anfangen und haben durch Ausprobieren längst ihre Lieblingsspitze herausgefunden.
Ich entscheide mich für die abgerundete Bandspitze, weil sie mir optisch am besten gefällt und sich ergonomisch gut den Fuß und die Zehen anpasst.
30. Die abgerundete Bandspitze
Diese Spitze wird in Runden im Muster glatt rechts gestrickt. Die Spitze entsteht durch Abnahmen rechts und links vom Fuß. Mit den Runden bildet sich seitlich ein dekoratives Bändchen aus 4 Maschen. Diese Bändchenmaschen nähen wir am Ende durch Maschenstich zusammen, sodass es keine störende Naht gibt.
Ich stricke mit allen 5 Nadeln des Nadelspiels in Stärke 2. Meine Maschen sind auf 4 Nadelngleichmäßig verteilt.
Zuerst kontrolliere ich, ob sich auf jeder Nadel die gleiche Anzahl Maschen (wie zu Beginn, bei mir 17) befindet. Die beiden oberen Nadeln sind für die Oberseite der Socke, die beiden unteren Nadeln für die Unterseite (Sohle). Der Faden hängt unten in der Mitte der Sohle heraus. Dort starte ich Nadel 1.
Für die abgerundete Spitze wechseln sich nun in einem bestimmten Rhythmus Abnahme-Runden und Runden ohne Abnahmen ab. In einer Abnahme-Runde nehmen wir immer 4 Maschen ab. Die Abnahmen erfolgen immer an den Außenseiten der Socke.
Abnahme-Runde
In der Abnahme-Runde nehmen wir insgesamt 4 Maschen ab.
Nadel 1
Ich stricke alle Maschen rechts, bis ich nur noch 3 Maschen auf der Nadel habe.
Dann stricke ich 2 Maschen rechts zusammen, dann 1 Masche rechts (= erste Abnahme).
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Nadel 2
Ich stricke 1 M rechts, hebe 1 M wie zum Rechtsstricken ab, stricke 1 Masche rechts. Dann ziehe ich die abgehobene Masche über die zuletzt gestrickte Masche (= zweite Abnahme). Den Rest der Nadel stricke ich rechte Maschen.
Nadel 3
Ich stricke alle Maschen rechts, bis ich nur noch 3 Maschen auf der Nadel habe.
Dann stricke ich 2 Maschen rechts zusammen, 1 Masche rechts (= dritte Abnahme).
Nadel 4
Ich stricke 1 M rechts, 1 M wie zum Rechtsstricken abheben, 1 Masche rechts, den Überzug über die zuletzt gestrickte Masche ziehen (= vierte Abnahme). Den Rest der Nadel stricke ich rechte Maschen.
Von meinen anfänglichen 68 Maschen sind nach der Abnahme-Runde noch 64 Maschen übrig.
Runden ohne Abnahmen
Es folgen 3 Runden rechte Maschen ohne Abnahmen (= je 64 Maschen).
Danach wechseln sich die Abnahme-Runde und die Runden ohne Abnahmen in einem bestimmten Rhythmus ab. Wie dieser Rhythmus (variiert nach Sockengröße) ist, kann man in einer gängigen Sockentabelle aus dem Internet ablesen. Für mich sind die Angaben für die Größe 44/45 wichtig.
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Ich stricke also wie folgt weiter:
1 Abnahme-Runde (= 60 Maschen), 2 Runden ohne Abnahmen (= 60 Maschen)
1 Abnahme-Runde (= 56 Maschen), 2 Runden ohne Abnahmen (= 56 Maschen)
1 Abnahme-Runde (= 52 Maschen), 1 Runde ohne Abnahmen (= 52 Maschen)
1 Abnahme-Runde (= 48 Maschen), 1 Runde ohne Abnahmen (= 48 Maschen)
1 Abnahme-Runde (= 44 Maschen), 1 Runde ohne Abnahmen (= 44 Maschen)
1 Abnahme-Runde (= 40 Maschen), 1 Runde ohne Abnahmen (= 40 Maschen)
Danach stricke ich so lange Abnahme-Runden, bis ich auf jeder Nadel des Nadelspiels noch 5 Maschen habe.
Nun könnte man die restlichen Maschen mit dem Maschenstich zusammennähen, aber das gefällt mir optisch nicht so gut. Ich stricke lieber das seitliche Bändchen weiter, das dann vorn zusammenführt. Eine Naht finde ich immer nicht so gut, weil die Socke an der Nahtstelle oft zuerst ein Löchlein bekommt und die Naht manchmal auch drückt.
31. Finish
Ich lege mir die Socke so hin, dass ich das Bändchen in der Mitte habe.
Ich fädele die beiden Nadeln einer jeder Seite auf eine Stricknadel.
Die rechte und die linke Seite der Socke mit ihren je 2 Nadeln werden separat gearbeitet. Ich starte mit einer Seite und stricke jetzt so lange in Hin- und Rückreihen verkürzte Reihen, bis ich nur noch 4 Maschen auf der Nadel habe.
Hinreihe 1:
Ich stricke 2 M rechts, 2 Maschen rechts zusammen, 2 M rechts,
1 Überzug (1 M wie zum Rechtsstricken abheben, 1 M rechts, die abgehobene Masche über die re M heben). Es bleiben 2 Maschen auf der Nadel übrig. Wenden.
Rückreihe 1:
Ich hebe 1 Masche wie zum Linksstricken ab. Ich stricke 2 M links, danach 2 Maschen links zusammen. Es bleibt 1 Masche auf der Nadel übrig. Wenden
Hinreihe 2:
Ich hebe 1 Masche wie zum Linksstricken ab. Ich stricke 2 M rechts, dann 2 Maschen überzogen zusammen. Damit bleibt 1 Masche übrig. Wenden.
Rückreihe 2:
Ich hebe 1 Masche wie zum Linksstricken ab. Ich stricke 2 Maschen links, dann 2 Maschen links zusammen. Es bleibt keine Masche übrig. Wenden.
Hinreihe 3:
Ich hebe 1 Masche wie zum Linksstricken ab. Ich stricke 2 Maschen rechts, dann 2 Maschen überzogen zusammen. Es bleibt keine Masche übrig.
Es befinden sich nun nur noch 4 Maschen auf der Nadel.
Das Ganze wiederhole ich nun auf der anderen Seite der Socke. Am Ende habe ich auch hier nur noch 4 Maschen auf der Nadel.
Meine abgerundete Bandspitze schaut mittlerweile von vorn so aus:
Übrig bleiben zwei Nadeln mit jeweils vier Maschen. Diese 2 × 4 Maschen kann man jetzt einfach mit einer Stopfnadel auffädeln und sie mit dem Faden zusammenziehen. Danach in die Mitte nach innen einstechen und den Faden gut vernähen. So mache ich das auch bei den meisten Socken, die ich stricke.
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So schaut das dann fertig aus:
Die Perfektionisten unter euch könnten die 2 × 4 Maschen auch im Maschenstich zusammennähen. Das ginge dann so:
32. Der Maschenstich
Ich schneide den Faden auf ca. 30 cm ab und fädele ihn in eine Stopfnadel.
Vorbereitung Step A
Ich steche wie zum Linksstricken in die erste Masche der unteren Nadel. Ich ziehe den Faden durch. Der Arbeitsfaden bleibt (immer) rechts unter den Stricknadeln.
Die Masche bleibt auf der Nadel.
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Vorbereitung Step B
Ich steche wie zum Rechtsstricken in die erste Masche der hinteren Nadel. Ich ziehe den Faden durch. Der Arbeitsfaden bleibt unter den Stricknadeln. Die Masche bleibt auf der Nadel.
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Maschen abnähen – Schritt 1
Ich steche wie zum Rechtsstricken in die erste rechte Masche auf der unteren Nadel ein. Ich lasse die Masche von der Nadel gleiten.
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Maschen abnähen – Schritt 2
Ich steche wie zum Linksstricken in die erste rechte Masche auf der vorderen Nadel ein. Ich ziehe den Faden durch. Die Masche bleibt auf der Nadel.
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Maschen abnähen – Schritt 3
Ich steche wie zum Linksstricken in die erste rechte Masche auf der oberen Nadel ein. Ich ziehe den Faden durch. Ich lasse die Masche von der Nadel gleiten.
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Maschen abnähen – Schritt 4
Ich steche wie zum Rechtsstricken in die erste rechte Masche auf der hinteren Nadel ein. Ich ziehe den Faden durch. Die Masche bleibt auf der Nadel.
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Danach wiederhole ich laufend Schritt 1 bis 4, bis ich alle Maschen vernäht habe. Die Maschen vom Bändchen sollten sich in der Mitte getroffen haben. Am Ende wird der Faden nach innen geführt. Ich wende den Strumpf auf links und vernähe den Faden sorgfältig.
Das Bändchen verläuft um die Spitze herum:
In der Draufsicht sehen wir eine abgerundete Spitze:
Damit ist meine erste Socke fertig.
Ich stricke natürlich noch eine zweite Socke, damit es ein Pärchen ist. Jetzt können wir sie anziehen oder verschenken. Vorher machen wir aber ein Foto von ihnen und notieren uns die wichtigsten Daten – so können wir sie später bei Bedarf nachstricken.
33. Nachbearbeitung des Sockenprojekts
Ich notiere mir alles Wichtige zu diesem Sockenpaar in meinem Projektbuch oder elektronisch im Computer:
- Foto der Socken
- Für wen in welcher Größe gestrickt
- Name der Wolle (Hersteller, Name, Farb-Nummer)
- Wollverbrauch für die ausgeführte Größe
- Nadelstärke(n)
- Muster und Rundenanzahl des Bündchens
- Muster und Rundenanzahl des Schaftes
- Länge Fuß (Rundenanzahl)
34. In eigener Sache
Ich bedanke mich für eure Ausdauer, Aufmerksamkeit und die Zeit, die ihr mit mir verbracht habt. Wenn ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.
Über einen netten Kommentar, ein Dankeschön für die Anleitung oder eine kleine Plauderei hier unter dem Blogbeitrag würde ich mich freuen. Für heute verabschiede ich mich von euch und wünsche gutes Gelingen, viel Freude beim Nacharbeiten und allzeit warme Füße.
Herzliche Grüße von Ina