Hast du dich immer schon gefragt, wie man ein Biscornu handarbeitet? Seit ich auf diese ungewöhnlichen und attraktiven Nadelkissen gestossen bin, hat es mich gereizt, selbst welche zu handarbeiten. Falls es dir genauso geht, sieh dir meine Anleitung an und mach mit, es ist einfacher, als du vielleicht denkst. Ich zeige dir in meinem Tutorial, worauf es beim Sticken und Zusammennähen ankommt. Die Kreuzstichvorlage mit Stickmotiven im maritimen Design für das Biscornu stelle ich dir kostenlos zur Verfügung. Ich setze voraus, dass du Kreuzstiche sticken kannst. Alles Weitere zeige ich dir, damit du auch als Anfänger:in dein erstes Biscornu herstellen kannst. Wenn du erst lernen möchtest, wie man den Kreuzstich stickt, schau dir gerne diesen Blogartikel an. Dort vermittele ich Grundlagen des Stickens im Kreuzstich, zB wie man eine Kreuzstichvorlage liest, wie der Kreuzstich gestickt wird, wie man Stickgarn teilt usw.

Was ist ein Biscornu?
Der französische Begriff biscornue ist ein Adjektiv und beschreibt jemanden oder etwas als schrullig, verschroben, verrückt, bizarr, unregelmäßig oder schief. In der Handarbeitswelt hat sich diese Bezeichnung durchgesetzt für kunstvoll verzierte - meist bestickte - achteckige Nadelkissen. Ihre typische originelle Form erhalten sie dadurch, dass zwei gleich große Stoffquadrate so zusammengefügt werden, dass die Mitten des einen Quadrats die Ecken des anderen treffen. Dadurch zeigt eine Ecke der fertigen Näharbeit nach oben, die nächste Ecke erscheint unten und so weiter. Zusätzlich bildet sich in der Mitte des kleinen Kissens durch zwei aneinandergenähte Knöpfe oder Perlen eine Vertiefung, was den dreidimensionalen Charakter unterstreicht.
Wofür wird ein Biscornu verwendet?
Wie oben schon beschrieben, werden Biscornus üblicherweise als Nadelkissen benutzt. Du kannst sie auch als Duftkissen gestalten oder rein dekorativ einsetzen. Mit eingenähtem Aufhänger zieren sie mit entsprechenden saisonalen Motiven versehen den Weihnachtsbaum, den Osterstrauch, das Fenster, den Türkranz u.v.m. Kleinere Biscornus sehen als Scherenfinder sehr hübsch aus. Es gibt Biscornus in verschiedenen Größen und unzählige (Stick-)Muster, um sie zu gestalten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt üppig geschmückte Biscornus, die an der Naht oder auch überall mit Perlen verziert sind oder, falls sie aufgehängt werden, unten mit einer Quaste die Dekoration vervollständigen. Meine Variante schaut im Vergleich dazu ziemlich schlicht aus.
Was brauchst du an Material, um ein Biscornu zu sticken und zu nähen?

Du benötigst ganz allgemein:
- zwei identische Stoffquadrate aus Leinen, Evenweave oder Aida
- eine Sticknadel
- eine Schere
- etwas Stickgarn, 6fädig, in Farben deiner Wahl
- eine Kreuzstichvorlage (mein Kreuzstichmuster mit den maritimen Stickmotiven findest du am Ende dieses Blogs)
- optional einen Stickrahmen
- ein oder zwei Knöpfe oder Perlen
- Füllwatte
Du benötigst folgendes Material im Speziellen, wenn du das Biscornu so wie ich machen möchtest:
- zwei Stoffquadrate aus Zweigart Leinen Belfast in Weiß, 12,6fädig/32ct/ca 6 Stiche pro cm
- einen kleinen blauen Knopf
- etwas Stickgarn in den folgenden Farben

Wie du den Stoff zum Sticken vorbereitest

Das Leinen wird zugeschnitten auf ca 20x20cm und gegebenenfalls gebügelt. Auf das Sichern der Kante gegen Ausfransen verzichte ich, da nicht soooo lange an dem Projekt gestickt wird. Dafür habe ich das Leinen ein paar cm größer zugeschnitten, um genug Gewebe zu haben, wenn eine Kante doch mal etwas franst. Um die Mitte vom Stoffquadrat zu finden, faltest du den Stoff zweimal zur Hälfte, einmal längs, einmal quer, und markierst die so entstandene Mitte da, wo sich die Faltlinien kreuzen, mit einem Faden. Bei der Vorderseite kannst du den Markierungsfaden später entfernen, denn die Mitte vom gestickten Steuerrad kennzeichnet dort die Motivmitte. Bei der Rückseite würde ich die Markierung lassen, bis der Knopf angenäht wird, weil es sonst knifflig sein kann, dort die Mitte zu finden, wenn das Kissen schon gefüllt und zusammengenäht ist. Die Markierung der Stoffmitte ist sehr hilfreich, wenn du deine Stickerei genauso gerne wie ich von der Mitte des Zählmusters beginnst.
Wie du den Stoff in den Stickrahmen einspannst

(Falls du einen Stickrahmen benutzt. Viele Stickprojekte sticke ich auch gerne ohne Stickrahmen.)
Ich habe einen Stickring von 13cm Durchmesser benutzt. Der kleinere geschlossene Ring liegt auf dem Tisch, der Stoff wird über diesen gelegt und mit dem größeren Ring, den du vorher an der Stellschraube etwas öffnen musst, auf den kleineren gespannt.

Bevor du die Stellschraube (eventuell mit Schraubendreher) fest anziehst, kannst du den Stoff noch richten, indem du ihn an den Seiten fasst und ziehst. So kannst du auch die Stoffspannung erhöhen. Achte darauf, dass du den Stoff nicht verzerrst. Der Stoff sollte fadengerade im Stickrahmen eingespannt sein. Es könnte sonst passieren, dass deine Stickerei unregelmäßig wird, wenn der Stoff beim Sticken in Kurven/Wellen oder schief im Rahmen eingespannt ist. Wieviel Spannung du dem Stoff gibst, ist dir überlassen. Ich persönlich mag es, wenn der Stoff sehr straff im Stickrahmen ist. Achte darauf, den Stickring während des Stickens nicht zu drehen. Die Stickmuster für Biscornus sind meistens in Viertel eingeteilt und in jedem Viertel erscheint das sich wiederholende Motiv um 45° verdreht und/oder gespiegelt, was einen leicht dazu verleiten könnte, die Arbeit zu drehen. Wenn du während des Stickens drehst, haben deine Kreuzstiche nach Beendigung der Stickerei nicht die gleiche Richtung und das würde ein unruhiges Gesamtbild ergeben. Da ich Rechtshänderin bin, habe ich den Verschluss des Stickrahmens gerne oben links, da kommt er mir nicht in die Quere und ich kann mir gut merken, wo oben und unten ist. Falls du ohne Stickrahmen stickst, ist es eine gute Idee, dir mit einem Faden o.ä. zu markieren, wo oben oder unten ist, eher gedacht als gut sichtbare Erinnerung, denn du könntest dich natürlich an deinen bereits gestickten Kreuzstichen orientieren. Der Stickring mit 13cm Durchmesser ist für dieses Stickmuster in Verbindung mit dem 12,6fädigen Leinen etwas klein. Das Stickmotiv passt so gerade in den runden Stickrahmen, sodaß das Vernähen der Fäden am Rand des Motivs in der Nähe des Rahmens friemelig wird. Um das zu umgehen, kann man die Fadenenden zwischenparken und zum Schluß ohne Stickrahmen vernähen.
Wir starten mit Sticken. Ich zeige dir zwei Arten, die Stickerei zu beginnen
Der Start der Stickerei mit Übersticken

Ich sticke bei dieser Gewebedichte (12,6 Fäden pro cm) mit zwei Fäden des 6fädigen Stickgarns über zwei Fäden des Leinens, was du gut auf dem Foto oben erkennen kannst. Die Abkürzung dafür ist: mit "zwei über zwei" sticken. Du nimmst dein Strängchen Stickgarn, schneidest einen 6fädigen Faden ab und teilst das Garn, damit du mit zwei Fäden sticken kannst. Beim Kreuzstich kannst du den Faden starten und gleichzeitig vernähen, indem du ganz normal deine Kreuzstiche und damit gleichzeitig hinten über den Fadenanfang stickst. Du stichst mit der Sticknadel ein paar Stiche entfernt von deinen zu stickenden Kreuzstichen mittig von vorne ein und beginnst dann normal von hinten deine Stickerei, erstes Foto. Das Fadenende muss in der Reihe und der Richtung liegen, in die du stickst, damit das Übersticken funktioniert. Wenn du willst, kannst du einen Knoten ins Fadenende machen. Durch die rückwärtigen vertikal liegenden Stiche wird der Fadenanfang gesichert, wie du auf dem zweiten Foto sehen kannst. Hast du ein paar Stiche gestickt, schneidest du den Faden/Knoten kurz ab und holst das Ende nach hinten. Das dritte Foto zeigt, wie du das Fadenende genauso unter den vertikalen Fäden auf der Rückseite vernähen kannst.
Der Schlaufenstart oder Loopstart beim Sticken
Der Schlaufenstart/Loopstart ist für Sticken mit zwei Fäden ein sehr charmanter Start. Du nimmst dir einen Faden deines Stickgarns, den du länger oder doppelt so lang machst, als die Länge, mit der du sonst üblicherweise stickst. Den Faden legst du doppelt und fädelst ihn in die Sticknadel. Die Schlaufe bildet das längere Ende deines Stickfadens. Steche von vorne in den Stoff ein, dort, wo du deinen Kreuzstich von hinten beginnen würdest, erstes Foto. Die Schlaufe bleibt vorne auf dem Stoff liegen. An der schräg gegenüberliegenden Einstichstelle kommst du von hinten wieder hoch und führst die Nadel durch die Schlaufe, zweites Foto. Du ziehst den Faden durch die Schlaufe auf die Vorderseite der Stickerei. Durch das gleiche "Loch", durch das du zuletzt hoch gekommen bist, stichst du jetzt nach hinten ein und ziehst den Faden mitsamt Schlaufe durch, drittes Foto. Nun ist der Fadenanfang gesichert und du stickst wie gewohnt deine Kreuzstiche.
Wie der Dreiviertelstich gestickt wird

Das Motiv der Qualle beinhaltet Dreiviertelstiche. Ich habe sie eingesetzt, um die Form der Qualle abzurunden. Foto eins zeigt das Symbol der Dreiviertelstiche im Zählmuster, Foto zwei und drei die gestickten Stiche. Das Symbol zeigt dir ganz genau, welche Ecke des Kreuzstichkästchens mit dem Dreiviertelstich gefüllt wird. Die lange Seite des Symbols wird als halber Stich über die ganze Schräge des Kästchens gestickt. Von der rechtwinkligen Ecke des Symbols führt ein Viertelstich bis in die Mitte des Kästchens. Ich habe die Dreiviertelstiche genauso gestickt wie die Kreuzstiche, dh ich habe den Unterstich/Grundstich und den Deckstich in der gleichen Reihenfolge/Richtung gestickt wie immer. Dadurch liegt einmal der halbe Kreuzstich oben, mal der kurze Viertelstich. Das kann man so machen. Etwas gleichmäßiger sieht es vor allem an den Umrissen eines Stickmotivs aus, wenn du immer erst den kurzen, also den Viertelstich stickst, und dann den halben Stich darüber.

Ich habe dir hier zur Veranschaulichung mal unterschiedliche Varianten der Qualle auf Leinen und auf Aidagewebe gestickt. Achte vor allem auf die schrägen Kanten links oben und rechts unten. Das erste Motiv ist eine Qualle, bei der ich ausschließlich die ganzen Kreuzstiche gestickt habe. Du siehst, sie sieht sehr eckig aus, man sieht die Treppen der Kreuzstiche an der Schräge. Bei der zweiten Qualle habe ich als Alternative den Viertelstich weggelassen und nur den halben Stich gestickt. Das wäre zum Beispiel bei Verwendung von Aidagewebe eine Möglichkeit, die Form der Qualle abzurunden und zu glätten, ohne den Viertelstich zu sticken, denn Aidagwebe hat ein geschlossenes Gewebe in der Mitte der Kreuzstiche, es ist nicht einfach, dort mittig durchzustechen. Die dritte Qualle stellt nun den Dreiviertelstich dar, und zwar in der Variante, dass immer der Viertelstich zuerst gestickt wird und in der Folge der halbe Stich darüber. Die Stickerei sieht viel dichter aus als die vorherige Version. Bei der letzten Qualle habe ich die Teilstiche in der "richtigen" Reihenfolge gestickt, dh so wie ich Unterstich/Grundstich und Deckstich generell sticke. Erkennst du die Unterschiede? Welche Stichart du bei deinen Stickereien anwendest, probierst du am besten einfach mal aus.
Teilstiche auf Aidagwebe sind, wie oben beschrieben, nicht so einfach durchzuführen wie auf Leinen oder Evenweave. Am besten geht es, wenn vorher die eventuell vorhandene Appretur herausgewaschen wurde und zusätzlich ausnahmsweise zumindest bei den Teilstichen eine spitze Nadel eingesetzt wird. Ich persönlich würde bei Stickvorlagen, die viele Teilstiche beinhalten, lieber auf Leinen oder Evenweave sticken und kein Aidagewebe nehmen.
Wie der Rückstich als Kontur und Rahmen für die spätere Naht gestickt wird

Die Konturen der Rettungsringe, die Spannstiche beim Steuerrad und die Tentakeln der Quallen habe ich ebenfalls zweifädig gestickt. Der Rückstich als Kontur wird gleichmäßiger, wenn du von außen an der "Kante" des Stickmotivs mit der Nadel einstichst. Dabei, wie beim Kreuzstich üblich, solltest du aufpassen, dass der bereits gestickte Faden nicht durchstochen/geteilt wird.

Der Rahmen um das gesamte Stickmotiv wird - ebenfalls zweifädig - im Rückstich gestickt. Du startest immer von hinten einen Stich vor dem Startpunkt und stickst dann vorne einen Stich zurück >Rückstich, um die Linie zu schließen, und von hinten wieder um zwei Stiche vor. So erhältst du einen stabile Rückstichlinie, was wichtig für unsere Naht zum Zusammenfügen der beiden Stoffquadrate ist. Noch wichtiger ist, dass du es mit dem Auszählen der Rückstiche penibel genau nimmst. Der Rückstichrahmen muss exakt quadratisch und bei beiden Motiven exakt die gleiche Stichanzahl haben. Achte auf die richtige Fadenspannung, aber ziehe den Faden nicht zu stramm, das würde das Zusammennähen des Biscornu erschweren.
Wie du den Stoff zum Nähen vorbereitest

Hast du beide Stickmotive fertig gestickt, würde ich noch einmal bügeln. Du kannst dir schon mal Füllwatte und Knopf bereit legen. Zum Nähen brauchen wir Stickgarn in der gleichen Farbe, in der du den Rahmen gestickt hast. Du schneidest deine Stickerei mit ein bis zwei cm Nahtzugabe zu. Die Ecken kannst du auch etwas einkürzen, ich habe es vergessen. Du klappst den Stoff direkt an der Rückstichlinie nach hinten und fährst ein paar Mal mit dem Finger über die Falte. Die Ecken werden genauso bearbeitet. Falls es dir lieber ist, kannst du auch bei diesem Schritt das Bügeleisen zuhilfe nehmen.
Wie näht man das Biscornu zusammen?

Markiere dir die Mitte einer Rückstichlinie von dem ersten Stoffquadrat. Ich habe eine Stecknadel dafür genommen. Du fädelst wieder zwei Fäden Stickgarn in der Farbe der Rückstichlinie in deine Sticknadel ein. Du kannst das Fadenende mit einem Loopstart oder einem Knoten nahe der Ecke in der Nahtzugabe sichern. Dann stichst du von hinten genau in die Ecke des zweiten Stoffstücks. Nun beginnst du die Naht, indem du von unten in den ersten Rückstich des zweiten Stoffes stichst und in den Rückstich direkt links neben der Mitte des ersten Stoffstücks. Die Naht wird von rechts nach links gearbeitet.

So geht es Stich für Stich weiter, die Nadel führst du immer von unten nach oben der Reihe nach durch jeweils den nächsten Rückstich der beiden Stickereien. Hab ein Auge darauf, dass du nur den Stickfaden der Rückstiche erwischst und nicht den Stoff. Falls du Probleme hast, die Sticknadel durch die Rückstiche zu führen, weil die Stiche sehr straff auf dem Gewebe liegen, dann probiere es mit einer Nadelgröße kleiner. Zwischendurch ziehst du den aktuellen Stickfaden immer mal wieder vorsichtig fest, um die Naht vollständig und gleichmäßig zu schließen. Bevor du an die erste Ecke gelangst, musst du dir die Nahtzugabe noch einmal gut zurechtlegen. Du klappst erst die Ecke ein, dann die langen Kanten wie auf der mittleren Abbildung und nähst weiter die Rückstiche zusammen. Um die Ecken etwas zu stabilisieren, kannst du die Stiche direkt links und rechts von der Ecke zweimal nähen, wenn du möchtest. Nach ein paar genähten Seiten siehst du schon, wie das Biscornu sich seiner endgültigen Form annähert. Wenn du vor der letzten ganzen Seite angekommen bist, wird das Biscornu mit Füllwatte gefüllt.
Wir füllen das Biscornu mit Füllwatte und schließen die Naht

Sorge dafür, dass die Ecken schön ausgefüllt sind. Stopfe das gesamte Kissen aber nicht zu prall, wir wollen die Mitte vom Biscornu noch "eindrücken". Hast du genügend Material im Kissen, schließe die letzte Naht. Gegebenenfalls vervollständigst du während des Schließens der Naht die Kissenfüllung. Das Fadenende fixierst du, indem du eine Schlaufe nähst und den Faden hindurch und festziehst. Das Ende kannst du unter der Naht verstecken und kurz abschneiden. Zur Vorbereitung für den nächsten Schritt verteile die Füllwatte schon ein wenig von der Mitte weg zu den Seiten hin durch sanftes "kneten".
Das Biscornu finishen: Der Knopf wird angenäht

Die Markierung für die Mitte der Rückseite hast du hoffentlich bis jetzt dran gelassen? Wunderbar, du kannst sie jetzt entfernen und genau dort beginnst du abermals mit einem Schlaufenstart und nähst den Knopf an. Wenn du in den Knopf hinein in das Kissen stichst, drücke das Biscornu flach und suche dir mit der Nadelspitze die Mitte vom gestickten Steuerrad auf der anderen Seite und komm dort mit der Nadel wieder heraus. Knapp daneben stichst du wieder ein und ziehst dabei den Faden fest an, so fest, wie du das Biscornu in der Mitte vertiefen möchtest. Das rauf und runter durch den Knopf wiederholst du ein paar Mal, bis der Knopf angenäht ist.

Zum Vernähen schlingst du den Faden zwei, drei Mal um den Knopf, stichst mit der Nadel durch die senkrechten Fäden unter dem Knopf hindurch, lässt eine Schlaufe stehen, führst den Faden durch die Schlaufe und ziehst den Faden fest. Du kannst das Fadenende "verstecken", indem du unter dem Knopf ins Kissen einstichst, an einer beliebigen Stelle wieder herauskommst und den Faden abschneidest, während du das Kissen ein wenig eindrückst. So verschwindet er wie von selbst im Kissen.
Herzlichen Glückwunsch! Du hast dein Biscornu fertiggestellt.
Ich hoffe, es hat dir Spaß gemacht. Hast du schon einen schönen Platz dafür?

Kostenlose Kreuzstichvorlage für ein maritimes Biscornu


Größenangaben
- das gesamte Stickmotiv ist 52x52 Stiche groß
- die Vorderseite hat 448 gestickte Kreuzstiche und 508 gestickte Rückstiche
- die Rückseite hat 452 gestickte Kreuzstich und 442 gestickte Rückstiche
- bei 12,6 Fäden pro cm/32ct Leinen misst die Stickerei 8,66x8.66cm
- das fertige Biscornu misst etwa 8cm im Durchmesser
- möchtest du einen anderen Stoff mit einer anderen Gewebedichte nehmen, hilft dir dieser Blogbeitrag beim Ausrechnen der benötigten Stoffgröße
Hast du Interesse am weiteren Kreuzstichmotiven? Schau gerne mal in meinen Shop .
Ich freue mich, wenn ich dir bei der Fertigstellung deines ersten Biscornu behilflich sein und dir ein paar Tipps und Tricks für Kreuzstichhandarbeiten zeigen konnte, die du noch nicht kanntest. Ein Foto von deinem Biscornu in der Galerie bei Crazypatterns wäre genial - das wäre das schönste Dankeschön für mich für diesen Blogbeitrag. Mich freut aber auch ein kleines Dankeschön als Kommentar hier unter dem Blog. Vielleicht hast du noch Fragen oder Bemerkungen zum Thema? Dann freue ich mich genauso auf den Austausch hier mit dir.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Sticken.
Liebe Grüße
Karola