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Minituch / Minischal „Zopfmohla“ - kostenlose Strickanleitung

Donnerstag, 24. September 2026

Das Bild zeigt das Tuch einer Schaufensterpuppe ohne Kopf umgebunden.  Das Bild zeigt das Tuch ausgebreitet der Schaufensterpuppe ohne Kopf auf der Brust aufgelegt, so dass man das schöne Zopfmuster in seiner ganzen Breite sehen kann.

Kostenlose Strickanleitung für das Minituch / Minischal / Ministola „Zopfmohla“

Hallo und herzlich willkommen hier im Blog zur kostenlosen Strickanleitung für „Zopfmohla“, das Minituch, den Minischal oder die Ministola.

Wie immer bei meinen Blogposts soll das Gezeigte nur eine Anregung für dich sein.
Du kannst das Tuch / den Schal / die Stola so anpassen, wie es für dich am schönsten ist.
Das Minituch kannst du z. B. von Anfang an breit werden lassen und nach Erreichen einer für dich gut anfühlenden Breite sofort wieder schmaler werden. Dann hast du ein Tuch, was spitz beginnt, gleichmäßig breiter wird und ab der Mitte gleichmäßig schmaler wird, bis es am Ende wieder so spitz ist, wie am Anfang. Den gerade verlaufenden Mittelteil kannst du also auch weglassen.
Du kannst das Strickstück ebenso als Stola arbeiten. Jetzt ist es eher eine Ministola, weil es im Mittelteil gerade verläuft und so deine Rücken wärmen könnte. Du könntest die Stola allerdings auch gleich mit der entsprechenden Maschenzahl, die deiner gewünschten Stolabreite entspricht, anschlagen und von Anfang bis Ende gleich breit arbeiten. Deine Stola hätte dann keinen spitz zulaufenden Anfang und ebenso kein spitz zulaufendes Ende. Sie ist dann so wie ein sehr breiter Schal.

Und deshalb ginge das Strickstück selbstverständlich auch als Schal zu stricken. Ein Schal ist ja oft ein langes schmale Rechteck. Auch dafür schlägst du so viele Maschen an, die die für dich passende Schalbreite ergeben.

Egal, wie du die Anleitung änderst, sobald du nicht mit Spitzen am Anfang arbeitest, sondern direkt mit der entsprechenden Breite beginnst, musst du meine Hinweise zu Berechnung der Maschenzahl beachten. Diese findest du weiter unten, wenn ich dir das Muster beschreibe.

Für abweichende und als Rechteck gearbeitete Teile solltest du eine Maschenprobe arbeiten, um herauszufinden, ob dein Garn, das Muster und deine verwendete Nadelstärke miteinander harmonieren.

Selbstverständlich benötigst du bei abweichender Strickweise auch andere Garnmengen. Die Maschenprobe verrät dir, wie viel du benötigst, um dein Wunschprojekt zu stricken.

Ich beschreibe dir wieder in diesem Beitrag, wie ich das Minituch / den Minischal gearbeitet habe.
Individuelle Änderungen deines Tuchs zu meinem sind jederzeit möglich.
Mach dir ggf. Notizen, damit du später nachvollziehen kannst, was du gemacht hast und vor allem wie du es gemacht hast.

Noch mehr Tücher oder Schals findest du in meinem Blog bei Crazypatterns.

Vorbereitung:

Folgende Strickkenntnisse benötigst du:

  • Maschen anschlagen
  • rechte Maschen stricken
  • rechts verschränkte Maschen stricken
  • linke Maschen stricken
  • Maschen zum Zopf verkreuzen
  • Maschen zunehmen aus dem Querfaden
  • Maschen abnehmen
  • Maschen abketten

Folgendes Material habe ich verwendet:

  • 150 g Garn mit einer Lauflänge von 440 m entspricht etwa 293 m auf 100 g (nur für dich als Richtwert, falls du anderes Garn benutzt). 
    Ich habe einen Bobbel mit Farbverlauf verarbeitet. Der hieß Made by me „Scarfie Cake“ in Pastellfarben. Diesen Bobbel gab es mal beim „Action“ (unbezahlte Werbung). Du kannst aber auch jedes andere Garn verwenden, was dein Fundus hergibt und was dir gefällt.
  • 1 Rundstricknadel (60 cm oder 80 cm) oder zwei Stricknadeln eines Nadelspiels oder 2 Jackennadeln Nr. 5,0
  • 1 Nadel als Hilfsnadel beim Verzopfen. Das kann eine Zopfnadel sein oder auch eine andere Stricknadel. Sie sollte nur nicht dicker sein als die Nadel, mit der du strickst. Ideal wäre dieselbe Nadelstärke, es geht aber auch eine, die kleiner ist. Mit der Nadel wird nicht gestrickt, nur Maschen abgehoben und später wieder auf die linke Nadel gesetzt.
  • ggf. ein paar Maschenmarkierer (hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich)
  • 1 Nadel zum Fäden vernähen
  • 1 Schere

Folgende Randmasche habe ich gearbeitet:

Als Randmasche wird ein I-Cord-Rand mit 3 Maschen gearbeitet.
Das bedeutet, die Randmasche besteht nicht wie normalerweise nur aus 1 Masche am Anfang und Ende der Reihe, sondern beidseitig aus 3 Maschen.
Am Anfang der Reihe werden die 3 Randmaschen nacheinander rechts gestrickt.
Am Ende der Reihe werden die 3 Randmaschen mit dem Faden vor den Maschen wie zum Linksstricken abgehoben.

Folgendes Muster habe ich gestrickt:

Das Muster besteht aus kraus-rechts gestrickten senkrechten Streifen und Zöpfen. Die kraus rechts gestrickten Steifen und die Zöpfe wechseln sich ab.

Die kraus rechts gestrickten Streifen bestehen aus 4 Maschen, die sowohl in der Hinreihe als auch in der Rückreihe rechts gestrickt werden.

Die Zöpfe bestehen ebenfalls aus vier Maschen, die in der Hinreihe rechts und in der Rückreihe links gestrickt werden. Alle 4 Reihen, also in jeder 2. Hinreihe, werden die ersten beiden Maschen des Zopfes auf die Hilfsnadel gehoben und vor die Arbeit gelegt, danach werden die 3. und 4. Masche der Zopfmaschen rechts gestrickt. Anschließend werden die beiden Maschen der Hilfsnadel wieder auf die linke Nadel zurückgenommen und ebenfalls rechts gestrickt.
Durch die seitlichen Zunahmen entstehen die Zopfmaschen nach 4 Zunahmen. Sobald du in der Hinreihe 4 glatt rechts gestrickte Maschen für den Zopf hast, wird bei der nächsten Zunahme auch der Zopf gekreuzt.

Zunahmen:

Die Zunahmen erfolgen in jeder 4. Reihe am Reihenanfang in der Hinreihe.
Dabei werden zuerst die 3 Randmaschen gestrickt und anschließend erfolgt eine Zunahme aus dem Querfaden. Die Zunahme sollte so erfolgen, dass kein Loch entsteht.
Das bekommst du entweder so hin, indem du den Querfaden verschränkt auf die linke Nadel hebst und rechts abstrickst oder den Querfaden einfach auf die linke Nadel nimmst und verkreuzt oder verschränkt abstrickst.

Der Einfachheit halber habe ich immer dann eine Masche am Reihenanfang zugenommen, wenn ich auch die Zopfmaschen gekreuzt habe.

Das Bild zeigt eine Möglichkeit, eine Masche aus dem Querfaden zuzunehmen.
Bild oben: Hebst du deinen Querfaden so auf die Nadel, dass alle Maschen auf der linken Nadel in dieselbe Richtung zeigen, dann strickst du die Masche rechts verschränkt.

Das Bild zeigt eine weitere Möglichkeit, eine Masche aus dem Querfaden zuzunehmen.
Bild oben: Hebst du deinen Querfaden so auf die Nadel, dass das dieser in die andere Richtung zeigt im Vergleich zu den Maschen, die sich noch auf der linken Nadel befinden, dann strickst du die Masche rechts ab.

Abnahmen:

Die Abnahmen erfolgen analog den Zunahmen in jeder 4. Reihe, auch immer dann, wenn die Zöpfe verkreuzt werden.
Die Abnahmen werden auf derselben Tuchseite durchgeführt.
Somit werden auch in der Hinreihe, wenn die Zöpfe verkreuzt werden, die Abnahmen gearbeitet.
Ich habe die Masche direkt nach den Randmaschen abgenommen.
Nach den 3 gestrickten Randmaschen strickst du die nächsten beiden Maschen rechts zusammen.
Wenn beide Maschen bereits zum Zopf gehören und du ihn verzopfen musst, dann kannst du entweder die ersten beiden Zopfmaschen auf die Hilfsnadel legen, die Maschen 3 und 4 des Zopfes zusammenstricken und danach die ersten beiden Maschen zurück auf die Nadel und normal stricken.
Du kannst auch an dieser Stelle, die 1. und 2. Zopfmasche zusammenstricken und kreuzt dann nicht mehr. Wie du es machst, ist dir überlassen. Mache es aber immer gleich. Entweder so oder so.
Du kannst auch nur 2 Randmaschen stricken, hebst die 3. Randmasche so auf deiner Nadel um, dass der hintere Faden vorn liegt. Dazu stichst du wie zum rechts stricken mit der rechten Nadel durch die Masche und hebst sie verdreht wieder zurück auf die linke Masche. Danach strickst du die 3. Randmasche und die folgende Masche rechts verschränkt zusammen. Durch das Verdrehen der 3. Randmasche vor dem Stricken, liegt sie genauso in der Richtung, wie sie verlaufen soll. Ohne das Verdrehen der Masche würde man sehen, dass die Maschen verschränkt zusammengestrickt wurden.
Also, such dir deine Art der Abnahme aus und dann machst du die Abnahme über alle Reihen gleich.

Tuchform:

Das Tuch beginnt mit wenigen Maschen, wird nach und nach auf einer Seite breiter.
Nach einer bestimmten Anzahl an Zunahmen, wird das Mittelstück gerade weitergestrickt.
Anschließend wird das Strickstück wieder schmaler.

Das Bild zeigt eine Zeichnung der Tuchform und die Strickrichtung wird mit Pfeilen gekennzeichnet.

Und so wird das Minituch gestrickt:

Maschenanschlag:
Schlage 6 Maschen an

Reihe 1 bis Reihe 4:
Stricke 3 Maschen rechts.
Hebe 3 Maschen wie zum Linksstricken mit dem Faden vor der Nadel (vor den Maschen) auf die rechte Nadel.
(6 Maschen)

Reihe 5:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu und stricke diese so rechts ab, dass kein Loch entsteht.
(Siehe Hinweise weiter oben zur Erklärung der Zunahmen.)
Hebe 3 Maschen wie zum Linksstricken mit dem Faden vor der Nadel ab.
(7 Maschen)

TIPP:
Wenn du eine ungerade Reihe (Hinreihe) strickst, befindet sich der Anfangsfaden immer unten rechts.
Ist er unten links, strickst du eine ungerade Reihe (Rückreihe).

Reihe 6 bis Reihe 8:
Stricke 4 Maschen rechts.
Hebe wieder 3 Maschen wie zum Linksstricken mit dem Faden vor der Nadel ab.
(7 Maschen)

Reihe 9:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu (siehe Reihe 5).
Stricke 1 Masche rechts.
Hebe die letzten 3 Maschen wie zum Linksstricken mit dem Faden vor der Nadel ab.
(8 Maschen)

Reihe 10 bis Reihe 12:
Stricke 5 Maschen rechts.
Hebe 3 Maschen ab. (Wie abgehoben wird und wie der Faden beim Abheben zu liegen hat, lasse ich jetzt weg. Das ist immer gleich)
(8 Maschen)

Reihe 13:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu (siehe Reihe 5).
Stricke 2 Maschen rechts.
Hebe die letzten 3 Maschen ab.
(9 Maschen)

Reihe 14 bis Reihe 16:
Stricke 6 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(9 Maschen)

Reihe 17:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu (siehe Reihe 5).
Stricke 3 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(10 Maschen)

Reihe 18 bis Reihe 20:
Stricke 7 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(10 Maschen)

An diese Stelle hast du jetzt rechts und links je 3 Randmaschen und dazwischen 4 Maschen.
Das Maschenbild bis hierher ist immer kraus rechts zwischen den Randmaschen.
Diese 4 Maschen werden auch weiterhin kraus rechts gestrickt und bilden einen gerade nach oben verlaufenden kraus rechts gestrickten Längsstreifen.

Ab der nächsten Reihe werden nach und nach wieder Zunahmen gearbeitet.
Diese bilden die Grundlage für den ersten Zopf. Sie werden glatt rechts gestrickt.
Damit wir diese Maschen von den kraus rechten unterscheiden können, kann ein Maschenmarkierer gesetzt werden.
Auch kannst du so besser erkennen, wenn deine Maschenzahl ausreichend ist, um den Zopf das erste Mal zu verzopfen.

Reihe 21:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu.
Setze einen Maschenmarkierer auf die rechte Nadel nach der zugenommenen Masche.
Stricke 4 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(11 Maschen)

Reihe 22:
Stricke 7 Maschen rechts, hebe den Markierer auf die andere Nadel und stricken 1 Masche links.
Hebe die letzten 3 Maschen ab.
(11 Maschen)

Den Maschenmarkierer setzt du immer an der entsprechenden Stelle auf die andere Nadel, das lasse ich jetzt weg, sonst würde die Anleitung unendlich lang werden, denn später werden es immer mehr Maschenmarkierer.

Reihe 23:
Stricke 8 Maschen rechts.
Hebe die restlichen 3 Maschen ab.
(11 Maschen)

Reihe 24:
Stricke 7 Maschen rechts und 1 Masche links.
3 Maschen abheben.
(11 Maschen)

Reihe 25:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu.
Stricke 5 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(12 Maschen)

Reihe 26:
Stricke 7 Maschen rechts und 2 Maschen links.
Hebe die letzten 3 Maschen wieder ab.
(12 Maschen)

Reihe 27:
Stricke 9 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(12 Maschen)

Reihe 28:
Stricke 7 Maschen rechts und 2 Maschen links.
3 Maschen abheben.
(12 Maschen)

Reihe 29:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu.
Stricke 6 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(13 Maschen)

Reihe 30:
Stricke 7 Maschen rechts und 3 Maschen links.
3 Maschen abheben.
(13 Maschen)

Reihe 31:
Stricke 10 Maschen rechts.
Hebe die letzten 3 Maschen ab.
(13 Maschen)

Reihe 32:
Stricke 7 Maschen rechts und 3 Maschen links.
3 Maschen abheben.
(13 Maschen)

Reihe 33:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu.
Stricke 7 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(14 Maschen)

Reihe 34:
Stricke 7 Maschen rechts und 4 Maschen links.
3 Maschen abheben.
(14 Maschen)

Reihe 35:
Stricke 11 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(14 Maschen)

Reihe 36:
Stricke 7 Maschen rechts und 4 Maschen links.
3 Maschen abheben.
(14 Maschen)

Schau dir deine Arbeit kurz von der Vorderseite aus an.

Du hast rechts und links die I-Cord-Ränder.
Dazwischen liegen vor dem Maschenmarkierer 4 Maschen, darunter ist glatt rechts gestrickt und der glatt rechts gestrickte Teil wird in jeder 4. Reihe um eine Masche breiter.
Links vom Maschenmarkierer liegen ebenfalls (vor dem Rand) 4 Maschen. Diese bilden einen kraus rechts gestrickten senkrechten Streifen, der am Anfang auch in jeder 4. Reihe breiter wurde, dann jedoch immer aus 4 Maschen bestehend gerade nach oben geht.

Das türkisfarbige Strickstück liegt auf einer lilafarbigen Unterlage. Es zeigt den Strickfortschritt bis hierher.
Bild oben: Das Strickstück nach Beenden der Reihe 36. Zwischen den Randmaschen liegen 8 Maschen. Vier davon bilden rechts ein glatt rechts gestricktes Dreieck. Die anderen 4 Maschen bilden links einen kraus rechts gestrickten Steifen.

Nun sind die 4 Maschen für den Zopf fertig und mit den nächsten Zunahmen bilden wir wieder den nächsten kraus rechts gestrickten Streifen. Hat dieser auch wieder 4 Maschen, wird durch weitere Zunahmen wieder die nächste glatt rechts gestrickte Dreiecksfläche für den 2. Zopf entstehen.

Reihe 37:
Stricke 3 Maschen rechts.
Nimm 1 Masche aus dem QF zu.
Nimm deine Hilfsnadel und hebe 2 Maschen auf die Hilfsnadel und lege diese VOR die Arbeit.
Stricke 2 Maschen rechts.
Hebe die Maschen von der Hilfsnadel zurück auf die linke Nadel und stricke sie rechts ab.
Stricke 4 Maschen rechts.
Hebe die letzten 3 Maschen (Randmasche) ab.
(15 Maschen)

Das Bild zeigt das Strickstück zu Beginn des ersten Verkreuzen des Zopfes. 2 Maschen liegen auf einer Hilfsnadel vor der Arbeit.
Bild oben: die ersten beiden Maschen der Zopfmaschen wurden auf die Hilfsnadel gelegt.

Das Bild zeigt den nächsten Schritt des Zopfstrickens. Die Maschen 3 und 4 des Zopfes wurden rechts gestrickt.
Bild oben: die letzten beiden Maschen der Zopfmaschen wurden rechts gestrickt.

Im Bild ist der nächste Schritt des Verzopfens zu sehen. Die Maschen von der Hilfsnadel wurden auf die linke Masche zurückgehoben und werden anschließend auch rechts gestrickt.
Bild oben: Maschen von der Hilfsnadel wurden wieder zurück auf die linke Nadel gehoben. Sie werden nun auch noch rechts gestrickt.

Das Bild zeigt die fertig gestrickte Reihe mit der ersten Zopfkreuzung.
Bild oben: Zeigt das Strickstück nach dem Beenden der Reihe 37. Die Maschen von rechts nach links: 3 Randmaschen, 1 Zunahme, 4 Zopfmaschen gekreuzt, dann kommt der Maschenmarkierer, danach 4 Maschen vom kraus rechts gestrickten Streifen, 3 Randmaschen.

Reihe 38:
Stricke 7 Maschen rechts, 4 Maschen links und 1 Masche rechts.
3 Maschen abheben.
(15 Maschen)

Reihe 39:
Stricke 12 Maschen rechts.
3 Maschen abheben.
(15 Maschen)

Reihe 40:
Stricke 7 Maschen rechts, 4 Maschen links und 1 Masche rechts.
3 Maschen abheben.
(15 Maschen)

Das Bild zeigt das Strickstück nach Beenden von Reihe 40, bevor die nächste Zunahme erfolgt und der Zopf zum zweiten Mal verkreuzt wird.
Bild oben: Zeigt das Strickstück nach dem Beenden der Reihe 40. Die Maschen von rechts nach links sind wieder: 3 Randmaschen, 1 Masche vom nächsten kraus rechts gestrickten Stück, 4 Zopfmaschen, Maschenmarkierer, danach 4 Maschen vom kraus rechts gestrickten Streifen, 3 Randmaschen.

In der nächsten Reihe wird wieder 1 Masche zugenommen und der Zopf zum 2. Mal gekreuzt.
Danach folgen 3 Reihen. Danach die nächste Zunahme und das nächste Mal die Zopfkreuzung und wieder 3 Reihen.
Anschließend strickst du die nächste Zunahme, die nächste Zopfkreuzung und wieder 3 Reihen.
Nun sind die Maschen des nächsten kraus rechts gestrickten Streifens fertig und es beginnt ein neues Stück glatt rechts als Vorbereitung für den nächsten Zopf.

Ich schreibe dir nun nachfolgend nur noch verkürzt die Reihen auf. Sie wiederholen sich immer wieder, nur die Maschen werden mehr, weil dein Tuch breiter wird.
Du müsstest nur darauf achten, dass du immer nach dem linken Rand 4 Maschen kraus rechts hast, dann 4 Maschen vom Zopf, danach wieder 4 kraus rechts, danach der nächste Zopf, danach wieder kraus rechts und danach wieder der nächste Zopf.
Du hast also immer 4 Maschen. Abwechselnd für kraus rechts gestrickte Streifen und für die Zöpfe.

Auf der Vorderseite in der Hinreihe stickst du einmal:
Zunahme und Zopfkreuzungen, ansonsten alles rechts, außer die 3 letzten Maschen, die werden abgehoben,
und einmal nur alle Maschen rechts, mit Ausnahme der letzten 3, die abgehoben werden, da die Zunahmen und Zopfkreuzungen nur in jeder 2. Hinreihe gearbeitet werden.

Auf der Rückseite in den Rückreihen strickst du immer 3 Randmaschen und 4 vom kraus rechten Streifen (das sind immer zusammen 7 rechte Maschen am Anfang), 4 Maschen links (für den Zopf), hast du weitere kraus rechte Streifen, dann wieder 4 rechts, hast du weitere Zöpfe, dann 4 links, ggf. noch ein Teil von kraus rechts Teil oder Zopfteil und am Ende hebst du die letzten 3 Maschen ab.
Die Rückreihen nach der Zunahme und die darauffolgende Rückreihe sind identisch.

Mach dich nicht verrückt, weil es beim Durchlesen vielleicht sehr unübersichtlich aussieht.
Du wirst sehen, beim Stricken siehst du direkt, wie die Rückreihen gearbeitet werden.
Wenn du Maschenmarkierer gesetzt hast, dann sowieso, denn die ersten Maschen nach dem Rand sind immer 4 rechts, danach folgen (max. 4) links gestrickte und dann folgen wieder max. 4 rechte Maschen, bis zum nächsten Markierer oder bis zur Randmasche. Du siehst es wirklich direkt beim Stricken. Das „max. 4“ steht da, weil du auch je nach Zunahme, mal nur 1, 2 oder 3 Maschen so strickst. Das ändert sich nach jeder Zunahme, aber max. 4 gleiche sind es auf der Rückseite, dann ändern sich die Maschen wieder.

Reihe 41:
3 Randmaschen rechts
Nimm 1 Masche zu.
Stricke 1 Masche rechts.
verkreuze die Zopfmaschen und stricke sie rechts (lege die Hilfsnadel VOR die Arbeit)
Stricke dann noch 4 Maschen rechts.
3 Randmaschen abheben
(16 Maschen)

Reihe 42:
3 Randmaschen rechts
4 Maschen rechts, 4 Maschen links und 2 Maschen rechts.
3 Randmaschen abheben
(16 Maschen)

Reihe 43:
Stricke alle Maschen rechts vor den Randmaschen am Ende der Reihe.
3 Maschen abheben
(16 Maschen)

Reihe 44:
Wiederhole Reihe 42
(16 Maschen)

Reihe 45:
3 Randmaschen rechts
Nimm 1 Masche zu.
Stricke 2 Maschen rechts.
verkreuze die Zopfmaschen und stricke sie rechts (Hilfsnadel VOR die Arbeit legen, das lasse ich künftig weg)
Stricke noch 4 Maschen rechts.
3 Randmaschen abheben
(17 Maschen)

Reihe 46:
3 Randmaschen rechts
4 Maschen rechts, 4 Maschen links und 3 Maschen rechts.
3 Maschen abheben
(17 Maschen)

Reihe 47:
Stricke alle Maschen rechts bis noch 3 übrig sind.
3 Maschen abheben
(17 Maschen)

Reihe 48:
Wiederhole Reihe 46
(17 Maschen)

Reihe 49:
3 Randmaschen rechts
Nimm 1 Masche zu.
Stricke 3 Maschen rechts.
verkreuze die Zopfmaschen und stricke sie rechts
Stricke 4 Maschen rechts.
3 Randmaschen abheben
(18 Maschen)

Reihe 50:
3 Randmaschen rechts
4 Maschen rechts, 4 Maschen links und 4 Maschen rechts.
3 Maschen abheben
(18 Maschen)

Reihe 51:
Stricke alle Maschen rechts bis noch 3 übrig sind.
3 Randmaschen abheben
(18 Maschen)

Reihe 52:
Wiederhole Reihe 50
(18 Maschen)

Nun entstehen bei den nächsten Zunahmen die Maschen für den zweiten Zopf.
Setze dir nach der nächsten Zunahme wieder einen Maschenmarkierer, damit du in den Rückreihen siehst, nach dem Markierer max. 4 Maschen links stricken, je nachdem, wie viele Zunahmen du bereits hast.

Ich schreibe jetzt nicht weiter, wie jede einzelne Reihe gestrickt wird.
Ich hoffe, du hast das Prinzip verstanden.

Ein Foto des Strickstückes, wie es bis hierher aussieht, zeige ich dir noch:

Das Bild zeigt das Strickstück bis hierher. Es sind bereits 4 Zopfkreuzugen zu sehen und mit der nächsten Zunahme wird der zweite Zopf begonnen.
Bild oben: Das Strickstück nach Reihe 52.

Mit der nächsten Zunahme wird der 2. Zopf begonnen, also die glatt rechts zu strickenden Maschen für den Zopf. Nach jeder Zunahme wird dieser Teil dann eine Masche breiter. Sind 4 rechte Maschen nebeneinander, wird in der Reihe mit der nächsten Zunahme der neue Zopf gekreuzt und auch der bereits vorhandene.
Nach den Zopfmaschen folgen wieder 4 Zunahmen für den nächsten kraus-rechts-gestrickten Teil und danach wieder die Maschen für den nächsten Zopf usw.

So, wie zuvor beschrieben, habe ich gearbeitet, bis mein Strickstück 6 Zopfreihen und 7 kraus rechts Streifen hatte. Das entsprach einer Länge ab Anfang gemessen von ca. 62 cm. An der Stelle hatte ich eine Breite von ca. 22 cm.

Anschließend habe ich für 32 Zopfkreuzungen ohne Zunahmen gearbeitet, d. h., die Breite blieb bei den ca. 22 cm, die Zöpfe wurden weiterhin nach 4 Reihen gekreuzt.
Anschließend habe ich den Schal wieder schmaler werden lassen, damit die andere Seite auch eine Spitze bekommt.

Hierfür habe ich wie folgt gestrickt:

In jeder Reihe, in der die Zopfkreuzungen gearbeitet werden, wird am Anfang der Hinreihe 1 Masche nach den Randmaschen abgenommen.
(Für die Abnahmen siehe bitte oben am Anfang das Beschriebene zu den Abnahmen. Suche dir eine Variante aus, die du bis zum Ende des Schals so arbeitest.)
Danach folgen 3 Reihen ohne Abnahme.
In der nächsten Reihe (das ist die mit den Zopfkreuzungen) wird wieder abgenommen.

Das wird solange gemacht, bis nur noch 6 Maschen auf der Nadel übrig sind.
Über diese werden auch insg. vier Reihen gearbeitet.
Da die 6 Maschen nur noch Randmaschen sind, werden die ersten 3 rechts gestrickt, die letzten 3 abgehoben, genau wie am Anfang des Strickens.
In der 5. Reihe mit 6 Maschen wird abgekettet.
Dazu strickst du die Maschen dieser Reihe wie folgt: 3 Maschen rechts, 2 Maschen links, 1 Masche rechts.
Immer, wenn du 2 Maschen auf der rechten Nadel hast, hebst du die zuerst gestrickte Masche über die zuletzt gestrickte Masche über. Dann strickst du eine Masche und wiederholst das Überheben.
Wenn du nur noch eine Masche rechts auf der Nadel hast und die linke Nadel ist leer, dann kannst du den Faden nach ca. 15 cm abschneiden und durch die letzte Masche durchziehen.

Beim Vernähen des Anfangsfadens und des Endfadens kannst du die etwas flache Spitze noch spitz machen, indem du mit dem Faden jede Masche greifst und dann den Faden straffziehst.
Anschließend den Faden gut unter dem I-Cord vernähen. Am Besten in die eine Richtung, dann wieder zurück und ggf. noch einmal unter dem anderen I-Cord in beide Richtungen.
So ist gesichert, dass sich der Faden nicht selbständig löst und deine Spitze sich wieder verbreitert.

Ich hoffe, du hattest viel Spaß beim Nacharbeiten meines Tuches „Zopfmohla“.

Gern schaue ich mir dein Strickwerk an. Lade dazu ein Foto in der Galerie hoch und vermerke, dass die Anleitung das Tuch „Zopfmohla“ aus dem Blog von Strickbär Björn ist.

Zeigst du dein Werk in den sozialen Medien, dann vermerke bitte, dass du das Tuch „Zopfmohla“ aus dem Crazypatterns Blog vom Strickbär Björn strickst.

Falls du meinem Blog noch nicht folgst, so kannst du das nachholen, indem du ganz oben, bevor mein Blog-Text startet, auf den Button "Folgen" drückst.
Daneben ist der Button „Beiträge“. Dort drauf geklickt findest du alle meine bisherigen Blogbeiträge, die dir kostenlos zur Verfügung stehen.

Viel Spaß beim Stricken wünscht dir Strickbär Björn


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