
Hallo!
Schön, dass du meinen Blog-Beitrag zum Thema 2-farbig Stricken entdeckt hast.
Es gibt viele Varianten, wie man 2-farbig stricken kann.
Die Variante, die ich dir heute zeige und mit der wir die Topflappen stricken werden, ist an Einfachheit bald nicht mehr zu toppen.
Wenn du Anfänger bist und bereits rechte und linke Maschen stricken kannst, dann kannst du auch diese schönen Topflappen arbeiten. Du brauchst keine weiteren Maschen zu kennen. Den Maschenanschlag am Anfang brauchst du natürlich auch, denn ohne geht es nicht. Das Abketten am Ende nach der letzten Reihe ist auch notwendig. Aber das sind zwei selbstverständliche Arbeiten, ohne die Stricken einfach nicht funktioniert.
Vielleicht bist du auch gerade auf der Suche nach Ideen für Weihnachtsgeschenke.
Prima, denn hier bist du richtig! In kurzer Zeit hast du bereits das erste Geschenk fertig und wenn es dir so geht wie mir, dann ist das erste Paar Topflappen in diesem zweifarbigen Muster nicht das letzte Paar Topflappen. Du wirst sehen, es macht Spaß.
Doch, was ist so einfach an diese Muster?
Ich verrate es dir. Es ist, um einmal mit Fachbegriffen um mich zu schmeißen, ein Mosaikmuster. Klingt erst mal kompliziert, ist es aber nicht, denn wir stricken mit Hebemaschen.
Und was sind nun wieder Hebemaschen? Das sind Maschen, die nicht gestrickt werden, sondern nur auf die andere Nadel gehoben werden. Das schaffst du mit Sicherheit, denn das geht noch einfacher als Maschen stricken.
Mosaikmuster stricken ist eine spezielle Form des Strickens mit Hebemaschen.
Oft sieht man glatt rechts gestrickte Pullover oder Schals, die einfarbig sind und bei denen verlängerte Maschen über ein paar Reihen laufen. Das sind auch Hebemaschen, die über mehrere Reihen nicht gestrickt werden, sondern nur abgehoben und dadurch langgezogen werden. Das ist sehr einfach und trotzdem wirkungsvoll.
Im Beispiel des Topflappens wird jedoch mit 2 verschiedenen Farben gestrickt und zusätzlich mit Hebemaschen gearbeitet.
Dadurch entsteht diese plastische 3-D-Muster, was sehr ansprechend ist und in Kontrastfarben immer gut aussieht.
Wenn du noch nie ein Mosaikmuster gestrickt hast und auch noch nie mit Hebemaschen gearbeitet hast, dann sind diese Topflappen ein gutes Projekt, um diese Art des Strickens kennenzulernen und zu üben. Du bist fix am Ziel und hast auch gleich noch etwas Brauchbares gefertigt.
Vielleicht macht es dir auch genauso viel Spaß wie mir und vielleicht traust du dich nach diesem kleinen Projekt: Topflappen „not hot“ bald schon an etwas Größeres.
Ich könnte mir vorstellen, dass du mit demselben Muster auch Platzdeckchen für dich und deine Familie stricken kannst. In Weihnachtsfarben rot und weiß oder grün und rot sehen diese Platzdeckchen sicherlich hübsch aus, wenn du zum Adventskaffee einlädst.
Auch eine hübsche Babydecke oder eine Decke für den Puppenwagen oder eine Frühchendecke oder eine Decke für Sternenkinder lassen sich mit diesem Muster einfach und doch wirkungsvoll herstellen.
Du musst dafür nur mehr Maschen anschlagen und bedeutend mehr Reihen stricken und schon erhältst du größere Flächen im selben Muster. Natürlich brauchst du dann auch mehr Material.
Doch nun wollen wir erst einmal den Topflappen stricken und dann wirst du sehen, ob dir das Muster gefällt und du dich an größere Dinge wagst.
Kostenlose Strickanleitung Topflappen „not hot“
Vorbereitung:
Du brauchst folgendes Material um 2 Topflappen zu stricken:
- 2 x 50 g Garn Baumwollgarn; je Farbe 50 g. Die Farben sollten einen guten Kontrast haben und farblich zueinander passen.
Ich habe Baumwollgarn DROPS ♥ YOU #8 unifarben in Stärke 8/8 verwendet mit einer Lauflänge von 85 m.
Mein Garn war einmal Nr. 10 türkis (sieht hellblau aus) und einmal Nr. 19 apricot.
Du kannst auch jedes andere Garn mit gleicher oder ähnlicher Lauflänge verwenden.
Ggf. machst du eine Maschenprobe und änderst die erforderliche Maschenzahl etwas ab, damit du eine ausreichende Breite bekommst.
Ich empfehle dir jedoch für Topflappen, die nicht nur als Deko in der Küche hängen, sondern die auch benutzt werden sollen, immer 100 % Baumwollgarn zu nutzen. Dies ist nicht so empfindlich gegen die Hitze.
Willst du nur Deko-Topflappen stricken, kannst du auch andere Garne nutzen, z. B. Polyester. Sollte dieser dann versehentlich mit der Herdplatte oder dem heißen Ceranfeld Kontakt haben, dann ist er wahrscheinlich hinüber…. - 1 Rundstrick-Nadel Nr. 5,0 oder 2 längere Stricknadeln (z. B. Jackennadeln) Stärke 5,0
- 1 Häkelnadel Nr. 4,0 (nur wenn du dein Strickstück umhäkeln möchtest)
- 1-2 Maschenmarkierer zum Sichern der letzten Masche nach dem Stricken
- 1 Nadel zum Fäden vernähen
- 1 Schere
Maschenprobe:
Eine Maschenprobe ist nicht unbedingt erforderlich.
Meine Maschenprobe mit Nadelstärke 5,0 gestrickt im beschriebenen Topflappenmuster ergibt Folgendes:
Für 10 cm Breite habe ich ca. 24 Maschen gestrickt.
Für 10 cm Höhe habe ich ca. 34 Reihen gestrickt.
Dieses Ergebnis war vor dem Spannen.
Nach dem Spannen zähle ich für 10 cm Breite nur noch ca. 18 Maschen und für 10 cm Höhe nur noch ca. 30 Reihen.
Größe des fertig gespannten Topflappens ohne Schlaufe:
Breite ca. 25,5 cm und Höhe ca. 20 cm.
Sollen die Topflappen bei dir etwa so hoch werden, wie breit, dann müsstest du noch ca. 4 Mustersätze in der Höhe länger arbeiten. Du brauchst dann selbstverständlich auch mehr Material von beiden Farben. Ob die o. g. Menge dann noch ausreicht für 2 Topflappen, kann ich nicht garantieren. Nutze ggf. eine Waage, lass die gehäkelte Umrandung weg oder nutze gleich Garne, von denen du mehr auf Vorrat hast als 50 g.
verwendete Muster:
Randmasche:
Das Strickstück hat keine Randmasche.
Durch das gestrickte Muster wird der Rand gleichmäßig schön.
Die erste und letzte Masche gehören bereits zum Muster.
Sie werden immer rechts gestrickt.
Muster:
Das Muster besteht aus 4 Reihen.
Die Maschenzahl muss eine ungerade Zahl sein.
Je Farbe werden 2 Reihen gestrickt.
Die Farbe, mit der du den Maschenanschlag arbeitest ist die dominante Farbe.
Sie liegt auf der Vorderseite oben und mit Ihr werden die Hebemaschen gearbeitet.
Die Farbe, auf die du nach ein paar Reihen wechselst ist die Farbe, von der man auf der Vorderseite weniger sieht.
Mit der dominanten Farbe strickst du lediglich 2 Reihen rechts.
Mit der anderen Farbe strickst du ebenfalls 2 Reihen im Muster.
Dieses besteht aus abwechselnd 1 Masche rechts und eine Masche wie zum Linksstricken abheben.
Je nachdem, auf welcher Seite der Arbeit du dich befindest, wird der aktuelle Arbeitsfaden bei der abzuhebenden Masche einmal vor der Arbeit bzw. einmal hinter der Arbeit entlang geführt.
Strickst du eine Hinreihe (Vorderseite) mit den Hebemaschen, so befindet sich der Faden hinter der abzuhebenden Masche.
Strickst du die Rückreihe (Rückseite) mit den Hebemaschen, so befindet sich der Faden vor der abzuhebenden Masche.
Der mitgeführte Arbeitsfaden muss sich immer auf der Rückseite der Arbeit befinden und darf auf der Vorderseite nicht sichtbar sein. Aufgrund der mitgeführten Fäden und aufgrund des Farbwechsels entsteht auch auf der Rückseite ein hübsches und gleichmäßiges Muster. Da komme ich später noch einmal drauf zurück und füge Bilder ein, auf denen beide gestrickte Seiten des Topflappens zu sehen sind.
Abketten:
Die Reihe vor dem Abketten (Hinreihe) wird komplett rechts gestrickt.
Du strickst somit mit der dominanten Farbe.
In der Rückreihe strickst du ebenfalls rechte Maschen und kettest die Maschen ab.
Wie das Abketten genau funktioniert, beschreibe ich dir in der Anleitung an der Stelle, an der die Maschen abgekettet werden.
Umhäkeln:
Wenn du magst, kannst du dein Strickstück noch umhäkeln.
Ich habe einmal eine Runde mit festen Maschen in der dominanten Farbe gehäkelt.
An einer Ecke habe ich noch eine Aufhängeschlaufe aus 10-12 Luftmaschen begonnen, die Luftmaschenkette an der Ecke angekettet und diese Schlaufe in derselben Farbe noch mit festen Maschen umhäkelt. Das waren so ca. 20 feste Maschen, die ich um die Luftmaschenkette gearbeitet habe.
Anschließend habe ich eine Runde mit der anderen Farbe als Krebsmaschenrunde gearbeitet.
Am Anfang der Runde war gleich der Aufhänger. Dieser wurde ebenfalls mit Krebsmaschen umhäkelt.
Du kannst deine Strickarbeit auch ohne zu umhäkeln nutzen.
Der Rand ist ja auch beim Stricken bereits sehr schön geworden.
Eine Aufhängeschlaufe kannst du noch anhäkeln oder mit 3 rechten Maschen strickst du dir eine Schlaufe. Das kannst du selbst entscheiden.
Wenn du es ganz exakt möchtest, könntest du auch mit 3 Maschen im Muster weiterstricken, so dass du wie bisher die mittlere Masche 2 Runden lang nur abhebst und 2 Runden rechts strickst. Hast du die gewünschte Höhe erreicht, kettest du die drei Maschen ab und nähst das Ende des Aufhängers fest. Ich habe es so nicht gemacht, deshalb beschreibe ich hier nur die Idee in Kurzfassung.
Nach dem Fäden vernähen kannst du die Arbeit noch baden und glattstreichen oder spannen.
Bei mir hatte sich durch das Umhäkeln der Strickarbeit die Form etwas verändert.
Durch das Baden und Spannen sieht der Topflappen nun aber wieder schick aus.
ausführliche Strickanleitung für die Topflappen „not hot“ mit Hebemaschen
Maschenanschlag (ungerade Maschenanzahl):
Schlage 41 Maschen mit einer der beiden Farben an.
Diese Farbe ist über den gesamten Topflappen die Farbe, die auf der Vorderseite sichtbarer ist und mit der die Hebemaschen gearbeitet werden, die sich auf der Vorderseite befinden und das Muster bilden.
Maschenanschlag abstricken (Rückreihe, wird noch nicht gezählt):
Stricke in der gleichen Farbe alle Maschen rechts.
An dieser Stelle sollte deine Arbeit bereits etwas breiter sein, als du die Topflappen in der Breite wünschst.
In den nächsten Reihen wird diese Breite etwas schmaler, da durch die Hebemaschen das Strickstück etwas zusammengezogen wird. Nicht viel, aber 2-3 cm könnten es werden, je nachdem, wie fest / locker du strickst.
Reihe 1: (Hinreihe)
Wechsle auf die andere Farbe.
Stricke nun immer im Wechsel 1 Masche rechts und 1 Masche mit dem Faden hinter der Arbeit wie zum Linksstricken abheben. Dann wieder 1 Masche rechts und 1 Masche wie beschrieben abheben.
Das machst du so lange, bis du nur noch 1 Masche übrighast.
Diese letzte Masche strickst du wieder rechts ab.
Reihe 2: (Rückreihe)
Stricke mit derselben Farbe die Rückreihe.
Stricke auch hier abwechselnd 1 Masche rechts und 1 Masche hebst du wie zum Linksstricken ab, ABER jetzt läuft der Faden vor der abzuhebenden Masche entlang, so dass er nicht auf der Vorderseite zu sehen ist, sondern immer auf der Rückseite der Arbeit entlang läuft.
Du arbeitest also so, als würdest du die Masche nach der rechten Masche links stricken, strickst sie aber nicht, sondern hebst sie aber nur auf die rechte Nadel über.
Dann wieder 1 Masche rechts stricken, 1 Masche abheben wie beschrieben.
Auch auf der Rückseite wiederholst du dies, bis du nur noch die letzte Masche auf der linken Nadel übrig hast. Diese strickst du wieder rechts.
Reihe 3: (Hinreihe)
Wechsle nun wieder auf die dominante Farbe, mit der du den Maschenanschlag gearbeitet hattest.
Achte darauf, dass du beim Farbwechsel die Fäden immer gleich aufnimmst.
Lege zunächst beide Fäden nach hinten hinter die Arbeit. Der Faden, mit dem du gerade gestrickt hattest, liegt (von der Vorderseite aus gesehen) rechts am Rand. Der Faden, mit dem du die nächsten beiden Reihen strickst, liegt links daneben. Diesen kannst du schon auf deine linke Hand fädeln, damit er für das kommende Stricken bereit ist.
Ziehe nun den Faden, mit dem du die letzte Reihe gestrickt hattest, nach vorn an die rechte Seite und ziehe dabei die letzte Masche schön straff. Lege den Faden nun wieder straff nach hinten hinter die Arbeit. Der Faden liegt seitlich hinten und die zuletzt gestrickte Masche ist straffgezogen. Halte nun den nicht benötigten Faden und den Rand des Strickstücks mit deiner linken Hand fest und stricke die nächsten Maschen rechts ab, ehe du den nicht benötigten Faden loslässt.
Stricke alle Maschen in dieser Reihe rechts.
Reihe 4: (Rückreihe)
Stricke alle Maschen rechts mit derselben Farbe wie Reihe 3.
Reihe 5 und weitere Reihen:
Wiederhole nun die Reihen 1 bis 4.
TIPP:
Achte beim Farbwechsel darauf, dass du immer in der gleichen Art die Fäden wechselst, damit sie sich untereinander immer verkreuzen. Das siehst du nicht so sehr, aber würdest du es nicht machen, hättest du auf der Rückseite der Arbeit immer die gerade nach oben verlaufenden Fäden der einzelnen Farben. Beim Umhäkeln könntest du diese zwar mit einhäkeln, aber besser ist es, wenn du gleich darauf achtest, dass der Farbwechsel auf gleiche Weise erfolgt und sich so die Fäden verdrehen. Dann musst du auch nicht zwangsläufig deine Arbeit umhäkeln.
TIPP:
Es verdrehen sich durch das Fadenverdrehen auch deine beiden Wollknäule. Diese solltest du immer mal wieder entwirren, damit sich der Faden immer gleich abwickelt und deine Strickspannung gleich bleibt.
Wenn die richtige Höhe erreicht ist - stricken beenden:
Wenn dein Strickstück so groß ist wie es dir gefällt, z. B. dass Breite und Höhe identisch sind, dann kannst du aufhören mit einer Reihe 3.
Ich habe auf der Vorderseite 13 Hebemaschen in der Höhe und dann aufgehört. Allerdings hat sich durch das Spannen des Topflappens die Form noch einmal verändert und er wurde breiter als hoch. Wie bereits am Anfang geschrieben, fehlen noch ca. 4 Mustersätze in der Höhe, um wieder gleichen Maße bei Breite und Höhe zu erlangen. Falls du genauso arbeitest wie ich (stricken, umhäkeln, baden, spannen), dann könntest du ggf. noch weitere Reihen arbeiten. Das überlasse ich dir, ist auch abhängig vom vorhandenen Material. Willst du ohne umhäkeln, baden, spannen den Topflappen nutzen, dann siehst du, bereits beim Stricken, wo du aufhören musst.
Maschen abketten:
Es folgt nun noch die Rückreihe als Reihe 4 in der dominanten Farbe.
In dieser Rückreihe strickst du alle Maschen rechts und kettest ab.
In der Reihe, in der du abkettest, strickst du zunächst 2 Maschen rechts.
Dann hebst du die zuerst gestrickte Masche (liegt auf der rechten Nadel rechts) über die zuletzt gestrickte Masche (liegt auf der rechten Nadel links) von rechts nach links drüber.
Nun hast du nur 1 Masche auf der rechten Nadel.
Du strickst wieder eine Masche rechts, hast auf der rechten Nadel 2 Maschen, hebst die zuerst gestrickte über die zuletzt gestrickte Masche drüber und wieder holst diesen Vorgang: 1 Masche rechts stricken, 1 Masche überheben (abketten).
Aufhänger stricken:
Möchtest du einen Aufhänger stricken, der im selben Muster ist, wie dein Topflappen, dann hörst du mit dem abketten auf, wenn du noch insgesamt (rechte und linke Nadel zusammengerechnet) 3 Maschen übrighast.
Über diese 3 Maschen strickst du im Muster wie gehabt weiter.
Du müsstest somit die Reihe, in der du abgekettet hast erst noch zu Ende stricken, so dass du 3 rechts gestrickte Maschen auf der rechten Nadel hast, dann wechselst du auf die andere Farbe und strickst 2 Reihen. Erste Reihe: 1 rechte Masche, 1 abheben mit Faden hinten, 1 rechte Masche. Dann die Rückreihe mit 1 rechte Masche, 1 abheben mit Faden vorn, 1 rechte Masche. Dann wieder Farbe wechseln und 2 Reihen rechts stricken usw.
Ist dein Aufhänger lang genug, dann kettest du die 3 Maschen in einer Rückreihe ab, in der du rechte Maschen strickst.
Mit dem Endfaden kannst du dann gleich deinen Aufhänger annähen. Ich habe so nicht gearbeitet, deshalb kann ich dir nicht exakt beschreiben, wie du es machen musst. Aber wenn du deinen gestrickten Aufhänger nach hinten umlegst, dann siehst du schon, wo du ihn befestigen musst, damit es von vorn hübsch aussieht….
Umhäkeln:
Willst du keine Aufhänger arbeiten, weil du das Strickstück als Untersetzer oder kleines Deckchen nutzen möchtest oder willst du deine Arbeit noch umhäkeln, dann kette die Maschen ab, bis du auf der linken Nadel alle Maschen abgestrickt hast (linke Nadel ist leer) und auf der rechten Nadel nur noch 1 Masche übrighast. Diese kannst du erst einmal sichern (z. B. mit einem Maschenmarkierer zum Öffnen und Schließen) und kannst die Stricknadel entfernen.
Nun kannst du selbst entscheiden:
Möchtest du deine Arbeit so lassen, also ohne eine Umrandung und ohne einen Aufhänger.
Es gibt ja so Clips, die man an Handtücher anclipsen kann. Die könntest du z. B. als Aufhänger nutzen.
Dann ziehst du nur noch einmal den Faden durch deine gesicherte Masche (die mit dem Maschenmarkierer) durch und kannst alle Fäden vernähen. In dem Fall bist du schon fertig.
ODER
Möchtest du eine Umrandung und einen Aufhänger häkeln.
Dann kannst du auch wieder entscheiden, möchtest du dafür beide Farben verwenden oder nur eine.
Ich habe beide Farben für die Umrandung genutzt.
Ich habe zuerst in der Farbe, die die dominante Farbe ist, meine Strickarbeit einmal mit festen Maschen umhäkelt.
Wenn du das auch so machen möchtest, dann kannst du die gesicherte Masche nehmen und gleich damit weiterarbeiten. Achte darauf, dass du beim Häkeln der Umrandung in die richtige Richtung häkelst. Du solltest die Vorderseite sehen und deshalb oben an der Kante beginnen, die du zuletzt abgekettet hattest.
In jede abgekettete Masche häkelst du eine feste Masche. In die letzte Masche, die gleichzeitig die Ecke bildet, häkelst du 3 feste Maschen.
Anschließend häkelst du an der Seite nach unten. Hier musst du bisschen schauen, wie du am besten einstichst, damit keine zu großen Löcher entstehen, damit sich deine Arbeit nicht zusammenzieht und damit sie sich nicht zu doll wölbt.
Zieht sie sich zusammen, musst du mehr Maschen nach unten arbeiten. Wölbst die sich, dann hast du zu viele Maschen und solltest ein paar weniger arbeiten.
Es kommt ganz drauf an, wie fest oder locker du häkelst, welche Nadelstärke du nutzt und ob du deine Arbeit noch spannen möchtest. Manchmal reicht es auch schon aus, mit einer größeren oder kleineren Nadel zu häkeln… Probiere, wie es bei dir am besten aussieht.
Auch am Ende, wenn du unten am Anfangsfaden angekommen bist, arbeitest du in die Eckmasche 3 feste Maschen.
Dann häkelst du in die Maschen vom Maschenanschlag. Auch hier sollte jede Masche eine feste Masche bekommen und am Ende in die Eckmasche häkelst du wieder 3 Maschen.
Zum Schluss häkelst du noch einmal seitlich nach oben. Auf dieser Seite häkelst du genauso wie bei der gegenüberliegenden Seite. Du solltest auch möglichst die gleiche Maschenanzahl am Ende der Kante haben.
Oben an der Ecke hast du schon eine feste Masche vom Beginn der Runde, so dass du in die Ecke nur noch 2 Maschen häkeln müsstest.
Mit einer Kettmasche in die 3. Masche der Ecke (das ist die erste, die du beim Umhäkeln gearbeitet hattest) schließt du die Runde.
Möchtest du einen Aufhänger häkeln, so häkelst du von dieser Stelle 10-12 Luftmaschen und kettest diese Kette an der ersten Eckmasche fest. Damit geht dein Aufhänger von der 3. Eckmasche (der ersten Masche der Runde) um die Ecke zur 1. Eckmasche dieser Ecke. Nun häkelst du eine Luftmasche und umhäkelst die Schlaufe mit festen Maschen. Du kannst um die Luftmaschenkette häkeln. Dann benötigst du so ca. 20 feste Maschen, bis deine Schlaufe vollständig umhäkelt ist.
Die letzte feste Masche kettest du wieder an. Wechsle dabei ggf. bereits auf die andere Farbe (die nicht dominante Farbe). Mit dieser häkelst du nun noch eine Runde rückwärts mit Krebsmaschen.
Krebsmaschen sind auch feste Maschen. Diese werden jedoch nicht vorwärts, wie normale feste Maschen gehäkelt, sondern rückwärts. Die letzte Runde hast du entgegen der Uhrzeigerrichtung gehäkelt und Krebsmaschen werden in Uhrzeigerrichtung gehäkelt. Dazu musst du immer rechts von deiner zuletzt gearbeiteten Masche einstechen. Am Anfang ist es bisschen gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit klappt das ganz gut.
Du häkelst auf jede Masche der Vorrunde eine Krebsmasche. Falls sich die Ecken deiner Arbeit nach oben wölben, dann solltest du in die mittlere Eckmasche 2-3 Krebsmaschen arbeiten. Ansonsten sollte es gehen, wenn jede Masche eine Krebsmasche bekommt.
Ausarbeitung:
Am Ende der Runde schneidest du den Faden nach ca. 20 cm ab und vernähst den Faden so, dass der Rundenübergang der Krebsmaschen geschlossen wird. Du vernähst also zunächst in die Richtung, in die du gehäkelt hast (in Uhrzeigerrichtung). Stich mit deiner Nadel direkt unter die Krebsmaschen ein und ziehe den Faden so durch, dass sich der Rundenübergang unsichtbar schließt. Das geht fast von selbst, wenn du den Faden durchziehst. Danach vernähst du den Faden noch einmal in die entgegengesetzte Richtung, damit der Faden gut gesichert ist und sich der Rundenübergang nicht von selbst wieder öffnet.
Alle anderen Fäden vernähst du ebenfalls auf der Rückseite der Arbeit, möglichst unsichtbar von beiden Seiten. Jedoch zumindest unsichtbar von der Vorderseite und immer nur in der Farbe, die du gerade vernähst. Dazu sind die beiden Runden, mit der du die Arbeit umhäkelt hast, ideal geeignet.
Den zweiten Topflappen kannst du genauso stricken.
Falls du eine Waage zur Hand hast, kannst du deine Restwolle wiegen.
Wenn du zwei neue 50 g Knäule hattest, dann siehst du, wie viel Garn von der dominanten Farbe noch übrig ist.
Sind es mehr als 25 g, kannst du einen identischen zweiten Topflappen arbeiten.
Reicht es nicht mehr, aber du hast von der anderen Farbe mehr als 25 g, dann wechselst du die Farben. Die nicht dominante Farbe des ersten Topflappens wird dann die Farbe, mit der du den Maschenanschlag arbeitest.
Meine Topflappen wiegen mit umhäkelten Rand: ca. 35 g pro Stück.
Ich habe die Farbe gewechselt beim 2. Topflappen und habe nun noch je ca. 15 g pro Farbe übrig.
Nachfolgend noch ein paar Fotos:
Der Topflappen nach dem Häkeln der Umrandung und vor dem Spannen:

Der Topflappen nach dem Baden gespannt, bis er durch getrocknet ist:

Mein fertiger Topflappen mit Umrandung, nach dem Spannen:

So sieht vergrößert die Vorderseite aus:

So sieht vergrößert die Rückseite aus:

Mein zweiter Topflappen mit Farbwechsel und direkt nach dem Stricken (ohne Umrandung, ohne Spannen):

Farbimpressionen der Topflappen:


Du kannst selbstverständlich alle Farben kombinieren, so wie es dein Garnvorrat zulässt, wie sie miteinander gut harmonieren und wie es deine Küchenfarbe oder Wohnraumfarbe zulässt.
Viel Spaß beim Stricken der Topflappen wünscht dir Strickbär Björn.
TIPP:
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