Meine Nähmaschine und ihr neues Häubchen
Teil 2: Nähanleitung für Nähmaschinenhaube im Patchwork-Style
Nachdem wir in Teil 1 unsere Nähmaschine gereinigt, gewartet und geölt haben, dürfen wir heute etwas Hübsches und zugleich Praktisches für sie nähen: eine Nähmaschinenhaube im Patchwork-Style. So schaut meine aus:
Wer Lust hat, für seine Nähmaschine auch so ein feines Teil zu nähen, sei hiermit herzlich dazu eingeladen. Wie es genau geht, beschreibe ich euch in diesem Blogbeitrag. Ich wünsche euch viel Freude beim Mit- und Nachmachen.
1. Material
- Stoffe für die Außenseite
- Stoff für das Innenfutter
- Stoffschere
- Handarbeitsschere
- Volumenvlies H640
- Nähmaschine
- Mini-Bügeleisen
- Dampfbügeleisen
- Bandmaß
- Rollschneider
- Patchworklineal
- Schneidematte
- Kugelschreiber
- Selbst löschender Stift
- Stoffklebestift
- Herrentaschentuch aus Baumwolle
2. Hinweise zur Stoffauswahl
Da ich eine schöne bunte Außenseite haben möchte – sonst könnte ich ja gleich meine weiße Haube behalten –, benötige ich verschiedene Stoffe. Alle verwendeten Stoffe müssen gewaschen sein. Die Stoffe sollten aus nicht zu dünner Baumwolle sein. Die Farben und Muster der Stoffe sollten miteinander harmonieren. Jersey ist wegen seines Elasthan-Anteils nicht geeignet. Legt euch einfach alle infrage kommenden Stoffe aus euren Vorräten auf euren Arbeitsplatz und schaut, welche gut zusammenpassen. Wie viel wir von jedem Stoff benötigen, legen wir später fest.
Für den Futterstoff wählen wir ebenfalls einen Baumwollstoff. Der darf gern einfarbig sein. Hier benötigen wir nur einen Stoff. Ich verwende alte Baumwollbettwäsche als Futterstoff.
3. Nähmaschine ausmessen
Da jede Nähmaschine eine andere Größe hat, müssen wir zuerst unsere Nähmaschine ausmessen. Meine Maße gelten also nur für meine Nähmaschine. Ihr müsst die Maße eurer Nähmaschine individuell ermitteln.
Wir werden den Mittelteil der Außenhülle der Haube aus vielen Quadraten im Patchwork-Style zusammensetzen. Deshalb kümmern wir uns im Folgenden erst einmal nur um diesen Patchwork-Teil.
Zuerst müssen wir ermitteln, wie groß das Mittelstück insgesamt sein muss. Danach rechnen wir aus, wie groß jedes einzelne Quadrat sein muss. Das Patchwork-Teil beginnt vorn unten, verläuft dann nach oben über die Nähmaschine und weiter nach unten bis zur anderen Kante.
Für die Berechnung nehmen wir uns ein Bandmaß und messen unsere Nähmaschine aus. Wir messen die Breite. Bei mir sind es 40 cm.
Dann messen wir den seitlichen Umfang. Nehmt dafür gern ein Stück steifen Stoff und legt ihn über die Nähmaschine. Wir messen von einer Seitenkante zur anderen Seitenkante. Die gemessene Zentimeterzahl sollte möglichst durch 10 teilbar sein. Bei mir passt das zum Glück mit etwas Aufrunden. Bei mir sind es 70 cm.
Und das dritte Maß ist die Tiefe der Nähmaschine. Wir benötigen dieses Maß später für die Breite der Seitenteile. Bei mir sind es 22 cm. Hier muss man nichts aufrunden.
Meine Maße sind also:
- Breite: 40 cm
- Seitlicher Umfang: 70 cm
- Tiefe: 22 cm.
4. Berechnen der Zuschnitte für das Patchwork-Mittelteil
Bei meinem Patchwork-Mittelteil sollen jeweils 10 cm × 10 cm große Stoffquadrate zu sehen sein. Deshalb dividiere ich nun meine gemessene Breite und den Umfang durch 10. Das bedeutet bei mir:
- 40 cm Breite : 10 = 4 Quadrate in der Breite
- 70 cm seitlicher Umfang : 10 = 7 Quadrate in der Höhe
Ich benötige also 4 Quadrate in der Breite und 7 Quadrate in der Höhe. Das macht zusammen 28 Quadrate.
5. Zuschnitt der Quadrate
Da meine 10 cm × 10 cm großen Quadrate noch zusammennähen muss, rechne ich für jedes Quadrat rundherum 1 cm NZG dazu. Das heißt also, ich muss 28 Quadrate in der Größe von 12 cm × 12 cm zuschneiden. Die Quadrate ordne ich dann so an:
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6. Quadrate für Patchwork-Teil zuschneiden
Ich schneide 28 Quadrate aus verschiedenen (gebügelten) Baumwollstoffen in der Größe von 12 cm × 12 cm zu. Damit die Quadrate auch wirklich rechtwinkelig werden, schneide ich sie mithilfe eines Patchworklineals und eines Rollschneiders auf einer Schneidematte zu.
Da ich noch Reste eines schönen Rosenstoffes hatte, sollte dieser besonders präsent sein. Dazu habe ich zwei Stoffe mit Punkten kombiniert.
Alle Stoffe sollten die gleiche oder nahezu gleiche Stärke haben, damit sie beim Verarbeiten und Bügeln die gleichen Eigenschaften haben.
7. Quadrate anordnen
Nach dem Zuschnitt und dem Bügeln der 28 Quadrate ordne ich sie auf einem großem Tisch so an, wie ich sie später zusammennähen möchte. Bitte denkt daran, dass auf dem obigen Bild die linken drei Reihen später die Vorderseite und die drei rechten Reihen die Rückseite der Haube darstellen werden. Wenn ihr die Quadrate fertigt angeordnet habt, könnt ihr davon ein Handy-Foto als Erinnerungshilfe machen.
8. Quadrate in Streifen aneinander nähen
Als Nächstes wird genäht. Wir nähen jeweils die vier Quadrate einer Reihe aneinander. Wir starten mit den ersten vier Quadraten, die ganz links auf unserem Tisch (also der Vorderansicht der Haube) liegen.
Zuerst klammern wir die Quadrate rechts auf rechts mit Stoffklammern zusammen.
Wir nähen die Quadrate jeweils mit einer NZG von 1 cm mit einem kleinen Geradstich aneinander.
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Um die 1 cm einzuhalten, orientieren wir uns an der Maßplatte unserer Nähmaschine. An dieser 1 cm-Markierung auf der Platte führen wir unseren Stoff entlang.
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Am Anfang und am Ende verriegeln wir die Naht.
Tipp:
Für einen sauberen Nahtbeginn starte ich immer 1 cm von der Stoffkante entfernt. Dann nähe ich bis zur Stoffkante rückwärts. Danach führe ich die normale Naht vorwärts aus. Mit diesem Trick habe ich verhindert, dass meine Nähmaschine den Stoff zu Beginn der Naht gefressen hat, und der Faden ist gleichzeitig ordentlich vernäht.
Am Ende der Naht haben wir die ersten vier Quadrate aneinander genäht.
Wir bügeln die Nahtzugaben sorgfältig auseinander. Ich mache das gern mit meinem Mini-Bügeleisen, da es nicht so groß und schwer ist. Man kann das Bügeleisen genau positionieren und sieht, wo man arbeitet. Ich drücke mit der linken Hand die NZG auseinanderdrücke und führe mit der rechten Hand das Bügeleisen darüber.
Danach drehe ich den Streifen auf rechts und bügele einmal mit dem Dampfbügeleisen über die Nähte und den Stoff.
Diesen Schritt – vier Quadrate aneinander nähen – wiederhole ich so lange, bis alle 28 Quadrate zu 7 Streifen vernäht sind.
9. Streifen aneinander nähen
Im Folgenden nähen wir die Streifen aneinander. Das erfolgt nach dem immer gleichen Ablauf.
Step 1:
Wir nehmen uns die beiden linken Streifen und legen sie rechts auf rechts aufeinander.
Dabei achten wir darauf, dass Naht auf Naht liegt.
Step 2:
Wir klammern beide Streifen mit Stoffklammern zusammen.
Step 3:
Als Nächstes nähen wir die beiden Streifen mit einer NZG von 1 cm aneinander. Ich starte wieder 1 cm ab Stoffkante und nähe rückwärts bis zur Stoffkante. Danach nähe ich weiter vorwärts. Wir achten darauf, dass die gebügelten Nahtzugaben auseinandergeklappt sind, bevor wir darüber nähen. Das Ende der Naht verriegeln wir.
Step 4:
Wir bügeln die Naht von links mit dem Mini-Bügeleisen.
Step 5:
Wir klappen das Werk auseinander. Danach bügeln wir die Nahtzugaben mit dem Mini-Bügeleisen auf der linken Stoffseite sorgfältig auseinander.
Step 6:
Wir wenden unser Werk und bügeln nun die Naht und den Stoff auf der Vorderseite mit dem Dampfbügeleisen.
Step 7:
Jetzt steppen wir die frische Naht auf jedem Streifen knappkantig (ca. 3 mm) im Geradstich ab. Wir orientieren uns bei der Nahtführung an unserem Nähfüßchen. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir.
Step 8:
Wir bügeln die beiden frischen Steppnähte auf der Außenseite mit dem Dampfbügeleisen.
Wir wiederholen Step 1 bis Step 8 so lange, bis alle sieben Streifen aneinander genäht sind.
Am Ende schaut mein Werk so aus und kommt gemessen auf die Maße von 72 cm × 42 cm. Die Differenz von 2 cm in der Länge und Breite zu meinem an der Nähmaschinen gemessenen Maß (seitlicher Umfang = 70 cm, Breite = 40 cm) resultiert aus den noch nicht benutzten Nahtzugaben an den äußeren Quadraten.
10. Anprobe
Wir machen eine Anprobe. Bei mir sitzt alles, wie es soll.
11. Verstärkung des Patchwork-Mittelteils mit Volumenvlies H 640
Da unser genähtes Patchwork-Mittelteil aus Baumwollstoff allein nicht standhaft genug wäre, verstärke ich die linke Seite mit aufbügelbarem Volumenvlies H 640.
Das Maß für das Volumenvlies ist das gleiche Maß wie für das eben ausgemessene Patchwork-Mitteilteil (bei mir 72 cm × 42 cm) minus rundherum 1 cm NZG. Mein Volumenvlies schneide ich also in der Größe von 70 cm × 40 cm zu. Wenn die NZG frei von Vlies sind, lassen sie sich später besser aneinander nähen.
Ich bügele das Volumenvlies mittig auf das Patchwork-Teil. Dafür lege ich das Vlies mit den Klebepunkten auf die linke Seite des Stoffes. Auf das Vlies und den 1 cm freien Rand lege ich ein feuchtes ausgewrungenes Herrentaschentuch aus Baumwolle (oder ein anderes Stück Baumwollstoff). Ich stelle das Bügeleisen (ohne Dampf, 2 bis 3 Punkte) für ca. 15 Sekunden auf eine Stelle des feuchten Taschentuchs. Ich bewege es in dieser Zeit nicht, übe nur statischen Druck aus und zähle bis 15. Dann nehme ich das Bügeleisen hoch und stelle es seitlich neben die eben behandelte Stelle. So arbeite ich mich über die ganze Fläche.
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Am Ende lasse ich alles ohne Tuch unbewegt 30 Minuten lang auskühlen. Dabei härten die Klebepunkte aus und fixieren das Vlies am Stoff.
Danach kontrollieren wir, ob das Vlies überall sicher klebt.
Auf der Vorderseite habe ich beim Aufbügeln und Pressen ein paar Bügelfalten produziert.
Diese glätte ich – soweit möglich – mit meinem Mini-Bügeleisen.
Eine erneute Anprobe zeigt mir, dass meine Haube durch die Verstärkung jetzt einen viel besseren Stand hat.
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12. Den Griff fertigen
Da ich meine Haube mit einem Griff auf- und absetzen möchte, fertige ich mir nun einen Griff. Den Griff nähe ich aus einem Baumwollstoff meiner Wahl. Ich schneide mir einen Streifen in der Größe von 24 cm × 10 cm zu. Ich schlage die schmalen Stoffkanten 1 cm nach innen um und bügele sie. Die Ecken schneide ich schräg ab. Danach falte ich den Streifen zweimal längs zusammen und bügele ihn.
Ich falte das Paket wieder auseinander und lege einen passend zugeschnittenen Streifen Vlieseline H640 ein. Ich klappe den Stoff darüber und bügele die Vlieseline – wie oben beschrieben – fest.
Ich falte das Paket zusammen und steppe den Griff einmal rundherum knappkantig ab.
Damit aus dem Streifen ein Griff wird, muss ich ihn entsprechend knicken. Wo genau die Knickfalten sein sollen, hängt von meiner Hand ab. Dafür mache ich eine Anprobe auf meiner Haube. Im Ergebnis dessen setze ich im Abstand von 3 cm ab Stoffkante je eine Steppnaht.
Wenn ich den Griff nun auf beiden Seiten auf diese Steppnaht falte, entsteht automatisch ein Griff. Mein Griff misst in der Mitte ca. 10 cm. Der Griff ist perfekt für meine Hand und lässt sich gut greifen.
13. Den Griff annähen
Mit einer Anprobe ermittele ich die mittige Position des Griffs auf dem Mittelteil. Ich möchte ihn auf beiden Seiten mit den aufliegenden Flächen auf der Haube feststeppen.
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Damit mir der Griff beim Aufsteppen nicht verrutscht, markiere ich die beiden Nähflächen erst mit vier Stecknadeln. Dann nehme ich den Griff ab und versehe die Nähfläche zwischen den vier Stecknadeln mit Stoffkleber. Jetzt klebe ich die Nähfläche auf meine Markierung und entferne die Stecknadeln. Das mache ich auf beiden Seiten.
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Ich steppe die beiden aufliegenden, angeklebten Flächen auf der Haube fest. Für die Nahtführung benutze ich die bereits auf dem Griff vorhandenen Nähte vom Griff. Ich nähe einfach das Viereck nach. An jeder Ecke stoppe ich, versenke die Nadel im Stoff, drehe mein Werk (ich rolle die Seiten bei Bedarf einfach ein), und nähe dann die nächste Seite. Anfang und Ende der Naht verriegele ich.
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Das mache ich auf beiden Seiten des Griffs. Und schon ist der Griff fertig angenäht.
14. Schnittmuster für Seitenteile herstellen
Nachdem das Mittelteil samt Griff fertig ist, kommen jetzt die beiden Seitenteile. Das Schnittmuster dafür müssen wir uns erst entwerfen. Dafür messen wir das Seitenteil direkt an unserer Nähmaschine aus. Wir legen die Haube auf und klappen die unteren NZG nach innen.
Ich messe:
- die untere Breite zwischen den Seitenteilen (bzw. Tiefe) = bei mir 22 cm
- die höchste Stelle in der Mitte = bei mir 29 cm
- Seitenteile bis Dachbeginn = bei mir 28 cm
- Breite Dach = bei mir 14 cm
Ich übertrage diese Maße auf ein Stück Pappe und schneide das Schnittmuster aus. Danach kontrolliere ich, ob das Pappteil in die Öffnung passt.
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15. Zuschnitt Seitenteile
Ich lege meine Schablone zweimal auf ein passendes Stück gebügelten Baumwollstoff (bei mir der Stoff vom Griff) auf und zeichne die Umrissse mit 1 cm NZG auf. Da meine Nähmaschine einen Stromzugang für das Kabel hat, der frei bleiben muss, kürze ich ein Seitenteil unten um 10 cm.
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Beim kurzen Teil schlage ich die untere Stoffkante zweimal 1 cm um, bügele den Umschlag und steppe ihn fest.
16. Verstärken der Seitenteile
Damit meine Haube rundherum einen guten Stand hat, verstärke ich auch die Seitenteile – wie oben beschrieben – mit Vlieseline H640. Ich schneide die Vlieseline (ohne NZG) mit der Pappschablone zu. Für das kürzere Teil lege ich die Schablone niedriger auf.
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Ich bügele die Vlieseline – wie oben beschrieben – auf die linke Seite der Seitenteile. Vorher habe ich das Vlies für das kurze Seitenteil noch entsprechend angepasst.
17. Einnähen der Seitenteile
Ich beginne mit dem langen Seitenteil. Ich klammere das Seitenteil rechts auf rechts mittig am Mitteilteil fest. Vorher habe ich mir die Mitte des Mittelteils und die Mitte des Seitenteils ausgemessen und markiert.
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Ich nähe beide Teile mit 1 cm NZG mit normalem Geradstich zusammen. Anfang und Ende der Naht verriegele ich.
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Dann mache ich es mit der kurzen Seite genauso.
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Ich klappe die beiden Seitenkanten, wo später die Öffnung für das Kabel ist, 1 cm nach innen um und bügele die Falte. Danach steppe ich die gesamte Kante einmal rund um das kurze Seitenteil knappkantig ab.
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Danach bügele ich auf einem Ärmelbügelbrett die Naht.
Das knappkantige Absteppen mache ich auch auf der Seite mit dem langen Seitenteil.
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Bevor ich meine Haube wende, schneide ich auf der linken Seite die NZG in den abgerundeten Ecken mehrmals bis kurz vor der Naht ein. Dann wende ich die Haube und bügele auf einem Ärmelbügelbrett die frischen Nähte.
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Wir machen eine Anprobe. Damit ist unsere Außenhülle fertig.
18. Innenfutter zuschneiden und nähen
Nachdem ich eine schöne Außenhülle genäht habe, wende ich mich jetzt dem Innenfutter zu. Aus einem geeigneten Baumwollstoff (bei mir alte Baumwollbettwäsche) schneide ich mir drei Teile zu:
- Mittelteil (inklusive NZG) = 72 cm × 42 cm
- 2 Seitenteile mit je 1 cm NZG rundherum = Maße laut Schablone
Ihr habt sicherlich bemerkt, dass die Zuschnitte aus dem Futterstoff genauso groß sind wie die aus dem Außenstoff.
Ich schlage die untere Kante des kurzen Seitenteils 2 x 1 cm um und steppe den Umschlag wie bei der Außenhülle ab.
Ich messe mir auf jedem Teil die Mitte aus und markiere sie. Dann klammere die beide Seitenteile rechts auf rechts mittig an das Mittelteil.
Jetzt nähe ich mit normalem Geradstich und 1 cm NZG die Seitenteile an das Mittelteil. Anfang und Ende der Naht verriegele ich.
Danach schlage ich die NZG am unteren Mittelteil (neben dem gekürzten Seitenteil) 1 cm nach innen um und bügele sie.
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Ich steppe diese Stoffkante und das gesamte Seitenteil einmal rundherum knappkantig ab.
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Ich schneide die NZG an den abgerundeten Ecken ein paar Mal mit einer scharfen Schere bis kurz vor der Naht ein, sodass sich die Rundungen nach dem Wenden besser umlegen. Danach wende ich das ganze Teil und bügele alle frischen Nähte auf meinem Ärmelbügelbrett mit meinem Mini-Bügeleisen.
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Damit sind die Außenhülle und das Innenfutter fertig und können zusammengenäht werden.
19. Außenhülle und Innenfutter zusammennähen
Ich wende das Innenfutter auf links und stopfe die Außenhülle in das Innenfutter. Ich klammere die Hüllen – bis auf eine Wendeöffnung von ca. 15 cm auf der Rückseite der Hülle – mit Stoffklammern rechts auf rechts zusammen.
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Jetzt nähe ich beide Hüllen – bis auf die Wendeöffnung – mit einem Geradstich und 1 cm NZG zusammen. Anfang und Ende der Naht verriegele ich.
Danach schneide ich mit einer spitzen Schere die beiden rechten Winkel am kurzen Seitenteil bis kurz vor der Naht ein (Futterstoff und Außenstoff einschneiden). Weiterhin schneide ich die Ecken bis knapp vor der Naht ab. Dies alles mache ich, damit der Stoff nach dem Wenden an diesen Stellen gut ausgeformt werden kann.
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Danach wende ich die Haube durch die Wendeöffnung. Ich falte die NZG der Wendeöffnung 1 cm nach innen. Jetzt bügele alle frisch genähten Kanten – und die Wendeöffnung – erst mit meinem Mini-Bügeleisen, dann mit dem Dampfbügeleisen. Dabei achte ich darauf, dass der Futterstoff nicht hervorschaut.
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20. Untere Kante absteppen
Damit Außenhülle und Innenfutter sich nicht gegeneinander verschieben oder der Futterstoff hervorschaut, steppe ich die untere Stoffkante nähfüßchenbreit (also 7 mm) einmal rundherum ab. Anfang und Ende der Naht verriegele ich. Die Wendeöffnung wird bei dieser Naht automatisch geschlossen.
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Nach dem Absteppen bügele ich die frische Naht noch einmal mit Dampf.

21. Finish
Durch das Wenden haben sich ein paar Knitter in meinen Außenstoff gemogelt. Das behebe ich kurz mit dem Dampfbügeleisen auf meinem Ärmelbügelbrett.
Meine neue Patchwork-Nähmaschinenhaube ist fertig!
Mir gefällt sie. Sie ist bunt, fröhlich, farbenfroh, nützlich, praktisch und einzigartig. Ein kleiner bunter Blickfang in meinem Nähzimmer.
Abschließend dürft ihr meine neue Nähmaschinenhaube noch einmal von allen Seiten anschauen:
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Zum Schluss noch ein kurzer Vergleich:
Links das mitgelieferte Modell aus Kunststoff und rechts meine aus Stoffresten genähte Patchwork-Haube. Woran hat das Auge wohl mehr Freude?

Das war es für heute mit meinem kreativen Mitmach-Projekt. Nun seid ihr dran!
22. In eigener Sache
Wenn Ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.
Über einen netten Kommentar oder eine kleine Plauderei hier unter dem Blogbeitrag würde ich mich freuen.
Für heute verabschiede ich mich von euch und wünsche gutes Gelingen und viel Freude mit meinen Ideen.
Herzliche Grüße von Ina