Strickanleitung Babyhose in drei Größen
Im Blogbeitrag über die gestrickten Decken hatte ich euch neulich meine neueste Babydecke für das im Herbst erwartete Enkelkind in Salbeigrün gezeigt. Da ich immer etwas mehr Wolle kaufe, als in der Anleitung angegeben, hatte ich am Ende etwas davon übrig. Da meine Babydecke ganz wunderbar zart, weich und wärmend ist, habe ich aus den Resten noch etwas für das Baby gestrickt: nämlich eine kleine Hose. Und wie diese gestrickt wird, zeige ich euch in diesem Blogbeitrag. Hier ein kleiner Vorgeschmack, was wir heute gemeinsam stricken wollen:
1. Größen
Ihr könnt die Hose in drei Größen stricken. Meine Hose stricke ich in Größe 2. Da Wolle aber dehnbar ist und nicht alle Babys gleich groß sind, sehe ich das nicht so eng.
- Gr. 1 (Neugeboren)
- Gr. 2 (1 bis 3 Monate)
- Gr. 3 (4 bis 7 Monate)
2. Material
- ca. 50 bis 75 g Lamana Como Merino Superfine (25 g/120 m) in der Farbe 38
(oder andere Wolle nach Belieben, wenn unsere Maschenproben übereinstimmen) - Rundstricknadel Stärke 2,5, ca. 60 cm lang
- Nadelspiel Stärke 2,5, 15 cm lang
- Maßband
- 5 Maschenmarkierer
- Stopfnadel
- Schere
3. Meine Wolle
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Die Firma Lamana beschreibt die Wolle auf ihrer Webseite so:
„COMO ist ein dreifädig gezwirntes SUPERLIGHT Garn aus 100 % superfeiner Merino Schurwolle mit 18,5 Mikron in DK Stärke. Das kardierte Garn mit 120 m Lauflänge auf nur 25 g bekommt durch eine innovative Herstellungsweise seine einzigartige Leichtigkeit und einen überaus weichen Griff. Die temperaturregulierenden und atmungsaktiven Eigenschaften der Merinowolle werden hierbei nochmals positiv unterstützt und durch den leichten Woll-Flaum entsteht eine edle, dezent matte Oberfläche.
Die mulesingfreie Merino-Rohwolle für COMO beziehen wir von ausgewählten Schäfereien in Australien. Die Rohwolle ist in den Kriterien Tierwohl, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung zertifiziert und wird in Italien von einem familiengeführten Traditionsbetrieb gesponnen und gefärbt. Dieses Garn ist mit dem OEKO-TEX® STANDARD 100, Produktklasse I (Textilien und Materialien für Säuglinge und Kleinkinder bis zu drei Jahren) zertifiziert.
COMO ist ganz besonders vielseitig einsetzbar. Dank der Weichheit und Maschinenwaschbarkeit eignet sie sich sehr gut für Babykleidung, Accessoires und alles, was kuschelig weich werden soll. Fair Isle bekommt eine tolle Optik und insbesondere größere Strickstücke profitieren von dem geringen Gewicht und halten durch die Elastizität, verbunden mit der Leichtigkeit des Garns, hervorragend die Form.“
4. Die Maschenprobe
Für die richtige Größe meiner Babyhose ist die Maschenprobe wichtig. Das verwendete Garn soll laut Anleitung im Muster glatt rechts auf 26 Maschen und 36 Reihen auf 10 cm × 10 cm kommen.
Um zu überprüfen, ob das mit meiner ausgewählten Wolle klappt, habe ich damit eine Maschenprobe mit Nadelstärke 2,5 gestrickt und danach die Maschen auf 10 cm × 10 cm ausgezählt.
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Ganz vorbildlich – und weil sich die Wolle auch nach der Wäsche verändern kann – habe ich meine Maschenprobe in warmem Wasser gebadet. Danach habe ich die Maschenprobe in ein Mikrofaserhandtuch eingerollt und die Feuchtigkeit herausgedrückt. Danach habe ich das Handtuch wieder ausgerollt und die Maschenprobe flach ausgebreitet trocknen lassen. Erst danach habe ich die Maschen ausgezählt. Ich kam sehr nah an die Vorgabe heran und konnte somit die Hose mit meiner Wolle stricken.
Nach dem Waschen hat sich aber auch die Optik zu ihrem Vorteil entwickelt. Die Wolle ist gewaschen noch weicher und flauschiger, genau das Richtige für ein Baby.
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5. Die Anleitung
Im Internet gibt es viele – auch kostenlose – Anleitungen für gestrickte Babyhosen. Ich habe mir die kostenlose Anleitung „Hosenmatz“ auf der Internetseite der Firma Lanade herausgesucht. Mir gefiel besonders der Hosenschnitt, der extra viel Platz für den Windelpopo vorsieht und dass man überwiegend rechte Maschen strickt. Die Anleitung ist allerdings etwas knapp gehalten und nicht jeder Strickanfänger wird deshalb damit klarkommen. Deshalb zeige und erkläre ich euch in diesem Blogbeitrag noch einmal ganz genau, wie die Babyhose gestrickt wird.
In der o. g. kostenlosen Strickanleitung gibt es neben den drei kleineren Größen noch eine für 8 bis 12 Monate alte Babys. Diese Größe benötigt allerdings schon ein Bindeband, damit die Hose beim eventuellen Herumlaufen nicht herunterrutscht. Ich mag aus Sicherheitsgründen keine Bänder bei Babysachen. Deshalb habe ich diese Größe hier weggelassen. Wenn mein Enkelkind an dieser Stelle ist, bekommt es genähte Hosen mit einem elastischen Bündchen.
6. Größe und Materialverbrauch
Zur Ermittlung der Größe könnt ihr euch gern an den Größenangaben in der Tabelle orientieren. Und schaut euch auch den dazugehörigen Wollbedarf in Metern an. Die Meterangabe findet ihr auf der Banderole eurer Wolle.
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7. Der Maschenanschlag
Ich stricke meine Hose in der mittleren Größe und schlage deshalb 104 Maschen an. Damit der Maschenanschlag später schön dehnbar und elastisch ist, schlage ich die Maschen straff mit zwei Nadeln meiner Rundstricknadel der Stärke 2,5 an. Ihr könnt aber gern einen anderen Maschenanschlag wählen.
Wie viele Maschen man für die anderen Größen anschlagen muss, könnt ihr in der Tabelle ablesen.
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8. Das Bauchbündchen
Ich wechsele nun zum Nadelspiel und stricke meine Maschen nacheinander von der Rundstricknadel auf die vier Nadeln meines Nadelspiels. Ich stricke die Maschen im groben Rippenmuster [2 Maschen rechts, 2 Maschen links].
Danach schließe ich die Maschen zur Runde.
Ab hier stricke ich das Bündchen in fortlaufenden Runden. Ich stricke weiter im groben Rippenmuster. Dieses Muster hat den Vorteil, dass es von beiden Seiten gleich ausschaut.
Ich stricke so lange, bis das Bündchen für meine Größe 8 cm lang ist. Wie lang es für die anderen Größen sein muss, könnt ihr in der Tabelle ablesen:
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9. Der Unterbauch
Nach dem Bündchen brauchen wir ein bisschen mehr Weite für den Bauch und nehmen deshalb in der nächsten Runde ein paar Maschen zu. Ab hier stricken wir im Muster glatt rechts, also nur rechte Maschen.
Ich wechsele jetzt auf eine Rundstricknadel. Ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr weiter mit dem Nadelspiel oder mit einer Rundstricknadel stricken möchtet.
Wir stricken eine Zunahme-Runde. Dafür stricken wir fortlaufend: [3 Maschen rechts, 1 Masche rechts verdoppeln].
Das Verdoppeln geht so:
Wir stricken einmal eine rechte Masche in das vordere Maschenglied. Danach stechen wir in das hintere Maschenglied der gleichen Masche ein und stricken eine rechts verschränkte Masche.
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Ihr seht, zwischen meine zwei rechten Maschen vom Rippenmuster drängeln sich nun 3 statt vorher 2 Maschen.
Wir kontrollieren die Gesamtmaschenzahl. Ich habe nach dieser Zunahme-Runde für meine Größe 130 Maschen auf der Nadel. Für die anderen Größen könnt ihr die Maschenzahlen in der Tabelle ablesen:
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Damit ich ab hier erkennen kann, wo die Runden beginnen, setze ich einen Maschenmarkierer in den Rundenbeginn.
Jetzt stricken wir ganz entspannt rechte Maschen in fortlaufenden Runden – entweder mit dem Nadelspiel oder einer Rundstricknadel.
Ich stricke so lange, bis meine Babyhose eine Gesamtlänge (also inklusive Bündchen) von 12 cm erreicht hat.
Wie viele Zentimeter das bei den anderen Größen sein sollen, könnt ihr in der Tabelle ablesen:
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10. Zunahmen aus dem Querfaden
Für die Bewegungsfreiheit im Schritt samt dickem Windelpaket nehmen wir in den folgenden Runden zusätzliche Maschen für den Zwickel auf. Die Zunahmen für den Zwickel sind immer rechts und links verschränkte Zunahmen aus dem Querfaden. Bevor wir diese Runden stricken, schauen wir uns zuerst an, wie diese Zunahmen gemacht werden.
Nach links geneigte rechts verschränkte Zunahme aus dem Querfaden
Wir starten nach dem Maschenmarkierer. Aus dem folgenden Querfaden nehmen wir nun eine neue Masche auf. Dafür stechen wir mit der linken Nadel von vorn nach hinten in den Querfaden und legen uns eine neue Maschenschlaufe auf die linke Nadel.
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Wir stechen mit der rechten Nadel in die frisch auf die linke Nadel gelegte Maschenschlaufe und stricken eine rechts verschränkte Masche. Schon haben wir eine neue, nach links geneigte Masche aus dem Querfaden eingefügt.
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Nach rechts geneigte rechts verschränkte Zunahme aus dem Querfaden
Wir stechen mit der linken Nadel von hinten nach vorn unter dem Querfaden hindurch und legen uns den Querfaden auf die linke Nadel. Mit der rechten Nadel stricken wir diese neue Maschenschlaufe rechts.
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Schon haben wir eine neue, nach rechts geneigte Masche aus dem Querfaden eingefügt.
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Jetzt beherrscht ihr die Technik der Maschenzunahme aus dem Querfaden. Diese Fertigkeiten benötigen wir zwingend in den nächsten Runden. Jetzt kommen die Maschenmarkierer zum Einsatz. Diese setzen wir an bestimmte Positionen der Hose, wo wir später die Zunahmen einstricken.
11. Der Zwickel
Unsere Hose misst nun 10, 12 oder 14 cm. Den Rundenbeginn haben wir mit einem Maschenmarkierer markiert. Ab hier geht es weiter. Ich schreibe die Maschenzahlen für alle drei Größen nun immer nacheinander. Vielleicht markiert ihr euch die Angaben für eure Größe, dann könnt ihr nicht durcheinanderkommen. Meine gestrickte mittlere Größe schreibe ich fett.
Runde A (Zunahme-Runde)
Wir starten am Rundenbeginn. Danach stricken wir 28 (31 oder 33) rechte Maschen, dann setzen wir einen Maschenmarkierer.
Es folgt eine nach links geneigte Zunahme aus dem Querfaden. Jetzt stricken wir 4 (3, 4) rechte Maschen.
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Danach folgt eine nach rechts geneigte Zunahme aus dem Querfaden. Jetzt setzen wir den zweiten Maschenmarkierer.
Ihr seht, aus den ehemals 3 Maschen zwischen meinen beiden Maschenmarkierern sind durch die Zunahmen 5 geworden.
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Danach stricken wir bis zum Rundenende rechte Maschen. In dieser Runde haben wir 2 Maschen zugenommen.
Runde B
Wir stricken alle Maschen rechts. Die Maschenmarkierer heben wir auf die neue Nadel, wenn wir sie erreicht haben.
Runde C (Zunahme-Runde)
Wir stricken bis zum ersten Maschenmarkierer rechts. Dann heben wir den Maschenmarkierer auf die neue Nadel. Es folgt eine nach links geneigte Zunahme aus dem Querfaden.
Danach stricken wir rechts bis zum zweiten Maschenmarkierer. Wir machen eine nach rechts geneigte Zunahme aus dem Querfaden. Danach setzen wir den Maschenmarkierer auf die neue Nadel.
Wir stricken bis zum Rundenende rechte Maschen.
Ihr seht, auch in dieser Zunahme-Runde haben wir wieder 2 Maschen zwischen den Maschenmarkierern zugenommen.
Wir wiederholen Runde B und Runde C noch dreimal. Ich streiche mir die fertigen Runden immer auf einem Zettel ab, so kann ich nicht durcheinanderkommen. Danach schaut meine Hose mit den Zunahmen so aus:
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Zur Kontrolle zählen wir nun die Gesamtmaschenzahl. Durch die Zunahmen sollten es nun sein: 130 (140, 150).
Da der Zwickel bei einer Hose vorn und hinten unterschiedlich gearbeitet wird, kommen jetzt zwei weitere Maschenmarkierer zum Einsatz.
Runde D:
Ausgangspunkt ist wieder unser markierter Rundenbeginn. Ab hier starten wir die Runde mit 98 (106, 113) rechten Maschen. Die Maschenmarkierer, die uns bis dahin begegneten, heben wir auf die neue Nadel über.
Danach setzen wir einen neuen (dritten) Maschenmarkierer. Es folgen 4 (3, 4) rechte Maschen, danach setzen wir einen weiteren neuen (vierten) Maschenmarkierer.
Wir haben damit auf der Vorder- und Rückseite der Hose je zwei Maschenmarkierer, die die Position des Zwickels markieren.
Runde E (Zunahme-Runde)
*Wir stricken rechte Maschen bis zum Maschenmarkierer. Wir heben den Maschenmarkierer über. Wir stricken eine links verschränkte Zunahme aus dem Querfaden. Wir stricken weiter rechte Maschen bis zum nächsten Maschenmarkierer. Es folgt eine rechts verschränkte Zunahme aus dem Querfaden. Danach heben wir den Maschenmarkierer auf die neue Nadel.*
Wir wiederholen das Ganze von * zu *. Danach stricken wir den Rest der Runde rechte Maschen.
Ihr seht, dass wir damit in dieser Runde 4 neue Maschen zugenommen haben.
Runde F
Wir stricken alle Maschen rechts und heben die Maschenmarkierer über, wenn wir sie erreicht haben.
Wir wiederholen Runde E und Runde F weitere neunmal. Ich notiere mir die fertigen Runden wieder auf einem Zettel, so komme ich nicht durcheinander.
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Nach diesen Wiederholungen können wir deutlich auf der Rückseite der Hose die Zunahmen für den Zwickel sehen:
Auf der Vorderseite ist der Zwickel ein wenig kleiner:
Zur Kontrolle zählen wir die Maschen. Wir sollten nun auf 170 (180, 190) Maschen kommen.
12. Ein unsichtbarer Fadenwechsel
Vermutlich musstet ihr schon ein neues Knäuel beginnen. Wenn ihr den Faden einfach normal neu ansetzt und dann auf der linken Seite des Werkes die Fäden einzeln vernäht, sieht man diese Nahtstelle meistens – zumal bei einfarbigen Werken ohne viel Muster. Das geht besser!
Wir halbieren ca. 15 cm des alten Fadens und 15 cm des Fadenbeginns des neuen Knäuels. Jeder Faden ist daher nur halb so dick wie das Original.
Jetzt legen wir uns diese beiden halben 15 cm-Fäden parallel in unsere Handflächen und verreiben sie vorsichtig miteinander. Die einzelnen Fäden verdrillen sich miteinander und bilden am Ende einen neuen Faden, der genauso dick ist wie das Original.
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13. Den Zwickel abstricken
Nachdem wir Bündchen, Bauch und Po gestrickt haben, sind wir jetzt bei den Beinen angelangt. Als Nächstes stricken wir in der Mitte für den Schritt vorn und hinten ein paar Maschen ab. Diese nähen wir zum Schluss zusammen.
Wir stricken rechts bis zum ersten Maschenmarkierer. Wir entfernen ihn. Danach folgen 8 (7, 7) rechte Maschen.
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Jetzt stricken wir 18 (19, 20) Maschen rechts ab.
Das Abstricken geht so:
Wir stricken zuerst eine rechte Masche. *Diese fertige neue Masche heben wir zurück auf die linke Nadel. Jetzt stricken wir zwei Maschen rechts verschränkt.* Wir wiederholen den Vorgang von * zu *.
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Wenn wir bis hierhin alles richtig gestrickt und uns nicht verzählt haben, sollten sich die abgestrickten Maschen symmetrisch in der Mitte des Zwickels befinden.
Wir stricken weiter rechts bis zum nächsten Maschenmarkierer. Wir entfernen ihn. Es geht weiter mit 3 (2, 2) rechten Maschen. Danach stricken wir auch auf dieser Hosenseite wieder Maschen ab, nämlich 18 (19 oder 20). Im Idealfall befinden sich auch diese abgestrickten Maschen wieder symmetrisch in der Mitte des Zwickels.
Wir stricken alle Maschen bis zum Rundenbeginn rechts. So schaut unsere Hose mittlerweile aus:
14. Die Beine
Jetzt stricken wir separat die Beine.
Zuerst legen wir die 67 (71, 73) Maschen für das rechte Bein still. Stilllegen heißt, wir fädeln die Maschen auf einen separaten Faden oder auf eine zweite Rundstricknadel (gleiche Stärke wie die erste).
Wir stricken mit unserer ersten Rundstricknadel weiter und schließen die Maschen des linken Beins zur Runde.
Zur Kontrolle zählen wir unsere Maschen: Jedes Bein soll 67 (71 oder 73) Maschen haben.
Wir stricken nun nur das linke Bein mit dem Nadelspiel der Stärke 2,5 weiter. Wir verteilen unsere Maschen auf die vier Nadeln des Nadelspiels und stricken fortlaufend rechte Maschen in Runden.
Das machen wir so lange, bis wir an der Innenseite des Beins 7 (9, 13) cm messen können.
15. Abnahmen für Beinbündchen
Ab hier nehmen wir für das Beinbündchen ein paar Maschen ab. Konkret nehmen wir in dieser Runde gleichmäßig verteilt 11 Maschen (gilt für alle drei Größen) ab.
Für meine Größe bedeutet das, dass ich jede 6. und 7. Masche rechts zusammenstricke.
Nach der Runde kontrollieren wir: Wir sollten jetzt 56 (60 oder 64) Maschen haben.
Es folgt eine Runde rechte Maschen ohne Abnahmen.
Danach kommt noch einmal eine Abnahme-Runde. Hier nehmen wir 12 (12 oder 16) Maschen ab. Für meine Größe bedeutet das, dass ich jede 3. und 4. Masche rechts zusammenstricke.
Zur Kontrolle: Es bleiben 44 (48 oder 48) Maschen übrig.
16. Das Beinbündchen
Für das Beinbündchen, das von beiden Seiten gleich ausschaut, stricken wir fortlaufend die Maschenfolge [2 Maschen rechts, 2 Maschen links].
Das machen wir so lange, bis unser Bündchen 3,5 cm (gilt für alle drei Größen) misst.
Da wir das Bündchen später umschlagen und dafür eine definierte Kante haben wollen, stricken wir jetzt eine Runde rechte Maschen.
Danach stricken wir das Bündchen weiter im gewohnten Rippenmuster von [2 Maschen rechts, 2 Maschen links]. Wir stricken so lange, bis unser gesamtes Bündchen 7,5 cm (gilt für alle drei Größen) erreicht hat.
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17. Das Abstricken
Wir stricken mit normaler Fadenspannung wie folgt ab:
*Wir stricken 2 Maschen rechts verschränkt zusammen. Dann fädeln wir die neu gestrickte Masche zurück auf die linke Nadel.* Wir wiederholen die Maschenfolge von * zu *.
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Am Ende haben wir einen hübschen Rand mit einem Mini-Zopfmuster.
Dank der einen rechten Runde können wir das Bündchen elegant umschlagen.
Es legt sich quasi automatisch in der Mitte zusammen.
So schaut meine einbeinige Hose nunmehr aus:
18. Das zweite Bein
Wir stricken das zweite Bein genauso wie das erste. Wer findet, dass das Messen mit dem Lineal wegen der weichen Maschen zu ungenau ist, kann auch die Runden zählen.
19. Die Fertigstellung
Wir drehen die Hose auf links und vernähen alle Fäden. Wir nähen die Öffnung im Schritt mit Nadel und Faden zusammen. Dafür orientieren wir uns an den abgestrickten Maschen, deren Anzahl ja vorn und hinten im Zwickel gleich war.
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Danach vernähen wir auch die weiteren restlichen Fäden. Damit ist die Hose (fast) fertig.
20. Das Finish
Damit meine Wolle seine Flauschigkeit bekommt und sich die Maschen entspannen, bade ich jetzt meine Hose in lauwarmem Wasser, dem ich etwas Wollwaschmittel zugesetzt habe.
Nach dem Spülen (nicht wringen!) drücke ich die Hose sanft aus und lege sie ausgebreitet auf ein Mikrofaserhandtuch. Ich rolle das Handtuch samt Hose auf und drücke mit der flachen Hand auf die Rolle. Die Mikrofasern des Handtuchs nehmen die Feuchtigkeit der Wolle auf.
Ich rolle alles wieder auf und breite die Hose auf einem trockenen Handtuch flach aus. So lasse ich die Hose trocknen (nicht in der Sonne!).
Man kann die Hose laut Banderole aber auch in der Waschmaschine (im Wäschesäckchen, Wollwaschgang, 30 Grad, kein Weichspüler, kein Trockner) waschen.
21. Fertig
Meine Babyhose ist fertig und ich kann im trockenen Zustand noch einmal die Maße kontrollieren. Geringe Abweichungen sind aber kein Problem, da sich Strickmaschen gut dehnen lassen. Die Hose wird somit ein Weilchen mitwachsen.
So kuschelig wie sie ist, wird sich der neue Erdenbürger darin sicherlich sehr wohl, gewärmt und geborgen fühlen.
Das Bündchen ist schön weich und dehnbar. Es wird Babys Bäuchlein verwöhnen.
Ihr seht, mein Maschenbild hat sich durch die Wäsche noch einmal verfeinert.
Die Beinbündchen kann man zu Anfang umschlagen und später, wenn das Baby gewachsen ist, ausklappen.
22. In eigener Sache
Ich hoffe, euch hat mein Beitrag Freude gemacht.
Wenn ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.
Über einen netten Kommentar oder ein kleines Dankeschön für meine Arbeit hier unter dem Blog würde ich mich freuen.
Herzliche Grüße von Ina
Liebe Grüße Regina