Einleitung
Wenn man viel Zeit und Liebe in ein Häkelstück steckt, möchte man natürlich, dass es möglichst lange schön bleibt. Gerade bei Amigurumis steckt oft nicht nur Arbeit darin, sondern auch eine gewisse persönliche Verbindung. Mit der Zeit sammeln sich aber Staub, kleine Flecken oder Gebrauchsspuren ganz von selbst an. Das lässt sich im Alltag leider kaum vermeiden.
In diesem Blogbeitrag geht es vor allem um die Pflege von Amigurumis, also gehäkelten Figuren. Viele der Punkte lassen sich aber genauso gut auf Dekoartikel oder auch auf gehäkelte Kleidungsstücke übertragen. Je nach Material oder Nutzung kann es kleine Unterschiede geben, aber die Grundlagen bleiben oft ähnlich.
.png)
1. Waschen und Trocknen
Bei gehäkelten Figuren bleibt es nicht aus, dass sich mit der Zeit etwas Staub oder ein kleiner Fleck bildet. Auch wenn Amigurumis nicht täglich benutzt werden wie Kleidung, brauchen sie hin und wieder etwas Pflege, damit sie schön bleiben. Bevor man ein Häkelstück wäscht, lohnt es sich immer, einen Blick auf die Banderole des genutzten Garns zu werfen. Dort stehen in der Regel wichtige Hinweise zur Waschtemperatur, zur empfohlenen Waschart und auch zum Trocknen. Da sich jedes Garn etwas anders verhält, geben diese Angaben eine gute Orientierung.
Wenn ein Häkelstück wirklich gewaschen werden muss, sollte man möglichst schonend vorgehen. Hohe Temperaturen oder starke Reibung können dazu führen, dass sich die Form verändert oder das Garn an Struktur verliert. Bei Amigurumis kann sich die Füllung im Inneren zusätzlich verschieben oder sogar verklumpen.
Auch beim Trocknen ist etwas Geduld gefragt. Auf den Wäschetrockner sollte man bei Amigurumis grundsätzlich verzichten, da die Hitze das Material beschädigen oder verformen kann. Am besten werden sie liegend an der Luft getrocknet. Wenn man sie aufhängt, kann das Gewicht des Wassers das Häkelstück nach unten ziehen und unschön verformen.
Nicht jedes Häkelstück eignet sich überhaupt zum Waschen. Gerade bei Dekoartikeln, in die andere Materialien wie Holz, Draht oder ähnliche Elemente eingearbeitet sind, sollte man auf das Waschen verzichten. In solchen Fällen reicht es meistens völlig aus, das Stück regelmäßig leicht auszuschütteln und vorsichtig vom Staub zu befreien.
Bei gehäkelter Kleidung kann man oft etwas unkomplizierter vorgehen. Je nach Material sind hier auch Maschinenwäsche und normales Lufttrocknen möglich. Trotzdem lohnt es sich auch hier, eher schonend zu bleiben.
1.1 Handwäsche vs. Waschmaschine
Bei gehäkelten Figuren ist die Handwäsche in den meisten Fällen die sicherste Wahl. Sie ist deutlich sanfter und man hat mehr Kontrolle darüber, wie stark das Stück bewegt wird. Gerade bei Amigurumis mit Füllung oder kleinen Details kann das einen großen Unterschied machen. Für die Handwäsche reicht in der Regel lauwarmes Wasser und ein mildes Waschmittel vollkommen aus. Das Häkelstück sollte dabei nur vorsichtig im Wasser bewegt werden, ohne es dabei zu start zu reiben oder auszuwringen. So bleibt die Form erhalten und das Material wird nicht unnötig belastet.
Die Waschmaschine kann bei manchen Garnen zwar funktionieren, ist bei Amigurumis aber eher die Ausnahme. Wenn man sich dafür entscheidet, sollte unbedingt ein Schonwaschgang bei niedriger Temperatur gewählt werden. Ein Wäschesack kann zusätzlich helfen, das Häkelstück zu schützen und die Bewegung zu reduzieren.
1.1.1 So funktioniert Handwäsche richtig
Am besten beginnt man damit, eine Schüssel oder ein Waschbecken mit lauwarmem Wasser zu füllen. Die Temperatur sollte angenehm sein, nicht heiß, da Hitze das Garn belasten oder die Form verändern kann.
Anschließend gibt man eine kleine Menge mildes Waschmittel ins Wasser und verteilt es gleichmäßig.
Das Amigurumi wird dann vorsichtig ins Wasser gelegt. Wichtig ist, dass es sich langsam vollsaugen kann. Gerade bei gefüllten Figuren dauert das einen Moment, bis auch das Innere feucht wird.
Statt zu reiben oder zu kneten, sollte man das Häkelstück nur sanft im Wasser drücken. So lösen sich Schmutz und Rückstände, ohne dass die Fasern unnötig beansprucht werden. Je nach Verschmutzung kann man das Amigurumi ein paar Minuten im Wasser liegen lassen. Dabei sollte man es aber nicht zu lange einweichen, da sich sonst die Füllung zu stark mit Wasser vollsaugen kann.
Danach wird das Wasser vorsichtig abgelassen und durch klares, sauberes Wasser ersetzt. Das Häkelstück wird nun behutsam ausgespült, indem man es wieder leicht in das Wasser durchdrückt. Dieser Schritt kann bei Bedarf wiederholt werden, bis keine Waschmittelreste mehr im Garn sind.
Anschließend wird das überschüssige Wasser vorsichtig herausgedrückt. Dabei ist es wichtig, das Amigurumi nicht auszuwringen, da sich dadurch die Form verziehen kann oder sich einzelne Bestandteile lösen können. Wenn die Figur noch sehr nass ist, kann man sie in ein Handtuch legen und leicht andrücken, um zusätzlich Feuchtigkeit aufzunehmen.
Zum Schluss wird das Amigurumi vorsichtig in Form gebracht und liegend an der Luft getrocknet. So kann es gleichmäßig trocknen, ohne dass sich das Gewicht des Wassers negativ auf die Form auswirkt.
Kurzanleitung:
Wasser: lauwarm, nicht heiß
Waschmittel: mildes Flüssigwaschmittel sparsam dosieren
Vorbereitung: Waschmittel im Wasser gut verteilen
Einlegen: Amigurumi vorsichtig ins Wasser legen
Bewegung: nur sanft drücken, nicht reiben oder kneten
Einwirkzeit: wenige Minuten, nicht zu lange einweichen
Ausspülen: mit klarem Wasser, eventuell mehrmals wiederholen
Wasser entfernen: vorsichtig ausdrücken, nicht auswringen
Extra: bei Bedarf in ein Handtuch legen und leicht andrücken
Trocknung: in Form bringen und liegend an der Luft trocknen
1.2 Die richtige Wahl des Waschmittels
Bei Amigurumis lohnt es sich, beim Waschmittel bewusst eine möglichst milde Variante zu wählen. Die Garne, aus denen die Figuren bestehen, reagieren oft empfindlich auf starke oder aggressive Reiniger. Ein sanftes Waschmittel hilft dabei, die Fasern zu schonen und die Oberfläche gleichmäßig und angenehm zu halten.
Gut geeignet sind Feinwaschmittel oder Waschmittel für empfindliche Textilien. Sie reinigen gründlich, ohne das Material unnötig zu belasten, sodass die Figur ihre Struktur und Optik möglichst lange behält. Flüssigwaschmittel sind dabei meist die bessere Wahl. Sie lösen sich schnell im Wasser auf und hinterlassen weniger Rückstände im Garn. Gerade bei dicht gehäkelten Amigurumis mit Füllung kann es sonst passieren, dass sich Waschmittelreste im Inneren sammeln und nur schwer wieder ausspülen lassen. Auch bei der Menge gilt: weniger ist oft mehr. Zu viel Waschmittel lässt sich nur schwer vollständig entfernen und kann das Material auf Dauer beeinflussen. Stark parfümierte oder aggressive Produkte sollte man ebenfalls eher vermeiden, da sie das Garn unnötig beanspruchen können. Insgesamt ist es besser, etwas sanfter zu reinigen, als zu stark einzugreifen. So bleiben die Amigurumis lange schön und fühlen sich auch nach dem Waschen noch angenehm an.
1.3 Weichspüler bewusst weglassen
Bei Amigurumis ist Weichspüler in den meisten Fällen nicht notwendig und oft sogar eher nachteilig. Die Figuren leben davon, dass sie ihre Form behalten und eine gewisse Festigkeit haben. Genau diese Eigenschaft kann durch die Verwendung von Weichspüler beeinflusst werden. Weichspüler legt sich wie ein feiner Film um die einzelnen Fasern des Garns. Dadurch fühlt sich das Material zwar zunächst weicher an, gleichzeitig verliert es aber auch etwas an Griff und Stabilität. Details können dadurch weniger definiert erscheinen und die Figur kann ein Stück von ihrem ursprünglichen Charakter verlieren.
Zusätzliche Duftstoffe oder Rückstände im Material sind oft nicht notwendig, vor allem wenn die Figuren häufig in die Hand genommen oder auch von Kindern genutzt werden.
1.4 Materialabhängige Pflege
Auch wenn viele Amigurumis auf den ersten Blick ähnlich aussehen, können sie sich beim Waschen und Trocknen ganz unterschiedlich verhalten. Das liegt vor allem am verwendeten Garn, denn jedes Material bringt seine eigenen Eigenschaften mit. Einige Garne sind robuster und verzeihen auch mal etwas mehr Bewegung oder eine etwas höhere Temperatur. Andere reagieren deutlich empfindlicher und können sich schneller verziehen, verfilzen oder an Struktur verlieren. Deshalb ist es sinnvoll, nicht jedes Häkelstück gleich zu behandeln, sondern sich immer ein wenig am jeweiligen Material zu orientieren.
Die beliebtesten Garnarten und ihre Pflegehinweise zum Waschen und Trocknen habe ich dir hier einmal kurz zusammengefasst. Wenn möglich, solltest du dich aber immer an den Angaben auf der Banderole orientieren, da diese am genauesten zum jeweiligen Garn passen.
.png)
1.4.1 Baumwolle
.png)
Baumwollgarn wird sehr häufig für Amigurumis verwendet, da es eine schöne, feste Struktur hat und die Figuren dadurch gut ihre Form behalten. Gleichzeitig ist Baumwolle ein relativ pflegeleichtes Naturmaterial. Amigurumis aus Baumwolle lassen sich in der Regel gut und unkompliziert reinigen.
Waschart: Handwäsche empfohlen, Waschmaschine im Schonwaschgang (ohne Schleudern) möglich mit Waschsack
Wassertemperatur: lauwarm bis maximal 30 °C
Waschmittel: mildes Flüssigwaschmittel oder Feinwaschmittel
Weichspüler: nicht notwendig
Bewegung beim Waschen: nur leicht drücken, nicht reiben oder auswringen
Trocknungsart: liegend an der Luft trocknen
1.4.2 Acryl
.png)
Acrylgarn wird ebenfalls häufig für Amigurumis verwendet. Es ist ein synthetisches Material, das leicht und formstabil ist und sich insgesamt gut pflegen lässt. Allerdings reagiert es empfindlich auf Hitze und kann bei falscher Behandlung an Oberfläche und Struktur verlieren.
Waschart: Handwäsche empfohlen
Wassertemperatur: lauwarm bis maximal 30 °C
Waschmittel: mildes Flüssigwaschmittel oder Feinwaschmittel
Weichspüler: nicht notwendig
Bewegung beim Waschen: nur leicht drücken, nicht reiben oder auswringen
Trocknungsart: liegend an der Luft trocknen
Besonderheit: hitzeempfindlich, kann sich bei zu hohen Temperaturen verformen
1.4.3 Schafwolle
.png)
Schafwolle ist ein tierisches Material, das von Natur aus robust und elastisch ist, in der Pflege aber etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt. Amigurumis aus Wolle sollten besonders schonend behandelt werden, da sie bei Hitze, Bewegung oder starken Temperaturunterschieden schnell verfilzen können. Außerdem sollte man beachten, dass Wolle bei empfindlicher Haut oder Allergien nicht immer gut vertragen wird.
Waschart: ausschließlich Handwäsche
Wassertemperatur: kalt bis handwarm (maximal 20 °C)
Waschmittel: spezielles Wollwaschmittel
Weichspüler: nicht verwenden
Bewegung beim Waschen: kaum bewegen, nur leicht im Wasser drücken
Trocknungsart: liegend an der Luft trocknen
Besonderheit: kann bei falscher Pflege verfilzen und einlaufen
1.4.4 Chenillegarn
.png)
Chenillegarn wird oft für besonders weiche und flauschige Amigurumis verwendet und fühlt sich sehr angenehm an. Amigurumis aus Chenille sollten nur gewaschen werden, wenn es wirklich notwendig ist. Beim Waschen kann es passieren, dass sich kleine Fasern lösen und die Oberfläche dadurch an Gleichmäßigkeit verliert. Dadurch kann man im schlimmsten Fall mehr Schaden anrichten, als man eigentlich beheben wollte.
Waschart: Wenn nötig - Handwäsche empfohlen
Wassertemperatur: kalt bis lauwarm (maximal 30 °C)
Waschmittel: mildes Flüssigwaschmittel
Weichspüler: nicht notwendig
Bewegung beim Waschen: nur leicht drücken, nicht reiben
Trocknungsart: liegend an der Luft trocknen
Besonderheit: Fasern können sich lösen, daher besonders vorsichtig behandeln
1.4.5 Mischgarn
.png)
Mischgarne bestehen aus einer Kombination verschiedener Fasern, zum Beispiel Baumwolle und Acryl oder Wolle und Kunstfaser. Dadurch vereinen sie oft die Eigenschaften mehrerer Materialien. Amigurumis aus Mischgarnen können sich in der Pflege unterschiedlich verhalten, da es immer darauf ankommt, welche Fasern enthalten sind. Deshalb lohnt es sich, hier besonders genau hinzuschauen und sich eher am empfindlichsten Anteil im Garn zu orientieren.
Waschart: Handwäsche empfohlen
Wassertemperatur: kalt bis maximal 30 °C
Waschmittel: mildes Flüssigwaschmittel oder Feinwaschmittel
Weichspüler: nicht notwendig
Bewegung beim Waschen: nur leicht drücken, nicht reiben oder auswringen
Trocknungsart: liegend an der Luft trocknen
Besonderheit: Pflege richtet sich nach dem empfindlichsten Anteil im Garn
2. Lüften statt Waschen
Bei vielen Amigurumis ist es oft gar nicht nötig, sie direkt zu waschen. Viele Verschmutzungen entstehen nicht plötzlich, sondern ganz langsam durch Staub oder leichte Gerüche. Genau hier kann Lüften eine einfache und sehr schonende Alternative sein. Frische Luft hilft dabei, Gerüche zu neutralisieren und die Figuren wieder frischer wirken zu lassen, ohne dass das Material unnötig belastet wird. Gerade bei Garnen, die empfindlicher reagieren, ist das ein großer Vorteil, da sie nicht durchnässt werden und ihre ursprüngliche Form so behalten können. Am besten legt man die Amigurumis an einen gut belüfteten Ort, zum Beispiel in die Nähe eines offenen Fensters. Wichtig ist dabei, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, da diese die Farben ausbleichen kann. Ein schattiger, luftiger Platz ist hier ideal. Zusätzlich kann man die Figuren regelmäßig leicht ausschütteln. Dadurch lösen sich Staub und kleine Partikel, die sich auf der Oberfläche abgesetzt haben. Wenn man das Lüften und Ausschütteln bewusst in die Pflege einbaut, muss man deutlich seltener waschen. Das schont nicht nur das Garn, sondern auch die Füllung im Inneren.
3. Farben schützen und Ausbleichen vermeiden
Die Farben von Amigurumis wirken oft besonders lebendig und machen einen großen Teil ihres Charakters aus. Damit das so bleibt, lohnt es sich, ein wenig auf den Umgang mit Licht zu achten. Vor allem direkte Sonneneinstrahlung kann dazu führen, dass Farben mit der Zeit ausbleichen. Dieser Prozess passiert meist ganz langsam und wird oft erst bemerkt, wenn ein Teil der Figur plötzlich heller wirkt als ein anderer. Besonders kräftige, dunkle oder intensive Farben verlieren hier schneller an Leuchtkraft. Auch künstliches Licht kann auf Dauer einen kleinen Einfluss haben, vor allem wenn die Figuren sehr nah an einer Lichtquelle stehen. Deshalb ist es sinnvoll, Amigurumis nicht dauerhaft an Orten zu platzieren, die stark und konstant beleuchtet sind.
Neben Licht spielt auch das Waschen eine Rolle. Häufiges Waschen kann dazu führen, dass sich Farben nach und nach etwas aus dem Garn lösen und an Intensität verlieren. Deshalb ist es sinnvoll, nur dann zu waschen, wenn es wirklich nötig ist, und ansonsten eher auf Lüften zurückzugreifen.
4. Die richtige Aufbewahrung
Früher oder später kommt der Moment, an dem man Amigurumis verstaut oder über längere Zeit an einem festen Platz stehen lässt. Gerade dann ist die richtige Aufbewahrung wichtig, damit die Figuren ihre Form behalten und sauber bleiben. Mit ein paar einfachen Punkten kannst du dabei schon viel dafür tun, dass deine Amigurumis lange schön bleiben und ihre Form behalten.
Die wichtigsten Dinge habe ich dir hier einmal übersichtlich zusammengefasst:
Staubschutz: geschlossene Boxen oder Schränke sind gut geeignet
Luftzirkulation: eine leichte Luftzirkulation sollte vorhanden sein, damit sich keine Feuchtigkeit staut
Feuchtigkeit: möglichst vermeiden, da sie zu unangenehmen Gerüchen oder im schlimmsten Fall zu Schimmel führen kann
Lagerung: nicht quetschen, sondern locker lagern, damit die Form erhalten bleibt
Lichteinfluss: direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da die Farben mit der Zeit ausbleichen können
5. Fusseln und Pilling vermeiden
Wenn Häkeltiere viel gekuschelt oder angefasst werden, kann es mit der Zeit dazu kommen, dass sich kleine Fussel oder sogenannte Knötchen auf der Oberfläche bilden. Um dem vorzubeugen, hilft ein möglichst sanfter Umgang im Alltag. Amigurumis sollten nicht unnötig stark gedrückt oder aneinander gerieben werden. Wenn man sie transportiert, ist es sinnvoll, sie einzeln oder locker verpackt aufzubewahren, damit sie nicht an anderen Materialien scheuern.
Wenn sich bereits Fussel oder kleine Knötchen gebildet haben, kann man diese vorsichtig entfernen. Dabei sollte man sehr behutsam vorgehen. Oft reicht es schon, lose Fussel mit den Fingern abzunehmen. Bei etwas festeren Knötchen kann man sie vorsichtig mit einer kleinen Schere abschneiden, ohne dabei in das Garn selbst zu schneiden. Auch regelmäßiges, leichtes Ausschütteln kann helfen, lose Fasern zu entfernen, bevor sie sich festsetzen. So bleibt die Oberfläche gleichmäßiger und gepflegter.
Fazit
Für mich sind gehäkelte Dinge nicht dafür da, irgendwo ungenutzt im Schrank zu liegen. Ich häkle sie, damit sie ihren Platz im Alltag finden, Freude machen und auch wirklich genutzt werden können.
Natürlich bleibt es dabei nicht aus, dass sich mit der Zeit etwas Staub sammelt oder ein Häkelstück auch mal kleine Gebrauchsspuren bekommt. Das gehört für mich irgendwo auch dazu. Ich versuche deshalb nicht, alles krampfhaft perfekt zu erhalten, sondern gehe lieber achtsam und praktisch damit um. Ich schüttle meine Amigurumis oder Dekoartikel regelmäßig leicht aus und wenn es nötig ist, wasche ich sie sanft per Hand und lasse sie anschließend in Ruhe an der Luft trocknen.
Wenn doch einmal etwas kaputtgeht, ist das für mich auch kein Grund, ein Stück gleich aufzugeben. Oft lässt sich eine Stelle ausbessern, flicken oder ein Teil neu häkeln. Und wenn eine Dekoration wirklich nicht mehr schön wird oder sich nicht mehr retten lässt, dann ist es für mich auch völlig in Ordnung, sie irgendwann zu ersetzen und neu zu machen.
Ich finde, genau das ist auch das Schöne an selbstgemachten Dingen. Man weiß, wie viel Arbeit darin steckt, aber man weiß eben auch, dass man vieles selbst reparieren, anpassen oder neu entstehen lassen kann. Dadurch dürfen gehäkelte Stücke für mich auch leben, benutzt werden und mit der Zeit ihre ganz eigene Geschichte bekommen.
Schlusswort
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Beitrag zu lesen. Vielleicht konntest du ein paar Dinge für dich mitnehmen oder hast jetzt ein besseres Gefühl dafür, wie du deine Amigurumis im Alltag pflegen kannst.
Mich würde auch sehr interessieren, wie du das machst. Wäschst du deine Häkelstücke regelmäßig oder lässt du sie einfach auslüften? Schreib es mir gerne in die Kommentare.
Liebe Grüße Nancy
Von Silvisunflower ♡