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Blumen, Muster & Geschichte – wenn Garn zu Sprache wird / Kostenlose Anleitung für den Häkelschal Blumenrabatte

Saturday, April 25, 2026

Blumenmuster häkeln – eine visuelle Sprache durch die Zeit

Blog content image for 'Blumen, Muster & Geschichte – wenn Garn zu Sprache wird / Kostenlose Anleitung für den Häkelschal Blumenrabatte'Antike: Ursprung und Prinzipien
Blumenmuster begleiten die Menschheit schon erstaunlich lange – so lange, dass man meinen könnte, sie wären seit den frühesten Textilien ganz selbstverständlich mit dabei gewesen. Damals schmückten pflanzliche Motive Gebäude, Textilien und Alltagsgegenstände, allerdings nicht in naturgetreuer Perfektion. Stattdessen wurden Blumen auf das Wesentliche reduziert: klare, vereinfachte Formen, die sich gut wiederholen ließen.

Es ging weniger darum, eine Blume botanisch korrekt darzustellen, sondern vielmehr darum, Ordnung ins Bild zu bringen. Muster sollten Flächen strukturieren, Rhythmus erzeugen und das Auge führen. Drei Prinzipien bildeten dabei das Fundament – und tun es bis heute: Wiederholung, Vereinfachung und Struktur. Man könnte sagen: Schon damals wusste man, wie gutes Design funktioniert, ganz ohne Pinterest.

Antike Muster: Bewegung trifft Ordnung
In der griechischen und römischen Antike wurde es dann richtig spannend. Hier trafen geschwungene, lebendige Pflanzenformen auf strenge geometrische Linien – ein bisschen wie ein Tanz zwischen Chaos und Disziplin.

Das Akanthusblatt brachte Bewegung ins Spiel, mit seinen elegant geschwungenen Linien, während der Mäander mit seiner endlosen Linienführung für Ruhe und Struktur sorgte. Und dann gab es noch das Anthemion, eine Art stilisierte Blüte, in der sich beides vereinte.

Wer heute Tapestry häkelt oder mit regelmäßig angeordneten Rosetten arbeitet, wird feststellen: Diese Ideen sind gar nicht so weit entfernt. Manche Granny Squares wirken fast wie ein freundliches Echo aus der Antike.

Mittelalter: Klarheit und Wiederholung
Im Mittelalter wurde es dann etwas strenger, zumindest optisch. Florale Motive wurden weiter vereinfacht und in klare, wiederkehrende Muster überführt. Blumen waren nun eher Zeichen als Abbild, eingebettet in Bordüren und flächige Strukturen.

Das hatte durchaus praktische Gründe: Muster mussten sich über große Flächen hinweg zuverlässig wiederholen lassen, ohne dass jemand den Überblick verlor. Ein Prinzip, das heute jeder kennt, der schon einmal ein Häkelmuster falsch gezählt hat und plötzlich merkt: Irgendwas stimmt hier nicht.

Bis heute lebt diese Idee weiter: ein Motiv, das sich ruhig und gleichmäßig wiederholt und dadurch eine angenehme Harmonie erzeugt.

Blumenmuster im Adel: Status und Symbolik
Lange Zeit waren aufwendig gestaltete Textilien ein echtes Luxusgut. Wer sie trug, zeigte damit nicht nur Stil, sondern vor allem Status. Kleidung wurde zur Bühne – und Blumen spielten darauf eine bedeutende Rolle.

Florale Motive waren nicht einfach nur hübsch, sie erzählten Geschichten. Pflanzen standen für Macht, Herkunft oder religiöse Bedeutung. So entstand eine Art visuelle Geheimsprache, die sich durch Stoffe, Wappen und Gewänder zog.

Ein besonders berühmtes Beispiel ist die Fleur-de-Lys, die französische Lilie. Sie symbolisierte Reinheit und göttliches Herrschaftsrecht und war eng mit dem Königshaus verbunden. Auch die Tudor-Rose in England trägt eine Geschichte in sich: Sie vereint die rote Rose des Hauses Lancaster und die weiße Rose des Hauses York und steht für das Ende ihres langen, blutigen Konflikts – der sogenannten Rosenkriege – ein kleines florales Friedensabkommen, sozusagen.

Vom Adel in den Alltag
Mit der Zeit fanden diese Muster ihren Weg aus den Palästen hinaus in den Alltag. Technische Fortschritte in der Textilherstellung machten Stoffe erschwinglicher und eröffneten neue Möglichkeiten.

Etwa ab dem 19. Jahrhundert, als sich das Häkeln als eigenständige Handarbeitstechnik verbreitete, wurden viele dieser Motive neu interpretiert und in Garn umgesetzt. Muster wurden vereinfacht, angepasst und in andere Techniken übertragen. Was einst gewebt oder gestickt wurde, tauchte plötzlich auch in Häkelarbeiten auf. Ein Wandel, der bis heute anhält – und der zeigt, wie flexibel solche Motive sein können.

Tulpenmanie: Schönheit und Vergänglichkeit
Im 17. Jahrhundert erlebten die Niederlande eine Phase, die heute fast unglaublich klingt: die Tulpenmanie. Tulpen wurden zu begehrten Luxusgütern, und ihre Preise schossen in Höhen, bei denen man sich heute ungläubig die Augen reibt.

Besonders beliebt waren die „geflammten“ Tulpen mit ihren ungewöhnlichen Farbverläufen – ironischerweise verursacht durch ein Virus. Gerade das machte sie einzigartig und begehrt. Für manche Zwiebeln wurden Summen gezahlt, für die man andernorts ein ganzes Haus hätte kaufen können.

Man stelle sich vor: Menschen handelten mit Blumen, die noch nicht einmal gewachsen waren – ein früher Vorläufer spekulativer Märkte, bei dem Erwartungen und Hoffnung den Preis bestimmten, ganz ähnlich wie beim Handel mit Wertpapieren.

Doch wie so oft hielt der Höhenflug nicht ewig. Als das Vertrauen schwand, brach der Markt plötzlich zusammen. Was blieb, war nicht nur ein wirtschaftlicher Einschnitt, sondern auch ein kulturelles Umdenken.

Die Tulpe verlor ihren Status als Spekulationsobjekt, gewann aber eine neue Bedeutung: Sie wurde zum Symbol für Vergänglichkeit, Schönheit und die Flüchtigkeit von Reichtum. In Stillleben und Textilien lebte sie weiter – und inspirierte Muster, die bis heute ihren Weg in die Handarbeit finden.

Blumen als geheime Sprache
Blumen konnten noch mehr, als gut aussehen. Sie konnten sprechen – zumindest im übertragenen Sinne.

Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich eine regelrechte Blumensprache. Eine wichtige Rolle spielte dabei Lady Mary Wortley Montagu, eine englische Adlige, Schriftstellerin und scharfsinnige Beobachterin ihrer Zeit. Während ihres Aufenthalts im Osmanischen Reich, ihr Mann war dort als Botschafter tätig, hatte sie Zugang zu den Bereichen des Harems, die männlichen Besuchern aus dem Westen normalerweise verschlossen blieben. Gerade dieser ungewöhnliche Einblick ermöglichte ihr, eine faszinierende Form der stillen Kommunikation kennenzulernen.

In den Frauenräumen, fernab der Öffentlichkeit, wurden Gefühle und Botschaften über Symbole vermittelt. Blumen, Farben und kleine Gegenstände konnten ganze Geschichten erzählen – ohne Worte, aber eindeutig für diejenigen, die sie verstanden.

Montagu war davon so beeindruckt, dass sie ihre Beobachtungen in Briefen festhielt. In Europa griff man diese Idee begeistert auf und entwickelte daraus ein eigenes System.

So wurde jede Blume zu einer Botschaft: Stiefmütterchen standen für Erinnerung, gelbe Rosen für Eifersucht und Veilchen für Bescheidenheit oder Zuneigung.

Und manchmal wurde diese Symbolik auch mit einem Augenzwinkern gelebt. Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Sissi, hatte eine ausgeprägte Vorliebe für Veilchen. Während andere Höfe auf opulente Rosen setzten, liebte sie die kleinen, zarten Blüten. In ihren Gemächern gehörten Veilchen nicht nur als Blumen zum Alltag, sondern prägten auch den Duft ihrer Umgebung als Parfüm. Ihre Räume sollen oft zart danach geduftet haben. Diese Vorliebe zeigte sich außerdem in Sträußen, Desserts und im Speiseeis. Selbst in ihrer Kleidung fanden sich violette Akzente. Zwischen all dem höfischen Glanz wirkte das fast wie eine stille, sehr persönliche Signatur. Oder, mit einem kleinen Lächeln betrachtet, wie eine konsequent durchgezogene Veilchenleidenschaft.

Gerade hier lässt sich eine schöne Verbindung zur Handarbeit ziehen: So wie Sissi ihre Umgebung mit der zarten, immer wiederkehrenden Welt der Veilchen prägte, entsteht auch in der Häkelkunst aus einem einzelnen Motiv ein eigenes, fast systematisches Mustergeflecht. In ihren Gemächern wurde aus einer einfachen Blüte etwas sehr Persönliches.

Ähnlich funktioniert auch das Häkeln floraler Muster: Eine einzelne Blüte wird nicht einfach nur dargestellt, sondern durch Wiederholung, Variation und Rhythmus weiterentwickelt. Aus dem Motiv entsteht Struktur, aus der Struktur ein Muster und aus vielen Wiederholungen ein harmonisches Ganzes, das sich wie eine textile Sprache entfaltet. Fast wirkt es, als würde sich hier jene „Veilchensprache“ in Garn übersetzen – nur eben ohne Worte, dafür mit Nadel und Faden.

Flower Power: Blumen als Statement
Im 20. Jahrhundert bekamen Blumen dann noch einmal eine ganz neue Rolle. In der Flower-Power-Bewegung wurden sie zu Symbolen für Frieden, Freiheit und Naturverbundenheit, nicht mehr nur als dekoratives Element, sondern ganz bewusst als sichtbares Zeichen einer Haltung.

Besonders in den USA, etwa im Viertel Haight-Ashbury in San Francisco, entwickelte sich eine Jugendkultur, die sich deutlich von den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit abgrenzte. Kleidung, Musik und Alltag wurden zu Ausdrucksformen eines neuen Lebensgefühls. Blumen gehörten selbstverständlich dazu.

Es gibt berühmte Szenen aus dieser Zeit, in denen Demonstrierende im Protest gegen den Vietnamkrieg Blumen in die Gewehrläufe von Soldaten steckten. Eine eindringliche Geste: Farbe gegen Gewalt, Leben gegen Zerstörung.

In diesem Geist wurden florale Muster zu weit mehr als nur Dekoration. Sie tauchten im Haar auf, als Blumenkränze, wurden auf Kleidung getragen oder selbst gestaltet, oft mit viel persönlicher Hingabe. Handarbeit war dabei nicht nur Ausdruck von Kreativität, sondern auch ein Stück Haltung im Alltag.

Besonders beliebt wurden Granny Squares mit floralem Zentrum, farbenfroh, individuell und oft aus dem, was gerade zur Hand war. Jedes einzelne Element für sich klein und überschaubar, im Zusammenspiel jedoch Teil eines größeren Ganzen, das genau diese Zeit in ihrer Vielfalt und ihrem Freiheitsgefühl widerspiegelte.

Der Weg ins Häkeln
Viele unserer heutigen floralen Muster haben ihren Ursprung in der Weberei und Stickerei und fanden erst im 19. Jahrhundert ihren Weg in die Häkelkunst.

Häkeln bringt dabei einen entscheidenden Vorteil mit sich: Motive können einzeln gearbeitet und später zusammengesetzt werden. Diese Modularität macht es möglich, kreativ zu spielen, zu variieren und neue Kombinationen zu entdecken.

Florale Muster sind dafür wie gemacht: sie lassen sich abstrahieren, wiederholen und immer wieder neu interpretieren.

Blumenmuster häkeln heute
Heute zeigt sich die ganze Vielfalt floraler Häkelmuster. Von klaren, grafischen Formen bis hin zu detailreichen, fast plastischen Blüten ist alles möglich.

Und trotz all dieser Möglichkeiten bleibt das Grundprinzip unverändert: Wiederholung, Struktur und Abstraktion sorgen für ein harmonisches Gesamtbild. Ein bisschen wie ein roter Faden, der sich durch die Jahrhunderte zieht.

Von der Geschichte zur eigenen Häkelarbeit
All diese Entwicklungen – von den reduzierten Formen der Antike über die symbolträchtigen Muster des Adels bis hin zur freien Gestaltung moderner Häkelkunst – wirken bis heute nach.

Das Tuch „Blumenrabatte“ greift genau diese Ideen auf: wiederkehrende florale Elemente, klare Struktur und die Freiheit, das Muster individuell zu gestalten.

Im nächsten Abschnitt wartet die passende Anleitung darauf, entdeckt zu werden, mit Materialien, einer ausführlichen Beschreibung und einer Häkelschrift, die Schritt für Schritt zeigt, wie aus einfachem Garn ein lebendiges, modernes Blumenmuster entsteht.

 

 

 

Kostenlose Anleitung: Schal „Blumenrabatte“

Ich freue mich sehr, dir hier in meinem Blog eine weitere kostenlose Anleitung vorstellen zu dürfen. Wenn du gerne mit Garn, Farben und Mustern experimentierst, bist du hier genau richtig. Und falls du auf der Suche nach noch mehr Inspiration bist, lohnt sich ein Blick in meine anderen Beiträge. Dort findest du weitere kostenlose Anleitungen, die zum Ausprobieren einladen.

Wenn dir mein Stil gefällt und du Lust auf noch mehr Projekte hast, kannst du auch in meinem Shop blickfang-design vorbeischauen. Dort findest du eine Auswahl an Anleitungen, die mit ebenso viel Liebe zum Detail entstanden sind. Stöbern ist ausdrücklich erwünscht.

 

Bevor du beginnst

Bevor du zur Nadel greifst, lohnt es sich, die Anleitung einmal in Ruhe komplett durchzulesen. So bekommst du ein Gefühl für den Aufbau des Musters und kannst dich besser auf die einzelnen Schritte einstellen. Gerade bei strukturierten Mustern wie diesem hilft ein kurzer Überblick, um später entspannter arbeiten zu können.

 

Blog content image for 'Blumen, Muster & Geschichte – wenn Garn zu Sprache wird / Kostenlose Anleitung für den Häkelschal Blumenrabatte'Ein Schal wie ein kleines Blumenbeet

Der Schal „Blumenrabatte“ macht seinem Namen alle Ehre. Schon beim ersten Blick entsteht der Eindruck eines geordneten, blühenden Beets, eine Kombination aus Struktur und lebendigen Details.

Dieses Projekt vereint mehrere Elemente, die das Häkeln besonders abwechslungsreich machen. Im Mittelpunkt steht ein plastisches Blumenmuster, das durch Popcornmaschen entsteht. Diese kleinen, erhabenen Elemente sorgen nicht nur für eine spannende Oberfläche, sondern machen auch beim Häkeln selbst richtig Spaß. Mit jeder fertigen Blüte wächst das Muster sichtbar weiter. Es ist fast so, als würde es unter den Händen aufblühen.

Gleichzeitig spielt der Farbverlauf eine wichtige Rolle. Je nach Garn entfaltet sich das Muster immer wieder neu. Während du Reihe für Reihe arbeitest, entsteht eine natürliche Dynamik, die neugierig macht: Wie werden die nächsten Farben wirken? Welche Bereiche werden stärker betont? Genau dieses Wechselspiel sorgt dafür, dass das Projekt nie langweilig wird.

Ein bewusst gesetzter Kontrast dazu sind die senkrechten Reihen aus Stäbchen. Sie bringen Ruhe in das Gesamtbild und geben dem Schal eine klare Struktur. Diese Linien erinnern an die Einfassung eines Beets. Sie halten das florale Muster zusammen und sorgen dafür, dass die einzelnen Elemente nicht „verlaufen“, sondern sich zu einem harmonischen Gesamtbild fügen.

So entsteht eine spannende Balance: verspielte Blüten auf der einen Seite, klare Ordnung auf der anderen. Genau dieses Zusammenspiel macht den einzigartigen Charakter des Schals „Blumenrabatte“ aus.

 

Aufbau und Häkelweise

Der Schal wird in Hin- und Rückreihen gehäkelt. Das bedeutet, dass du deine Arbeit nach jeder Reihe wendest. Jede neue Reihe beginnt mit drei Steigeluftmaschen, die die Höhe der folgenden Stäbchen vorbereiten und für einen sauberen Rand sorgen.

Das Muster ist so angelegt, dass du ohne Zu- oder Abnahmen arbeiten kannst. Dadurch entsteht eine gleichmäßige, gerade Form, die sich ideal für einen Schal eignet. Du kannst dich also ganz auf das Muster konzentrieren, ohne ständig auf Zu- oder Abnahmen achten zu müssen.

Gearbeitet wird nach einer Häkelschrift, die dir als visuelle Orientierung dient. Ein Mustersatz ist farbig hervorgehoben und wiederholt sich kontinuierlich über die gesamte Breite und Länge des Schals. Sobald du diesen Rapport verinnerlicht hast, entsteht ein angenehmer Arbeitsfluss. Viele empfinden genau das als besonders entspannend: Nach den ersten Reihen geht das Muster fast wie von selbst von der Hand.

 

Das Besondere am Muster

Ein zentrales Gestaltungselement sind die Popcornmaschen. Sie sorgen für die charakteristische, plastische Struktur der Blüten. Durch ihre erhabene Form heben sie sich deutlich vom restlichen Gewebe ab und verleihen dem Schal eine lebendige Oberfläche.

Gerade im Zusammenspiel mit dem Farbverlauf kommen diese Details besonders schön zur Geltung. Je nach Garn wirken die Blüten mal dezent eingebettet, mal deutlich hervorgehoben. Das macht jedes fertige Stück ein kleines bisschen einzigartig.

Auch haptisch hat das Muster seinen Reiz: Die Kombination aus glatten Stäbchenreihen und den reliefartigen Popcornmaschen sorgt für eine angenehme, abwechslungsreiche Struktur. Der Schal fühlt sich nicht nur weich an, sondern auch spannend und lebendig.

 

Ein Projekt zum Genießen

Der Schal „Blumenrabatte“ ist ein Projekt, das sich wunderbar nebenbei häkeln lässt und dabei gleichzeitig genug Abwechslung bietet, um interessant zu bleiben.

Du kannst dich ganz auf den Rhythmus der Wiederholungen einlassen, während nach und nach ein Muster entsteht, das sowohl durch seine Klarheit als auch durch seine verspielten Details überzeugt. Es ist genau diese Mischung aus Struktur und Leichtigkeit, die das Häkeln hier so angenehm macht.

Und am Ende hältst du nicht nur einen Schal in den Händen, sondern ein Stück textile Gestaltung, das von historischen Mustern inspiriert ist und sie auf moderne Weise neu interpretiert.

 

Material:

Farbverlaufgarn vierfädig

Ich habe verwendet 200g Creative Cotton Dégradé Lucky 8,  800m Lauflänge, 50% Baumwolle, 50% Polyacryl

Dieses Baumwollmischgarn gibt es in 8 verschiedenen Farbe. Wähle Deine Lieblingsfarbe.

Häkelnadel Nr. 3

Für den Schal „Blumenrabatte“ kannst du grundsätzlich jedes Garn verwenden, das dir gefällt. Entscheidend ist nur, dass du die passende Häkelnadel dazu wählst. Du hast dabei viel gestalterische Freiheit und kannst den Charakter deines Schals ganz bewusst beeinflussen.

Je nach Material verändert sich die Wirkung des Blumenmusters deutlich. Mit feinem, leichten Garn wirkt das Muster eher zart und filigran, die Blüten erscheinen zurückhaltend und das Gesamtbild bekommt eine gewisse Leichtigkeit. Solche Varianten eignen sich besonders gut für Übergangszeiten oder als dekoratives Accessoire.

Verwendest du hingegen ein etwas dickeres Garn, tritt die Struktur stärker hervor. Die Popcornmaschen wirken plastischer, die einzelnen Blüten heben sich deutlicher ab. Das Muster bekommt mehr Tiefe. Gleichzeitig wird der Schal voluminöser und wärmer, perfekt für die kalte Jahreszeit.

Gerade in dieser Variante lädt der Schal dazu ein, sich richtig darin einzukuscheln. Die Kombination aus weichem Garn und reliefartigem Muster sorgt nicht nur optisch, sondern auch haptisch für ein besonders angenehmes Gefühl. So wird der Schal „Blumenrabatte“ schnell zu einem Lieblingsstück, das nicht nur schön aussieht, sondern auch wunderbar wärmt.

 

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Größe des fertigen Schals „Blumenrabatte“

Der Schal „Blumenrabatte“ hat eine Breite von 29 cm und eine Länge von 180 cm.

Seine endgültige Größe lässt sich jedoch ganz flexibel gestalten. Durch das Wiederholen weiterer Mustersätze, einer davon ist in der Häkelschrift farbig markiert, kannst du sowohl die Breite als auch die Länge individuell erweitern oder reduzieren. So entsteht ein Projekt, das sich perfekt an deine persönlichen Vorstellungen anpasst.

Diese Flexibilität eröffnet dir verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten:
Du kannst beispielsweise einen sogenannten Skinny Scarf arbeiten, der momentan besonders im Trend liegt und durch seine schmale, elegante Form besticht.

Ebenso lässt sich das Muster wunderbar als leichter Sommerschal aus dünner Baumwolle umsetzen, der luftig fällt und angenehm zu tragen ist.

Mit einem kräftigeren Garn entsteht dagegen ein wärmender Winterschal, der sich ideal zum Einkuscheln eignet und durch seine plastische Struktur besonders gemütlich wirkt.

Auch eine großzügige Variante als Stola ist problemlos möglich, wenn du das Muster entsprechend erweiterst.

So hast du die Freiheit, den Schal „Blumenrabatte“ genau so zu gestalten, wie es zu deinem Stil, deiner Garnwahl und der gewünschten Jahreszeit passt.

 

Verwendete Techniken und welche Kenntnisse Du brauchst:

Die Anleitung für den Schal „Blumenrabatte“ hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad. Es werden feste Maschen, Stäbchen, Luftmaschen und Popcornmaschen gearbeitet.

 

Ausführung:

Luftmaschenanschlag: 69 Luftmaschen

 

1. Reihe: 1 Steigeluftmasche, feste Maschen bis zum Reihenende, Arbeit wenden.

 

2. Reihe: 3 Steigeluftmaschen, 4 mal (3 Stäbchen, 5 Maschen der Vorreihe übergehen, 5 Luftmaschen, 1 feste Masche, 3 Luftmaschen, 1 Masche der Vorreihe übergehen, 1 feste Masche, 5 Maschen der Vorreihe übergehen, 5 Luftmaschen), 1 Stäbchen, Arbeit wenden.

 

3. Reihe: 3 Steigeluftmaschen, 4 mal (3 Stäbchen, 2 Luftmaschen, 1 feste Masche um den Luftmaschenbogen der Vorreihe, 1 Luftmasche, 7 Stäbchen um den nächsten Luftmaschenbogen der Vorreihe, 1 Luftmasche, 1 feste Masche um den nächsten Luftmaschenbogen der Vorreihe, 2 Luftmaschen), 1 Stäbchen, Arbeit wenden.

 

4. Reihe: 3 Steigeluftmaschen, 4 mal {3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 mal (1 Popcornmasche in das nächste Stäbchen der Vorreihe, 4 Luftmaschen, 1 Masche der Vorreihe übergehen), 1 Pocornmasche }, 1 Luftmasche, 1 Stäbchen, Arbeit wenden.

 

Die Reihen 2 bis 4 bilden den Mustersatz und werden laufend wiederholt, bis die gewünschte Länge erreicht ist.

 

Letzte Reihe: Beende Deinen Schal „Blumenrabatte“ nach einer Reihe, die Du wie die 4. Reihe häkelst und arbeite 1 zusätzliche Reihe aus festen Maschen, die Du in jede Masche der Vorreihe häkelst.

 

Prima, Du hast den Schal „Blumenrabatte“ geschafft. Jetzt nur noch Faden vernähen und den Schal spannen. Dann kommt das Muster noch besser zur Geltung.

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Es kommen immer wieder neue interessante Blogbeiträge rund um das Thema Handarbeiten, vor allem Häkeln hinzu. Habe ich eine tolle Idee, dann stelle ich hin und wieder eine kostenlose Anleitung für Dich zur Verfügung. Sollte Dir mein Beitrag gefallen und Du möchtest auf gar keinen Fall kommende Beiträge verpassen, dann folge meinem Blog.

 

Du hast hoffentlich viel Freude mit Deinem Häkelschal „Blumenrabatte“. Wenn Du Dein Ergebnis mit uns teilen möchtest, freue ich mich, wenn Du ein Foto davon in die Galerie von Crazypatterns hochlädtst.

 

Bitte gebe mir über die Kommentare Feedback, ob Dir dieser Beitrag gefallen hat. Hast Du Anregungen? Möchtest Du mich auf Verbesserungen hinweisen? Bitte nutze die Gelegenheit. Nur so kann ich auf Deine Wünsche eingehen und meine Anleitungen und Blogbeiträge verbessern.

 


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