Babymützen zum Verlieben
Ich bin immer noch sehr verliebt in meine neue weiche salbeifarbene Wolle. Mittlerweile habe ich daraus eine Decke und eine kleine Hose fürs Baby gestrickt.
Da immer noch Wolle übrig war, habe ich eine Babymütze gestrickt. Wie diese gestrickt wird, zeige ich euch in diesem Blogbeitrag. Da ich zwei Farben dieser Wolle hatte, habe ich eine einfarbige Mütze und eine mit Ringeln gestrickt. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was wir heute gemeinsam stricken wollen:
1. Babymützen allgemein
Die Maße für eine gestrickte, gehäkelte oder genähte Babymütze richten sich primär nach dem Kopfumfang des Kindes. Deshalb ist es am besten, wenn man den Kopfumfang immer direkt am Kind misst. Wenn das nicht möglich ist, muss man mit Durchschnittswerten arbeiten. Das finde ich bei Strickmützen wegen der vorhandenen Dehnbarkeit aber vertretbar.
- Frühchen: 28 bis 32 cm Kopfumfang
- Neugeborene: 33 bis 36 cm Kopfumfang
- 1 bis 3 Monate: 36 bis 40 cm Kopfumfang
- 3 bis 6 Monate: 40 bis 44 cm Kopfumfang
- 6 bis 12 Monate: 44 bis 46 cm Kopfumfang
2. Meine gestrickte Babymütze
Da ich meine Hose im Muster glatt rechts mit einem kleinen Rippenbündchen gestrickt habe, möchte ich dieses Design für die Babymütze übernehmen.
Meine Mütze möchte ich für ein 3 bis 6 Monate altes Baby stricken, da die Hose auch für dieses Alter gedacht ist. Später habe ich dann noch eine kleinere (einfarbige) Mütze gestrickt, die im Alter zwischen 1 und 3 Monaten passen soll. Es benötigt ja nur wenig Wolle für eine Mütze – da kann man auch zwei oder mehr in verschiedenen Größen stricken.
Generell könnt ihr die Babymütze auf der Grundlage eurer Maschenprobe und des gemessenen oder abgelesenen Kopfumfangs in beliebiger Größe – entweder einfarbig oder zweifarbig – stricken.
Der Beginn eines Strickprojekts liegt immer in einer Maschenprobe, auf deren Grundlage man die aufzunehmenden Maschen ermittelt. Bevor wir deshalb gleich mit der Maschenprobe weitermachen, schauen wir uns erst einmal an, was wir an Material benötigen.
3. Das Material
- ½ bis 1 Knäuel (à 25 g) Lamana Como Merino Superfine
(25 g/120 m, bei mir in Farbe Nr. 38)
oder andere Wolle nach Belieben, wenn unsere Maschenproben übereinstimmen;
meine beiden Mützen wiegen 11 bzw. 18 g - Rundstricknadel Stärke 2,5 für Maschenanschlag
- Nadelspiel Stärke 2,5 für Bündchen
(15 cm oder länger, bei mir „Symfonie“ von Knit Pro) - Nadelspiel Stärke 3 für Mütze allgemein
(15 cm oder länger, bei mir „Symfonie“ von Knit Pro) - Maßband, Stopfnadel, Schere
4. Meine Wolle
Ihr kennt meine derzeitige italienische Lieblingswolle wahrscheinlich schon aus den früheren Blogbeiträgen. Ich kann sie – trotz des stolzen Preises – weiterempfehlen. Für besondere Projekte wie Babysachen muss es hochwertige Wolle sein! An dieser Stelle hat die Qualität für mich oberste Priorität.
Meine verwendete Farbe Salbei ist gerade sehr modern. Aber noch besser als die Farbe finde ich die Haptik und die Eigenschaften. Schade, dass ihr sie nicht durch den Bildschirm anfassen könnt. Vielleicht helfen euch an dieser Stelle ja meine Einschätzung, meine Bilder und natürlich die Beschreibung des Herstellers.
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Der Hersteller der Wolle beschreibt die Wolle „Lamana Como“ auf seiner Website wie folgt:
„COMO ist ein dreifädig gezwirntes SUPERLIGHT Garn aus 100 % superfeiner Merino Schurwolle mit 18,5 Mikron in DK Stärke. Das kardierte Garn mit 120 m Lauflänge auf nur 25 g bekommt durch eine innovative Herstellungsweise seine einzigartige Leichtigkeit und einen überaus weichen Griff. Die temperaturregulierenden und atmungsaktiven Eigenschaften der Merinowolle werden hierbei nochmals positiv unterstützt und durch den leichten Woll-Flaum entsteht eine edle, dezent matte Oberfläche.
Die mulesingfreie Merino-Rohwolle für COMO beziehen wir von ausgewählten Schäfereien in Australien. Die Rohwolle ist in den Kriterien Tierwohl, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung zertifiziert und wird in Italien von einem familiengeführten Traditionsbetrieb gesponnen und gefärbt. Dieses Garn ist mit dem OEKO-TEX® STANDARD 100, Produktklasse I (Textilien und Materialien für Säuglinge und Kleinkinder bis zu drei Jahren) zertifiziert.
COMO ist ganz besonders vielseitig einsetzbar. Dank der Weichheit und Maschinenwaschbarkeit eignet sie sich sehr gut für Babykleidung, Accessoires und alles, was kuschelig weich werden soll. Fair Isle bekommt eine tolle Optik und insbesondere größere Strickstücke profitieren von dem geringen Gewicht und halten durch die Elastizität, verbunden mit der Leichtigkeit des Garns, hervorragend die Form.“
5. Die Maschenprobe
Wie ihr oben gelesen habt, könnt ihr die Babymütze in beliebiger Größe und aus beliebiger (echter!) Wolle stricken. Die Basis für die richtige Größe ist eine gestrickte und gewaschene Maschenprobe. Für wen das zu aufwendig ist, der sollte auf eine fertige Strickanleitung zurückgreifen. Dort hat der Autor euch diese Vorarbeiten abgenommen, dafür seid ihr an die Anleitung, das dortige Material und Modell gebunden.
Wer sich mehr Freiheit bei Materialauswahl und Größe wünscht, strickt jetzt mit mir eine Maschenprobe mit der Wolle seiner Wahl.
Zuerst schaue ich mir meine Wollbanderole an. Dort werden Nadelstärken 3,5 bis 4,5 empfohlen. Das habe ich ausprobiert und festgestellt, dass mir das Gestrick zu locker ist. Deshalb habe ich es mit Nadelstärke 3 probiert und das Ergebnis gefällt mir wesentlich besser. Welche Nadelstärke man wählt, hängt also vom persönlichen Handarbeitsstil und dem daraus resultierenden Maschenbild ab.
Mit meiner ermittelten Nadelstärke 3 stricke ich nun eine Maschenprobe im Muster glatt rechts, da der Großteil meiner Mütze auch im Muster glatt rechts gestrickt wird. Damit sich die Maschenprobe nicht zusammenrollt, stricke ich zu Beginn und am Ende ein paar Reihen sowie an den Seiten ein paar Maschen im Muster kraus rechts. Wenn ich später die Maschen auszähle, die auf 10 cm × 10 cm kommen, zählen nur die glatt rechts gestrickten Maschen in der Mitte. Die Kraus-Rechts-Maschen bilden nur den Rahmen für die Maschenprobe.
Da sich jede Wolle mit der Wäsche verändert, wasche ich nun meine Maschenprobe. Ich bade sie dazu in warmem Wasser und spüle sie gründlich (ohne Wringen!). Danach rolle ich die Maschenprobe in ein Mikrofaserhandtuch ein. Die Mikrofasern des Handtuchs saugen die Feuchtigkeit auf. Wieder ausgerollt, lege ich die noch leicht feuchte Maschenprobe flach ausgebreitet zum Trocknen hin.
Seht ihr, wie sich das Maschenbild verändert hat? Die Wollfasern haben sich entfaltet und sind regelrecht aufgeblüht. Das Gestrick fasst sich dadurch noch weicher und flauschiger an. Das ist natürlich für Babysachen perfekt.
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Jetzt kann ich die Maschenprobe auszählen. Ich komme mit meiner Nadelstärke 3 bei 10 cm × 10 cm auf 25 Maschen und x Reihen.
Die Reihen müssen wir bei diesem Projekt nicht zählen, da die Höhe der Mütze auf Zentimetern basiert. Würde man sagen, wir stricken 40 Runden, wäre das bei jedem Stricker eine andere Höhe. Deshalb sagen wir lieber, wir stricken x cm, das ist dann bei allen gleich.
Die Maschenanzahl in der Breite ist wichtig, denn darauf basiert die Anzahl der aufzunehmenden Maschen für den gewünschten Mützenumfang.
6. Berechnung Maschen für Maschenanschlag
Als Nächstes ermitteln wir die nötige Maschenzahl, die wir für unsere Mützengröße aufnehmen müssen. Wir setzen die Maschenzahl der Maschenprobe – bei mir also 25 – ins Verhältnis zum gewünschten Mützenumfang.
In Pkt. 1. hatte ich euch Durchschnittswerte für den Kopfumfang gegeben. Ich möchte eine Mütze für ein 3 bis 6 Monate altes Baby stricken. Der Kopfumfang beträgt also in diesem Alter ungefähr 40 bis 44 cm.
Kennt ihr noch die Verhältnisrechnung mit der Formel aus dem Mathematik-Unterricht der Schulzeit?
Eine Verhältnisrechnung stellt das Verhältnis zwischen zwei oder mehr Größen dar. Um Unbekannte zu berechnen, setzt man zwei Verhältnisse als Gleichung gleich und löst diese Gleichung nach der Unbekannten auf. Die Formel lautet:
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Diese Formel nutzen wir nun auch zur Errechnung unserer aufzunehmenden Maschen. Die Werte bedeuten:
- A1 = wie viele Maschen sind es auf 10 cm (bei mir 25)
- B1 = 10 cm (fester Wert, bei allen Größen gleich)
- B2 = Kopfumfang lt. Durchschnittsübersicht (bei mir also 40 bis 44, entspricht Mittelwert von 42)
- A2 = gesuchte Maschenanzahl für meine 42 cm Kopfumfang
Diese Werte setzen wir in der Formel zueinander ins Verhältnis:

Wenn ich nun die für einen Kopfumfang von 42 cm aufzunehmenden Maschen errechnen möchte, stelle ich die Formel nach x um. Konkret schaut das so aus:

Wenn ich das ausrechne, komme ich für mein X auf 105 Maschen. Für meine Mütze mit 42 cm Kopfumfang müsste ich also 105 Maschen aufnehmen. Die Dehnbarkeit wäre dann genauso wie in der Maschenprobe – nämlich ungedehnt, weil wir die Maschen der Maschenprobe ja auch ungedehnt ausgezählt haben.
Da ich möchte, dass meine Mütze beim Aufsetzen auf den Kopf des Babys leicht gedehnt wird, weil sie so besser am Kopf anliegt, ziehe ich von der errechneten Maschenzahl 10 % ab. Für meine Größe bedeutet das, ich ziehe von den errechneten 105 Maschen 10 % ab. Es bleiben also 95 Maschen übrig. Da meine Maschenzahl aufgrund des Rippenmusters im Bündchen durch 4 teilbar sein muss, runde ich auf 96 Maschen auf.
Mithilfe dieser Berechnung und auf Basis eurer Maschenprobe könnt ihr nun auch andere Garne für eure Mütze in eurer gewünschten Größe verwenden.
7. Maschenanschlag
Damit der Maschenanschlag später schön elastisch ist, schlage ich die Maschen straff mit zwei Nadeln meiner Rundstricknadel der Stärke 2,5 an.
8. Das Bündchen
Ich wechsele nun zum Nadelspiel der Stärke 2,5 und stricke meine Maschen nacheinander von der Rundstricknadel auf die vier Nadeln des Nadelspiels. Ich stricke das Bündchen im groben Rippenmuster
[2 Maschen rechts, 2 Maschen links].
Danach schließe ich die Maschen zur Runde. Ab hier stricke ich das Bündchen in fortlaufenden Runden. Ich stricke weiter im groben Rippenmuster. Dieses Rippenmuster – in der kleineren Nadelstärke gestrickt – hat den Vorteil, dass es von beiden Seiten gleich ausschaut und das Bündchen leicht zusammenzieht.
Im Prinzip können wir das Bündchen so hoch stricken, wie wir mögen. Allerdings sollte es nicht zu hoch sein, damit die Proportionen zur Mütze passen. Ich stricke so lange, bis mein Bündchen 2,5 cm lang ist. Prinzipiell würde ich es nicht niedriger als 2 cm für die ganz kleinen Größen und nicht höher als 3,5 cm für die größeren Größen stricken.
9. Kopfteil der einfarbigen Mütze
Ab hier stricken wir im Muster glatt rechts weiter. Ich stricke ab hier mit meinem Nadelspiel der Stärke 3 weiter, mit dem ich auch die Maschenprobe gestrickt habe. Bei den größeren Mützengrößen kann man auch mit längeren Nadeln oder einer Rundstricknadel (Magic-Loop-Methode) stricken.
Wir stricken im Muster glatt rechts, also nur rechte Maschen in fortlaufenden Runden. Ihr könnt selbst entscheiden, ob eure Mütze einfarbig oder zweifarbig werden soll.
Bei einer einfarbigen Mütze stricken wir einfach weiter mit unserer Wolle.
An der Maschenzahl ändert sich in den Runden nichts. Ich stricke so lange, bis meine Mütze 11 bis 15 cm (je nach gestrickter Größe) erreicht hat. Ja, das sind wieder Durchschnittswerte, wenn man nicht direkt am Babykopf anprobieren kann:
- Frühchen: 11 cm
- Neugeborene: 12 cm
- 1 bis 3 Monate: 13 cm
- 3 bis 6 Monate: 14 cm
- 6 bis 12 Monate: 15 cm
10. Kopfteil der zweifarbigen Mütze
Wer eine Mütze mit etwas Farbspiel haben möchte, kann die Mütze zweifarbig stricken. Ich entscheide mich für mein Salbei und für Wollweiß (Farb-Nr. 00).
Bei meiner zweifarbigen Mütze stricke ich erst zwei Runden in der bisherigen Farbe Salbei. Das macht einen sanften Übergang vom Bündchen zum Kopfteil.
Danach stricke ich drei Runden in Wollweiß. Im Folgenden wechseln sich die beiden Farben regelmäßig ab. Mit jeder Farbe stricke ich drei Runden.
Beide Knäule laufen auf im Hintergrund. Für den Farbwechsel überkreuze ich die Fäden auf der Rückseite. Beim Überkreuzen der Fäden achte ich darauf, dass ich den Faden auf der Rückseite nicht zu fest anziehe. Er braucht ein bisschen Spiel, damit sich das Strickstück nicht zusammenzieht.
Bei einer geringelten Mütze muss es auf der Außenseite an einer Stelle wiederholt einen Farbwechsel geben. Wie man diesen möglichst unsichtbar gestaltet, beschreibe ich euch im nächsten Punkt.
11. Unsichtbarer Rundenübergang bei Farbwechsel
Beim Stricken in Runden entsteht durch die Spirale automatisch ein unschönes Treppchen am Rundenübergang. Das kann man durch Anwenden einer speziellen Technik verhindern oder zumindest gut kaschieren. Das geht so:
Wir stricken die letzte Masche der Runde mit der alten Farbe. Danach legen wir den alten Faden nach hinten und nehmen den Faden der neuen Farbe zur Hand. Wir stricken die erste Masche der neuen Runde mit der neuen Farbe ganz normal als rechte Masche. Wir stricken die ganze Runde mit der neuen Farbe, bis wir wieder am Rundenanfang angekommen sind (linkes Bild). Dann stechen wir mit der rechten Stricknadel in das rechte (andersfarbige) Maschenbeinchen der Masche unter der ersten Masche ein (rechtes Bild).
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Wir heben dieses Maschenbeinchen auf die linke Nadel. Nun stricken wir diese frisch aufgefädelte andersfarbige Masche mit der ersten Masche der aktuellen Runde rechts zusammen.
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Das war es dann auch schon. Wir können nun weiter mit unserer neuen Farbe stricken. Da ich immer drei Runden in einer Farbe stricke, stricke ich also noch zwei weitere Runden mit Wollweiß. Danach hole ich den Faden der salbeifarbenen Farbe hoch, überkreuze ihn mit der anderen Farbe und stricke dann damit weiter. Den unsichtbaren Farbwechsel an der Nahtstelle mache ich bei jedem Farbwechsel, wie oben beschrieben.
Noch kann man den Farbwechsel sehen, wenn man genau hinschaut. Er verläuft leicht schräg von unten rechts nach oben links. Wenn die Mütze später gewaschen ist, sieht man ihn kaum noch.
Von innen schauen die mitgeführten und überkreuzten Fäden so aus:
Wie beim einfarbigen Modell stricken wir das Kopfteil der Mütze in einer bestimmten Höhe, bei mir sind es für meine geplante Mützengröße 14 cm. Hier die Maße zur Erinnerung:
- Frühchen: 11 cm
- Neugeborene: 12 cm
- 1 bis 3 Monate: 13 cm
- 3 bis 6 Monate: 14 cm
- 6 bis 12 Monate: 15 cm
12. Abnahmen für Mützenrundung
Jetzt nehmen wir ab. Das Abnehmen von Maschen geschieht durch Zusammenstricken von zwei Maschen. Ich stricke diese beiden Maschen immer rechts verschränkt ab, weil ich von rechts nach links leichter in die beiden Maschen einstechen kann. In der folgenden Runde stricke ich diese rechts verschränkte Masche als rechts verschränkte Masche. So fügt sie sich optisch gut in das Strickbild ein.
Damit ich erkennen kann, wo die Runden beginnen, setze ich einen Maschenmarkierer in den Rundenbeginn.
Abnahme-Runde 1
Wir stricken jede 7. und 8. Maschen zusammen.
Danach stricken wir 3 Runden ohne Abnahmen.
Abnahme-Runde 2
Wir stricken jede 6. und 7. Masche zusammen.
Danach stricken wir 3 Runden ohne Abnahmen.
Abnahme-Runde 3
Wir stricken jede 5. und 6. Maschen zusammen.
Danach stricken wir 1 Runde ohne Abnahmen.
Abnahme-Runde 4
Wir stricken jede 4. und 5. Masche zusammen.
Danach stricken wir 1 Runde ohne Abnahmen.
Abnahme-Runde 5
Wir stricken jede 3. und 4. Masche zusammen.
Danach stricken wir 1 Runde ohne Abnahmen.
Abnahme-Runde 6
Wir stricken jede 2. und 3. Masche zusammen.
Abnahme-Runde 7
Wir stricken jeweils 2 Maschen zusammen.
Die Abnahmen befinden sich immer übereinander:
Am Ende habe ich aufgrund der wenigen Maschen auf drei Nadeln reduziert. So schaut das dann nach der letzten Abnahme-Runde aus:
13. Das Abstricken
Jetzt stricken wir ab. Das geht so: Wir stricken zuerst eine rechte Masche. Diese neue rechte Masche heben wir zurück auf die linke Nadel. Jetzt stricken wir zwei Maschen rechts verschränkt zusammen. Das wiederholen wir fortlaufend, bis alle Maschen aufgebraucht sind.
14. Die Fertigstellung
Wir schneiden den Faden ab und fädeln ihn in eine Stopfnadel. Mit der Nadel ziehen wir die Öffnung in der Mitte zusammen und vernähen den Faden auf der Innenseite der Mütze.
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Wir vernähen auch alle anderen Fäden auf der Innenseite der Mütze.
15. Das Finish
Meine Mütze ist jetzt fertig gestrickt.
Damit meine Wolle seine Flauschigkeit bekommt und sich die Maschen entspannen und einander angleichen, bade ich sie nun in lauwarmem Wasser, dem ich etwas Wollwaschmittel zugesetzt habe.
Nach dem Spülen (nicht wringen!) drücke ich die Mütze sanft aus und lege sie auf ein Mikrofaserhandtuch. Ich rolle das Handtuch samt Mütze auf und drücke mit der flachen Hand auf die Handtuchrolle. Die Mikrofasern des Handtuchs nehmen die Feuchtigkeit der Wolle auf. Ich rolle alles wieder auf und breite die Mütze zum Trocknen flach aus.
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Die Mütze kann nach den Angaben des Wollherstellers auch in der Waschmaschine gewaschen werden. Ich bin da eher skeptisch und würde es nur im Notfall machen (Wollwaschgang bei 30 Grad, im Wäschesäckchen, keinen Weichspüler, keinen Trockner).
Zum Schluss prüfe ich die Maße. Die fertige Mütze sollte so hoch sein:
- 0 bis 3 Monate: 13 bis 15 cm
- 3 bis 6 Monate: 15 bis 17 cm
- 6 bis 12 Monate: 17 bis 19 cm
Falls ihr die Maße mit eurem Kind abgleichen wollt, sei noch erwähnt, dass die Mützenhöhe vom Scheitel bis zur Stirn gemessen wird.
Meine Mütze – gestrickt für ein Baby von 3 bis 6 Monaten – kommt ungedehnt auf 38 cm Umfang und 16 cm in der Höhe. Damit liegt sie für mich im möglichen Rahmen. Wolle ist dehnbar, da kommt es auf 1 cm nicht an.
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Ich habe noch eine einfarbige, kleinere Mütze gestrickt, die mein Enkelchen noch vor der gestreiften Mütze tragen kann. Da man nur so wenig Wolle braucht, kann eine Mütze mehr ja nicht schaden, oder?
Eine echte Anprobe kann es in meinem Fall erst im Winterhalbjahr dieses Jahres geben. Bis dahin müssen wir uns alle gedulden. Falls möglich, und von den Eltern erlaubt, ergänze ich an dieser Stelle später hier ein Tragefoto.
Bis es soweit ist, habe ich die KI gebeten, mit meiner Mütze ein Tragefoto zu erstellen. Hier das Ergebnis:
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Damit ich es beim Nachstricken übersichtlicher habe, habe ich alle relevanten Maße noch einmal in einer Tabelle zusammengefasst. Die Maschenanzahl ist je nach Garn und Maschenprobe immer individuell.
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16. In eigener Sache
Ich hoffe, mein Beitrag hat euch Spaß und Lust zum Nachstricken gemacht.
Wenn ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.
Über einen netten Kommentar oder eine kleine Plauderei hier unter dem Blogbeitrag würde ich mich freuen.
Herzliche Grüße von Ina