Lavendelsäckchen und -kissen in verschiedenen Varianten nähen
Es ist Sommer und in meinem Garten verströmt der Lavendel sein intensives Duftaroma. Ein herrlicher Duft! Aber ich möchte diesen Duft nicht nur jetzt im Sommer genießen, sondern ihn für das ganze Jahr konservieren. Deshalb ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um die getrockneten Lavendelblüten in selbst genähte Behältnisse zu füllen. Diese können wir dann in unseren Kleiderschrank hängen oder in unsere Wäscheschubladen legen. Dort verströmen sie ihre ätherischen Öle, halten unsere Wäsche duftig frisch, halten die Motten fern und haben noch dazu eine beruhigende Wirkung auf unser Nervensystem.
Wir können Lavendelsäckchen, Lavendelkissen oder Lavendelherzen aus unseren Lieblingsstoffen nähen und sie nach Belieben hübsch verzieren und dekorieren. Ich zeige euch in diesem Blogbeitrag, wie das gemacht wird. Wir können sie für uns nähen oder an liebe Menschen verschenken. Jetzt ist die perfekte Zeit dafür, sich diese kleinen Geschenke des Sommers auf Vorrat selbst zu fertigen.
Bevor wir uns über Lavendel unterhalten und danach gemeinsam ans Nähen gehen, zeige ich euch vorab, was wir heute gemeinsam nähen wollen:
Auf dem Bild seht ihr eine Fülle verschiedener Behältnisse, alle gefüllt mit Lavendel. Für einen einzigen Blogbeitrag wären zu viele Nähanleitungen. Deshalb teile ich die Lavendel-Serie in zwei Teile auf:
Teil 1: Lavendelsäckchen und Lavendelkissen in verschiedenen Varianten
Teil 2: Lavendelherzen in verschiedenen Varianten
Wir steigern uns im Laufe der Blogbeiträge also von den einfachen zu den verspielteren Formen. Es geht los!
Heute geht es um Lavendelsäckchen:
Und es geht um Lavendelkissen:
1. Lavendel als Heilpflanze
Wir beschäftigen uns kurz mit dem Inhalt dessen, was wir später gemeinsam nähen werden. Mit diesem Wissen werden die Lavendelsäckchen für euch noch wertvoller, versprochen!
Lavendelblüten wirken vor allem beruhigend, angstlösend und krampflösend. Die in der Heilpflanze enthaltenen ätherischen Öle entspannen das Nervensystem, senken das Stresshormon Cortisol und fördern das Einschlafen. Zudem helfen sie bei leichten Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen. Sie wirken leicht entzündungshemmend. Es gibt verschiedene Darreichungsformen und Anwendungsgebiete. Bei Interesse könnt ihr das Thema gern selbst im Internet tiefgehender recherchieren.
Es gibt aber auch Einschränkungen:
Manchen Menschen bereitet der intensive Duft von Lavendel Kopfschmerzen oder Übelkeit. Auch Kontaktdermatitis ist bei direkter Berührung möglich. Wenn ihr Lavendel nicht mögt oder negative Erfahrungen damit gemacht habt, dann sind Lavendelsäckchen natürlich nichts für euch.
Statt des Lavendels könnt ihr eure Säckchen, Kissen oder Herzen dann beispielsweise mit getrockneten Rosenblüten, Orangenschalen, Duftkräutern oder Zirbenholzspänen füllen. Damit erweitern wir sogar das Einsatzspektrum eines Duftsäckchens. Man könnte es beispielsweise als Raumduft oder im Auto benutzen. Ihr seid bei diesem Kreativprojekt also nicht an die Lavendelblüten gebunden.
2. Lavendel bei Kindern und Haustieren
Auch wenn ich Lavendel mag, ist er nicht für alle geeignet. Was gilt es dabei zu wissen? Von mir gibt es hier nur eine grobe Einschätzung. Recherchiert das bitte vor Gebrauch selbst!
Für Babys und Kleinkinder (unter 2 bis 4 Jahren):
Ätherisches Lavendelöl sollte bei sehr jungen Kindern vermieden oder nur stark verdünnt und nie im Gesicht oder in der Nähe der Nase angewendet werden. Es kann ansonsten zu Stimmritzenkrämpfen und Atemstillstand kommen.
Sichere Alternativen:
Für Babys sind trockene Lavendelblüten in einem Säckchen (außer Reichweite aufgehängt) oder spezielle Kräuterpads die sicherere Wahl, um von der beruhigenden Wirkung zu profitieren.
Ältere Kinder:
Bei Kindern ab etwa 5 Jahren können gut verdünnte Öle (etwa 10-prozentige Mischungen) oder Bäder verwendet werden.
Für Katzen und Hunde ist der Verzehr von Lavendel giftig.
3. Lavendel im Haushalt
Neben den gesundheitlichen Aspekten hat Lavendel seinen festen Platz im Haushalt.
In der Antike wurden Lavendelsäckchen bereits für die Reinigung der Luft in Räumen oder zur Abwehr von Insekten angewendet. Warum taten schon unsere Vorfahren Lavendelsäckchen in die Kleiderschränke? Es ging/geht um die Kleidermotten. Sie legen ihre Eier bevorzugt auf Wollstoffe, Pelze oder auf Felle. Die Larven der Kleidermotte benötigen Keratin, das in Tierhaaren vorkommt. Auch rein pflanzliche oder synthetische Stoffe werden von ihnen angefressen. So entstehen die charakteristischen Löcher in der Kleidung. Und deshalb möchte man verständlicherweise keine Kleidermotten in seinem Kleiderschrank.
Lavendel duftet gut und fungiert hier als natürlicher, rein biologischer Mottenschutz. Den Duft der Pflanze können die Motten und andere Insekten absolut nicht leiden. Allerdings gibt es Unterschiede von Sorte zu Sorte. Beispielsweise wirkt wilder Lavendel besser als gezüchteter. Das merkt man aber schon am intensiveren Duft und an den Insekten, die bevorzugt und scharenweise den wilden Lavendel besuchen.
Ein kleines Lavendelsäckchen reicht natürlich nicht für einen großen Kleiderschrank. Da braucht es schon ein paar Säckchen. Jeder abgetrennte Schrankbereich und jede Schublade freuen sich über ein eigenes Duftsäckchen.
Zusammenfassend kann man sagen, Lavendel-Duftsäckchen sind ein toller, natürlicher Schutz gegen Motten und sie sorgen für einen beruhigenden Raumduft. Man muss sie nicht kaufen, sondern kann sie ganz einfach selbst machen. Das ist nachhaltig, wir wissen, was drin ist. Zudem können wir unsere Stoffreste nachhaltig, hübsch und sinnvoll verarbeiten. Los geht’s!
4. Lavendel im Garten
Sicherlich kennt ihr alle die Bilder mit den leuchtenden Lavendelfeldern in der Provence. So etwas habe ich nicht vor der Haustür, aber ich habe eine große Lavendelpflanze im Garten, und die reicht ja für unser heutiges Kreativprojekt. Lavendelpflanzen lieben trockene und sonnige Plätze, sie sind genügsam und pflegeleicht. Sie duften nicht nur herrlich, sondern ziehen Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge magisch an.
5. Lavendelernte im Garten
Den Lavendel für Duftsäckchen ernten wir in unserm Garten idealerweise zwischen Juli und August, wenn sich die ersten Knospen öffnen, aber noch nicht alle Blüten verblüht sind. Wir schneiden sie am besten an einem trockenen, sonnigen Vormittag oder Mittag, da die Pflanze dann die meisten ätherischen Öle enthält und das Aroma am intensivsten ist.
Wer möchte, könnte den Lavendel auch mit anderen Blütendüften mischen. Wahrscheinlich würden meine Rosenblüten unter dem intensiven Lavendelduft gar nicht wahrzunehmen sein, aber wenn man ein Lavendelsäckchen aus einem transparenten Stoff wie Organza nähen möchte, machen sich die bunten Blüten vielleicht ganz gut. Die geschnittenen Blüten auf meinem Teller habe ich – wie ich jetzt sehe – etwas zu früh abgeschnitten. Die Blüten hätten noch etwas weiter geöffnet sein sollen.
Wir schneiden die Stängel etwa 10 bis 15 Zentimeter unterhalb der Blüten ab, lassen aber etwas vom grünen Laub stehen. Wir schneiden leicht in die belaubten Triebe hinein, aber vermeiden es, ins alte, kahle Holz zu schneiden. Keine Angst, die Pflanze nimmt dadurch keinen Schaden. Im Gegenteil: Der Schnitt im Spätsommer ist für die Pflanze besonders vorteilhaft, da sie durch die Ernte angeregt wird, vor dem Winter noch einmal neu auszutreiben und schön buschig zu bleiben.
Wir binden die Stängel anschließend zu kleinen, lockeren Sträußen zusammen und hängen die Bündel kopfüber an einem dunklen, warmen und gut belüfteten Ort zum Trocknen auf. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da die Blüten sonst ausbleichen und Duftstoffe verloren gehen. Der Trockenprozess wird ca. 1 bis 2 Wochen dauern. Der Lavendel ist trocken, wenn die Stängel beim Biegen leicht brechen.
6. Lavendel-Füllung vorbereiten
Wenn alles schön getrocknet ist, streifen wir die Blüten einfach mit der Hand von den Stielen und sammeln sie in einer Schüssel für die Weiterverarbeitung. Wie das herrlich duftet!
Man könnte nun die Blüten pur in ein Lavendelsäckchen geben. Allerdings ist das Ganze dann doch auch etwas leicht und vom Duft her zu intensiv. Deshalb mische ich meine Blüten immer mit Reis. Der Reis ist dazu da, evtl. vorhandene Feuchtigkeit aufzunehmen, den intensiven Lavendelduft etwas abzumildern und dem Säckchen mehr Gewicht zu verleihen. Ich vermische in einer Schüssel zwei Teile getrocknete Lavendelblüten mit einem Teil Reis.
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Nachdem wir die Füllung vorbereitet haben, machen wir uns ans Nähen. Ich stelle euch im Folgenden sechs verschiedene Varianten vor.
7. Materialien für Lavendelsäckchen und -kissen
- Stoffreste (s. Pkt. 8.)
- Nach Blieben: Zierbänder, Spitzen oder Applikationen
- Satin- oder Schleifenband zum Zubinden
- Getrocknete Lavendelblüten
- Bügeleisen
- Stoffschere
- Rollschneider
- Schneideunterlage
- Stabiles Lineal
- Nähmaschine, Nähgarn
- Zackenschere
- Synthetische Füllwatte
- evtl. Overlock
- evtl. Dekorationen wie Perlen oder kleine Stoffblüten
8. Tipps zur Stoffauswahl
Für Lavendelsäckchen eignen sich atmungsaktive, luftdurchlässige Stoffe am besten. Das ätherische Aroma des Lavendels kann sich durch die Stofffasern hindurch gut im Raum oder in unserem Kleiderschrank entfalten. Die Stoffe sollten also nicht zu dicht gewebt sein, da der Duft sonst blockiert wird und nicht herausströmen kann.
Geeignete Stoffe sind z. B. Leinen oder Baumwolle. Da wir alle gern nachhaltig leben wollen, empfehle ich hier gern die Verwendung von alter Baumwollbettwäsche, Spitzentaschentüchern oder einem ausgemusterten Oberhemd des Liebsten.
Natürlich könnt ihr auch neue Stoffe nehmen. Zum Glück brauchen wir nicht viel, sodass auch kleine Reste genügen. In jedem Fall sollten die Stoffe gewaschen sein.
9. Sechs Nähanleitungen
Es folgen Nähanleitungen für sechs Modelle, die auch Nähanfänger gut meistern können. Ich wünsche euch viel Freude beim Nähen und schöne Ergebnisse.
Modell Nr. 1:
Lavendelsäckchen aus zwei Stoffen
Für dieses Projekt benötigen wir kein kompliziertes Schnittmuster. Wir schneiden uns mit dem Rollschneider und einem langen Patchworklineal auf einer Schneideunterlage zwei Stoffquadrate aus unserem Lieblingsstoff aus. Den gewaschenen Stoff haben wir natürlich vorher mit Dampf gebügelt, sodass wir jetzt ganz akkurat zuschneiden können.
Mein Duftsäckchen soll aus zwei verschiedenen Stoffen sein, daher schneide ich mir zwei Quadrate in der Größe von 10 × 15 cm zu. Das ergibt eher kleine Duftsäckchen für meine Schubladen. Meine Maße sollen nur Anhaltspunkte sein, ihr könnt sie nach Belieben verändern.
Da die Stoffkanten des Webstoffes ausfransen würden, müssen wir sie versäubern. Das machen wir entweder mit der Overlock an drei Seiten (zwei lange Seiten und eine kurze) oder wir beschneiden die Stoffkanten nach dem Zusammennähen mit einer Zackenschere.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um seine Stoffe mit Spitzen oder Applikationen zu verzieren – sie werden einfach nach Belieben aufgenäht.
Danach falten wir die beiden obigen, offenen Stoffkanten 2 × 1 cm um und bügeln den Umschlag.
Wir legen beide Quadrate rechts auf rechts aufeinander und klammern sie an den drei versäuberten Kanten zusammen.
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Wir nähen sie mit einem kleinen Geradstich an den drei geklammerten Seiten zusammen. Zu Beginn und am Ende verriegeln wir die Naht. Wir führen die Naht neben der Overlocknaht entlang.
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Wir schneiden die Ecken zurück, damit wir die Ecken gut ausformen können, wenn wir das Säckchen auf rechts drehen.
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Wir drehen das Säckchen auf rechts. Wir formen die Ecken mit einem spitzen Gegenstand aus. Wir bügeln es mit Dampf. Schon ist unser Säckchen fertig genäht.
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Jetzt können wir unsere Lavendel-Reis-Mischung einfüllen. Die Öffnung ist groß genug für einen Teelöffel als Einfüllhilfe. Für den Bausch des Säckchens geben wir zusätzlich synthetische Füllwatte hinein.
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Wenn das Säckchen voll genug ist, binden wir um die obere Hälfte des Säckchens ein farblich passendes hübsches Seidenband. Das schlingen wir zweimal herum, machen dann einen Doppelknoten und eine Schleife.
Modell Nr. 2:
Lavendelsäckchen aus einem Stück Stoff
Noch einfacher ist die Fertigung aus nur einem Stück Stoff. Hier sind beide Seiten des Säckchens gleich.
Wir schneiden uns ein Rechteck von 15 × 18 cm zu. Die Größe ist wieder variabel und meine Maße nur ein Beispiel. Ich habe hier alte Baumwollbettwäsche genutzt. Wir schlagen den oberen Rand einmal um und bügeln die Kante.
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Wir steppen den Umschlag einmal ab. So wird der Rand oben weniger dick, als wenn wir ihn wie beim ersten Säckchen zweimal umgeschlagen hätten. Danach falten wir den Stoff einmal und bügeln die Falzkante. Wir steppen die Seite und den Boden ab. Wir schneiden die Ecken zurück.
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Wir drehen unser Säckchen auf rechts und formen die Ecken mit einem spitzen Gegenstand gut aus. Dann noch einmal bügeln und schon kann das Säckchen befüllt werden.
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Wir verschließen es mit einem Band unserer Wahl. Das Lavendelsäckchen ist auch eher klein und hat kein Band – daher ist es ideal für eine Wäscheschublade.
Modell Nr. 3:
Lavendelsäckchen aus einem Spitzentaschentuch
Wer ein altes Spitzentaschentuch einer neuen Bestimmung zuführen möchte, könnte daraus sogar gleich zwei Duftsäckchen nähen. Dafür teilen wir es in zwei Hälften und schneiden uns zwei Rechtecke zu.
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Die Fertigung ist wie bei dem Werk davor: Falten, 2 Seiten zusammennähen, Ecken zurückschneiden, mit der Zackenschere die Stoffkanten versäubern, dann wenden und bügeln. Und so haben wir im Handumdrehen zwei Duftsäckchen, die von Hause aus oben einen hübschen Spitzenrand haben.
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Wir füllen sie mit der Lavendel-Reis-Mischung und stopfen Füllwatte hinein. Wir binden sie oben mit geeigneten Bändern zu. Zu dem einfarbigen Beutelchen mit der dekorativen Stickerei passt eine etwas auffälligere Schleife. Die Taschentuchspitze schaut oben dekorativ heraus.
Bei dem anderen Beutelchen, das keine Stickerei hat, habe ich im Nachhinein mit Stoffkleber noch eine Blütenapplikation aufgeklebt. Vorher annähen wäre besser gewesen, aber es hat sich erst jetzt ergeben.
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Dann kommt das Band als Verschluss. Hier finde ich es schön, wenn das Band in einem Farbton ist, der in der Applikation bereits vorkommt.

Wer das offene Säckchen nicht so praktisch findet und die Lavendelblüten lieber sicher in einem rundum geschlossenen Kissen hätte, könnte auch ein Kissen nähen. Das kann man mit und ohne Anhänger nähen. An dem kleinen Anhänger könnte man es z. B. an einen Bügel in den Kleiderschrank hängen. Ohne Anhänger könnte es einfach so in einem Schubfach liegen und seinen Duft verströmen.
Modell Nr. 4:
Lavendelkissen aus einem Stück Stoff, mit Innennaht und ohne Band
Wir schneiden uns ein Quadrat im Maße 10 × 18 cm zu. Es wird ein eher kleines Kissen. Ihr könnt die Maße natürlich wieder nach euren Wünschen anpassen.
Wir falten das Rechteck rechts auf rechts in der Mitte zusammen und bügeln den Falz. Wir steppen die drei offenen Kanten mit 1 NZG mit einem Geradstich ab. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir.
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Jetzt schneiden wir die Ecken zurück und schlagen die noch offene Kante 1 cm nach innen um. Wir bügeln sie. Damit die Stoffkanten nicht ausfransen, beschneiden wir sie mit einer Zackenschere.
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Dann befüllen wir unser Duftkissen mit dem Lavendelblüten-Reis-Gemisch. Damit das Kissen schön bauschig wird, stopfe ich es wieder mit Füllwatte aus.
Wir klammern die Öffnung zu. Wir steppen alle 4 Kanten knappkantig ab.
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Damit hätten wir ein kleines Duftkissen, das wir einfach so in eine Schublade zwischen die Wäsche legen könnten.
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Wer das Kissen an einen Bügel hängen möchte, näht eine der folgenden Varianten mit Band.
Modell Nr. 5:
Lavendelkissen aus zwei Stoffen, mit Innennaht und Anhänger
Ich habe mir zwei Stoffstücke in den Maßen 12 cm × 12 cm zugeschnitten. Das ist etwas größer als das vorige.
Da das eine Motiv etwas wuchtig ist, mildere ich es etwas ab, indem ich diagonal eine Spitze aufnähe.
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Danach schneide ich mir ein Stück Satinband zu und lege es überkreuzt auf die rechte Seite des Vierecks. Vorher messe ich mir die Mitte aus. Die Enden des Bandes sind außen. Ich lege das andere Viereck rechts auf rechts auf. Die Schlaufe liegt somit zwischen beiden Stofflagen.
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Wir klammern beide Stoffe zusammen und nähen sie mit 1 cm NZG zusammen. Dabei lassen wir eine Wendeöffnung von ca. 3 cm. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir.
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Nach dem Nähen versäubern wir mit der Zackenschere die drei Stoffkanten ohne Wendeöffnung. Außerdem schneiden wir die 4 Ecken bis kurz vor der Naht zurück.
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Jetzt ziehen wir unser Werk durch die Wendeöffnung und formen die Ecken gut aus. Die Schlaufe kommt wieder zum Vorschein. Wir falten die NZG der Wendeöffnung nach 1 cm nach innen um und bügeln sie.
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Danach bügeln wir auch die anderen Kanten mit dem Dampfbügeleisen. Jetzt können wir unser Kissen mit dem Lavendel-Reis-Gemisch füllen.
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Für die schöne bauschige Form des Kissens stopfen wir es wieder mit Füllwatte. Danach klammern wir die Wendeöffnung zu.
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Wir steppen das Kissen einmal rundherum knappkantig ab. Dabei wird die Wendeöffnung automatisch geschlossen.
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Und so schaut unser Duftkissen mit Anhänger am Ende mit seinen zwei unterschiedlichen Seiten aus:
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Modell Nr. 6:
Lavendelkissen aus zwei Stoffen, mit Außennaht und Anhänger
Wer das mit dem Wenden und der abgesteppten Naht nicht so schön findet, könnte stattdessen das Kissen auch mit einer Außennaht gestalten. Das ist dann auch etwas größer, da die NZG quasi außen und damit sichtbar sind. Hier ein kurzer, vorgreifender Vergleich:
Wir schneiden uns wieder zwei Vierecke in der Größe von 12 cm × 12 cm zu. Wir legen sie links auf links zusammen. Dann bereiten wir uns den Anhänger vor. Wir schneiden uns ein Stück Satinband zu und legen es über Kreuz. Diese Position fixieren wir mit einem Klebestift.
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Wir legen den Anhänger mittig zwischen die beiden Stofflagen. Wir können ihn an dieser Position bei Bedarf auch festkleben, damit er beim Nähen nicht verrutscht. Jetzt steppen wir beide Lagen mit 1 cm NZG zusammen. Wir lassen eine Füllöffnung von ca. 3 cm. Ich nähe mit einem Kontrastgarn und setze die Naht somit optisch als Rahmen ein.
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Wir sichern Beginn und Ende der Naht. Ich starte und ende gern auf dunklen Farben meines Stoffes. Danach schneiden wir mit einer Zackenschere die drei Seiten zurück, die keine Füllöffnung haben. Die Stelle oben am Anhänger schneide ich mit einer kleinen Schere aus. Danach mache ich einen Schnitt von rechts und einen Schnitt von links. So stelle ich sicher, dass ich das Band auf keinen Fall durchschneide.
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Jetzt kann ich mein Kissen auch schon wie üblich befüllen. Danach schließe ich die Füllöffnung. Dafür führe ich die Naht von eben weiter. Anfang und Ende natürlich wieder verriegeln. Jetzt ist das Kissen rundherum geschlossen.
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Zum Schluss versäubere ich auch die letzte Stoffkante noch mit der Zackenschere.
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Und so schaut mein Kissen mit der sichtbaren Nahtzugabe von beiden Seiten aus:
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Im direkten Vergleich finde ich, dass sich diese Variante etwas leichter nähen lässt als die vorige. Am Ende entscheidet wohl der persönliche Geschmack, welches Kissen einem besser gefällt.
So, das war es für heute. Jetzt kann jeder Lavendelsäckchen und -kissen in verschiedenen Varianten nähen. Wer seinen Lavendel lieber in eine verspielte Herzform füllen möchte, schaut sich gerne Teil 2 meiner kleinen Lavendel-Serie an. Hier vorab schon einmal ein Beispiel:
10. In eigener Sache
Wenn Ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.
Über einen netten Kommentar oder eine kleine Plauderei hier unter dem Blogbeitrag würde ich mich freuen.
Für heute verabschiede ich mich von euch und wünsche gutes Gelingen und viel Freude mit meinen Ideen.
Herzliche Grüße von Ina
Ein sehr umfangreicher und liebevoll bebilderter Beitrag! ♡
Das knappkantige abstellen klappt mit dem Reißverschlussfuß bei mir viel besser, vielleicht magst du das mal versuchen?
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