Kennst Du das auch?
Im Freundes- und Familienkreis ist allgemein bekannt, dass Du gut handarbeiten kannst. In meinem Fall ist es eindeutig das Häkeln, obwohl ich auch gerne stricke und eine besondere Schwäche für das Gabelhäkeln habe. Und wie das eben so ist: Früher oder später kommt garantiert jemand mit der berühmten Frage um die Ecke:
„Kannst Du nicht mal eben für mich …?“
So war es auch bei meinem Ältesten. Kürzlich trat mein Sohn mit dem Wunsch an mich heran, für ihn ein Dreieckstuch zu entwerfen und natürlich auch zu häkeln. Nun könnte man meinen, ein Dreieckstuch sei schnell ausgesucht, doch mein Sohn hatte erstaunlich konkrete Vorstellungen. Vor allem darüber, wie dieses Tuch auf gar keinen Fall aussehen sollte.
Im Laufe unserer Gespräche kristallisierte sich dann Stück für Stück heraus, wie das perfekte „Männer-Dreieckstuch“ aussehen müsste.
1. Kein Farbverlaufsgarn
Die meisten Farbverlaufsgarne sind meinem Sohn entweder zu bunt, zu auffällig oder schlichtweg „nichts für Männer“. Zumindest nicht für ihn.
Wie viele andere Männer auch, bevorzugt er eher gedeckte Farben: Grau, Schwarz, Dunkelblau oder Braun stehen deutlich höher im Kurs als knallige Regenbogenverläufe oder bonbonfarbene Kombinationen.
Und ganz ehrlich, ich konnte seine Argumente durchaus nachvollziehen. Nicht jeder möchte aussehen, als hätte ein Einhorn einen schlechten Tag gehabt.
2. Kein feminines Muster
Auch beim Muster hatte mein Sohn klare Vorstellungen. Blumenmuster, Lace, Ananas- oder Muschelmuster schieden kategorisch aus. Ebenso alles, was zu verspielt oder zu romantisch wirkt.
Zopfmuster wiederum waren ihm zu winterlich und zu „schwer“. Das Tuch sollte schließlich das ganze Jahr über tragbar sein.
Gesucht war also:
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ein Strukturmuster,
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eher geometrisch,
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gleichmäßig,
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ruhig
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und bitte ohne wilden Mustermix.
Viele Männer verbinden Häkeln leider immer noch mit Spitzendeckchen, Topflappen oder nostalgischer Handarbeitsromantik. Dabei kann Häkeln durchaus modern, minimalistisch und sogar ziemlich lässig wirken. Man muss nur das richtige Muster wählen.
3. Die Form: flach, symmetrisch und unkompliziert
Bei der Form gab es ebenfalls genaue Vorgaben.
Es sollte ein klassisches Dreieckstuch werden, also weder Schal noch Rechtecktuch. Und bitte auch nichts Asymmetrisches oder „künstlerisch Experimentelles“.
Mein Sohn wünschte sich ausdrücklich ein eher flaches Dreieckstuch, das schön in die Breite geht. Diese tiefen, stark nach unten gezogenen Dreieckstücher erinnerten ihn zu sehr an Schultertücher. Außerdem hängt beim Tragen vorne oft sehr viel Stoff herunter und genau das empfand er als unbequem, unpraktisch und, wie er mehrfach betonte: „ungemein unmännlich“.
Auch Fransen, Quasten, Bommel oder sonstige Verzierungen waren sofort vom Tisch. Männer und Bommel, das ist offenbar eine sehr schwierige Beziehung.
Bis hierhin habe ich nun ausführlich erklärt, wie das Tuch nicht aussehen sollte. Aber genau daraus ergaben sich nach und nach die Möglichkeiten, wie es aussehen durfte.
4. Die Farbe
Nach längerem Überlegen einigten mein Sohn und ich uns schließlich auf Grün.
Ein schöner Kompromiss: nicht zu auffällig, aber eben auch nicht ganz so „sicher“ wie Grau oder Schwarz. Der Farbton wirkt ruhig, natürlich und trotzdem interessant.
5. Das Material
Beim Material waren wir uns überraschend schnell einig.
Das Garn durfte:
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nicht kratzen,
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nicht zu dick sein,
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nicht zu schwer werden
-
und möglichst nicht zu warm halten.
Mein Sohn hat empfindliche Haut, daher fiel reine Wolle schnell aus dem Rennen. Außerdem verbraucht Häkeln bekanntlich deutlich mehr Garn als Stricken. Große Dreieckstücher können dadurch schnell schwer wirken. Genau das wollten wir vermeiden.
Unsere Wahl fiel deshalb auf ein dünnes Baumwollmischgarn mit langer Lauflänge. Es ist angenehm weich, leicht, nicht zu warm und wirkt trotzdem schön hochwertig.
6. Das Muster
Die Suche nach dem passenden Muster war tatsächlich die größte Herausforderung.
Es sollte:
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ein Strukturmuster sein,
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geometrisch wirken,
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sich regelmäßig wiederholen,
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aber dennoch nicht zu kompakt werden.
Ein Muster ausschließlich aus Stäbchen oder halben Stäbchen war uns zu langweilig. Reine Reliefmuster wiederum wirkten schnell zu massiv und schwer.
Also wurden Musterbücher gewälzt, Pinterest durchforstet und gefühlt halb das Internet analysiert.
Und schließlich wurde ich tatsächlich fündig:
Ein Strukturmuster mit einem kleinen, dezenten Lochmusteranteil. Genau die richtige Mischung. Das Muster wirkt modern, ruhig und überhaupt nicht feminin. Gleichzeitig ist es angenehm locker und wiederholt sich bereits nach zwei Reihen. Perfekt also für entspanntes Häkeln ohne ständiges Nachzählen.
Und so sieht die Häkelschrift dazu aus.
Häkelschrift I: Zeigt das Muster ohne Zu- und Abnahmen.

Das Besondere an diesem Muster: Es besitzt tatsächlich zwei unterschiedliche Seiten, eine Vorder- und eine Rückseite. Und das Beste daran? Beide sehen richtig gut aus. Keine Seite wirkt „verkehrt“ oder unfertig.
Dadurch kann das Dreieckstuch ganz entspannt von beiden Seiten getragen werden. Denn seien wir ehrlich: Man(n) achtet beim Umbinden meistens eher darauf, dass das Tuch sitzt und weniger darauf, welche Seite nun eigentlich außen sein sollte. Das macht dieses Muster so alltagstauglich, unkompliziert und männertauglich. Auf den Bildern erkennst Du einmal die Vorderseite und einmal die Rückseite. Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber mir gefallen beide Seiten gleich gut.
7. Meine eigene Vorgabe
Bisher habe ich hauptsächlich von den Vorstellungen meines Sohnes erzählt. Aber natürlich habe auch ich bei jedem Entwurf meine ganz eigene Grundregel:
„So einfach wie möglich!“
Diesen Satz versuche ich bei all meinen Designs umzusetzen. Schließlich soll das Nacharbeiten Spaß machen, leicht verständlich und entspannend sein. Keinesfalls darf Frust aufkommen.
Denn seien wir ehrlich:
Niemand möchte beim Häkeln nach Reihe 27 mit glasigem Blick über einer kryptischen Anleitung sitzen und sich fragen, wo im Leben alles falsch gelaufen ist.
„So einfach wie möglich!“ klingt simpel, ist in der Umsetzung aber oft erstaunlich schwierig.
Doch bei diesem Projekt ist mir genau das gelungen:
Ein schlichtes, modernes und absolut alltagstaugliches Dreieckstuch, das auch Männer gerne tragen. Eben ein echtes „Jedermann-Tuch“.
Bevor Du Dir die kostenlose Anleitung anschaust, hat Du vielleicht Lust Dir meine anderen Dreieckstücher in meinem Store blickfang-design anzusehen. Unter dem folgenden Link kommst Du zu meiner Tücher-Kollektion. Lass Dich inspirieren.
https://www.crazypatterns.net/de/users/view_collection/3429/dreieckstuecher
Vielleicht gefällt Die ja eines meiner Designs. Hier ein kleinger Vorgeschmack: https://www.crazypatterns.net/de/items/111570/alletage-tuch-tamara
Das Alletage-Tuch Tamara

Zur kostenlosen Anleitung für das „Jedermann-Tuch“
Das Jedermann-Tuch wird von unten nach oben gearbeitet. Durch die beidseitigen Zunahmen wächst das Tuch gleichmäßig sowohl in die Breite als auch in die Höhe. Es handelt sich dabei um ein klassisches, symmetrisches Dreieckstuch mit einer eher flachen Form. Genau so, wie viele Männer (und ehrlich gesagt auch viele Frauen) es besonders gerne tragen.
Jede Reihe beginnt mit Steigeluftmaschen und wird anschließend gewendet. Das Muster selbst umfasst lediglich zwei Reihen und überzeugt durch seine klare Struktur und die ruhige, geometrische Optik. Genau diese Schlichtheit macht den besonderen Reiz des Musters aus.
Seinen Namen trägt das Jedermann-Tuch übrigens völlig zu Recht: Es ist ein echtes Unisex-Tuch und kann sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden. Je nach Farbwahl wirkt es mal sportlich, mal elegant oder ganz lässig.
Besonders praktisch: Das Muster ist ein sogenanntes Endlosmuster. Du kannst das Tuch also jederzeit in der gewünschten Größe beenden und individuell anpassen. Dadurch eignet sich das Jedermann-Tuch nicht nur für Erwachsene, sondern problemlos auch für Kinder. So wird aus einem Männer-Tuch ganz schnell ein Familientuch.
Material:
Verwendet habe ich 200 g Lana Grossa Wolle Diversa. Das ist ein leichtes Baumwoll-Mischgarn mit zartem Mélange-Effekt in der Farbe pistazie.
Das Garn hat eine Zusammensetzung aus 74% Baumwolle, 26% Viskose. Es hat eine Lauflänge von 210 m auf 50 g.
Natürlich kannst Du jedes andere Garn mit passender Häkelnadel verwenden.
Verhäkelt habe ich das Garn mit einer Häkelnadel Nr. 3. Laut Banderole wird zwar eine Nadelstärke von 3,5 bis 4 empfohlen, davon bin ich jedoch bewusst abgewichen.
Mit der kleineren Häkelnadel kommt das Strukturmuster deutlich schöner zur Geltung: Die Maschen wirken klarer, das Muster plastischer und das gesamte Tuch erhält eine ruhigere, hochwertigere Optik. Manchmal lohnt es sich eben, der eigenen Häkelerfahrung mehr zu vertrauen als der Banderole.
Das Garn: leicht, weich und mit schönem Fall
Für das Jedermann-Tuch habe ich mich ganz bewusst für die Lana Grossa Diversa entschieden, ein Garn aus 74 % Baumwolle und 26 % Viskose. Diese Mischung passt einfach wunderbar zu diesem Projekt: leicht, weich und angenehm zu tragen. Genau so, wie mein Sohn und ich uns das vorgestellt hatten.
Baumwolle bringt vor allem Stabilität und Hautfreundlichkeit mit. Sie trägt sich angenehm, kratzt nicht und macht das Tuch wunderbar alltagstauglich. Besonders bei empfindlicher Haut ist Baumwolle oft eine sehr gute Wahl.
Die Viskose wiederum sorgt dafür, dass das Garn einen schönen, fließenden Fall bekommt und das fertige Tuch nicht zu steif wirkt. Gerade bei Dreieckstüchern mag ich diesen Effekt besonders gerne, weil das Tuch dadurch lockerer, weicher und weniger wuchtig fällt. Dazu kommt ein ganz feiner, dezenter Glanz, der das Strukturmuster besonders schön hervorhebt.
Spannend finde ich persönlich außerdem, dass Viskose ursprünglich aus Holz beziehungsweise Zellulose gewonnen wird. Daraus werden in einem speziellen Verfahren feine Fasern hergestellt und anschließend versponnen. Deshalb fühlt sich Viskose irgendwie natürlich an, obwohl sie technisch gesehen keine klassische Naturfaser ist.
Beim Häkeln merkt man den Viskoseanteil schnell: Das Garn gleitet weich durch die Finger, das Maschenbild wirkt angenehm gleichmäßig und das fertige Tuch bekommt eine elegante, fließende Optik.
Natürlich hat Viskose auch ihre kleinen Eigenheiten. Das Garn kann manchmal etwas rutschiger sein und verhält sich anders als reine Baumwolle oder Wolle. Genau diese Eigenschaften machen für mich aber den besonderen Charme dieser Garnmischung aus.
Ein weiterer großer Pluspunkt der Lana Grossa Diversa ist ihre enorme Ergiebigkeit. Mit einer Lauflänge von 210 Metern auf nur 50 Gramm ist das Garn erstaunlich leicht. Dadurch bleibt auch ein großes Dreieckstuch angenehm luftig und trägt nicht unnötig auf — etwas, das meinem Sohn besonders wichtig war.
Sehr schön finde ich außerdem den dezenten Mélange-Effekt des Garns. Durch die unterschiedliche Farbaufnahme der Fasern entsteht eine lebendige, leicht melierte Optik, die dem Tuch zusätzliche Tiefe verleiht, ohne dabei unruhig zu wirken.
Für das Jedermann-Tuch war diese Garnkombination deshalb genau richtig: leicht, angenehm auf der Haut, weich fallend und trotzdem strukturiert genug, damit das Muster wunderbar zur Geltung kommt.
Pflegehinweis:
Schonwaschgang 30°: Pflegeleicht/Schonend bei maximal 30° C waschen.
Bügeln ohne Dampf bei niedriger Temperatur.
Nicht im Wäschetrockner trocknen, da es nicht für den Wäschetrockner geeignet ist.
Liegend trocknen: Nach dem Waschen in Form ziehen und flach trocknen, um Ausleiern zu verhindern.
Größe:
Das Jedermann-Tuch hat eine Spannweite von ca. 155 cm und eine Tiefe von etwa 54 cm. Durch seine eher flache Form lässt es sich angenehm tragen und vielseitig stylen, ohne zu wuchtig zu wirken.
Natürlich kannst Du die Größe ganz nach Deinen persönlichen Vorlieben anpassen. Da es sich um ein Endlosmuster handelt, lässt sich das Tuch jederzeit verlängern oder früher beenden. Ganz so, wie es Dir am besten gefällt.
Schwierigkeitsgrad und verwendete Techniken:
Die Anleitung für das Jedermann-Tuch eignet sich für alle, die bereits erste Häkelprojekte umgesetzt haben. Der Schwierigkeitsgrad liegt im mittleren Bereich. Also genau richtig für alle, die Lust auf ein entspanntes, aber dennoch interessantes Projekt haben.
Zum Einsatz kommen folgende Maschenarten:
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Luftmaschen
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feste Maschen
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Stäbchen
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Doppelstäbchen
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Reliefmaschen
Die Zunahmen erfolgen beidseitig. Wie das genau funktioniert, wird in der Anleitung ausführlich erklärt und ist mithilfe der Häkelschrift gut nachvollziehbar.
Besonders angenehm: Das Muster wiederholt sich bereits nach zwei Reihen. Dadurch muss Du nicht ständig auf die Häkelschrift schauen oder Maschen zählen. Nach einigen Wiederholungen prägt sich das Muster fast wie von selbst ein und lässt sich wunderbar entspannt häkeln.
Genau solche Projekte liebe ich persönlich besonders: Häkeln ohne Stress, ohne ständige Konzentration und ganz ohne kompliziertes Reihen- und Musterchaos.
So kannst Du ganz gemütlich nebenher Deine Lieblingsserie schauen, ein Hörspiel oder einen Podcast hören, Musik genießen, mit Freunden den neuesten Tratsch austauschen oder einfach abschalten und ein paar Reihen lang nur den eigenen Gedanken nachhängen. Genau dafür sind solche Wohlfühlprojekte gemacht.
Ausführung:
Häkle das Jedermann-Tuch nach Häkelschrift II. Dort sind die ersten 6 Reihen dargestellt.
Da sich das Muster fortlaufend wiederholt, werden anschließend die Reihen 5 und 6 stets wiederholt und entsprechend mustergemäß fortgeführt.
Auch die Zunahmen werden dabei wie in den dargestellten Reihen gearbeitet und fortlaufend auf dieselbe Weise weitergeführt.
Beginne mit einem magischen Ring oder einer Anfangsschlaufe.
1. Reihe:
4 Steigeluftmaschen, 6 Doppelstäbchen, Arbeit wenden.
2. Reihe:
4 Steigeluftmaschen, 3 Stäbchen in das 1. Doppelstäbchen der Vorreihe, 1 Luftmasche, 1 Masche der Vorreihe übergehen, 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 3 Stäbchen und 1 Doppelstäbchen in die letzte Steigeluftmasche der Vorreihe, Arbeit wenden.
3. Reihe:
1 Steigeluftmasche, 2 mal (1 Luftmasche, 1 Masche der Vorreihe übergehen, 1 feste Masche als Reliefmasche von vorne, 1 Luftmasche, 1 feste Masche um die nächste Luftmasche der Vorreihe), 1 Luftmasche, 1 Masche der Vorreihe übergehen, 1 feste Masche als Reliefmasche von vorne, 1 Luftmasche, 1 halbes Stäbchen in die letzte Steigeluftmasche der Vorreihe, Arbeit wenden.
4. Reihe:
4 Steigeluftmaschen, 3 Stäbchen in das 1. halbe Stäbchen der Vorreihe, 3 mal (1 Luftmasche, 1 Masche der Vorreihe übergehen, 3 Stäbchen), 1 Luftmasche, 3 Stäbchen und 1 Doppelstäbchen in die letzte Steigeluftmasche der Vorreihe, Arbeit wenden.
5. Reihe:
1 Steigeluftmasche, 4 mal (1 Luftmasche, 1 Masche der Vorreihe übergehen, 1 feste Masche als Reliefmasche von vorne, 1 Luftmasche, 1 feste Masche um die nächste Luftmasche der Vorreihe), 1 Luftmasche, 1 Masche der Vorreihe übergehen, 1 feste Masche als Reliefmasche von vorne, 1 Luftmasche, 1 halbes Stäbchen in die letzte Steigeluftmasche der Vorreihe, Arbeit wenden.
6. Reihe:
4 Steigeluftmaschen, 3 Stäbchen in das 1. halbe Stäbchen der Vorreihe, 3 mal (1 Luftmasche, 1 Masche der Vorreihe übergehen, 3 Stäbchen), 1 Luftmasche, 3 Stäbchen und 1 Doppelstäbchen in die letzte Steigeluftmasche der Vorreihe, Arbeit wenden.
Wiederhole die Reihen 5 und 6, bis Dein Jedermann-Tuch die gewünschte Größe erreicht hat, Dich die Häkel-Lust verlässt oder die Wolle zur Neige geht. Was bekanntlich manchmal völlig überraschend passiert.
Beende das Jedermann-Tuch mit einer Reihe, die wie Reihe 5 gearbeitet wird. Alternativ kannst Du das Tuch auch mit einer Reihe fester Maschen abschließen.
Anschließend den Faden sichern und die Fäden sorgfältig vernähen.
Pflege und Finish:
Bei vielen meiner anderen Tücher und Designs lege ich großen Wert darauf, die fertige Arbeit zu spannen. Das Maschenbild wirkt dadurch oft ruhiger und besonders Lacemuster kommen auf diese Weise wunderschön zur Geltung.
Beim Jedermann-Tuch habe ich jedoch ganz bewusst darauf verzichtet. Die klare, eher geometrische Struktur des Musters sollte erhalten bleiben, denn dieser leicht markante Charakter gefällt mir an diesem Tuch besonders gut.
Beim Waschen solltest Du allerdings darauf achten, das Tuch anschließend liegend trocknen zu lassen und nicht aufzuhängen. Andernfalls könnte das Jedermann-Tuch mit der Zeit ausleiern und seine schöne Form verlieren.
Häkelschrift II: Zeigt das Jedermann-Tuch nur ausschnittweise.
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Ich hoffe, Du hattest genauso viel Freude beim Häkeln des Jedermann-Tuchs, wie ich beim Entwerfen und Ausprobieren der verschiedenen Möglichkeiten. Vielleicht hat dieses Projekt ja sogar den einen oder anderen überzeugt, dass Dreieckstücher und Häkeln keineswegs nur verspielt oder feminin sein müssen.
Besonders schön finde ich bei diesem Design, dass es sich so individuell anpassen lässt. Je nach Farbe, Garnwahl oder Größe wirkt das Jedermann-Tuch jedes Mal wieder ein bisschen anders.
Wenn Du Dein fertiges Tuch zeigen möchtest, freue ich mich natürlich sehr über ein Foto in der Galerie bei Crazypatterns. Ich bin immer gespannt zu sehen, welche Varianten aus meinen Anleitungen entstehen.
Wenn Dir meine Beiträge gefallen, abonniere gerne meinen Blog, damit Du keine neuen Anleitungen, Ideen und Häkelprojekte verpasst. Vielleicht findest Du ja auch in meinem Store Blickfang-Design noch weitere Projekte, die Dir gefallen.
Zu meinem Store Blickfang-Design geht es hier:
https://www.crazypatterns.net/de/store/blickfang-design
Und natürlich freue ich mich wie immer über Dein Feedback:
Wie hat Dir die Anleitung gefallen? Hast Du Fragen, Anregungen oder vielleicht eigene Ideen für weitere Farbvarianten des Jedermann-Tuchs?
Noch ein persönliches Wort zum Schluss
In all meinen Anleitungen steckt sehr viel Zeit, Arbeit und natürlich auch eine große Portion Herzblut. Vom ersten Entwurf über das Ausprobieren verschiedener Muster bis hin zum Schreiben und Überarbeiten der Anleitung entsteht jedes Design mit viel Liebe zum Detail.
Deshalb möchte ich Euch bitten, fair zu bleiben und das Copyright zu respektieren.
Dieser Entwurf darf für private Zwecke kostenlos verwendet werden.
Die Anleitung zum Jedermann-Tuch ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Verkauf, Veröffentlichung oder Weitergabe der Anleitung sind ohne meine Zustimmung nicht erlaubt. Sie darf nicht kopiert, getauscht oder verkauft werden. Auch eine Übersetzung in andere Sprachen ist nicht erlaubt.
Ebenso dürfen keine Teile oder Auszüge der Anleitung vervielfältigt oder veröffentlicht werden; ganz gleich ob digital, ausgedruckt oder in anderer Form.
Das Design und die Anleitung sind mein geistiges Eigentum.
Ich danke Euch sehr für Euer Verständnis, Eure Wertschätzung und dafür, dass Ihr meine kreative Arbeit unterstützt.
Beste Grüße
Birte