
Vielen Dank für deinen Besuch auf meiner Blog-Seite mit der kostenlosen Häkelanleitung für das fixe Sommertuch „U 100“.
Die Bezeichnung „U 100“ hat nichts mit dem Alter zu tun.
Das Tuch kann jeder tragen, egal ob U 100 oder Ü 100.
Nein, die Bezeichnung kommt daher, dass das Tuch mit weniger als 100 g Garn gearbeitet wurde.
Und trotzdem entstand daraus ein Tuch, was im Sommer deinen Hals vor kühlen Winden schützt.
Es ist nicht so groß wie ein normales Dreieckstuch oder Schultertuch, in das du dich so richtig einmummeln kannst.
Es ist eher ein Midituch geworden.
Ich weiß jetzt nicht, ob es für die Größe der Tücher eine Einstufung gibt.
Minitücher sind bei mir meist noch schmaler als das Tuch „U 100“.
Deshalb ist die Bezeichnung Midituch wahrscheinlich die beste Wahl. Also ein Zwischending zwischen einem kleinen Minituch und einem normalem großen Dreieckstuch / Schultertuch.
Meine kostenlose Anleitung für das Mididreieckstuch „U 100“ ist wie folgt aufgebaut:
- was du können solltest
- benötigtes Material
- Maschenprobe und daraus resultierende Größe des fertigen Tuches
- kleine Tipps zum Spannen / Blocken des fertigen Tuches
- verwendete Muster
- Beschreibung des Häkelns der ersten Reihen des Tuches und Erläuterung zum Weiterhäkeln
- kleine individuelle Abwandlungsideen
Was du können solltest:
- Luftmaschen häkeln
- feste Maschen häkeln
- Stäbchen häkeln
- Doppelstäbchen häkeln
- Fäden vernähen / verstechen
verwendetes Material und Menge:
Ich habe für mein Tuch ca. 82 g Garn mit einer Lauflänge: ca. 400 m je 100g verwendet
Materialzusammensetzung: 55 % Baumwolle (Cotton) und 45 % Polyacryl (Acrylic).
Das Garn nennt sich Twister Solid und kann bei Hobbii gekauft werden.
Ich hatte die Farbnummer 112. Das ist ein schöner dunkler Rotton.
Ich mache hier kostenlose Werbung für Hobbii, weil ich das Garn bisher nur dort kaufen konnte.
Vielleicht gibt es ähnliche Garne auch bei anderen Garnanbietern.
Ich kann dir aber den Tipp geben, dass bei Hobbii das Garn sehr oft im Angebot ist.
Dann gibt es dieses Garn mit 50% Rabatt, manchmal auch nur 45 %, auf alle Fälle kannst du kräftig sparen, wenn du das Garn rabattiert kaufst. Bei 50% Rabatt kannst du immerhin 2 Knäuel kaufen im Vergleich zum nicht rabattierten Preis. Denn für den reellen und nicht rabattierten Preis bekommst du nur 1 Knäuel für den gleichen Preis. Lieber bisschen warten und jede Woche mal nachsehen. Irgendwann hast du den Preis vergünstigt.
Manchmal gibt es auch Mengenrabatt. Wenn du mehrere Knäuel kaufst, verringert sich auch der Preis, aber nicht so doll, wie bei dem Sonderangebot mit 45-50 % Rabatt.
Das nur als Tipp von mir, falls du das gleiche Garn verwenden möchtest.
Du kannst jedoch auch jedes andere Garn mit ähnlicher oder anderer Lauflänge verwenden.
Bei anderen Garnen ändern sich der Verbrauch und die Größe des fertigen Tuchs, wenn du die gleiche Anzahl Reihen häkelst.
Das Tuch kannst du jedoch jederzeit am Ende einer Reihe beenden, wenn du die für dich passende Größe erreicht hast.
Somit ist es möglich, mit jedem Garn aus deinem Fundus und auch mit Resten, so dass das Tuch schön bunt wird, das Tuch zu arbeiten.
Das Tuchmuster kannst du unabhängig von der Garnstärke arbeiten.
Was du sonst noch brauchst:
- 1 Häkelnadel Nr. 3,5 oder passend zu deinem verwendeten Garn
- 1 Nadel zum Fäden vernähen / verstechen
- 1 Maschenmarkierer (nicht zwingend erforderlich, jedoch am Anfang sehr hilfreich zum Markieren der Tuchspitze)
- 1 Schere
- Spannmatten oder eine andere Unterlage, auf der du dein fertiges Tuch spannen kannst
- Stecknadeln (rostfrei)
- Kammnadeln oder Kämme zum Blocken
Maschenprobe:
Meine Maschenprobe mit Nadelstärke 3,5 im Tuchmuster gehäkelt, hat nach dem Waschen und im gespannten Zustand folgende Größe:
10 cm Breite entsprechen ca. 6 Löcher, somit ca. 30 Maschen (gemessen im Mittelteil mit den Luftmaschen und festen Maschen). Nach dem Entfernen der Nadeln vom Spannen hat sich daran kaum etwas geändert.
10 cm Höhe entsprechen ca. 8 Löcher, somit 8 Reihen (genauso gemessen, wie die Breite) nach dem Entfernen der Nadeln ist auch kaum eine Veränderung messbar.
Die Abweichung ist minimal und ich denke, dass es auch nicht notwendig ist, wegen der Größe eine Maschenprobe zu häkeln, da du einfach häkelst und wenn du eine ausreichende Größe deines Tuchs erreicht hast, hörst du auf.
Die Maschenprobe ist meiner Meinung nach wichtiger für die Fluffigkeit des Häkelstücks.
Du kannst verschiedene Nadelstärken testen und so herausfinden, mit welcher Nadelstärke deine gewünschte Fluffigkeit erreicht wird.
Also kein Stress wegen der Maschenprobe, wenn die Größe bei dir abweicht.
Ist die Fluffigkeit in Ordnung, dann häkle drauflos.
Das Muster macht es möglich.
Größe des fertigen Tuchs (gespannt):
Mein fertiges Tuch habe ich nach dem Baden auf eine Größe von ca. 160 cm Breite und ca. 65 cm Tiefe an der mittleren Tuchspitze gespannt.
Nach dem Trocknen und Entfernen der Nadeln hat es sich etwas zusammengezogen und hat nun eine Größe von ca. 156 cm Breite und ca. 64 cm Tiefe an der mittleren Tuchspitze.
Es ist somit nur geringfügig kleiner geworden und die Maßabweichung kann meiner Meinung nach vernachlässigt werden.
kleine Tipps zum Spannen / Blocken des fertigen Tuches
Die gerade obere Kante habe ich mit Kammnadeln gespannt.
Das sind so kleine Teile, an denen mehrere Nadeln dran sind und mit denen du ca. 10 cm auf einmal spannen kannst. Im Handel gibt es diese unter dem Begriff Kammnadeln oder Kämme zum Blocken. Sie werden auch als Blocking Combs bezeichnet.
Die beiden seitlichen Kanten habe ich mit Stecknadeln gespannt, und zwar so, dass in jede feste Masche vom Anketten der Luftmaschenbögen 1 Stecknadel gesteckt wurde.
Wichtig ist, dass du rostfreie Stecknadeln benutzt, damit diese durch die Feuchtigkeit des Tuches nicht rosten und Rostflecke auf deiner Häkelarbeit hinterlassen. Es gibt auch sogenannte T-Nadeln zum Blocken. Die lassen sich auch gut verwenden anstelle von Stecknadeln.
Notfalls kannst du auch Zahnstocher nutzen, wenn du diese in deine Spannmatte gesteckt bekommst. Die Zahnstocher aus Holz oder Kunststoff sind auf alle Fälle rostfrei!
Das Baden und Spannen empfehle ich dir auf jeden Fall, denn sonst hast du nur einen schmalen „Strick“ zum Umbinden, weil das Muster in sich zusammenrutscht. Durch das Baden und Spannen wird das Tuch schön gedehnt und die Maschen behalten ihre lockere Form.
Direkt nach dem Häkeln sind die Maschen noch ungedehnt und dadurch ist das Tuch auch viel kleiner.
verwendete Muster:
Das Häkeln des Tuches ist sehr einfach und aufgrund des Musters geht es auch Häkelanfängern gut von der Hand.
Es werden nur Luftmaschen, feste Maschen, Stäbchen sowie Doppelstäbchen gehäkelt.
Das Tuch besteht aus einem Rand, einem Zwischenteil aus Luftmaschen und festen Maschen, einem Mittelteil, dann wieder einem Zwischenteil aus Luftmaschen und festen Maschen und aus einem weiteren Rand.
Der Rand besteht aus der Randmasche, 1 Luftmasche und einer 3-er Gruppe Stäbchen.
Die Randmasche ist am Reihenanfang ein Ersatzdoppelstäbchen aus 4 Luftmaschen und am Reihenende ein Doppelstäbchen.
Der Zwischenteil besteht aus 4er-Gruppen Luftmaschen, die mit festen Maschen um die darunterliegenden 4er-Gruppen Luftmaschen gehäkelt werden.
Der Mittelteil bildet die mittlere Tuchspitze und besteht aus 3 Stäbchen, 3 Luftmaschen, 3 Stäbchen.
Diese werden immer um die 3 Luftmaschen der Tuchspitze der Vorreihe gehäkelt.
Das Häkelstück wird nach jeder Reihe gewendet.
Das heißt, wir häkeln einmal in die eine Richtung und in der nächsten Reihe in die andere Richtung.
Somit hat das Tuch auch keine Vorderseite und keine Rückseite.
Es sieht beidseitig gleich aus und du kannst es beidseitig tragen.
Damit es auch nach dem Vernähen der Fäden beidseitig tragbar ist, solltest du die Fäden so vernähen, dass sie weder von der einen noch von der anderen Seite zu sehen sind.
Ich empfehle dir, schön locker zu häkeln, damit das Tuch nicht so fest und hart wird wie ein Brett.
Ggf. empfiehlt es sich, wenn du sehr fest häkelst, eine Häkelnadel zu nutzten, die 1 bis 2 Nummern größer ist als auf der Banderole angegeben wurde.
Beim Häkeln der Maschenprobe kannst du bereits feststellen, ob dein Häkelstück die gewünschte Weichheit aufweist oder ob es zu fest und hart ist. Besonders nach dem Baden sollte dein Häkelstück schön fluffig sein, denn es soll sich ja schließlich angenehm um deinen Hals legen.
Ggf. probierst du bei der Maschenprobe bereits verschiedene Nadelstärken und entscheidest dich dann für die, die dir das beste Ergebnis liefert.
Und so wird das Tuch „U 100“ gearbeitet:
Reihe 1:
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle in die zuerst gehäkelte Luftmasche: 3 Stäbchen, 3 Luftmaschen, 3 Stäbchen, 1 Luftmasche, 1 Doppelstäbchen.

Bilder oben: Du siehst das Häkelstück nach der Reihe 1. Einmal ohne und einmal mit eingezeichneten Maschen.
Nachfolgend die Zeichenerklärung für die Bilder mit eingezeichneten Maschen:
| grüner Punkt: | Luftmasche |
| weißes Kreuz: | feste Masche |
| blauer Strich mit 1 Querbalken: |
Stäbchen |
| blauer Strich mit 2 Querbalken: |
Doppelstäbchen |
TIPP:
Wenn es dir hilft, so kannst du um die 3 Luftmaschen in der Mitte einen Maschenmarkierer zum Öffnen einhängen. Diesen nimmst du immer dann, wenn du an dieser Stelle (das ist die mittlere Tuchspitze) die Maschen gehäkelt hast, wieder eine Reihe nach oben und hängst den Markierer wieder um die 3 Luftmaschen. So wirst du an dieser Stelle erinnert, dass du anders häkelst als auf dem Stück vor dem Markierer bzw. auf dem Stück nach dem Markierer.
Mit der Zeit siehst du die Spitze besser und kannst den Markierer dann vielleicht sogar weglassen.
Reihe 2:
Häkle 5 Luftmaschen.
Häkle um die einzelne Luftmasche 3 Stäbchen.
Häkle eine Luftmasche.
Häkle um die 3 Luftmaschen der Vorreihe:
3 Stäbchen, mache 3 Luftmaschen, häkle weitere 3 Stäbchen um die 3 Luftmaschen der Vorreihe.
Häkle eine Luftmasche.
Häkle um die erste Luftmasche nach den 3 Stäbchen der Vorreihe: 3 Stäbchen.
Häkle eine Luftmasche.
Häkle in die zweite Luftmasche nach den 3 Stäbchen der Vorreihe: 1 Doppelstäbchen.

Bilder oben: Du siehst das Häkelstück nach der Reihe 2. Einmal ohne und einmal mit eingezeichneten Maschen.
Reihe 3:
Häkle 5 Luftmaschen.
Häkle um die einzelne Luftmasche 3 Stäbchen.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die einzelne Luftmasche 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die 3 Luftmaschen der Vorreihe:
3 Stäbchen, mache 3 Luftmaschen, häkle weitere 3 Stäbchen um die 3 Luftmaschen der Vorreihe.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die einzelne Luftmasche 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die erste Luftmasche nach den 3 Stäbchen der Vorreihe: 3 Stäbchen.
Häkle eine Luftmasche.
Häkle in die zweite Luftmasche nach den 3 Stäbchen der Vorreihe: 1 Doppelstäbchen.

Bilder oben: Du siehst das Häkelstück nach Reihe 3. Einmal ohne und einmal mit eingezeichneten Maschen.
Reihe 4:
Häkle 5 Luftmaschen.
Häkle um die einzelne Luftmasche 3 Stäbchen.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die obere der 4 Luftmaschen (aus der Vorreihe) 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die obere der nächsten 4 Luftmaschen (aus der Vorreihe) 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die 3 Luftmaschen der Vorreihe:
3 Stäbchen, mache 3 Luftmaschen, häkle weitere 3 Stäbchen um die 3 Luftmaschen der Vorreihe.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die obere der 4 Luftmaschen (aus der Vorreihe) 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die obere der nächsten 4 Luftmaschen (aus der Vorreihe) 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die erste Luftmasche nach den 3 Stäbchen der Vorreihe: 3 Stäbchen.
Häkle eine Luftmasche.
Häkle in die zweite Luftmasche nach den 3 Stäbchen der Vorreihe: 1 Doppelstäbchen.

Bilder oben: Du siehst das Häkelstück nach Reihe 4. Einmal ohne und einmal mit eingezeichneten Maschen.
Reihe 5:
Häkle 5 Luftmaschen.
Häkle um die einzelne Luftmasche 3 Stäbchen.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die obere der 4 Luftmaschen (aus der Vorreihe) 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um den Luftmaschenbogen (aus der Vorreihe) zwischen den beiden festen Maschen 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die obere der nächsten 4 Luftmaschen (aus der Vorreihe) 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die 3 Luftmaschen der Vorreihe:
3 Stäbchen, mache 3 Luftmaschen, häkle weitere 3 Stäbchen um die 3 Luftmaschen der Vorreihe.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die obere der 4 Luftmaschen (aus der Vorreihe) 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um den Luftmaschenbogen (aus der Vorreihe) zwischen den beiden festen Maschen 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die obere der nächsten 4 Luftmaschen (aus der Vorreihe) 1 feste Masche.
Häkle 4 Luftmaschen.
Häkle um die erste Luftmasche nach den 3 Stäbchen der Vorreihe: 3 Stäbchen.
Häkle eine Luftmasche.
Häkle in die zweite Luftmasche nach den 3 Stäbchen der Vorreihe: 1 Doppelstäbchen.

Bilder oben: Du siehst das Häkelstück nach Reihe 5. Einmal ohne und einmal mit eingezeichneten Maschen.
Wenn du dir deine Arbeit bis hierher anschaust, dann wirst du Folgendes feststellen:
Am Rand wechseln sich 5 Luftmaschen bzw. 1 Luftmasche und 1 Doppelstäbchen ab.
Am Anfang der Reihe häkelst du 5 Luftmaschen, am Ende der Reihe 1 Luftmasche und 1 Doppelstäbchen.

Bild oben: Du siehst den Wechsel von Luftmaschen und Doppelstäbchen am Rand.
Die 5 Luftmaschen am Anfang bilden ein Ersatzdoppelstäbchen aus 4 Luftmaschen und 1 Luftmasche.
Somit ist die Masche am Rand immer etwas höher als die übrigen Maschen.
Das muss so sein, damit dein Tuch eine schöne Form bekommt.
Nach den 5 Luftmaschen vom Reihenanfang folgen immer 3 Stäbchen.
Diese verstärken den Rand etwas.
Auch am Ende der Reihe tauchen vor der Luftmasche und dem Doppelstäbchen immer 3 Stäbchen zur Verstärkung des Randes auf.
Mittig, an der sich bildenden mittleren Spitze häkelst du immer 3 Stäbchen, 3 Luftmaschen, 3 Stäbchen.
Dazwischen werden nur 4er-Gruppen Luftmaschen und feste Masche gehäkelt.
Die 4er-Gruppen Luftmaschen werden versetzt zur Vorreihe gearbeitet. Das ergibt sich von selbst.
Es wird in jeder Reihe eine 4er-Gruppe mehr zwischen den 3 Stäbchen (vom Anfang der Reihe bis zur Mitte bzw. von der Mitte bis zum Ende der Reihe).
Du hast am Reihenanfang zwischen den 3 Stäbchen und der festen Masche eine 4er-Kette Luftmaschen, die von oben nach unten schräg verläuft.
Dazwischen befinden sich 4er-Gruppen zwischen 2 festen Maschen. Diese Anzahl 4er-Gruppen wird pro Reihe um eine erhöht.
Danach folgt eine 4er-Gruppe von der festen Masche nach oben zur 3-er Gruppe Stäbchen.
Im Prinzip wiederholt sich die 5. Reihe immer wieder, nur die Anzahl der 4er-Gruppen mit Luftmaschen zwischen 2 festen Maschen wird immer größer.
Das lässt sich jetzt bisschen schlecht beschreiben, aber auf dem folgenden Foto ist das schon deutlich zu sehen:

Bild oben:
Reihe 1 hat nur das Loch in der Spitze und direkt an den Randmaschen. Jedoch kein Loch dazwischen.
Reihe 2 hat die gleichen Löcher und bekommt nun ein Loch auf jeder Tuchseite.
Reihe 3 hat die gleichen Löcher wie Reihe 1 und zusätzlich 2 Löcher auf jeder Tuchseite.
Reihe 4 ebenso wie Reihe 1 und zusätzlich 3 Löcher auf jeder Tuchseite.
Reihe 5 ebenso wie Reihe 1 und zusätzlich 4 Löcher auf jeder Tuchseite.
Je weitere Reihe erhöht sich die Anzahl der Löcher je Tuchseite um 1 Loch.
Diese Anzahl ist immer 1 Zahl niedriger als die Reihenzahl.
Das resultiert daraus, dass Reihe 1 keine Löcher auf der Tuchseite hat, diese Löcher erst ab Reihe 2 beginnen.
Und wenn du dir mein fertiges Tuch anschaust, dann siehst du es noch besser:

Bild oben:
zeigt dir die an der Tuchmitte verlaufenden beiden 3er-Gruppen Stäbchen mit den 3 Luftmaschen dazwischen. An dieser Stelle habe ich dir abwechselnd in pink (für ungerade Reihen) und in gelb (für gerade Reihen) die Reihennummer eingetragen. Rechts und links davon habe ich jeweils mit gleichfarbigen Punkten (pink bzw. gelb) die Löcher der jeweiligen Reihen gekennzeichnet.
Du kannst hier gut erkennen, dass sich die Anzahl der Löcher je Reihe um 1 Loch auf jeder Seite (rechts / links von der Mitte) erhöht. Das geht bis zum Ende deinen Tuches so weiter.
Würdest du 100 Reihen häkeln, hättest du sowohl rechts als auch links zwischen den 3er-Gruppen Stäbchen 99 Löcher. Also immer 1 Loch weniger als die Reihennummer.
Fäden vernähen / verstechen
Im Idealfall hast du nur den Anfangsfaden und den Endfaden.
Diese solltest du so vernähen, dass sie von beiden Seiten so unsichtbar wie möglich sind.
Du erinnerst dich noch? Das Tuch kann beidseitig getragen werden und da sollten keine Fäden sichtbar sein.
Beim Vernähen des Anfangsfadens ist es wichtig, dass du diesen schön straffziehst, damit sich das kleine Loch der ersten Luftmasche, in die du die Maschen der ersten Reihe gearbeitet hattest, schließt. Damit es sich nicht wieder von alleine öffnet, solltest du den Faden in verschiedene Richtungen vernähen. Einmal in die eine Richtung, dann in die entgegengesetzte Richtung und ggf. noch einmal in die erste Richtung.
Beim Vernähen des Endfadens, der sich an einer Tuchecke befindet, solltest du nach dem Vernähen die Ecke etwas auseinanderziehen, damit sie nicht vom Vernähen so zusammengezogen ist.
Wenn du den Faden danach noch einmal in die andere Richtung vernähst, wieder die Ecke etwas auseinanderziehen. Du wirst beim Vernähen verstehen, warum ich das so schreibe. Bei mir zieht sich die Ecke durch das Vernähen immer zusammen und durch das Ziehen wird sie wieder so, wie sie sein soll. Wichtig ist, dass du nach dem Vernähen in jede Richtung sofort ziehst und nicht erst am Ende.
Hast du deinen Faden bereits in 2 Richtungen vernäht und ziehst erst dann, dann wird es nicht so schön. Also immer 1 x vernähen und 1 x ziehen. Nochmal in die andere Richtung vernähen und nochmal ziehen.
TIPP:
Hast du im Garn einen Knoten während der Arbeit, so ist es sinnvoll, den Ansatz eines neuen Fadens direkt am Rand vorzunehmen. Dort lassen sich die Fäden besser unsichtbar vernähen als mittendrin in den vielen Luftmaschenbögen. Allerdings hatte ich in der vorletzten, der zweitlängsten Reihe, noch einen Knoten mitten im Luftmaschenteil. Ich habe versucht, die Fäden unsichtbar zu vernähen, indem ich die Fäden geteilt habe. Mein Garn bestand aus 4 verzwirnten Fäden. Ich habe immer 2 davon in einer Luftmaschengruppe vernäht. Dadurch ist die Stelle nicht so wulstig geworden und die Stellen sind nicht sichtbar.
Kleine individuelle Abwandlungsideen
Wie immer kannst du dein fertiges Werk noch individuell gestalten.
Du könntest das Tuch einmal komplett mit festen Maschen und / oder mit Krebsmaschen umhäkeln.
Dann jedoch bekommt das Tuch eine Vorderseite und eine Rückseite.
Du könntest an die 3 Ecken (rechts, links und die Tuchmitte) je eine Quaste anbringen.
Diese kannst du auch mit einem kleine Karabinerhaken zum Anbringen und Entfernen versehen.
So kannst du diese vor dem Waschen entfernen oder du machst dir Quasten in verschiedenen Farben und kannst diese passend zu deinem Outfit wechseln.
Das geht besonders gut, wenn dein Tuch in neutraler Farbe (weiß, creme, hellgrau, dunkelgrau oder schwarz) gehäkelt wurde. Wenn du dann eine blaue Jeans trägst, kannst du blaue Quasten anbringen. Wenn du einen farbigen Pulli trägst oder eine farbige Jacke, kannst du die Quasten farblich anpassen. Du kannst auch in jeden oder jeden 2. oder jeden 3. Luftmaschenbogen der letzten Reihe eine Quaste einhängen. Auch kunterbunt oder einfarbig oder zweifarbig. Hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen.
Analog den Quasten kannst du auch aufgefädelte Perlen an Karabinerhaken befestigen und damit dein Tuch verschönern.
Du kannst auch kombinieren und abwechselnd eine Quaste oder Perlenkettchen anbringen.
Auch lassen sich die Quasten oberhalb noch am Faden der Aufhängung mit Perlen bestücken und dann befestigst du diese verlängerte Quaste am Tuch.
Bestimmt fallen dir noch viel mehr Dinge ein, wie du dein Tuch verschönerst und zu deinem eigenen Unikat verwandelst.
Ich bin gespannt, was dir so einfällt und freue mich jetzt schon über deine Bilder.
Viel Spaß mit meiner gratis Strickanleitung für das luftige Sommertuch „U 100“ wünscht dir deine Froschoma_Mona.
Ich würde mich freuen, wenn du meinem Blog folgst. Auf dieser Seite ganz oben befindet sich dazu ein Button „Folgen“.
Auch freue ich mich, wenn du ein oder mehrere Fotos deines fertigen Tuches in der Galerie postest.
Du kannst gern auch ein Tragefoto in der Galerie posten.
Um in die Galerie zu gelangen, klicke auf den folgenden Link: Hier geht’s zur Crazypatterns-Galerie.
Alle meine gratis Anleitungen als Blog-Beitrag findest du unter dem folgenden Link:
gratis Anleitungen als Blog-Beitrag von Froschoma_Mona
Vielleicht findest du dort beim Stöbern noch mehr Dinge, die dir gefallen.
Ich habe da jetzt bereits jede Menge gestrickte und gehäkelte Schals und Tücher und natürlich auch noch andere nützliche Dinge.
Schau einfach nach und dann wünsche ich dir auch beim Nacharbeiten der anderen Dinge viel Freude.