Trendige Knoten-Stirnbänder aus ein oder zwei Stoffen nähen
An Tagen, an denen es nicht so kalt ist, dass man eine Mütze braucht, genügt ein Stirnband. Damit es auch gern getragen wird, muss es aber etwas Besonderes sein.
In meinem heutigen Blogbeitrag zeige ich euch, wie man ein solch trendiges Knoten-Stirnband für alle Größen näht. Es kleidet Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Man kann es schmaler oder breiter, dicker oder dünner, schlichter oder kuscheliger gestalten. Der Stoff bestimmt am Ende darüber, ob man es drinnen als Haarband oder draußen als Ohrenschützer tragen möchte. Jeder kann sich sein eigenes Lieblingsstirnband nähen. Man kann es selber tragen oder an die beste Freundin verschenken. Hier ein erstes Beispiel von mir:
Je nachdem, welche Optik wir haben oder ob wir es drinnen oder draußen anziehen wollen, können wir zwischen einem Stirnband aus nur einem Stück Stoff oder aus zwei verschiedenen Stoffen wählen. Das Stirnband aus nur einem Stück Stoff nähe ich gern aus dünneren Stoffen und nutze es dann drinnen oder im Sommer draußen als Haarband.
Das Stirnband aus den zwei Stoffen ist mein Favorit für die Übergangsjahreszeiten und den Winter. Durch die passende Stoffauswahl wird es zu einem wärmenden Kleidungsstück für den Kopf, was auch noch sehr modern ausschaut. Ich zeige euch im Blog, wie man beide Varianten fertigt.
A. Stirnband aus zwei Stoffen
Wir beginnen mit dem gefütterten Modell aus zwei verschiedenen Stoffen. Ich finde es besonders geeignet für die Übergangs- und Wintermonate. Es besteht immer aus einem dekorativen Außenstoff und einem wärmenden Futterstoff.
Durch die zwei Stoffe schaut das Stirnband interessant aus. Der Futterstoff blitzt am Rand immer ein wenig hervor, sodass man auch den Futterstoff sehr sorgfältig auswählen sollte.
1. Material
- Zwei schöne dehnbare Stoffe (siehe Punkt 2. Stoffempfehlungen)
- Stoffschere
- Patchworklineal (60 cm lang)
- Rollschneider mit frischer Klinge und Schneidematte
- Dampfbügeleisen
- Stoffklammern
- Selbst löschender Stift
- Nähmaschine mit passendem Garn
2. Stoffempfehlungen
In jedem Fall müssen die für ein Stirnband verwendeten Stoffe dehnbar sein, d. h. sie müssen etwas Elasthan enthalten.
Wir können das Knoten-Stirnband generell für alle Jahreszeiten nähen. In keinem Fall wird der Kopf überhitzt, aber die Öhrchen sind immer schön vor Zugluft geschützt. Und natürlich darf es auch schön aussehen, damit die kleinen und großen Mädels es auch gern tragen.
Ich empfehle folgende Stoffe für den Sommer und die Übergangsjahreszeiten:
- Baumwolljersey
- Viskosejersey
- Sommersweat
Für den Winter eignen sich wärmere Stoffe wie:
- Wintersweat
- French Terry
- Alpenfleece
- Fleecestoffe
Da wir mit zwei Stoffen arbeiten, kann man sie nach Belieben und nach gewünschtem Wärmebedarf kombinieren.
Meine 4 1/2-jährige Enkelin hat sich von mir Stirnbänder für den Herbst und Winter gewünscht, weil sie nicht immer eine „ganze“ Mütze anziehen möchte.
Außerdem möchte sie auch noch ein Stirnband für drinnen haben, welches sie als Ersatz für einen steifen Haarreifen tragen kann. Dieses gewünschte Indoor-Haarband werde ich im zweiten Teil des Blogbeitrags als Modell 2 aus nur einem Stück Stoff nähen.
Ich nähe also ein wärmeres, gefüttertes Stirnband aus zwei Stoffen für draußen (Modell 1) und ein Haarband aus nur einem Stoff für drinnen (Modell 2).
Für Modell 1 suchen wir uns zwei miteinander harmonierende Stoffe aus. Man kann sehr gut seine Stoffreste von zu klein gewordenen (elastischen) Lieblingssachen verwenden. Das schont die Umwelt und der geliebte Stoff bekommt ein zweites Leben.
3. Meine Stoffauswahl
Für mein Winter-Stirnband verwende ich folgende Stoffe:
- Wintersweat mit Elasthan-Anteil als Außenstoff
- Fleecestoff aus Biobaumwolle mit Elasthan-Anteil als Futterstoff.
Beide Stoffe sind gewaschen, sodass sich ihre Größe bei einer späteren Wäsche nicht mehr verändert. Beide Stoffe enthalten einen kleinen Elasthan-Anteil, der sie leicht elastisch macht. Wichtig ist, dass sich der Farbton des einfarbigen Futterstoffs im Außenstoff wiederfindet.
Gerade für den sichtbaren Außenstoff ist es vorteilhaft, wenn man diesen vorher von der Trägerin aussuchen lässt. Das erhöht die spätere Akzeptanz eines jeden Kleidungsstücks. Meine Enkelin liebt Einhörner, deshalb fiel ihre Wahl auf einen dunkelblauen Wintersweatstoff mit Einhörnern darauf. Die Rückseite ist angeraut und der Stoff damit etwas dicker.
Der Kombistoff für das Futter ist ein weicher Baumwoll-Fleecestoff in einem passenden Farbton. Er muss besonders weich und angenehm auf der Haut sein, weil er später auf Stirn und Ohren aufliegt.
4. Das Maßnehmen
4.1. Länge des Stirnbandes
Zuerst messen wir mit einem Maßband den Kopfumfang der künftigen Trägerin aus.
Wir legen das Maßband unten an den Hinterkopf, führen es seitlich über den Ohren entlang und treffen vorn auf der Stirn zusammen. Wir nehmen das Maßband vorn mit den Fingern zusammen und lesen das Maß ab. Meine Schaufensterpuppe kommt auf 53 cm.
Bei meiner Enkelin habe ich ebenfalls 53 cm Kopfumfang gemessen.
Für die Ohren addieren wir zu dem gemessenen Kopfumfang 4 cm dazu:
53 cm + 4 cm = 57 cm Länge für den Zuschnitt. Vor dem finalen Zusammenähen machen wir eine Anprobe, sodass wir das Stirnband an dieser Stelle noch kürzen könnten.
Diese 4 cm Zugabe gelten für durchschnittlich dehnbare Stoffe. Man sollte vorher eine Dehnungsprobe mit seinem Stoff machen. Stoffe, die sich nicht oder nur wenig dehnen lassen, sind für ein Stirnband/Haarband nicht geeignet.
4.2. Höhe des Stirnbandes
Die Höhe des Stirnbandes ist variabel. Da mein Winter-Stirnband etwas höher sein soll, damit es die Ohren gut bedeckt und seine Funktion – auch wenn es mal nicht ordentlich aufgesetzt wird – erfüllt, soll es im fertigen Zustand 10 cm hoch sein.
Zu unserer individuell gewünschten Höhe addieren wir 2 × 1 cm Nahtzugabe dazu:
10 cm + 2 cm = 12 cm Höhe für den Zuschnitt
Damit habe ich alle Maße für mein Winter-Stirnband zusammen. Mein Zuschnitt muss also 57 cm x 12 cm groß sein.
5. Den Stoff zuschneiden
Wir benötigen kein separates Schnittmuster aus Papier, da wir nur zwei Rechtecke zuschneiden müssen. Wir zeichnen die Rechtecke direkt auf den beiden Stoffen auf.
Beim gemusterten Außenstoff zeichnen wir auf der rechten Seite des Stoffes auf, damit wir den passenden Musterausschnitt wählen können. Wir legen den Außenstoff mit der rechten Seite nach oben auf die Schneideunterlage. Der Stoff liegt so, dass die Fadenrichtung des gestrickten Stoffes von oben nach unten verläuft. Somit sind die Stoffzuschnitte später quer elastisch und passen sich dem Kopfumfang automatisch an.
Mit einem 60 cm langen Patchworklineal und einem Rollschneider (frische Klinge ist eingelegt) schneiden wir die ermittelten Maße des Rechtecks – bei mir 57 cm x 12 cm – aus dem Stoff aus. Ich mache das immer im Stehen, da ich so mehr Druck auf den Rollschneider geben kann.
Wir wiederholen das Ganze mit dem Futterstoff.
Jetzt haben wir zwei gleich große Rechtecke in der von uns ermittelten Größe (bei mir von 57 cm × 12 cm).
Wir dämpfen die Zuschnitte mit dem Dampfbügeleisen. Damit ist der Zuschnitt auch schon erledigt.
6. Die Vorarbeiten
Wir legen beide Rechtecke rechts auf rechts aufeinander.
Jetzt fixieren wir die beiden langen Stoffkanten mit Stoffklammern.
7. Wir nähen
Jetzt nähen wir die beiden geklammerten Seiten mit einem elastischen Stich unserer Nähmaschine mit 1 cm NZG zusammen. Ich entscheide mich für den Stretchstich meiner Nähmaschine. Es ginge auch ein kleiner Zickzack-Stich. Der elastische Stich dehnt sich mit jeder Dehnung des Stirnbandes mit, ohne zu reißen.
Ich behalte die Standardeinstellungen meiner Nähmaschine für den Stretchstich bei. Wer sich unsicher ist, sollte mit zwei Stoffresten (wie beim Stirnband) eine Nahtprobe machen und bei Bedarf die Parameter des Stiches anpassen. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir.
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Nachdem wir eine Seite zusammengenäht haben, machen wir das auch auf der anderen Seite.
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8. Ausputzen der Naht und Wenden
Wir dämpfen die bei elastischen Stoffen naturgemäß etwas wellige Naht mit dem Dampfbügeleisen.
Mit einer Stoffschere schneiden wir die NZG auf 3 mm zurück, sodass sich später von außen keine unschönen breiten Nahtzugaben abzeichnen können. Da wir hier nur zwei gerade Strecken zum Versäubern haben, mache ich das mit dem Rollschneider und dem Patchworklineal auf der Schneideunterlage. Wir positionieren unseren Stoff exakt gerade und schneiden die Nahtzugabe 3 mm über der Naht ab.
Danach wenden wir den Schlauch auf rechts.
Jetzt streichen den Schlauch mit den Händen glatt. Ziel ist es hierbei, dass die Bruchkanten präzise aufeinander treffen.
Wir dämpfen die beiden Bruchkanten mit dem Dampfbügeleisen.
9. Anprobe
Jetzt ist der Zeitpunkt für eine letzte Anprobe und eventuelle Korrektur der Länge des Stirnbandes. Manchmal ändert sich die Länge durch das Nähen und Bügeln – daher halte ich eine Anprobe für sinnvoll und notwendig.
Wir legen uns das Stirnband um den Kopf und halten den leicht gedehnten Stoff vorn zusammen. Wir sollten noch 2 × 1 cm Nahtzugabe in der Hand haben. Falls nötig, können wir das Stirnband jetzt mit dem Rollschneider kürzen.
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10. Vorbereitungen für den flachen Knoten
Das Stirnband liegt mit der Futterseite nach unten auf dem Tisch.
Wir falten das Stirnband der Länge nach zusammen. Die offenen Kanten sind oben, die Bruchkante ist unten.
Kante soll auf Kante liegen.
Nun legen wir das Stirnband noch einmal quer zusammen. Mit dem Finger finden wir die Mitte und schlagen es einmal zusammen.
Jetzt sortieren wir alle 4 Stoffkanten so sorgfältig, dass sie bündig übereinander liegen.
Als Nächstes schneiden wir die Stoffkanten schräg ab. Das hat später den Effekt, dass der Knoten schön flach aufliegt und auf der Stirn nicht drückt. Mit einem Lineal messen wir an der Bruchkante 3 cm ab Stoffkante ab und markieren die Stelle mit einer Stecknadel.
Jetzt legen wir das Lineal schräg über die Stecknadel-Markierung bis über die obere Ecke.
Mit einem selbst löschenden Stift ziehen wir eine Linie über diese beiden Punkte. Danach schneiden wir mit einer Stoffschere die Ecke mit einem einzigen großen Schnitt ab.
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Wenn wir unser Werk nun wieder aufklappen, schaut unser Stirnband so aus:
11. Wir stecken den Knoten zusammen
Wir falten das Stirnband jetzt in einer speziellen Technik zusammen, aus der dann später der Knoten entsteht.
Tipp:
An dieser Stelle können wir bestimmen, welche Stoffseite später die Außenseite des Stirnbandes sein soll. Die Seite, die beim folgenden Zusammenklammern oben sichtbar ist (siehe folgendes Bild), wird später die sichtbare Außenseite. Wer lieber den Fleecestoff außen haben möchte, müsste den Schlauch also so hinlegen, dass der Fleecestoff oben sichtbar ist.
Wir legen das Stirnband in einen Bogen. Der Außenstoff ist oben. Die vier Spitzen des Außenstoffs sind oben.
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Wir legen die beiden inneren kurzen Stoffkanten (siehe rote Markierungen) aufeinander.
Danach nehmen wir die Spitze der gegenüberliegenden Ecke in die Hand, schlagen sie nach innen um und legen sie auf die soeben in der Mitte übereinander gefalteten zwei Stoffkanten.
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Jetzt nehmen wir die andere Ecke und schlagen sie ebenfalls nach innen um, sodass sie auf den anderen Stoffkanten zu liegen kommt. Alle vier Stoffkanten sollen bündig aufeinander liegen.
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Wir fixieren die Stoffkanten mit Stoffklammern. Als Nächstes verbinden wir sie mit einer Naht.
Bevor wir nähen, drehen wir unseren geklammerten Knoten auf rechts und schauen, ob der Knoten auf der rechten Seite gut ausschaut. Wenn er perfekt ist, drehen wir das Stirnband wieder auf links und steppen die 8 Stofflagen zusammen.

12. Die letzte Naht
Nun nähen wir mit dem Geradstich unserer Nähmaschine. Wir nähen im Abstand von 1 cm zur Stoffkante. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir.
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Bei so vielen und auch voluminösen Stofflagen ist das manchmal gar nicht so einfach. Da muss man dann händisch ein wenig nachhelfen.
Tipp:
In der rechten Hand habe ich eine Pinzette und drücke damit die Stoffe zusammen. Mit der linken Hand schiebe ich währenddessen das Nähgut mit Nachdruck unter das Nähfüßchen. Der automatische Stofftransport meiner Nähmaschine braucht hier meine aktive Unterstützung.
Danach schneiden wir mit einer Stoffschere die Nahtzugaben auf 3 mm zurück.
Wir wenden unser Stirnband auf rechts.
13. Das Ergebnis
Mein erstes doppellagiges Stirnband für Herbst und Winter ist fertig und wartet jetzt darauf, von meiner Enkelin bewundert und getragen zu werden.
Der Knoten gibt dem Stirnband das gewisse Extra. Dank der seitlichen Einschnitte ist der Knoten schön flach und trägt nicht auf.
Der kuschelige Innenstoff aus Fleece ist schön flauschig und wird sich weich auf die Öhrchen legen.
Ich habe das Stirnband gleich noch einmal aus einem weiteren Lieblingsstoff meiner Enkelin genäht. Wer hat in seiner Garderobe nicht gern ein bisschen Auswahl? Der Außenstoff ist hier ein Alpenfleecestoff mit kleinen Glitzer-Elfen. Der Futterstoff ist ein farblich passender Baumwollfleece.
So schaut die Innenseite unter dem Knoten aus:
Und meine Schaufensterpuppe zeigt euch das Stirnband gern auch mal getragen. Bei meiner Enkelin sieht das mit Sicherheit niedlicher aus - aber so könnt ihr euch das vielleicht besser vorstellen.
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Und gleich noch einmal das gleiche Modell aus zwei anderen Stoffen:
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B. Stirnband aus einem Stück Stoff
Da meine Enkelin sich ja noch ein „Haarband“ für drinnen gewünscht hat, habe ich noch ein weiteres Stirnband – eher ein Haarband – genäht. Dieses habe ich aus nur einem Stoff, einem dünneren Baumwolljersey, genäht. Der Stoff sollte nicht zu glatt sein (eher etwas rau auf der Oberfläche), damit das Haarband nicht so leicht aus den (glatten) Haaren rutscht.
Da mein elastisches Haarband aus Baumwolljersey eher straff sitzen soll, habe ich das Maß für den Zuschnitt ein wenig verändert. Statt der beim obigen Modell zugegebenen 4 cm zum Kopfumfang habe ich bei diesem straffer sitzenden Modell nur 2 cm dazugegeben.
Gemessener Kopfumfang = 53 cm + 2 × 1 cm NZG = 55 cm Länge für den Zuschnitt
Bei der Höhe des Haarbandes ist es hier auch anders als beim ersten Modell. Ein 8 cm hohes Stirnband soll es werden. Die Berechnungsformel für den Zuschnitt lautet deshalb:
Gewünschte fertige Höhe × 2 + 2 × 0,7 mm NZG.
Das macht bei mir: 8 cm × 2 = 16 cm + 1,4 cm NZG = 17,4 cm Höhe für den Zuschnitt. Ich runde auf 17,5 mm auf.
Mein Rechteck für den Zuschnitt muss also 55 cm x 17,5 cm groß sein. Da der Stoff Elasthan enthält, hat man in der Breite und Höhe immer eine gewisse Dehnbarkeit, sodass es auf ein paar Millimeter nicht ankommt.
Beim Zuschnitt beachten wir wieder den Fadenlauf. Die größere Dehnbarkeit soll in der Breite für den Kopfumfang gegeben sein. Wir schneiden wieder mit dem 60 cm Patchworklineal und dem Rollschneider auf der Schneideunterlage zu.
Wir falten das Rechteck längs zusammen und klammern es an den langen Seiten mit Stoffklammern zusammen.
Jetzt steppen wir die geklammerten Seiten mit dem Stretchstich unserer Nähmaschine mit 0,7 cm NZG zusammen. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir.
Nun dämpfen wir die naturgemäß etwas wellige Naht mit dem Dampfbügeleisen.
Jetzt schneiden wir unter Einsatz des langen Patchworklineals und des Rollschneiders die Nahtzugabe auf einer Schneideunterlage auf 3 mm zurück. Nun drehen wir unseren Schlauch auf rechts. Wir legen ihn so vor uns hin, dass sich die Naht in der Mitte befindet.
Wir dämpfen die Naht und die Bruchkanten des Schlauchs mit dem Dampfbügeleisen.
Als Nächstes schneiden wir wie beim ersten Modell wieder kleine Keile in die Seiten. Dazu klappen wir den Schlauch einmal längs zusammen und messen jeweils von der Bruchkante 3 cm ab.
Jetzt falten wir die Stoffkanten wieder so geschickt aufeinander, dass sie am Ende gewendet einen Knoten ergeben. Die Falttechnik ist genauso wie bei dem ersten Modell aus den zwei Stoffen:
- Der Stoff liegt mit der Außenseite auf der Tischplatte, wir sehen die Naht (Bild 1).
- Wir legen die beiden kurzen Stoffkanten in der Mitte übereinander (Bild 2).
- Dann schlagen wir die gegenüberliegende Spitze einmal um und legen sie auf den mittigen Stoffstapel (Bild 3).
- Danach schlagen wir auch die andere Spitze um und legen sie auf den mittigen Stoffstapel (Bild 4).
- Wir positionieren die 8 Stofflagen noch einmal exakt bündig aufeinander und klammern sie mit 2 Stoffklammern zusammen (Bild 4).
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Bevor wir gleich die letzte Naht steppen, drehen wir unser geklammertes Werk kurz auf rechts und kontrollieren auf der Vorderseite den Knoten. Wenn uns das Ergebnis gefällt, drehen wir unser Werk wieder auf links und machen uns an die letzte Naht.
Wir steppen die 8 Stofflagen mit 1 cm NZG mit einem Geradstich zusammen. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir.
Als letzter Arbeitsschritt bleibt uns nur noch, die Nahtzugaben mit einer Stoffschere auf 3 mm zurückzuschneiden. Je weniger dick die Naht ist, desto weniger störend ist sie später.
Und so schaut mein Haarband am Ende fertig aus. Die Naht ist von außen nicht sichtbar.
Meine Schaufensterpuppe hat das Haarband für euch einmal angelegt.
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C. Spätere Korrekturen
Da manche elastischen Stoffe die Eigenschaft haben, mit der Zeit auszuleiern, haben wir bei unseren Stirnbändern die Möglichkeit, die Weite nachträglich anzupassen. Sollte das Haarband/das Stirnband später einmal zu locker sitzen, dreht ihr es auf links und schneidet mit einer Stoffschere die Nahtzugabe der Knoten-Naht gerade ab. Danach näht ihr die 8 Stofflagen erneut mit 1 cm Nahtzugabe zusammen. Das Stirnband hätte danach 2 cm weniger Umfang. Das ist also – falls nötig – fix angepasst.
Wir sind fertig für heute! Ich hoffe, ihr habt fleißig aufgepasst, vielleicht Lust auf dieses unkomplizierte Nähprojekt bekommen oder sogar schon mitgemacht? Vielleicht haltet ihr eurer erstes selbst genähtes Knoten-Stirnband bereits in den Händen oder habt es schon ausgeführt? Das alles würde mich sehr freuen, denn dafür habe ich diesen Blogbeitrag verfasst.
D. In eigener Sache
Wenn Ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.
Über einen netten Kommentar oder eine kleine Plauderei hier unter dem Blogbeitrag würde ich mich freuen.
Für heute verabschiede ich mich von euch und wünsche gutes Gelingen und viel Freude beim Nähen.
Herzliche Grüße von Ina