Näh-Workshop Teil 2: Patchwork-Decke für das Puppenbett
Liebe Nähfreunde,
ich begrüße euch zu Teil 2 meines Näh-Workshops. Sicherlich seid ihr schon sehr gespannt, wie es mit meiner Patchwork-Bettdecke weitergeht.
In Teil 1 des Workshops haben wir fleißig Stoffreste gebügelt, Patches zugeschnitten und diese in einem Wunschmuster auf das Quilters Grid aufgelegt.
Nach diesen doch recht umfangreichen Vorarbeiten werden wir heute viel bügeln und natürlich endlich nähen. Belohnt werden wir am Ende mit einer wundervollen und einzigartigen Patchwork-Bettdecke für das Puppenbett. Da ich weiß, dass ihr neugierig seid, zeige ich euch vorab schon einmal mein Ergebnis:
Kleine Rückblende
Im ersten Teil hatten wir uns ausführlich mit dem Thema Baumwollstoffe beschäftigt. Danach ging es speziell darum, was man aus den Stoffresten – und besonders Baumwollstoffresten – nähen kann.
Gemeinsam haben wir unser kreatives Nähprojekt aus Resten gestartet, nämlich eine Patchwork-Bettdecke für das Puppenbett. Dabei kann man alle seine Lieblingsstoffe aus Baumwolle zu etwas Neuem und Schönem verarbeiten.
Zuerst hatten wir das Puppenbett ausgemessen und die Größe der anzufertigen Bettdecke festgelegt. Danach haben wir die Anzahl der nötigen Quadrate berechnet. Wir haben diese aus unseren Stoffresten zugeschnitten und sorgfältig auf unser Quilters Grid aufgelegt. So sah das Ganze am Ende von Teil 1 des Näh-Workshops aus:
16. Probestück
Als Nächstes wird gebügelt. Ich habe mein kleines Bügeleisen noch einmal gegen eines mit mehr Gewicht ausgetauscht. Wir benötigen keine Dampffunktion.
Bevor wir nun unsere bunten Quadrate auf dem großen Quilters-Grid-Vlies aufbügeln, machen wir eine Probe. Dabei machen wir uns mit der Nähtechnik vertraut und überprüfen zugleich die Nähparameter unserer Nähmaschine. Wenn wir die Technik am Probestück geübt und dort alles für gelungen befunden haben, machen wir das Gleiche dann mit unserem großen Werk.
Für das Probestück nehmen wir uns 4 kleine Patches von den Resten und legen sie auf ein passendes Stück Quilters Grid. Darauf legen wir ein Stück Butterbrotpapier. Dies deshalb, damit eventuell hervorblitzende Klebepünktchen zwischen den Quadraten oder am Rand beim Bügeln nicht an unserem Bügeleisen festkleben.
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Wir setzen das Bügeleisen (2 Punkte, ohne Dampf!) auf das Butterbrotpapier und lassen es an dieser Stelle ca. 10 bis 12 Sekunden stehen. In dieser Zeit bewegen wir das Bügeleisen nicht! Die Wärme des Bügeleisens lässt die Klebepunkte vom Quilters Grid schmelzen. Das Gewicht des Bügeleisens drückt die geschmolzenen Klebepunkte mit der linken Seite der Patches zusammen. Nach den 10 bis 12 Sekunden versetzen wir das Bügeleisen um eine Partie und lassen es dort wiederum 10 bis 12 Sekunden stehen. Wir schieben es nicht über den Stoff, sondern heben es immer nur an und versetzen es. Am Ende sind alle Patches auf dem Vlies festgeklebt. Fertig ist ein sogenannter Block.
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Wenn wir den Block nun in die Hand nehmen, können wir die einzelnen Reihen und Spalten (= Ritzen zwischen den Patches) ganz leicht umklappen.
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Jetzt wird genäht! Wir sind immer noch beim Probestück, habt Geduld.
17. Die senkrechten Nähte
Wir stellen bei unserer Nähmaschine einen kleinen Geradstich ein. Ich behalte die eben erprobten Standardeinstellungen meiner Nähmaschine bei. Wir nähen nähfüßchenbreit (also 6 mm) von der Knickkante entfernt auf dem Quilters Grid entlang. Die Nähgeschwindigkeit unserer Nähmaschine stellen wir so ein, dass wir sicher eine gerade und saubere Naht hinbekommen.
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Anfang und Ende der Naht verriegeln wir durch ein paar Rückstiche. Unsere Naht ist 6 mm breit, was unserer Nahtzugabe von der Berechnung der geplanten Deckengröße entspricht.
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Wenn eure Geradstich-Naht nicht perfekt ausschaut, müsst ihr die Einstellungen für eure Naht nachjustieren, ein anderes Garn verwenden und/oder eine neue Nähnadel einsetzen.
Jetzt schneiden wir die Knickfalte mit einer spitzen Schere auf und legen damit die Nahtzugaben frei.
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Wir bügeln die Nahtzugaben auseinander. Wir arbeiten uns langsam von einer Seite vor und pressen die Nahtzugabe beim Bügeln auseinander. Daher hatte ich zum schwereren Bügeleisen gewechselt.
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Danach stellen wir das Bügeleisen noch einmal flächig auf die gebügelten NZG. Das machen wir erst einmal mit der Rückseite.
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Danach bügeln wir die Naht noch einmal auf der Vorderseite.
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18. Die waagerechten Nähte
Wir arbeiten immer noch an unserem Probestück.
Wir klappen unser Werk so zusammen, dass auch die anderen, noch offenen Ritzen zusammentreffen. Wir nähen mit kleinem Geradstich wieder nähfüßchenbreit von der Kante entfernt. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir. Wir nähen quasi wie bei der anderen Naht.
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Wir schneiden die Knickfalte wieder auf.
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Wir bügeln die Nahtzugaben auseinander. Wir bügeln erst die linke Seite. In der Mitte, wo sich die Nahtzugaben treffen, bügeln wir ein wenig kräftiger, da wir hier 4 Schichten verstärkten Stoff haben.

Und dann bügeln wir das Ganze natürlich auch auf der rechten Seite. Fertig ist ein kleiner Patchworkblock, den ich für ein größeres Projekt verwenden könnte.
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Da bei meinem Probestück alles perfekt gepasst und wie gewünscht funktioniert hat, mache ich jetzt mit der großen Patchwork-Bettdecke weiter. Das funktioniert im Prinzip genauso wie beim Probestück.
19. Patche auf dem Quilters Grid fixieren
Endlich dürfen wir wieder an unserer großen Patchwork-Bettdecke weiterarbeiten. Ich kenne ja eure Ungeduld, aber eine Probe ist hier schon rechtlich sinnvoll.
Wir legen ein großes Stück Butterbrotpapier auf die rechte untere Ecke unseres Werkes. Das Butterbrotpapier muss über die Kante vom Quilters Grid reichen.
Wir nehmen unser Bügeleisen in Betrieb. Wir bügeln ohne Dampf auf Stufe 2.
Wir stellen das Bügeleisen auf die linke untere Ecke und belassen es dort für ca. 10 bis 12 Sekunden. Wir bewegen das Bügeleisen nicht! Dann heben wir es an und versetzen es eine Position nach links. Dort lassen wir es wiederum 10 bis 12 Sekunden unbewegt stehen. Es wird nicht geschoben, nur gehoben und abgesetzt.
Wir versetzen das Butterbrotpapier und arbeiten uns Stück für Stück über die gesamte Fläche der Bettdecke.
Am Ende kontrollieren wir, ob wir alle Patches vollständig aufgebügelt haben.
Da wir nun alle Patches fixiert haben, können wir rundherum den Rand vom Quilters Grid abschneiden. Der würde uns später beim Bügeln nur stören. Leider ist mir das erst später klar geworden, daher ist der Rand auf meinen Bildern noch drauf. Denkt ihn euch einfach weg!
Jetzt geht es ans Nähen. Wir steppen zuerst die kürzeren Nähte. Wir starten rechts und arbeiten uns Spalte für Spalte nach links hinüber.
20. Senkrechte Nähte
Wir klappen die erste senkrechte Spalte um. Sie fällt beim Umlegen schon von allein in die richtige Position. Wir bügeln die Knickfalte.
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Wir steppen die Knickfalte mit einem kleinen Geradstich nähfüßchenbreit (6 mm) ab. Ich belasse es wieder bei den erprobten und überprüften Standardeinstellungen meiner Nähmaschine. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir durch ein paar Rückstiche.
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Wir haben eine exakte Naht. Natürlich schauen wir uns das auf der Vorderseite an. Allerdings gibt es noch nicht viel zu sehen. Mal sehen, wie sich die Optik mit der Zeit noch verändert.
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Das Ganze wiederholen wir jetzt mit der nächsten und allen weiteren Spalten. Der Ablauf ist immer der gleiche:
- Wir klappen eine Spalte Patches um.
- Wir bügeln die Knickfalte.
- Wir steppen die Knickfalte nähfüßchenbreit mit kleinem Geradstich.
Wir steppen Naht für Naht.
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Am Ende schaut unser Werk ein wenig wie eine Ziehharmonika aus:
Jetzt schneiden wir mit einer spitzen, schmalen Schere das Vlies an der Knickfalte und damit die Nahtzugaben auseinander. Danach bügeln wir die Nahtzugaben auf der linken Seite unseres Werkes vorsichtig auseinander.
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Das machen wir Naht für Naht.
Am Ende schaut unser Werk dann so aus:
Jetzt bügeln wir unser Werk auch von der rechten Seite.
21. Waagerechte Nähte
Jetzt nähen wir in der anderen Richtung und schließen mit den Nähten die offenen Kanten zwischen den Patches.
Im Unterschied zu den vorigen (senkrechten) Nähten machen wir hier jede Reihe einzeln komplett fertig. Jede Naht entsteht nach dem gleichen Ablauf:
1. Wir klappen einen Streifen um, sodass er unter unserem Werk liegt. Wir bügeln die Knickkante.
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2. Wir fixieren die gebügelte Knickkante mit Stoffklammern. In der ersten Reihe geht es noch ohne Klammern, in den Folgereihen ist das sehr hilfreich.
3. Wir steppen die Knickkante nähfüßchenbreit mit kleinem Geradstich ab. Anfang und Ende der Naht verriegeln wir mit ein paar Rückstichen.
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4. Wir schneiden die Nahtzugaben auseinander und bügeln sie. Die bereits fertig gestellten Reihen haben wir unter unsere aktuell zu bügelnde Reihe geklappt.
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5. Wir klappen den nächsten Streifen um und fahren wie gewohnt fort. Das machen wir Streifen für Streifen.
Am Ende schaut das Ganze bei mir so aus:
Nun bügeln wir unseren Block (so heißt das in der Patchwork-Fachsprache) auch von rechts. Ihr seht, von meinen zugeschnittenen Blumenmotiven ist nur noch die Mitte zu sehen. Deshalb war es beim Zuschnitt vorhin so wichtig, die Motive mittig auf den 5 cm x 5 cm zu platzieren. Am besten sieht man das bei den Rosen-Motiven.
Nach so viel Näh- und Bügelarbeit haben wir uns etwas Schönes verdient: nämlich eine Anprobe! Das erhöht die Vorfreude und schenkt uns neue Energie für den Endspurt.
22. Anprobe und Begradigen
Wir legen den Block probehalber über das Bettzeug unseres Puppenbettes. Jetzt können wir genau sehen, ob wir unsere errechneten Maße eingehalten haben. Meine Decke kommt auf ca. 56,5 cm × 44,5 cm Größe. Da meine Bettdecke laut Plan 54 cm × 43 cm groß werden sollte, ist das also vollkommen im Rahmen. Lieber ein wenig größer nähen als zu klein. Abschneiden geht immer.
An dieser Stelle können wir Korrekturen an Länge und Breite vornehmen. Ihr seht, bei mir hat sich die Kante beim Nähen ein wenig verzogen. Das begradige ich mit einem Rollschneider, einer Schneideunterlage und meinem 60 cm x 15 cm großen Patchworklineal. Alle vier Ecken der Decke müssen rechtwinkelig und die beiden gegenüberliegenden Seiten gleich lang sein.
Durch meine Versäuberung der Kanten verliert meine Decke in Länge und Breite ein paar Millimeter. Aber das ist vertretbar und war einkalkuliert.
Es ist Zeit für eine erneute Anprobe auf meinem Puppenbett. Ihr seht, ich habe probehalber schon einmal ein Schrägband und eine Bommelborte angesteckt. Später muss ich mich für eine der beiden Variante entscheiden.
An dieser Stelle sind wir aber noch nicht. Erst einmal müssen wir die Rückseite unserer bunten Patchwork-Bettdecke verkleiden.
23. Die Rückseite der Bettdecke
Wir messen die Oberseite unserer nunmehr final zugeschnittenen Patchwork-Bettdecke aus.
Wir suchen ein farblich passendes Stück Fleecestoff heraus und bügeln es auf der Rückseite. Mit dem Rollschneider und einem großen Patchworklineal begradigen wir nun die untere Kante unseres Fleecestoffes. Danach legen wir einen rechten Winkel an die Schnittkante und schneiden auch die andere Seite im rechten Winkel zu. Wir streichen den Fleecestoff glatt.
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Jetzt legen wir unsere Patchworkdecke auf den Fleecestoff. Wir legen den rechten Winkel der Patchworkdecke auf den rechten Winkel des Fleecestoffes. Wir schneiden mit dem Rollschneider ein Quadrat in der Größe der Patchworkdecke aus.
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Da der Fleecestoff nicht ausfranst und wir die Schnittkanten sowieso später mit einem Schrägband einfassen, müssen wir den Fleece-Zuschnitt nicht versäubern.
Wir legen die Ober- und die Unterseite unserer Bettdecke links auf links zusammen. Das bedeutet, die schöne Seite der Patchwork-Bettdecke und die schöne Seite des Fleecestoffes sind außen. Wir klammern beide Teile rundherum mit Stoffklammern zusammen.
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Bevor wir gleich beide Stoffteile zusammennähen, können wir diesen Arbeitsschritt an unserem Probestück testen.
Wir schneiden uns ein gleich großes Stück Fleecestoff zu und klammern beide Teile zusammen. Wir nähen knappkantig beide Teile an den Rändern zusammen. Knappkantig heißt bei mir, ich führe die Naht in der halben Nähfüßchenbreite. Bei manchen Nähmaschinen kann man die Nadelposition entsprechend einrichten. Ihr müsst schauen und nachmessen, wie es sich bei euch verhält.
Beim Nähen liegt die bunte Patchworkdecke oben. An ihrer Kante orientieren wir uns beim Nähen.
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Einen geringen Stoffüberstand der Ober- oder der Unterseite begradigen wir mit einer Stoffschere. Der entsteht automatisch, da der Fleecestoff dehnbarer ist als der Baumwollstoff.
Genauso wie bei dem Probestück machen wir es nun mit unserer großen Bettdecke. Wir nähen die beiden Stofflagen knappkantig (halbes Nähfüßchen = 3 mm) mit kleinem Geradstich zusammen. Anfang und Ende der Naht müssen wir nicht verriegeln. Wir nähen jede Seite separat. Der bunte Patchworkstoff liegt beim Nähen oben. Wir richten uns beim Führen des Stoffes nach der rechten Stoffkante des Patchworkstoffes.
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Nach der Näharbeit schauen wir uns die Nähte an. Dort, wo es einen Stoffüberstand gibt, schneiden wir den Überstand mit der Stoffschere zurück.
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Wir bügeln die frischen Nähte. Auf der Vorder- und der Rückseite haben wir nun rundherum eine saubere, knappkantige Naht.
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24. Die Bettdecke mit Schrägband einfassen
Zum Schluss fassen wir die offenen Stoffkanten der Patchwork-Bettdecke rundherum noch mit einem farblich passenden Schrägband ein. Das Schrägband kann man sich selbst in seinem Wunschstoff aus Baumwolle anfertigen oder man hat etwas Passendes vorrätig.
Mein gekauftes Schrägband hat eine Breite von 18 mm, zusammengefaltet kommt es somit auf 9 mm. Mit seinen später sichtbaren 9 mm verdeckt es sicher die Naht meiner Bettdecke, die ich 3 mm von der Kante entfernt ausgeführt habe. Euer verwendetes Schrägband sollte also nicht zu schmal sein. Macht am besten vorher eine Steck- und Sichtprobe an eurer Patchwork-Bettdecke.
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Wer möchte, könnte den folgenden Arbeitsschritt auch an seinem Probestück testen. Bis auf die Größe des einzufassenden Stückes sind alle Arbeitsschritte die gleichen und lassen sich an einem großen Stück sogar leichter umsetzen. Ich spare mir das deshalb.
Schritt 1: Start
Wir falten das Schrägband auseinander. Wir falten das Schrägband 1 cm um die kurze Kante und bügeln sie. Wir klammern das Schrägband mit der rechten Seite auf die linke Seite unserer Patchwork-Bettdecke. Wir starten in der Mitte einer Seite. Bei mir ist das die Seite der Bettdecke, die später am Fußende des Bettes liegt.
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Schritt 2: Schrägband anklammern
Wir führen das Schrägband bis kurz vor der Ecke und klammern es fest. Dann klappen wir das Schrägband im Winkel von 45 Grad nach oben.
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Mit dem Fingernagel ziehen wir mehrmals die entstandene diagonale Knickfalte nach. Diese benötigen wir später zum Markieren der Start- und End-Punkte der Nähte.
Danach klappen wir das Schrägband 90 Grad nach unten, sodass die Kanten des Schrägbandes im rechten Winkel aufeinander liegen. Wir fixieren die Ecke mit Stoffklammern. Die Kanten von Schrägband und der Patchwork-Bettdecke liegen übereinander. Das Ganze machen wir rund um unsere Decke herum. Am Ende überlappen wir das Schrägband mit 3 cm.
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Schritt 3: Eine Seite des Schrägbandes annähen
Jetzt nähen wir mit farblich passendem Nähgarn das Schrägband mit kleinem Geradstich in der Falzkante an. Die Naht führen wir genau in der Falzkante bzw. 1 mm rechts neben der Falzkante entlang. Bei dieser Nahtführung können wir das Schrägband später problemlos umklappen.
Wir starten 3 cm vor der Überlappung. Anfang und Ende des Falzbandes liegen genau aufeinander, die Falzkanten bzw. -rillen gehen ineinander über. Anfang und Ende der Naht werden verriegelt.
Wir nähen so lange, bis wir ca. 10 cm vor der Ecke sind.
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Wir entfernen die Klammer, die die Ecke festhält, und klappen die Ecke nach links zur Seite um. Dort, wo die mit dem Fingernagel gemachte Diagonale des Schrägbandes auf die senkrechte Falzrille trifft, machen wir uns mit einem selbst löschenden Stift eine Markierung. Das ist die Endposition für unsere erste Naht.
Wir nähen weiter bis zur gemachten Markierung und verriegeln dann die Naht mit ein paar Rückstichen. Ich nähe die letzten Stiche der Naht immer mit dem Handrad, sodass ich punktgenau ende. Wir nehmen das Werk aus der Maschine.
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Wir falten die Ecke nun wieder nach oben um. Dort, wo die diagonale Falte des Schrägbandes auf die waagerechte Falzrille trifft, machen wir uns wiederum eine Markierung. Das ist der Startpunkt für die nächste Naht.
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Wir legen unser Werk neu ein und starten mit der nächsten Naht an der zuletzt gemachten Markierung. Wir verriegeln den Nahtbeginn und nähen in der Falzrille bzw. 1 mm rechts daneben.
Wir nähen wieder so lange, bis wir erneut kurz vor der nächsten Ecke sind, und verfahren dann genau wie bei der ersten Ecke.
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Das wiederholen wir für den Rest der Bettdecke. Am Ende kommen wir mit der letzten Naht wieder an der Startposition an. Wir verriegeln die Naht. Wir nehmen unser Werk aus der Maschine.
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Wir klappen das Schrägband nach vorn um, sodass die Nahtzugaben im Schrägband zu liegen kommen. Wir klammern das umgeklappte Schrägband zuerst an den vier geraden Seiten mit Stoffklammern fest.
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An der Überlappung des Schrägbandes passen wir auf, dass wir die Falzrillen genau ineinanderlegen, bevor wir es umklappen und festklammern.
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Dann widmen wir uns den Ecken. Wir klappen auch diese um. Wir falten die beiden Seiten des Schrägbandes so übereinander, dass sie sich in der Mitte diagonal im 45-Grad-Winkel treffen. Das gelingt vielleicht nicht im ersten Anlauf, aber mit etwas Geduld bekommt man das gut hin. So soll die Ecke von oben und von unten ausschauen:
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Das Schrägband ist rundherum um die offene Kante gelegt und festgeklammert.
Wir nähen nun auf der Vorderseite der Patchwork-Bettdecke. Wir nähen mit dem kleinen Geradstich 2 mm an der Kante des Schrägbandes entlang.
In den Ecken nähen wir vorsichtig bis zur diagonalen Faltung. Um das genau abpassen zu können, nähe ich die letzten Stiche wieder vorsichtig mit dem Handrad.
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In der Ecke versenken wir die Nadel im Stoff, heben das Nähfüßchen an, drehen den Stoff um 90 Grad, senken das Nähfüßchen wieder herab und nähen bis zur nächsten Ecke.
Am Ende verriegeln wir die Naht und schneiden die Fäden ab. Wir bügeln die Schrägbandeinfassung.
Damit ist meine Patchwork-Bettdecke fertig und darf aufs Puppenbett! Na, wie findet ihr sie? Vielleicht mögt ihr mir auch eure genähte Decke zeigen? Dazu wäre in der Bildergalerie von Crazypatterns der perfekte Platz.
25. In eigener Sache
Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Blogbeitrag anregen, euch vielleicht auch einmal an ein Patchwork-Projekt aus Stoffresten zu wagen. Jedes Ergebnis wird einzigartig und ganz besonders. Die individuell gefertigte Bettdecke eignet sich besonders gut als Geschenk mit bleibendem Wert für eure Kinder und Enkel.
Wenn ihr meinen Stil mögt und Lust auf mehr kreative Ideen von mir habt, kommt mich gern auf meinem Blog oder in meinem Shop besuchen. Hier gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln, Häkeln, Stricken, Filzen, Nähen und Handwerken.
Über einen netten Kommentar oder eine kleine Plauderei hier unter dem Blogbeitrag würde ich mich freuen. Für heute verabschiede ich mich von euch und wünsche gutes Gelingen und viel Freude beim Nacharbeiten.
Herzliche Grüße von Ina