KI-Zusatzvereinbarung
zur KI-gestützten Datenverarbeitung auf Crazypatterns (AISYS, SIA)
Stand: 5. März 2026
Rollenklausel und Geltung
Zur sprachlichen Vereinfachung und besseren Lesbarkeit werden in dieser Zusatzvereinbarung Begriffe wie „Nutzer“ oder „Autor“ überwiegend in der männlichen Form verwendet. Diese Bezeichnungen richten sich selbstverständlich gleichermaßen an alle Geschlechter (m/w/d) und implizieren keine Benachteiligung.
Diese Zusatzvereinbarung besteht aus Modul A (Allgemeine Regelungen) und Modul B (Zusätzliche Bestimmungen für Autoren). Modul A gilt für alle Nutzer der Plattform Crazypatterns. Modul B gilt zusätzlich für Nutzer mit Upgrade zum Autoren-Account; die Bestimmungen aus Modul B werden beim Upgrade gesondert angezeigt und durch den entsprechenden Bestätigungsakt ausdrücklich angenommen.
Modul A – Allgemeine Regelungen
1. Grundsätze, Gegenstand, Einbeziehung und Vorrang
1.1 Grundsätze („Privacy First“). Die KI-Funktionen auf Crazypatterns werden so entwickelt und betrieben, dass sie das Nutzungserlebnis verbessern, bei der Auffindbarkeit passender Inhalte unterstützen sowie der Sicherheit und Qualität der Plattform dienen. Dabei steht der Schutz der Daten im Mittelpunkt. Nutzer behalten die Kontrolle über aktivierte KI-Funktionen im Rahmen der verfügbaren Einstellungen. Eine Verarbeitung der Daten durch externe Anbieter erfolgt ausschließlich zweckgebunden für uns als Auftraggeber; eine Nutzung zur Verbesserung, zum Training oder Fine-Tuning von vom Anbieter allgemein bereitgestellten Modellen (Basismodellen) ist ausgeschlossen.
1.2 Gegenstand. Diese Zusatzvereinbarung regelt ergänzend die KI-gestützte Datenverarbeitung und sonstige automatisierte Auswertungen für Zusatzfunktionen der Plattform.
1.3 Einbeziehung. Diese Zusatzvereinbarung gilt ergänzend zu den Nutzer-AGB; für Autoren zusätzlich ergänzend zu den Autoren-AGB.
1.4 Vorrang. Soweit diese Zusatzvereinbarung abweichende oder speziellere Regelungen enthält, gehen diese für die hier geregelten Sachverhalte den Nutzer-AGB/Autoren-AGB vor.
2. Begriffe in dieser KI-Zusatzvereinbarung
2.1 KI-Systeme sind maschinenbasierte Systeme, die mit einem gewissen Grad an Autonomie Daten verarbeiten und daraus Ergebnisse wie Vorhersagen, Empfehlungen, Inhalte oder Entscheidungen erzeugen.
2.2 KI-Auswertungen sind automatisierte Analysen von Inhalten zur Generierung oder Ableitung von Informationen, einschließlich, jedoch nicht abschließend, Inferenz und Analyse, Erstellung von Vektor- oder Merkmalsrepräsentationen sowie Training und Fine-Tuning von Modellen, jeweils einschließlich funktionsgleichartiger Weiterentwicklungen oder Nachfolgetechnologien, unabhängig davon, ob ML oder nicht-ML eingesetzt wird.
2.3 Interne KI-Systeme sind von AISYS eigenbetriebene Systeme in Server- oder Rechenzentrumsumgebungen ohne Verarbeitung durch externe Anbieter.
2.4 Externe Anbieter sind weisungsgebundene Dienstleister, die zur Erfüllung der Zusatzfunktionen eingesetzt werden – in der Regel Cloud-KI-Dienste.
2.5 Produktpräsentationsdaten sind vom Autor eingestellte Darstellungsinhalte zum Produkt, getrennt nach
- (a) Textinhalten (z. B. Beschreibung, Titel, Tags, Kategorie, Dateitypen, Preis) und
- (b) Bildern sowie Vorschauvideos (keine vollständigen Produktvideos).
Sie umfassen nicht die digitalen Produkte selbst (siehe 2.6).
2.6 Digitale Produkte sind die vom Autor bereitgestellten, verkaufsgegenständlichen Dateien, kostenpflichtig oder kostenlos (z. B. Anleitungen, Muster, PDFs, vollständige Produktvideos oder ZIP-Archive mit Produktdateien).
2.7 Summaries sind stark vereinfachte, nicht inhaltlich reproduzierbare Zusammenfassungen oder Merkmalsdarstellungen von digitalen Produkten oder Produktpräsentationsdaten, die ausschließlich allgemeine oder funktionale Informationen (z. B. Technik, Material, Schwierigkeitsgrad, Gegenstand oder Kategorie) enthalten und keine inhaltliche Rekonstruktion oder Wiederherstellung des vollständigen Inhalts ermöglichen.
2.8 Opt-out bezeichnet die vom Nutzer oder Autor über den jeweiligen Nutzer-Account bzw. Autoren-Account erklärte Deaktivierung bestimmter KI-Verarbeitungen.
2.9 PII (personenbezogene Informationen) sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen (z. B. Name, E-Mail-Adresse, Gesicht).
2.10 Nutzergenerierte Inhalte (UGC) sind alle vom Nutzer auf der Plattform eingestellten und für andere Nutzer zumindest teilweise sichtbaren Inhalte, Daten und Interaktionen (z. B. Forumsbeiträge, Kommentare, Q&A, Rezensionen, hochgeladene Bilder, „Gefällt mir“/„Hilfreich“-Markierungen).
2.11 Private Nutzerdaten sind vom Nutzer erstellte Inhalte und Daten, die ihrer Natur nach nicht für öffentliche Bereiche der Plattform oder für andere Nutzer bestimmt sind (z. B. private Nachrichten, Produkt-Merklisten, Inhalt des Warenkorbs).
2.12 Zusatzfunktionen sind alle über die Grundfunktionen der Plattform hinausgehenden, automatisierten oder KI-gestützten Verarbeitungen und Dienste, die der Verbesserung der Nutzung, Qualität, Sicherheit oder Funktionalität von Crazypatterns dienen. Hierzu zählen insbesondere – jedoch nicht abschließend – Funktionen zur inhaltlichen Analyse, Qualitätssicherung und -bewertung (inkl. Scoring), Moderation, Suche, Sortierung, Personalisierung, Übersetzung, Empfehlung, Kategorisierung, Missbrauchs- und Betrugsprävention sowie zur Entwicklung und Optimierung neuer Plattformfunktionen.
2.13 Anonymisierung bezeichnet die Verarbeitung personenbezogener Informationen in einer Weise, dass die betroffene Person nicht mehr identifiziert werden kann; eine Re-Identifizierung ist weder durch uns noch durch Dritte mit rechtlich zulässigen Mitteln möglich.
2.14 Pseudonymisierung bezeichnet die Verarbeitung personenbezogener Informationen, bei der diese ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer bestimmten Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen getrennt aufbewahrt und technischen sowie organisatorischen Maßnahmen unterliegen, die eine Re-Identifizierung ausschließen.
2.15 PII-Gate bezeichnet ein technisches System zur automatisierten Erkennung personenbezogener Informationen (PII) in Inhalten vor deren Weiterverarbeitung im Rahmen der Zusatzfunktionen. Die Erkennung erfolgt maschinell anhand technischer Muster und kann im Einzelfall unvollständig oder fehlerhaft sein.
2.16 Inferenz bezeichnet die laufende Verarbeitung von Inhalten durch KI-Systeme zur Erzeugung von Ergebnissen wie Vorschlägen, Bewertungen oder Klassifizierungen, ohne dass das zugrunde liegende Modell neu trainiert wird.
2.17 Vektorisierung und Indexierung einschließlich sog. „Embeddings“ bezeichnen die Umwandlung von Inhalten in Merkmals- oder Vektorrepräsentationen, um sie für Suche, Sortierung, Empfehlungen oder ähnliche Zusatzfunktionen auffindbar und vergleichbar zu machen.
2.18 Internes Training bezeichnet die Anpassung oder Verbesserung interner KI-Modelle (z. B. Training, Fine-Tuning).
2.19 Externes Training bezeichnet das Training oder Fine-Tuning externer Modelle.
2.20 Nutzungsdaten sind durch die Nutzung der Plattform entstehende Protokoll- und Interaktionsdaten, getrennt von UGC (2.10) und privaten Nutzerdaten (2.11). Hierzu zählen insbesondere aufgerufene Seiten und Suchanfragen, Klick- und Scroll-Ereignisse, Interaktionen (z. B. Likes, Merklisten, Downloads) sowie Kauf-/Bestell-/Storno- und Warenkorbvorgänge, jeweils mit Zeitstempel und ggf. pseudonymem Account-Bezug (z. B. gehashte IDs).
2.21 KI-generierte oder KI-modifizierte Medien sind Bilder oder Videos, die ganz oder teilweise durch KI-Systeme erstellt wurden oder bei denen wesentliche Bildelemente – einschließlich Hintergründe – KI-gestützt ersetzt, hinzugefügt oder wesentlich verändert wurden; der Begriff umfasst Medien innerhalb von UGC (2.10), Produktpräsentationsdaten (2.5) sowie Medienbestandteile digitaler Produkte (2.6).
3. Rechteeinräumung für Zusatzfunktionen und Pflichten des Nutzers
3.1 Ergänzend zu den in Ziffer 12.3–12.6 der Nutzer-AGB geregelten Rechteeinräumungen gestattest Du uns für Deine nutzergenerierten Inhalte (UGC) die Nutzung im Rahmen der Zusatzfunktionen, insbesondere für automatisierte Analysen (KI-Auswertungen).
3.2 Die Einschaltung externer Anbieter nach Maßgabe dieser Zusatzvereinbarung ist zulässig, soweit dies zur Erbringung der Zusatzfunktionen erforderlich ist. Eine Nutzung zu eigenen Zwecken externer Anbieter ist ausgeschlossen.
3.3 Für private Nutzerdaten gelten die besonderen Beschränkungen gemäß Ziffer 4.2 und Ziffer 5.3.
3.4 Der Nutzer ist verpflichtet, KI-generierte oder KI-modifizierte Medien (2.21) innerhalb von UGC (2.10) über die hierfür bereitgestellte Kennzeichnungsfunktion korrekt zu deklarieren. Steht diese Funktion im betreffenden Bereich nicht zur Verfügung, hat die Kennzeichnung ersatzweise durch einen für andere Nutzer eindeutig erkennbaren Hinweis zu erfolgen – entweder unmittelbar am Bild/Video (z. B. Overlay/Wasserzeichen) oder im zugeordneten Beitrag/Kommentar. Die Kennzeichnung muss wahrheitsgemäß, deutlich und medienbezogen erfolgen.
4. Interne Verarbeitung – Zwecke und Grenzen
4.1 Wir dürfen nutzergenerierte Inhalte (UGC) im Rahmen der Ziffer 3 auf internen KI-Systemen für die in Ziffer 2.12 beschriebenen Zusatzfunktionen verarbeiten.
4.2 Private Nutzerdaten werden nur verarbeitet, soweit dies für einen der folgenden Zwecke zwingend erforderlich ist:
- (a) für Sicherheitszwecke (z. B. Spam- und Betrugsprävention in privaten Nachrichten),
- (b) zur Erbringung von Dir genutzter Funktionen (z. B. Anzeige von Produkten auf Merklisten) oder
- (c) für von Dir aktiv ausgelöste Zusatzfunktionen (z. B. Zusammenfassungen oder KI-gestützte Hilfsfunktionen innerhalb privater Bereiche).
4.3 Vor jeder Verarbeitung von Inhalten im Rahmen der in Ziffer 2.12 beschriebenen Zusatzfunktionen wird das in Ziffer 2.15 definierte PII-Gate eingesetzt; es soll unzulässige externe Verarbeitung/Übermittlung personenbezogener Daten nach Ziffer 5.1 und 5.3 verhindern und im Übrigen eine externe Übermittlung auf das nach 5.1 zulässige Maß beschränken. Die Erkennung erfolgt maschinell und ist nicht fehlerfrei.
4.4 Unabhängig von den in Ziffer 6 geregelten Opt-out-Einstellungen bleiben Inhalts- und Sicherheitsprüfungen – einschließlich automatisierter, gegebenenfalls KI-gestützter Verfahren – stets aktiv. Sie dienen ausschließlich der Aufrechterhaltung von Plattformsicherheit, Rechtskonformität und Community-Schutz und sind nicht deaktivierbar.
4.5 Wir dürfen Nutzungsdaten (2.20) auf internen KI-Systemen analysieren, in Embeddings/Vektorrepräsentationen umwandeln sowie – soweit für die in Ziffer 2.12 genannten Zwecke (insb. Personalisierung, Suche/Sortierung, Qualitätssicherung, A/B-Tests und Missbrauchsprävention) erforderlich – eigene Modelle trainieren oder fine-tunen. Du kannst der Verwendung Deiner Nutzungsdaten für Training/Fine-Tuning interner Modelle nach Ziffer 6.5 mit Wirkung für die Zukunft widersprechen; Ziffer 6.2 (Auswirkungen auf die Qualität) und Ziffer 6.3 (Zukunftswirkung/Modellparameter) gelten entsprechend.
4.6 Wir dürfen interne KI-Systeme mit UGC trainieren und fine-tunen, soweit dies für die in Ziffer 2.12 genannten Zusatzfunktionen (insbesondere Suche/Sortierung, Personalisierung, Qualitätssicherung, Missbrauchsprävention) erforderlich ist. Hierbei setzen wir das PII-Gate nach Ziffer 4.3 ein. Du kannst dieser Verwendung jederzeit über die Account-Einstellungen widersprechen (Ziffer 6.1); Opt-outs wirken nur für die Zukunft, bereits bestehende Modellparameter bleiben unberührt (Ziffer 6.3). Externes Training mit UGC findet nicht statt; Ziffer 5.2 gilt.
5. Externe Anbieter – Zulässiger Umfang
5.1 Externe Anbieter dürfen als weisungsgebundene Auftragsverarbeiter für UGC KI-Auswertungen durchführen, um die in Ziffer 2.12 beschriebenen Zusatzfunktionen bereitzustellen oder zu verbessern, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf Übersetzungen und Inhaltsmoderation. Eine Nutzung zu eigenen Zwecken der externen Anbieter (insbesondere eigenes Training oder Profilbildung) ist ausgeschlossen. Hierbei können PII verarbeitet werden; die Verarbeitung erfolgt ausschließlich zweckgebunden, nach unseren Weisungen und im Rahmen eines Auftragsverarbeitungsvertrags.
5.2 Externes Training oder Fine-Tuning mit UGC oder privaten Nutzerdaten findet grundsätzlich nicht statt. Sollte für die Entwicklung oder den Betrieb einzelner Zusatzfunktionen der Einsatz externer Anbieter erforderlich werden, darf eine Verarbeitung zu Trainings- oder Fine-Tuning-Zwecken nur erfolgen:
- (a) soweit sie technisch notwendig ist;
- (b) ausschließlich auf anonymisierten (Ziffer 2.13) oder pseudonymisierten (Ziffer 2.14) Daten;
- (c) durch weisungsgebundene Auftragsverarbeiter;
- (d) nach vorheriger allgemeiner Information der Nutzer durch angemessenen Vorab-Hinweis; eine individuelle Zustimmung ist nicht erforderlich; und
- (e) für Modelle, die ausschließlich im Auftrag und für Zwecke von Crazypatterns betrieben und genutzt werden.
5.3 Private Nutzerdaten werden grundsätzlich nicht extern verarbeitet. Eine Verarbeitung durch externe Anbieter ist nur zulässig, soweit sie zwingend erforderlich ist oder ausschließlich der Erbringung einer von Dir genutzten Funktion dient. Die Verarbeitung erfolgt dabei stets zweckgebunden und unter unserer Weisung durch weisungsgebundene Auftragsverarbeiter.
5.4 Externe Anbieter dürfen als weisungsgebundene Auftragsverarbeiter Nutzungsdaten (2.20) inferenz- und embeddingsbasiert verarbeiten (einschließlich Vektorisierung/Indexierung) zur Bereitstellung oder Verbesserung der in Ziffer 2.12 beschriebenen Zusatzfunktionen. Modell-Training/Fine-Tuning auf Basis von Nutzungsdaten durch externe Anbieter ist nur unter den engen Voraussetzungen der Ziffer 5.2 (a)–(e) zulässig. Eine Nutzung zu eigenen Zwecken der Anbieter (insbesondere eigenes Training oder Profilbildung) ist ausgeschlossen; Ziffer 5.1 gilt entsprechend. Soweit Nutzungsdaten personenbezogene Informationen enthalten, findet vor externer Verarbeitung das PII-Gate (2.15) Anwendung; Ziffer 6.4 gilt entsprechend.
6. Steuerungsmöglichkeiten des Nutzers
6.1 Der Nutzer kann über die Einstellungen im Nutzer-Account der Verwendung seiner UGC für das Training oder Fine-Tuning auf internen KI-Systemen widersprechen (Opt-out).
6.2 Der Nutzer nimmt zur Kenntnis, dass ein Opt-out die Qualität von personalisierten Empfehlungen und anderen Plattformfunktionen beeinträchtigen kann.
6.3 Opt-outs wirken ausschließlich für die Zukunft. Bereits erfolgte technische Verarbeitungen und bestehende Modellparameter bleiben unberührt.
6.4 Das in Ziffer 2.15 definierte PII-Gate wird bei der Umsetzung der Opt-out-Einstellungen berücksichtigt und entsprechend angewendet.
6.5 Der Nutzer kann über die Einstellungen im Nutzer-Account der Verwendung seiner Nutzungsdaten (2.20) für das Training oder Fine-Tuning interner KI-Systeme widersprechen. Opt-outs wirken ausschließlich für die Zukunft; bereits bestehende Modellparameter bleiben unberührt (Ziffer 6.3). Hinweis: Ein Opt-out kann die Qualität personalisierter Inhalte und Empfehlungen mindern (Ziffer 6.2).
7. Schlussbestimmungen
7.1 Im Übrigen gelten die Nutzer-AGB.
7.2 Änderungen dieser Zusatzvereinbarung erfolgen nach dem in den Nutzer-AGB vorgesehenen Mechanismus.
8. Haftung für KI-Funktionen
8.1 Für die Nutzung der KI-Funktionen gelten die Haftungsregelungen der Nutzer-AGB (Ziffer 13) entsprechend.
8.2 KI-gestützte Ergebnisse (z. B. Zusammenfassungen, Empfehlungen, Übersetzungen, Kategorisierungen, Scorings) können inhaltlich unvollständig oder fehlerhaft sein und stellen keine Zusicherung dar; maßgeblich bleibt der jeweilige Originalinhalt, soweit vorhanden.
8.3 Sortierung, Sichtbarkeit und Empfehlungen können sich durch Modell-Updates, Tests oder Maßnahmen zur Missbrauchsprävention ändern und begründen keinen Anspruch auf eine bestimmte Darstellung oder Reichweite.
8.4 Die Verfügbarkeit von KI-Funktionen kann technisch bedingt schwanken (z. B. Wartung, Lastspitzen, Drittanbieter-Störungen). Ein Anspruch auf ununterbrochene Bereitstellung besteht nicht.
8.5 Es werden keine ausschließlich automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher Wirkung oder ähnlich erheblicher Beeinträchtigung über Nutzer getroffen.
8.6 Bei Ausfällen oder Fehlern eingesetzter Auftragsverarbeiter haften wir nur im Rahmen der Haftungsregelungen der Nutzer-AGB (Ziffer 13).
Modul B – Zusätzliche Bestimmungen für Autoren
9. Geltung, Einbeziehung, Vorrang
9.1 Dieses Modul gilt zusätzlich zu Modul A für Nutzer, die ihren Nutzer-Account zu einem Autoren-Account erweitern.
9.2 Bei Abweichungen gehen die Regelungen dieses Moduls für die hier geregelten Sachverhalte vor.
9.3 Autoren können über ihren Autoren-Account bestimmte KI-Verarbeitungen (einschließlich PII) gemäß Ziffer 2.8 über Opt-out-Einstellungen steuern.
9.4 Der Autor sichert zu, für alle von ihm bereitgestellten Produktpräsentationsdaten (2.5) und digitalen Produkte (2.6) sämtliche Rechte zu besitzen, die für die in dieser Zusatzvereinbarung vorgesehenen Verarbeitungen erforderlich sind. Der Autor sichert ferner zu, dass sämtliche hierfür erforderlichen Rechte Dritter rechtmäßig eingeholt und für diese Verarbeitungen wirksam eingeräumt sind, und verpflichtet sich, uns auf Verlangen geeignete Nachweise vorzulegen.
10. Rechteeinräumung für Produktpräsentationsdaten
10.1 Die allgemeinen Nutzungsrechte ergeben sich aus Ziffer 5 der Autoren-AGB.
10.2 Ergänzend gestattest Du uns für Produktpräsentationsdaten die Nutzung im Rahmen der Zusatzfunktionen, insbesondere für automatisierte Analysen (KI-Auswertungen) einschließlich der Erstellung und Speicherung von Merkmals- oder Vektorrepräsentationen sowie deren Verwendung zur Indexierung und Auffindbarkeit innerhalb der Plattform.
10.3 Die Einschaltung externer Anbieter nach Maßgabe von Ziffer 5.1 ist zulässig, soweit dies zur Erbringung der Zusatzfunktionen erforderlich ist.
10.4 Für digitale Produkte (2.6) gelten die besonderen Beschränkungen nach Ziffer 11.
11. Digitale Produkte – Besondere Beschränkungen
11.1 Digitale Produkte werden weder extern verarbeitet noch für Training oder Fine-Tuning genutzt. Abweichend hiervon ist eine produktbezogene externe Verarbeitung ausschließlich nach Ziffer 11.4 zulässig.
11.2 Zulässig ist – solange vom Autor über die Einstellungen im Autoren-Account nicht ausdrücklich deaktiviert – ausschließlich die Erstellung von Summaries (2.7) sowie der hierfür erforderlichen Merkmals- oder Vektorrepräsentationen auf internen KI-Systemen. Diese Summaries dürfen extern verarbeitet werden, soweit sie keine Rückschlüsse auf den vollständigen Inhalt zulassen und ausschließlich der funktionalen Verarbeitung innerhalb der Plattform sowie deren offiziellen Kommunikations- und Vertriebskanälen (z. B. Website, Newsletter, Social-Media) dienen.
11.3 Der Autor kann die Erstellung von Summaries für seine digitalen Produkte Account-weit deaktivieren; Ziffer 12.6 bleibt unberührt.
11.4 Der Autor kann für einzelne digitale Produkte (Ziffer 2.6) die externe Verarbeitung zur Nutzung zusätzlicher erweiterter Funktionen – z. B. Übersetzung, Rechtschreib-/Grammatikprüfung, Format-/Qualitätsprüfung – produktbezogen und ausdrücklich über den Autoren-Account („auf Knopfdruck“) freischalten/auslösen. Die Verarbeitung erfolgt einmalig bzw. anlassbezogen und zweckgebunden als weisungsgebundene Auftragsverarbeitung, ohne Eigennutzung/Training, mit Löschung der übermittelten Dateien nach Leistungserbringung bzw. gemäß den vertraglichen Löschfristen des jeweiligen Dienstes.
12. Steuerungsmöglichkeiten und Pflichten des Autors
12.1 Einstellungen können Account-weit vorgenommen werden.
12.2 Folgende Verarbeitungen können optional aktiviert/deaktiviert werden:
- (a) interne Inferenz und interne Erstellung von Vektor-/Merkmalsrepräsentationen;
- (b) externe Inferenz und externe Erstellung von Vektor-/Merkmalsrepräsentationen.
12.3 Der Autor kann ein Opt-out vom Training/Fine-Tuning auf internen KI-Systemen in Bezug auf seine Produktpräsentationsdaten jederzeit durchführen.
12.4 Verfügt der Autor über Inhalte (siehe 2.5 und 2.6), für die ein Lizenzverbot besteht oder keine ausreichenden Rechte zur Verarbeitung durch KI-Systeme vorliegen, ist er verpflichtet, für diese Inhalte ein Opt-out nach Ziffer 2.8 durchzuführen.
12.5 Deaktivierungen von KI-Funktionen können die Auffindbarkeit, Sichtbarkeit, Sortierung und Empfehlungen sowie automatisch bereitgestellte Hilfsfunktionen beeinflussen und dadurch die Reichweite und den Verkaufserfolg von Produkten mindern.
12.6 Opt-outs nach den vorstehenden Bestimmungen wirken ausschließlich für die Zukunft. Bereits erfolgte technische Verarbeitungen und bestehende Modellparameter bleiben unberührt; betroffene Inhalte werden aus künftigen Trainingsläufen ausgeschlossen.
13. Kennzeichnung der Präsentationsmedien
13.1 Der Autor ist verpflichtet, KI-generierte oder KI-modifizierte Medien (2.21) innerhalb seiner, vom Autor auf der Plattform selbst eingestellten Produktpräsentationsdaten (2.5) und der Medienbestandteile digitaler Produkte (2.6) über die hierfür bereitgestellte Kennzeichnungsfunktion korrekt zu deklarieren. Steht diese Funktion im betreffenden Plattformbereich nicht zur Verfügung, hat der Autor die Kennzeichnung ersatzweise durch einen für Nutzer eindeutig erkennbaren Hinweis vorzunehmen – entweder
- (i) textlich in der jeweiligen Datei des digitalen Produkts (2.6), oder
- (ii) unmittelbar auf dem betreffenden Bild/Video, oder
- (iii) im zum Bild/Video zugeordneten Text- oder Kommentarfeld.
Die Kennzeichnung muss wahrheitsgemäß, deutlich und medienbezogen erfolgen.
13.2 Wir sind berechtigt, die Einhaltung stichprobenartig zu prüfen und bei konkreten Anhaltspunkten geeignete Nachweise (z. B. Ausgangsdateien, Bearbeitungsprotokolle) zu verlangen, soweit erforderlich und zumutbar; weitergehende vertragliche und gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
13.3 Bei Verstößen sind wir berechtigt, Angebote zu kennzeichnen, herabzustufen, vorübergehend zu entfernen oder den Autoren-Account einzuschränken.
14. Abgeltung
14.1 Die Rechteeinräumungen nach diesem Modul sind durch die Vergütung gemäß den Autoren-AGB vollständig abgegolten.
15. Schlussbestimmung zu Modul B
15.1 Im Übrigen gelten Modul A sowie die Autoren-AGB.